• Petition in Zeichnung - Offener Brief an die Firma Schmid

    at 12 Sep 2021 17:12

    Sehr geehrter Herr Hannes Schmid.

    Wir versuchen schon über ein Jahr Ihr geplantes neues Gewerbe in der Innerrosenau zu verhindern und bis heute gibt es für die geplante Anlage zum Recycling von Bauschutt kein grünes Licht. Das ist gut so weil es die Wirksamkeit und Sinnhaftigkeit von zivilgesellschaftlichem Engagement untermauert.

    Für uns ist ein neuer Standort nicht notwendig. Die Firma Bernegger betreibt in Spital am Phyrn und in Klaus eine Recyclinganlage. Es braucht doch in unserer Region keinen dritten Standort zumal der Weg zu bestehenden Anlagen einmal um die Hälfte kürzer und geeigneter wäre. Einmal wäre der Weg gleich weit wie in die Innerrosenau. Die Innerrosenau ist eine sensible Grünlandregion, die wir vor Schwerverkehr und Belastung durch Emissionen schützen müssen.

    Es besteht keine Notwendigkeit für Ihr geplantes Projekt aus Sicht des Gemeinwohls und das sollte Grund genug für einen Rückzug sein.

    Verschonen Sie unsere Naturlandschaft vor zusätzlicher Belastung und Zerstörung. Ziehen Sie ihren Antrag zurück! Der Schutz und Erhalt unserer Heimat sollte uns gemeinsames Anliegen sein.

    Wir appellieren einmal mehr an Ihre Verantwortung für die Lebenswelt der Anrainer und Rosenauer, die schon jetzt unter der Verkehrsbelastung stöhnen. Betreiben Sie Ihre Geschäfte mit einem guten ökologischen Gewissen und mit der Verantwortung für kommende Generationen. Bewahren wir gemeinsam unsere noch bestehenden Naturlandschaften und schützen wir Flora und Fauna.

    In diesem Sinne wünschen wir uns eine gute Zukunft.

  • Änderungen an der Petition

    at 24 Aug 2021 09:14

    Im September werden die Unterschriften überreicht.


    Neues Zeichnungsende: 30.09.2021
    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 461 (75 in Rosenau am Hengstpaß)

  • Petition in Zeichnung - Die Auseinandersetzung geht weiter

    at 16 Jul 2021 23:13

    Die Firma Schmid droht den Anrainern beim Lokalaugenschein …
    Herr Hannes Schmid droht– vor versammelter Mannschaft beim Lokalaugenschein in der Grube - den Anrainern damit im Falle einer Nichtgenehmigung der Recyclinganlage den Restbestand an Schutzzone zu entfernen. Damit wäre die Grube hin zum Wanderweg einfach nackt und es gäbe gar keinen Schutz mehr vor Lärm und Staub, weder für die Wanderer noch für die Anrainer.

    … und verweigert das Gespräch
    Ein Mail an den GF der Firma Schmid betreffend ein Gespräch zur Auslotung diverser Kompromissmöglichkeiten unter Ausschluss der Rechtsanwälte wurde ohne Angabe von Gründen ausgeschlagen. Schon bisher ist die Firma nicht auf die Anrainer zugegangen. Wie wir jetzt wissen hat die Firma Schmid schon im August vorigen Jahres auf einen schnellen Abschluss des Verfahrens gedrängt.

    Entscheidende Stellungnahme der Volksanwaltschaft ante portas.
    Seit mehreren Wochen recherchiert die Volksanwaltschaft betreffend die Rodung des Schutzgürtels, gedacht als Barriere zum Wanderweg, dessen Erhalt im gewerbepolizeilichen Bescheid aus dem Jahr 1974 als Auflage festgeschrieben wurde. Dessen ungeachtet ist vom ursprünglichen Schutzwald nur mehr ein Schatten seiner selbst erhalten geblieben. Sollte diese Rodung mit anschließender Ausbeutung des dadurch freigelegten Schotters tatsächlich illegal erfolgt sein – moralisch ist seine Entfernung sowieso ein Schlag ins Gesicht der Anrainer – wird das in jedem Fall Konsequenzen haben.

