Bürgerinitiative "Rettet die Wies!"

Petition richtet sich an:
Amt der O.Ö. Landesregierung; BH Gmunden; Gemeinderat Scharnstein

1.289 Unterschriften

86 %
1.500 für Sammelziel

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86 %
1.500 für Sammelziel
  1. Gestartet September 2025
  2. Sammlung noch > 7 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

06.04.2026, 13:33

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Scharnstein, am 6.4.2026
Die Bürgerinitiative „Rettet die Wies“ richtet einen öffentlichen Appell an Bürgermeister Rudolf Raffelsberger und betont die Notwendigkeit einer dauerhaft gesicherten, öffentlich getragenen Flugrettung für die Region. Die Initiative warnt davor, die Bevölkerung vor eine künstliche Zwangslage zu stellen, wonach ein privater Heliport in der Wies alternativlos sei, um die Notarztversorgung aufrechtzuerhalten.

„Notarzt und Flugrettung sind öffentliche Daseinsvorsorge. Sie dürfen nicht von einem privaten Einzelprojekt abhängig gemacht werden“, heißt es seitens der Initiative. Entscheidend sei nicht, welcher Name auf dem Hubschrauber stehe, sondern dass die Versorgung verlässlich, gemeinnützig und dauerhaft im oberösterreichischen Rettungssystem verankert sei.
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Deutliche Mehrheit der Bevölkerung gegen Verlegung und Naturzerstörung

Die Bürgerinitiative hat die über 500 Kommentare von 1200 Onlineunterzeichner der Petition (neben mehr als 380 Unterschriften auf Papierlisten) ausgewertet. Das Ergebnis zeigt ein eindeutiges Meinungsbild:
• Fast 90% der Kommentare sprechen sich klar für den Erhalt der Wies aus.
• Knapp 40% betonen ausdrücklich, dass die Flugrettung am Flugfeld bleiben soll.
• Ebenso knapp 40% fordern beides gleichzeitig: den Schutz der Wies und den Erhalt des Rettungshubschraubers am bestehenden Standort.

Die Initiative sieht darin ein starkes Signal:

„Die Menschen wollen keine falsche Wahl zwischen Natur und Sicherheit. Sie wollen beides: eine funktionierende Flugrettung und den Schutz der Wies.“
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Politische Gestaltungskraft des Bürgermeisters im Fokus

Die Bürgerinitiative verweist darauf, dass Bürgermeister Raffelsberger nicht nur Gemeindeoberhaupt, sondern auch Landtagsabgeordneter der Regierungspartei ist und in mehreren landespolitischen Ausschüssen sitzt, die für Infrastruktur, Mobilität, Umwelt, Bauen und Naturschutz zuständig sind.
„Wer sowohl Bürgermeister als auch Landtagsabgeordneter ist, verfügt über politische Gestaltungskraft. Viele Menschen in Scharnstein erwarten, dass diese Kraft genutzt wird, um eine öffentliche Lösung für die Flugrettung zu ermöglichen“, so die Initiative.
Sollte sich bestätigen, dass Scharnstein ein medizinisch sinnvoller und wirtschaftlich tragfähiger Standort ist, wäre eine Einbindung in das offizielle oberösterreichische Flugrettungssystem aus Sicht der Initiative „nicht nur möglich, sondern Pflicht“. Außerdem könnte eine Integration des Standorts in das oberösterreichische Flugrettungssystem die vom Land getragenen Verlustabdeckungen erheblich entlasten, so die Bürgerinitiative.
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UVP Feststellung als notwendige Faktenprüfung

Die Initiative betont zudem, dass der Bürgermeister — dort, wo kommunale Materien wie Straßenrecht, Bauwesen oder Raumordnung betroffen sind — als mitwirkende Behörde im UVP Verfahren auftreten kann. Mitwirkende Behörden haben laut UVP Gesetz die Möglichkeit, eine UVP Feststellung einzufordern.
„Eine UVP Feststellung ist keine Blockade, sondern eine sachliche, unabhängige Prüfung aller relevanten Fakten. Genau diese Transparenz hat der Bürgermeister selbst öffentlich eingefordert“, erklärt die Initiative.

