Region: Burgenland

Ja zum Krankenhaus – Nein zur Verbauung der Golser Wiesäcker!

Petitioner not public
Petition is addressed to
Burgenländische Landesregierung

3,520 Signatures

The petition is denied.

3,520 Signatures

The petition is denied.

  1. Launched 2021
  2. Collection finished
  3. Submitted on 31 Dec 2024
  4. Dialogue
  5. Finished

Petition addressed to: Burgenländische Landesregierung

Die Landschaft wird zerstört, die Natur muss leiden und es wird richtig teuer!
Wir wollen einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen!
Nach dem planerischen Chaos vom Krankenhaus Oberwart kommt die burgenländische Landesregierung mit dem nächsten Krankenhausgroßprojekt. Viele Jahre wurde von der KRAGES herumgeplant, und dabei viel Geld verbrannt.
Was bisher kommuniziert wurde, lässt auf ein nächstes Kostenfiasko schließen, welches diesmal aber auch noch das einzigartige Landschaftsbild nachhaltig zerstört und der Natur einen erheblichen Schaden zufügt.
Der Standort befindet sich nachweislich im Natura 2000-Gebiet, in der Sichtzone des UNESCO Welterbes und ist angrenzend an die Nationalpark-Bewahrungszone Zitzmannsdorfer Wiesen!
Es gibt Alternativen!
Warum möchten die Projektbetreiber mitten im Natura 2000-Gebiet - im Gemeindegebiet von Gols - bei den Wiesäckern ein Krankenhaus errichten?
Der Bau eines Krankenhauses mit einem Flächenbedarf von 1,2 ha wird vorgeschoben, um eine Fläche von unglaublichen 8,7 ha Weingärten (das entspricht 12 Fußballfeldern!!!) umzuwidmen. Das heißt, die 7-fache Fläche wird umgewidmet - was mit dem Rest passieren soll, wird der Bevölkerung vorenthalten.
Die Bevölkerung ist bei der Standortauswahl nicht eingebunden worden – stattdessen gab es einige publikumswirksame Pressekonferenzen, bei denen vor allem die angeblichen Vorteile genannt wurden. Der Informationsfluss ist inhaltlich dürftig, wahrscheinlich möchten die Projektbetreiber jegliches Aufsehen vermeiden und die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen stellen.
Worum geht’s:
1. Zerstörung des einmaligen Landschaftsbildes zum Schaden von Tourismus\, Weinbau\, Natur und Lebensqualität.
Viele Weinbau- und Tourismusbetriebe werben mit dem Bild vom „Tor zum Neusiedler See“ - dieses Bild wird es dann nicht mehr geben!
Besonders die Region Neusiedler See weist eine einzigartige Natur und historische Siedlungsstruktur auf, die es in ganz Österreich und auf der Welt so kein zweites Mal gibt. Dafür wurde das Gebiet mit dem UNESCO-Welterbe Prädikat ausgezeichnet und geschützt.
Die atemberaubende Landschaft, die enorme Artenvielfalt und der ausgezeichnete Wein ziehen Menschen aus privaten sowie beruflichen Gründen an (nationale und internationale Touristen, Wissenschaftler, Forscher, …).
Raumplaner fürchten die Entstehung einer sogenannten „Bandstadt“, das Zusammenwachsen von Gemeinden, welches zum Verlust des Weltkulturerbes führen wird! Ein riesiger Schaden für die Tourismus- und Weinbau Branche ist die Folge!
Die Großbaustelle an diesem touristisch wichtigen Punkt ist von 2026 bis 2030 mit mehr als vier Jahren anberaumt – eine Katastrophe! Wollen wir wirklich neben den Zitzmannsdorfer Wiesen so eine Großbaustelle haben?
2. Schädigung von Natur und Umwelt
Durch das Projekt sind zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tierarten (spezielle Vogelarten) gefährdet – einige davon sind strengstens geschützt. Die Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie 2009/147/EG) und die Flora-Fauna-Habitatrichtlinie (Richtlinie 92/43/EG) bedeuten für das Projekt erhebliche Genehmigungshürden: Die Verfahren in solchen Gebieten dauern extrem lange. Viele Gutachten und Expertisen müssen angefertigt werden. Zudem sind Maßnahmen zum Artenschutz sehr kostspielig und an einem anderen Standort vermeidbar!
3. Unverantwortliche Verschwendung von Steuergeld
Nicht nur der am Standort befindliche 110 kV Hochspannungsmasten, der erst kürzlich um teures Geld saniert wurde, sondern auch 2 -3 weitere Masten (ebenfalls neu) müssen fürs Krankenhaus und den Rettungsflugverkehr versetzt werden.
Die Erschließung dieses ungünstigen Standortes mitten in den Weingärten bedeutet exorbitant hohe Erschließungskosten (Kanal inkl. Hebewerke, Wasser, Strom, etc.).
Darüber hinaus sind in Natura 2000-Gebieten langwierige und kostenintensive Genehmigungsverfahren notwendig, welche an einem alternativen Standort nicht anfallen.
Unsere Forderungen:
1. Die Bevölkerung muss bezüglich der Standortauswahl vorab aufgeklärt und eingebunden werden! Die Studie über die Bewertung von verschiedenen Standortvarianten muss veröffentlicht werden! Wir wollen mehr Transparenz und Mitsprache.
2. Unser Steuergeld muss verantwortungsvoll ausgegeben werden! Keine Prestigeprojekte um Wahlen abzusichern!
3. Die Wiesäcker in Gols dürfen nicht in Bauland umgewidmet werden\, weder für ein Krankenhaus\, noch für andere Bauvorhaben!
4. Laut Biodiversitätsrat muss in Österreich der Schutzstatus von Natura 2000-Gebieten ernst genommen werden. Das bedeutet\, dass die Burgenländische Landesregierung endlich die Verantwortung und die Verpflichtung übernimmt\, diese Gebiete aktiv zu erhalten.
5. Keine Verbauung von landschaftlich sensiblen Gebieten.
6. Das Krankenhaus muss an einem anderen Standort errichtet werden.