    Die Anrainer sind höchst aktiv und versuchen über Eingaben und Anfragen zur Sache Klarheit von den Behörden zu bekommen.
    Eine Anfrage betreffend Naturschutz liegt seit Wochen ohne Reaktion auf der Behörde. Dabei wurden zahlreiche Eingaben zu Schutzmaßnahmen von Flora und Fauna nicht berücksichtigt. Dabei ist Natur- und Umweltschutz in aller Munde, aber leider kein Thema in gewerberechtlichen Verfahren. Das muss sich dringend ändern, auch kleinere Projekte können unseren Lebensraum nachhaltig schädigen.
    Eine Anfrage zu den forstrechtlichen Zuständigkeiten betreffend den Schutz von Waldflächen harrt ebenso einer Antwort wie das Schreiben an die BH Dr. Angerer, mit dem Ersuchen, den Restbestand des ursprünglichen Waldgürtels nachhaltig unter Schutz zu stellen.

    Alle eint die Position: der Standort Innerrosenau ist aus ökologischen Gründen für das geplante Gewerbe ungeeignet.
    Der neueste Zugang in der ablehnenden Front ist die Frau BGM Benedetter aus der Rosenau. Ungeachtet ihres Kurses auf der Suche nach einem Kompromiss hat sie in der Standortfrage eindeutig Stellung bezogen. Wir freuen uns über die in dieser Frage gewonnene Mitstreiterin, die sich ja bisher durch eine relativierende und konfliktvermeidende Strategie auszeichnet. In Spital am Pyhrn sind die Folgen einer derart laschen Politik zu spüren, leider hat auch hier die Gemeindepolitik den Beschwichtigungen geglaubt, jetzt ist der Schaden angerichtet, zahlen muss ihn die Bevölkerung. Aber dass es auch anders geht zeigt die Gemeinde Öblarn in Liezen. Dort konnte die Wiedereröffnung eines Steinbruchs durch das Einschreiten der Gemeinde und den Widerstand der Bevölkerung verhindert werden.

    Kommt jetzt eine Bürgerversammlung oder kommt sie nicht?
    Mehrfach haben wir die Frau Bürgermeisterin um die Abhaltung einer Bürgerversammlung in der Rosenau gebeten, bzw. auf deren Wichtigkeit aufmerksam gemacht. Es sollte selbstverständlich sein, dass alle BürgerInnen, die von den Entscheidungen der Behörden mit einer derartigen Tragweite betroffen sind, zumindest das Recht haben offen und ehrlich über die geplanten Aktivitäten informiert zu werden und dazu Stellung nehmen können.

    Die Umweltkrise steht vor unserer Tür und bedroht unseren Lebensraum im Kleinen wie im Großen
    Um die Klimakrise abzuwenden bedarf es wirklich gewaltiger Anstrengungen und vor allem brauchts ein Umdenken in systemischen Zusammenhängen. Kapitalgetriebenes Wirtschaften hat mit den Industrialisierungsprozessen unseren Planeten geplündert und einige reich gemacht. Aber langsam wacht die Gesellschaft auf und erkennt die Notwendigkeit eines radikalen Kurswechsels.

    Und was hat die Klimakrise mit der Innerrosenau zu tun?
    Recyclingwirtschaft kann ein Beitrag zum schonenden Umgang mit Ressourcen sein. Wenn das Material aber kilometerweit in ein abgelegenes Tal transportiert, dort geschreddert und wieder weggebracht werden muss führt sich die Idee ökologisch ad absurdum. Anständig wirtschaften wird in Zukunft aber heißen ökologisch sinnvoll wirtschaften, Emissionen einzusparen, das heißt auch Fahrten einzusparen, den Wert von unberührter Naturlandschaft zu erkennen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Zusammenfassend sagen wir es wieder und alle Involvierten geben uns recht: der Standort ist für das geplante Geschäft nicht geeignet und wir appellieren einmal mehr an den GF Schmid verschonen sie die Naturlandschaft Innerrosenau. Übernehmen sie eine zukunftsorientierte Position und seien sie Vorreiter und nicht Nachtreter eines veralteten Konzepts.