Die UVP Feststellung sei notwendig, um zentrale Fragen zu klären:
• Ist die Fläche „In der Wies“ geologisch geeignet?
• Ist die Erreichbarkeit über die bestehende Infrastruktur gewährleistet?
• Ist der Standort ökologisch vertretbar?
• Welche Auswirkungen hätte ein privater Heliport langfristig auf Naturraum, Verkehr und Lärmverschmutzung des Almtales?
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Keine falsche Zwangslage für die Bevölkerung

Die Bürgerinitiative warnt davor, die Diskussion auf eine vermeintliche Alternativlosigkeit zu reduzieren.
„Die Wahl ‚Wies oder kein Notarzt‘ ist eine künstliche Zuspitzung, die der Realität nicht entspricht. Die öffentliche Lösung und die UVP Feststellung sind zwei Wege, die diese Zwangslage auflösen können — und beide liegen im Verantwortungsbereich des Bürgermeisters“, heißt es in der Stellungnahme.
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Appell an Verantwortung und Transparenz

Die Initiative ruft den Bürgermeister dazu auf, an seinen eigenen öffentlichen Aussagen festzuhalten:
• dass das bestehende Flugfeld ein bewährter Standort ist,
• dass die Fläche „In der Wies“ problematisch ist,
• und dass Transparenz und Faktenprüfung notwendig sind.

„Wir erwarten keine politischen Kämpfe, sondern klare Schritte: Einsatz für die öffentliche Lösung und — falls diese nicht kommt — die Einforderung einer UVP Feststellung. Die Menschen in Scharnstein brauchen Sicherheit, nicht Unsicherheit“, so die Initiative abschließend.


07.03.2026, 11:30

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Nun, die Firma Heli-Austria schon, denn sonst könnte sie nicht von einem "Verdrängungswettbewerb" um einen Flugrettungsstandort reden…

Wir glauben, dass mit dem Elend von Menschen keine Geschäfte gemacht werden dürfen. Rettung ist kein Geschäft. Wenn jemand, der eine Flugrettung betreibt, von Verdrängungswettbewerb spricht, dann kann er nicht die Rettung meinen, dann kann es ihm nur um handfeste, kommerzielle Beweggründe rund um das Hubschraubertransportgeschäft gehen.

Unser Rettungssystem ist gut und gemeinnützig organisiert, so wie es sich gehört. Wenn wer im Zusammenhang mit diesem System von Verdrängungswettbewerb spricht, darf er nicht Teil dieses Systems sein.

Ja, eigentlich gehört schon eine gewisse Dreistigkeit dazu, es zu tun.

Genauso wie es dreist ist, den Rettungshubschrauber als Deckmantel für die Umgehung von Umweltauflagen zu benutzen. Und dabei ein Naturjuwel für immer zerstören und die Bevölkerung des Almtals in Geiselhaft zu nehmen will.

Und wie es dreist ist, vorzugeben, nichts von den Pachtkündigungen zu wissen obwohl der von ihm in Auftrag gegebene Flughafenplan seines Architekten den gekündigten Pächtern unter die Nase gehalten wurde.


01.03.2026, 11:57

Im Rahmen der Kündigung des landwirtschaftlichen Pachtvertrages des für den Hubschrauberflughafen vorgesehen Gründlandes wurde ein Bauplan zur Darstellung der Landinanspruchnahme übergeben. Dieser Plan hat die bisher von der Bürgerinitiative vermuteten Baupläne weit in den Schatten gestellt und für breites Entsetzen gesorgt.

Was bisher bekannt war
Der geplante Hubschrauberflughafen soll in einem geologisch instabilen Flyschhang, der vom Ministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft als Hinweisbereich für gravitative Massenbewegungen (Rutschungen) ausgewiesen ist, gebaut werden. Die Geländeform im Bereich des geplanten Flughafens zeigt konkave Hangstrukturen und wasserführende Rinnen, die typisch für instabile Hänge sind. Im Baufeld ist bereits ein Setzungsloch mit Hohlraum aufgetreten, das trotz Verfüllung erneut nachgibt. Darüber hinaus ist bekannt, dass Flyschrutschungen bei geringen Hangneigungen wie sie in der Wies vorzufinden sind, am häufigsten auftreten.
Diese Kombination ist in der Geotechnik als klassisches Risikoprofil für wiederkehrende Rutschmassen bekannt. Deshalb wäre ein Genehmigungsverfahren ohne umfassende Fachgutachten unverantwortlich.

