Petition an den Salzburger Landtag

Der Salzburger Landtag möge beschließen,

die Landesregierung dazu zu verpflichten, zur Berechnung der Personalkosten der Gesundheits-, Pflege-, Sozial-, und Betreuungseinrichtungen, die Leistungen im Auftrag des Landes anbieten, die jeweils in den Betrieben anzuwendenden Kollektivverträge in ihrer aktuell gültigen Fassung heranzuziehen und somit eine kostendeckende Finanzierung sicherzustellen.

Umgesetzt soll werden:

  1. Ab sofort ist ein transparentes, verlässliches und berechenbares Finanzierungssystem anzuwenden, dass den Betrieben die Personalkosten entsprechend den geltenden Kollektivverträgen erstattet.
  2. Sollte es aus Gründen der rechtzeitigen Erstellung des Landesbudgets nicht möglich sein, Kollektivvertragsabschlüsse entsprechend zu berücksichtigen, werden den Betrieben im Folgejahr die durch diese Abschlüsse entstandenen Kosten vollständig ersetzt und bei Bedarf im laufenden Jahr bevorschusst.
  3. Alle diese Materie berührenden Gesetzestexte (z.B. Salzburger Behindertengesetz) werden entsprechend angepasst.
  4. Die deutlichen Gehaltsunterschiede beispielsweise im Bereich der Pflege zwischen Einrichtungen des Landes (wie z.B. der Salzburger Landeskliniken) und privaten TrägerInnen werden durch Überzahlung der kollektivvertraglichen Einstufung ausgeglichen.

Begründung

Diese Petition wird eingebracht von den Betriebsratskörperschaften von anderskompetent, Diakoniewerk Salzburg, KOKO Kontakt- und Kommunikationszentrum für Kinder, Lebenshilfe Salzburg, Pro Juventute Soziale Dienste, Rettet das Kind Salzburg, Rotes Kreuz Salzburg, TEZ Zentrum für Tageseltern, Volkshilfe Salzburg sowie der Plattform "Wir fairdienen mehr".

de-de.facebook.com/Wir-fair-dienen-mehr-247385868617678/

Warum ist diese Petition notwendig?

Die Salzburger Landesregierung zieht in ihrer Kostenberechnung der sozialen Dienstleistungen nicht die geltenden Kollektivverträge sondern willkürlich andere Sätze heran. Grundlage zur Berechnung der Personalkosten der Einrichtungen müssen die jeweils geltenden Kollektivverträge sein. Ebenso wichtig ist die angemessene Entlohnung für Pflegekräfte. Die bestehende Unterfinanzierung schadet nicht nur den MitarbeiterInnen, sondern führt auch zu massiven Einschränkungen im Angebot und zu schlechterer Qualität für alle Menschen, die auf soziale Dienstleistungen angewiesen sind.

Wir wollen unsere Arbeit gut machen, wir wollen verantwortungsvoll im Sinne unserer KlientInnen, PatientInnen und KundInnen unsere Aufgaben erfüllen. Dazu braucht es eine ausreichende Finanzierung, die transparent, fair und berechenbar ist.

Wir betreuen, pflegen, begleiten, unterstützen, beraten, erziehen … und wir machen das gerne. Um dies alles weiterhin tun zu können, ohne selbst dabei krank zu werden, muss die Landesregierung nur eines tun: sich ihrer Verantwortung stellen und die Finanzierung sicherstellen, die es braucht. Nicht mehr, aber auch keinen Cent weniger.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Plattform "wir fairdienen mehr" aus Salzburg
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  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    unsere Demonstration am 11. Juni war ein voller Erfolg. Unsere Forderungen wurden gesehen und gehört, das Medienecho war überraschend groß und durchwegs positiv. An der Demonstration beteiligten sich auch die AK Salzburg (mit AK-Präsident Peter Eder) und die GPA-djp mit Regionalgeschäftsführer Gerald Forcher) – vielen Dank für die Unterstützung! Ebenso großen Dank an alle, die mit uns gemeinsam auf die Straße gegangen sind, um endlich gehört zu werden!
    Die Landesregierung sah sich gezwungen, öffentlich auf unsre Forderungen einzugehen. Auch wenn der Wunsch von Landesfinanzreferent Stöckl (ÖVP), bei den KV-Verhandlungen auf Bundesebene mit zu verhandeln, von erschreckend wenig Wissen über das System der kollektivvertraglichen Lohnfindung in Österreich zeugt, hat die Landesregierung doch damit das Problem der Nicht-Anerkennung unserer Kollektivverträge öffentlich anerkannt. Nach einer kürzlich verkündeten, aber deutlich zu gering bemessenen Erhöhung der Mittel für Pflege wäre es jetzt an der Zeit, weitere Schritte zu gehen und endlich ein transparentes und faires Finanzierungssystem für Pflege, Betreuung, Gesundheit und Soziales in Salzburg einzurichten.
    Wir machen jedenfalls weiter: solange, bis der gesamte Bereich ausreichend und fair finanziert wird. Schluss mit jährlichen Sparpakten durch die Hintertür, für volle Abgeltung der Kosten der Kollektivverträge!

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

  • Theresia Eibl Bad Vigaun

    vor 6 Tagen

    Pflege und Hilfe zu Hause sollte angemessen entlohnt werden!

  • am 06.08.2018

    kv´s sind gesetzlicher Standard, und müssen eingehalten werden!

  • am 05.08.2018

    Weil diese Berufe mehr geschätzt werden müssen!

  • am 02.08.2018

    Nur mit entsprechender Bezahlung kann eine menschenwürdige Qualität in der Pflege erreicht werden! Soziale Dienstleistungen müssen einen höheren Stellenwert haben!

  • am 01.08.2018

    Bin sozial aktiv;

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