  • Änderungen an der Petition

    at 14 Jul 2021 09:29

    Die Zeichnungsfrist wurde bis Ende August verlängert.


    Neues Zeichnungsende: 31.08.2021
    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 455 (75 in Rosenau am Hengstpaß)

  • Petition in Zeichnung - Bericht aus der Verhandlung zur Änderung des Gewerbes für eine Recyclinganlage

    at 18 Jun 2021 11:39

    Großer Bahnhof in der Rosenau
    Die erste Verhandlung zur Änderung des Gewerbes der Firma Schmid hat am 15. Juni in Rosenau stattgefunden.
    In einem einzigartigen sich über 6 Stunden hinziehenden Palaver wurden Entscheidungen mit einer Tragweite für Generationen entlang formalisierter Prozesse und Verfahren in einem von Machtdifferenzen geprägten Setting vorbereitet.
    Neben der Firma Schmid samt Rechtsanwalt aus Wien sowie Projektanten waren die Anrainer mit und ohne Rechtsvertretung, Sachverständige, der Umweltanwalt, das Arbeitsinspektorat, die Frau Bürgermeister und zahlreiche Amtspersonen versammelt.
    Die Firma Schmid spricht Klartext
    Bei einem Lokalaugenschein wurden von der Firma Schmid nochmals die Eckdaten zusammengefasst, demnach geht es um jährlich 60.000 Tonnen Material – 20.000 Tonnen Schotter und 40.000 Tonnen Recyclingmaterial – das unter Einsatz von Brecher, Sortieranlage, Radlader und LKWs herangekarrt, bearbeitet und wieder abtransportiert werden soll und zwar an 220 Tagen im Jahr, täglich von 7 bis 18 Uhr, auch samstags bei Bedarf bis 15 Uhr. Eine Tätigkeit, die mit einer enormen Staub- und Lärmentwicklung sowie einer exorbitanten Zunahme an Schwerverkehr – mindestens jede halbe Stunde ein LKW - in dieser sensiblen Grünlandregion verbunden wäre. Damit wurden einmal mehr den Anwesenden die Dimensionen des Projektes und der damit verbundene Eingriff in die Natur und den Lebensraum der Bewohner bewusst.
    Die Anrainer erheben Einwendungen gegen die Belastungen durch Staub, Dreck, Lärm und Verkehr.
    Die Anrainer bringen nach einem Lokalaugenschein die Einwendungen gegen das geplante Projekt vor, wobei nach den Verfahrensregeln ausschließlich subjektive erlebte Belastungen zulässig sind. Demzufolge sind Lärm und Staub die vordringlichen Probleme der Anrainer. Diese sind allerdings nur insofern von Belang, als sie über ein abstrakt definiertes Standardmaß an zumutbarer Belastung hinausgehen. Es geht also nicht darum, dass in einer eher ruhigen Gegend enorm viel zusätzlicher Lärm aus der Grube sehr störend sein kann sondern darum ob dieser Lärm einen definierten Grenzwert überschreitet. Die Belastung durch zusätzlichen Schwerverkehr ist grundsätzlich nicht Verhandlungsgegenstand.
    Sachverständige versuchen mit ihren Einwendungen das Ärgste zu mildern
    Von Seiten der Sachverständigen für Luftreinhaltung wurden Auflagen zur Reduktion der Staubbelastung empfohlen - Asphaltierung des Einfahrtsweges in die Grube, Bewässerung der Maschinen und der Straße sowie deren Reinhaltung. Der Umweltanwalt empfiehlt die Auflage zur Aufrechterhaltung des bereits auf ein Minimum reduzierten Schutzgürtels zum Weg sowie die Lärmmessung im Echtbetrieb. Die derzeit verwendeten Daten fußen auf Hochrechnungen obwohl eine Messung im Echtbetrieb wie sie auch von den Anrainern gefordert wird möglich wäre.