Bisher bekannte Fakten
• Das Gebiet liegt in der Flyschzone, einem schichtigen, wasserempfindlichen Gesteinskomplex mit geringer Scherfestigkeit bei Durchfeuchtung
• Die konkave Hangform und die hangparallele Rinne im Baufeld sind typische Indikatoren für aktive und potenziell wiederkehrende Hangbewegungen
• Die wiederkehrende Senkung (2×3 m Hohlraum) ist ein eindeutiger Hinweis auf aktive Untergrundprozesse (Suffosion, Scherflächen, Hangkriechen)

Was aber unser Entsetzen verursacht
• Die enorme Größe des geplanten Bauprojektes und dessen horizontale Ausdehnung quer zum Hang über fast den gesamten Wiesenbereich der „Wies“
• Die vertikale Ausdehnung des geplanten Bauprojektes über mehr als 20 Höhenmeter
• Hanganschnitte sind im Flysch generell aus geotechnischer und hydrogeologischer Sicht extrem problematisch. Ein Hanganschnitt wie er in der „Wies“ geplant ist, würde die bestehende, natürlich entstandene Hangwasserführung der gesamten „Wies“ tiefgreifend, unumkehrbar und für immer zerstören, was zu einer Destabilisierung des Wasserhaushaltes des östlichen Einzugsgebietes des oberen Greisenbaches führen könnte, zumindest aber die gesamte „Wies“ geologisch destabilisiert
• Die vertikale Ausdehnung des geplanten Bauvorhabens bedingt eine Erdbewegung von ca.120.000 bis 150.000 m³, es würden hang- und talseitig 10 Meter hohe Böschungen entstehen, was wiederum eine irreversible Zerstörung des gesamten Landschaftsbildes mit sich bringen würde
• Es würden also ca. 1.8 ha „umgegraben“ um dann im Endausbau ca. 0,6 ha ebene Fläche für Landeplätze, Gebäude und Tankstation zu erhalten. Dieser größenwahnsinnige Bodenverbrauch (noch dazu im Grünland mit Artenschutzflächen) in einem Verhältnis von 1:3 (also 3 ha zerstören um 1 ha Bauland zu bekommen) macht fassungslos und schlägt dem Fass den Boden aus

Eigentlich hätten vor Aufnahme eines behördlichen Genehmigungsprozesses folgende Gutachten gemacht werden müssen:
• geotechnisches Gutachten (Bohrungen, Laborversuche, Tragfähigkeitsnachweise),
• hydrogeologische Untersuchung (Hangwasser, Schichtwasser, Piezometer),
• Hangstabilitätsberechnung (Bau- und Endzustand) auf Basis der Ergebnisse der Gutachten
• Untersuchung des Setzungsbereichs (Bohrung + Geophysik),

Nichts von dem ist geschehen!

Fassen wir den Irrsinn dieser Planung zusammen:
• Die Zerstörung von wertvollsten und behördlich dokumentierten Artenschutzflächen mit vom Aussterben bedrohten Pflanzen- und Tierarten,
• Ein extrem hohes Risiko von irreversiblen Umweltschäden (Stichwort: „Hydrogeologie des Flysch mit rezent aufgetretenen aktiven Untergrundprozessen“),
• Ein in keinem Verhältnis zum Flächengewinn stehender Bodenverbrauch,
• Eine großflächige Grünlandversiegelung,
• Ein Bauprojekt ohne jeglicher Infrastruktur wie Abwasserentsorgung, Trinkwasserversorgung, Feuerlöschteich, etc,
• Ein Hubschrauberflughafen mit unzureichender Zufahrtsmöglichkeit trotz der Notwendigkeit von dauerhaftem Schwerverkehr und hohem täglichen Verkehrsaufkommen inklusiver zeitkritischer Rettungsdienste (Stichwort: rutschgefährdeten Güterweg),

Deshalb fordert die BI ein Abweisen dieses Bauvorhabens durch die Behörden!