Reason

Du lebst, liebst, genießt, sportelst, beobachtest, erforschst oder verbringst deinen Urlaub am wunderschönen Neusiedlersee.
Die Erhaltung der einzigartigen Natur und die Artenvielfalt sind dir wichtig!
Der geplante Standort ist Brut- und Nahrungsgebiet von zahlreichen vom Aussterben bedrohten Tierarten.
Wenn du die Verschwendung von Steuergeld ablehnst, und die fantastische Landschaft Region Neusiedler See schützen möchtest, dann kannst du uns mit deiner Unterschrift und/oder mit einer Mitgliedschaft unterstützen.
Hilf bitte mit bei der Erhaltung der Natur!
Für weitere Informationen siehe auch www.krankenhaus-gols.at

Petition details

Petition started: 01/02/2021
Collection ends: 06/30/2024
Region: Burgenland
Topic: Environment

News

  • Liebe Freundinnen und Freunde der Bürgerinitiative,
    Wir möchten uns kurz melden, bevor alle in den Urlaub fahren. Ende letzten Jahres haben wir eine Anfrage an die "Gesundheit Burgenland" Abteilung 5 Gesundheit, die "BURGEF" und die Abteilung 10 "Bau" der Landesregierung laut Informationsfreiheitsgesetz IFG gestellt.
    Es ging um die Veröffentlichung der EPIG Studie, Unterlagen zum Naturschutz aus den erstellten Gutachten und um Ergebnisse zu den verschiedenen Boden-Bohrungen.
    Die einhellige Antwort war, dass keine Daten sowohl zum Thema EPIG-Studie als auch zu allen anderen geforderten Unterlagen bekannt gegeben werden. Die NEOS haben eine ähnliche Anfrage gestellt und wurden ebenso abgewiesen.
    Zum Thema Gesundheitspolitik im Burgenland gibt es nun einen Artikel im Online Magazin "Jetzt.at" den ihr unter folgendem Link lesen könnt:https://www.jetzt.at/artikel/stzduNO6-a3boB89S-d9e20. Der Redakteur Herr Wolfgang Rössler kam extra nach Gols um sich mit uns zu treffen und um sich ein Bild vom Standort zu machen.
    Schönen Sommer wünscht
    Eure Bürgerinitiative

  • Liebe Freundinnen und Freunde,

    Ihr habt jetzt schon länger nichts von uns gehört, dennoch - wir sind noch voll bei der Sache.