    Es war ein unwürdiges Schauspiel in dem die Firma Schmid ohne Rücksicht auf die Anrainerinteressen bzw. die Allgemeinheit die Durchsetzung der geplanten betrieblichen Anlage vorbereiten wollte. Dabei gerieten aus offenbar taktischen Gründen auch ehemals getroffene Absprachen mit den Repräsentanten der Öffentlichkeit unter die Räder.
    Kernfragen rund um die geplante Anlage wurden ausgeblendet:
    Fast schon bedeutsamer als die Frage was behandelt wurde ist schon der Blick auf all jene Fragen, die nicht zum Thema gemacht werden durften:
    die ökologische Dimension
    die Verkehrsbelastung
    die Standortfrage
    Naturschutzanliegen – Schutz von Flora und Fauna
    die nachhaltige Beeinträchtigung der Qualität des Lebens- und Erholungsraumes
    Der Ball liegt bei der Behörde.
    Alexander Hamidovic hat jetzt als Verfahrensleiter die Aufgabe, alle Eingaben zu würdigen, zu beurteilen und zu gewichten, eine sicher heikle und umfangreiche Aufgabe. Wir hoffen auf eine verantwortungsvolle Prüfung wie sie im Vorfeld auch von den Grünen OÖ gefordert wird. Eine Prüfung, die auch über den Tellerrand hinausblickt, unvoreingenommen die Sachlage beurteilt und auch Kollateralwirkungen in den Blick nimmt, auch wenn sie in der Verhandlung durch die Verfahrensregeln nicht ausreichend abgebildet werden konnten. Die Frage nach dem richtigen Standort sollte dabei – so wie schon vielfach gefordert – im Fokus stehen.
    Die Öffentlichkeit ist nach wie vor gefordert Stellung zu beziehen und sich einzumischen.
    Unsere Einschätzungen haben sich bestätigt, nur wenn sich BürgerInnen, politische RepräsentantInnen, Opinion-Leaders und fortschrittliche Kräfte – da können durchaus auch zukunftsbewusste Unternehmer dabei sein – in die Zukunftsplanungen einmischen, können wir verhindern, dass Lebensräume zerstört werden, Arten unwiederbringlich verschwinden, Biotope irreversibel geschädigt werden. Wir wollen verhindern, dass man die Welt an die Wand fährt, WissenschafterInnen warnen schon lange vor dem drohenden Kollaps.
    Alle diese wichtigen Stimmen haben keine Parteienstellung im Gewerbeverfahren wären aber für Entscheidungen wie die anstehende von eminenter Bedeutung.

  • Petition in Zeichnung - Die Stellungnahme der Grünen ist da

    at 09 Jun 2021 12:13

    Stellungnahme der GRÜNEN zu: Baurestmassen-Behandlungsanlage in der Grube Weissensteiner, Innerrosenau.

    Grüne fordern sorgfältige Prüfung aller Umwelt-, Umfeld- und Folgeauswirkungen dieses Projekts in einem sensiblen Naturjuwel:
    Ein besser geeigneter Standort sollte bevorzugt werden.

    In einem der schönsten Täler bei Rosenau am Hengstpass ist in der Ortschaft Innerrosenau, am Fuße des Kleinen Warschenecks, die Errichtung einer Recycling-Anlage für Baurestmassen auf dem Gelände eines bestehenden Schotterabbaus geplant.
    Es gibt hier keinen Durchzugsverkehr, keine talquerenden Stromleitungen, keine Lichtverschmutzung; naturgeschützte Biotope (Lamberger Teich, Ebentaler Moor) liegen in unmittelbarer Nähe zur geplanten Anlage.
    Durch den zunehmenden Schwerverkehr von 5-achsigen LKWs auf dem einspurigen Güterweg (= ein Teil der 15! km langen Zu-/Abfahrtsroute der Grube) kommt es u.a. zu erheblich höheren Staub- und Lärm-Emissionen, die einerseits die Lebensqualität der hier vor Ort lebenden Menschen massiv beeinträchtigt und darüber hinaus auf absehbare Zeit eine sanft-touristische Nutzung des Naturraumes de facto verunmöglicht.

    »Aufgrund der besonderen Sensibilität dieses naturnahen Tales ist es im Sinne seiner Bewohner und touristischen Besucherinnen notwendig, dass das eingereichte Projekt von den zuständigen Behörden sorgfältig geprüft wird.«
    LAbg. Uli Böker,
    Grüne Raumordnungssprecherin

    »Die eingehende Prüfung anderer Standort-Varianten ist wichtig und Alternativen jedenfalls der Vorzug zu geben, wenn damit eine geringere Belastung für Menschen und Natur erzielt werden kann. Darauf muss der Fokus gelegt und eine Lösung in diese Richtung angestrebt werden. Optimal wäre ein Standort, der im Zentrum des Einzugsgebiets der Betreiberfirma liegt, um auch die nötigen Transportwege so gering wie nur möglich zu halten.«
    Wolfram-Maria Schröckenfuchs
    Sprecher der Grünen, Bezirk Kirchdorf

    Also eine klare Positionierung und Kritik am Standort. Von der Spö ist leider nach wie vor nichts zu hören oder zu lesen, eine schwere Enttäuschung für die sozialdemokratische Wählerschaft. Wir sind sicher spätestens am Wahltag kommt die Rechnung für diese Herumlaviererei.

    Die övp Fraktion wird heute beraten, wir veröffentlichen sobald wir was von ihnen bekommen.

    Und hier noch ein Appell an die Eigentümer der Schottergrube: ihr seid verantwortlich dafür was mit der Grube und in der Folge mit der Naturlandschaft Innerrosenau passiert. Ihr habt das Land geschenkt bekommen - die Grube aber nicht das ganze Tal. Geht bitte verantwortungsvoll damit um, sorgsam und achtsam, im eigenen Interesse und dem der Rosenauer. Verhindert zusätzlichen Lärm und Verkehr, Natur ist schnell vernichtet Regeneration dauert Generationen. Geld kann man vermehren aber für ein gutes Leben brauchts andere Dinge. Stoppt den Plan zur gewerblichen Zerstörung und zieht eure Unterschrift zurück.

  • Änderungen an der Petition

    at 22 May 2021 22:00

    Wir werden die gesammelten Unterschriften Ende Juni an den Gemeindevorstand Rosenau übergeben-


    Neues Zeichnungsende: 30.06.2021
    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 432 (76 in Rosenau am Hengstpaß)

  • Petition in Zeichnung - Eine Stellungnahme der ÖVP Fraktion Rosenau ist bei uns eingetroffen

    at 12 May 2021 17:28

    Aus der Gemeinde Rosenau erreicht uns nach längerem Zögern eine fraktionelle Stellungnahme der ÖVP zur Petition, die wir hier gerne veröffentlichen:

    Sehr geehrte Unterzeichner und Mitstreiter der Bürgerinitiative lebenswerte Rosenau!

    Wir haben uns als ÖVP-Fraktion Rosenau in den letzten Wochen intensiv mit dem geplanten Vorhaben der Fa. Schmid in der Innerrosenau beschäftigt. Vor allem in den letzten Tagen hat sich auf Seiten der Gemeinde und des Gemeinderates einiges getan und daher freut es uns, jetzt ordentlich Stellung nehmen zu können.

    Bei der Gemeinderatssitzung am 06. Mai haben wir ganz klar eingefordert, dass die Gemeinde die Bevölkerung umfassend über alle Entwicklungen zu diesem Projekt informieren muss. Hat es dort noch geheißen, dass die Gemeinde keine vollständige Einsicht in das Projekt hat, so ist es nun doch möglich, dass die Frau Bürgermeister Einsicht nimmt. Auf ihren Wunsch hin wird auch ein Gemeinderat unserer Fraktion mit dabei sein.