    Im letzten Jahr haben wir folgendes unternommen bzw vorangetrieben:

    Wir sind erneut an die EU herangetreten und haben Beschwerde durch RA List unter anderem wg Krankenanstaltengesetzesänderung erhoben.

    Antwort der EU: Auch wenn das Landesparlament Gesetze ändert, so muss es vor der Baugenehmigung auf jeden Fall eine NVP geben und es müssen alle EU Gesetze bzgl Natura 2000 eingehalten werden. Unser Akt wurde nicht geschlossen und die Situation im Burgenland wird beobachtet, so konnten wir auch vor kurzem verschiedene Artikel an die EU übermitteln, in welchen Aussagen getätigt wurden, dass man von SPÖ-Seite versuchen werde die EU Gesetzgebung und die NGO´s auszuschalten.

    Weiters haben wir Anfang Oktober Anfragen laut IFG (Informationsfreiheitsgesetz) an das Land Abt. 10 Gesundheit, Abt 5 Bau und Burgef gestellt zur Herausgabe/Veröffentlichung der EPIG Studie, zur Bekanntgabe der Ergebnisse der Tiefenbohrung am Standort "Wiesäcker" sowie aller Unterlagen, welche zur Standortbestimmung geführt haben. Wir waren der Meinung, dass diese neuen Gesetze für uns Bürger mehr Transparenz schaffen und Licht in die Sache bringen könnten...

    Die Antworten auf unsere Fragen kamen fristgerecht und waren unbefriedigend! Man könne keine der geforderten Studien und Ergebnisse aufgrund von "Geheimhaltung" herausgeben!
    Nun muss man sich schon fragen dürfen, was an der EPIG Studie sooo geheim ist, dass wir, mit dessen Geldern eine solche Studie bezahlt wurde, nicht das Recht haben, diese einzusehen! Übrigens gibt es seit Beginn des Themas KH Gols Anfragen zur Herausgabe und Veröffentlichung dieser Studie von Seiten der Opposition!
    Es bleiben fast nur 2 ganz selbstverständliche Antworten: Der Standort wird nicht erwähnt, weil er nicht in Betracht kam und ein neues Krankenhaus im Seewinkel nicht erforderlich ist! Denn sieht man sich die Österreichweiten Diskussionen zum Thema Gesundheit und Krankenhaus an, so wird hier immer wieder fundiert gezeigt, dass Krankenhäuser mit nur 150 Betten keine Qualitätsstandards einhalten können, da es pro Tag zu wenig chirurgische Eingriffe gibt, die Ärzte sozusagen untertrainiert sind, was das operieren angeht!

    Weil nun unsere Anfrage abgelehnt wurde, haben wir die Behörden dazu aufgefordert, diese Verweigerung in Bescheidform zu erlassen, was mit 3.2.26 geschehen ist. Der Bescheid wurde bereits an RA List weitergeleitet und wir werden Bescheidbeschwerde einreichen.

    Wir hoffen, dass ihr uns weiterhin unterstützt und melden uns wieder, wenn es etwas zu berichten gibt.

    Eure BI

Die Politik redet den Bürgern ein, dass die Gesundheitsversorgung durch ein Krankenhaus verbessert wird. Gleicheitig schränkt sie den Bereitschaftsdienst der Ärzte ein (siehe ORF Artikel). Vom Krankenhaus Gols wir immer von einem "Standardspital" geschrieben. Ich gehe davon aus, dass das Krankenhaus am Abend oder am Wochenende nicht mit Ärzten besetzt ist, und man erst nach Frauenkirchen oder Eisenstadt fahren muss, wenn ein Notfall eintritt, oder wenn man schnell einen Arzt außerhalb der "Normalarbeitszeit" braucht. Warum baut man nicht einfach die Unfallambulanz in Frauenkirchen aus?

Die Wiesäcker, auch Ungerbergacker genannt, sind seit Jahrzehnten eine Intensivlandwirtschaftsfläche, reine Monokultur und weit weg von Natura! Für Shopping Tempel wird weit mehr Fläche verbaut!!! Als für diese notwendige Investition!!!

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