    Leider gibt es von verschiedenen Seiten widersprüchliche Aussagen zur geplanten Zusatznutzung der Schottergrube. Daher haben wir in der Gemeinderatssitzung die vielen Sorgen und Bedenken, die an uns herangetragen worden sind, betont. Da wohl auch nach Einsicht viele Fragen unbeantwortet bleiben werden, haben wir in der letzten Gemeinderatssitzung Frau Bürgermeister aufgefordert, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um die Rosenauerinnen und Rosenauer angemessen informieren zu können und gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, Fragen und Bedenken zu äußern.

    Wir setzen uns als ÖVP Rosenau dafür ein, dass endlich alle notwendigen Fakten auf den Tisch kommen und alle Gemeindebürger ordentlich über das Thema informiert werden. Die Lebensqualität aller Rosenauerinnen und Rosenauer hat für uns jedenfalls die höchste Priorität.

    Da uns die Wünsche, Sorgen und Anliegen unserer Gemeindebürger ein Herzensanliegen sind, haben wir erst vergangenes Wochenende in der gesamten Rosenau einen Fragebogen verteilt. Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele von dieser – natürlich anonymen – Möglichkeit Gebrauch machen!

    Da wir überzeugt sind, dass Herausforderungen am besten gemeinsam gelöst werden, möchten wir ihre Initiative zu einem gemeinsamen Gespräch einladen. Wir freuen uns über eine Rückmeldung!

    Mit besten Grüßen

    die ÖVP-Fraktion im Gemeinderat Rosenau am Hengstpaß

    Fraktionsobmann Jürgen Steinbichler

    Es freut uns natürlich, dass es diese Reaktion auf unsere Petition gibt und bedanken uns auch ausdrücklich dafür. Die SPÖ hat bislang die Chance, eine Stellungnahme abzugeben nicht wahrgenommen.

    Gerne nehmen wir die Einladung der ÖVP zu einem Gesprächstermin an und stellen uns den Fragen und Kritiken rund um das geplante Projekt der Firma Schmid und unserer
    Bürgerinitiative. Wir nehmen erfreut wahr, dass die Lebensqualität der Rosenauer und Rosenauerinnen ein prioritäres Anliegen in der ÖVP Gemeindepolitik ist, da gibt es schon mal eine Gemeinsamkeit in unseren Anliegen.

  • Petition in Zeichnung - Schreiben sie ein Email an die Betreiberfirma

    at 07 May 2021 17:09

    Emailaktion an die Betreiberfirma:
    Wir fordern die Firma Schmid auf, ihren Antrag auf Errichtung der geplanten Recyclinganlage in der Innerrosenau zurückzuziehen.
    Dazu starten wir eine Emailaktion. Dazu können sie das unten stehende Email als Vorlage verwenden – herauskopieren, signieren und an die Mailadresse der Firma senden. Oder sie formulieren eigene Gedanken in einem persönlich gehaltenen Email an die Firma Schmid.

    Emailadresse der Firma Schmid:
    office@schmid-erdbau.at

    Sehr geehrter Herr Hannes Schmid.

    Sie beabsichtigen, in der Innerrosenau eine gewerbliche abfallrechtliche Betriebsanlage zur Sammlung, Lagerung und Manipulation von nicht gefährlichen Abfällen und natürlichen Baustoffen im Umfang von jährlich 40.000 Tonnen mit all seinen Konsequenzen wie explodierenden Schwerverkehr, Lärm und Folgeschäden für die Umwelt zu errichten.
    Wir halten Recyclingmethoden grundsätzlich für einen guten Ansatz, um ressourcenschonendes Arbeiten zu erleichtern allerdings ist die Innerrosenau die komplett falsche Standortwahl. In ihrem Firmenauftritt trommeln sie die Anständigkeit, mit der sie ihre wirtschaftlich ausgerichteten Aktivitäten schmücken. Wir aber sagen es ist nicht anständig in einem idyllischen, abgelegenen Tal, das sich durch seine besondere Qualität an Ruhe und Stille auszeichnet, das weitab von Trubel und Durchzugsverkehr liegt, das keinerlei Lichtverschmutzung aufweist und zudem noch zahlreichen gefährdeten Arten Schutz und Lebensraum bietet, gewerbliche Aktivitäten aufzunehmen, deren Entwicklungspotentiale nicht abzusehen sind.
    Wir wollen diese Belastungen durch Lärm und Verkehr in diesem naturnahen Lebensraum nicht. Errichten Sie die Anlage an einem geeigneten Standort, in einem gewidmeten Gewerbegebiet mit direkter Anbindung an das Verkehrsnetz – verschonen sie die Innerrosenau und ziehen Sie Ihren Projektantrag zurück.
    Die BewohnerInnen, die BesucherInnen, die Einheimischen aus den umliegenden Orten, die Natur und die Umwelt werden es Ihnen danken. Bleiben sie anständig und denken sie an die Zukunft, an ihre eigenen Bedürfnisse und die kommender Generationen. Verbinden sie die Zukunftsperspektive ihres Unternehmens mit einem ökologisch vertretbaren Fußabdruck und verankern Sie das Gemeinwohl in ihrem Firmenprofil.
    Mit freundlichen Grüßen

    Das Schweigen der Lämmer:
    Trotz wiederholter Aufforderungen gibt es bisher keine öffentliche Stellungnahme der Rosenauer Gemeinderäte zum geplanten Objekt. Weder die Frau Bürgermeister Maria Benedetter, noch die Vertreter von SPÖ oder ÖVP haben sich bisher geäußert. Dieses absolut undemokratische Verhalten wird vom Gemeindebund gedeckt. Diese Interessensvertretung der Gemeinde zeigt einmal mehr welch Geistes Kind sie ist – altbacken, bürgerfern und unmodern. Und es zeigt von einem nicht akzeptablen Demokratieverständnis – die BürgerInnen sollten doch erfahren wie ihre gewählten VertreterInnen über das zukunftsrelevante Megaprojekt denken. Die gewählten VolksvertreterInnen allen voran die Frau Bürgermeister fährt weiterhin ihren von Anfang an gewählten Beschwichtigungskurs und hofft wohl mit dieser Taktik bis zur bevorstehenden Wahl durchzukommen. In der letzten Gemeinderatssitzung versteckte sie sich hinter fadenscheinigen Argumenten, sie hätte keine Informationen und könne wohl auch keinen Einfluss auf das Verfahren nehmen, nichtsdestotrotz hat sie bereits im Oktober vorigen Jahres mit der Firma Schmid ihre Taktik abgesprochen. Damit stellt sie sich in ihrer Funktion als politisches Leichtgewicht dar und das scheint sie leider auch zu sein. Wir halten es für unsere Pflicht, die Betroffenen zu informieren und haben dazu an alle Gemeinderäte eine detaillierte Information zum Projekt zusammengestellt um dem Informationsnotstand der Frau Bürgermeister abzuhelfen. Wir hoffen, dass die RosenauerInnen noch rechtzeitig erkennen welche Belastungen für sie geplant sind und dann auch aktiv werden. Schon mehren sich die Stimmen in der oppositionellen ÖVP, die eine öffentliche Debatte in der Sache fordern. Das ist eine verkehrte Welt: die SPÖ setzt sich für die Interessen der Firma ein und die ÖVP fordert eine Auseinandersetzung unter Einbeziehung der Bürger und Bürgerinnen.

    Ein weiterer Kreis von UnterstützerInnen formiert sich:
    Das Treffen von Unterstützern hat wie geplant erfolgreich unter Wahrung der Coronaauflagen stattgefunden. Ein für die BewohnerInnen repräsentativer Kreis an MitstreiterInnen hat Sichtweisen und Meinungen ausgetauscht sowie weitere Schritte in der Mobilisierung von Politik und Zivilgesellschaft besprochen. Zuspruch kommt nicht nur aus den Reihen der Anrainer, viele RosenauerInnen haben die Nase voll vom Verkehr und dem hinhaltenden Umgang der Gemeinde. Auch der Spitzenkandidat der SPÖ für Windischgarsten hat sich klar gegen das geplante Projekt ausgesprochen und versucht damit zusätzliche Belastungen für die Bevölkerung abzuwenden.

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