08.02.2026, 13:17

Liebe Freunde der Wies und Unterstützer unserer Bürgerinitiative "Rettet die Wies" in Scharnstein. Wir haben gerade unsere aktuellen Erkenntnisse zur Organisation der Flugrettung in Oberösterreich auf auf OpenPetition veröffentlicht (siehe hier: www.openpetition.eu/at/petition/blog/buergerinitiative-rettet-die-wies#petition-main).

Vielleicht sind diese Erkenntnisse von Interesse.

Darüber hinaus freuen wir uns mitteilen zu können, dass die Anliegen, die Wies so zu erhalten wie sie ist und den Rettungshubschrauber weiterhin am Flugfeld in Scharnstein zu haben, mehr als 1.500 Unterstützungsunterschriften erhalten haben (inkl. der Unterschriften auf den Papierlisten).

Schade nur, dass dieser Umstand von der Politik, die an den Entscheidungshebeln sitzt, weiterhin negiert wird.

In diesem Zusammenhang würden wir uns deshalb freuen, wenn das Anliegen der Bürgerinitiative mit der Bitte um Unterstützung an Betroffene, Freunde und Bekannte weitergeleitet würde.

Wir bleiben jedenfalls dran!


08.02.2026, 12:55

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Im Zuge unserer Recherchen bezüglich der Organisation des Flugrettungssystems in Oberösterreich konnten wir viele interessante Details in Erfahrung bringen.

Als unbedarfter Bürger glaubt man, dass eine Flugrettung überwiegend medizinische Notfälle rettet, die eines schnellen Transportes in ein Krankenhaus bedürfen (schwere häusliche Unfälle und Herzinfarkte, Arbeitsunfälle, Verkehrsunfälle, etc.). Für solche Flugrettungen vergütet die Sozialversicherung dem Flugretter ca. EUR 1.300 pro Flug. Was nicht kostendeckend ist.

In Oberösterreich werden von zwei Standorten aus (Suben und Linz) solche vorwiegend nicht kostendeckende Flugrettungen durchgeführt. Deshalb hat das Land Oberösterreich ein gemeinnütziges System etabliert, welches die Flugrettungen dieser Standorte umfasst und den Betreibern der Flugrettung Gemeinnützigkeit vorschreibt. Damit kann das Land Oberösterreich (also die öffentliche Hand) die Kostendeckung für die Flugrettungen die von diesen Standorten aus gemacht werden, übernehmen.

Nun ist es wichtig zu wissen, dass Flugrettungen von Alpinsportunfällen (Freizeitunfällen) nicht von der Sozialversicherung übernommen werden und der Flugretter für die Flugrettung von Alpinunfällen einen marktüblichen Preis vom Verunfallten oder dessen Versicherung einhebt. Dieser bewegt sich im Durchschnitt nach Aussagen von Versicherungen bei ca. EUR 8.500.

Somit ist die Wahl des Standortes wesentlich für die Profitabilität der Flugrettung, denn je höher der Anteil an geretteten Alpinunfällen ist, desto profitabler wird der Flugrettungsstandort.

Von Scharnstein aus werden überwiegend alpine Flugrettungen durchgeführt, weshalb die Flugrettung in Scharnstein hoch profitabel ist und von einem privaten Flugretter durchgeführt werden kann. Weil hier keine Kostendeckung durch die öffentliche Hand notwendig ist, ist auch der Standort in Scharnstein nicht in das gemeinnützige Rettungssystem Oberösterreichs integriert.

Trotzdem wäre es angebracht, dass ein hochprofitabler Standort wie in Scharnstein in das gemeinnützige System der oberösterreichischen Flugrettung integriert wird.

Weshalb?

Weil durch die gemeinnützige Ausrichtung die Profite die in Scharnstein gemacht werden könnten gegen den Abgang aus Linz und Suben gegengerechnet werden würden und somit wahrscheinlich sogar noch ein Überschuss für die Modernisierung der gemeinnützigen Hubschrauberflotte da wäre ohne auch nur einen Cent Steuergeld für eine Abgangsdeckung einsetzen zu müssen.

Welche Standorte Teil des oben angeführten gemeinnützigen Flugrettungssystems sind, liegt ausschließlich und alleine in der Hand des Landes Oberösterreich bzw. der politisch eingesetzten Repräsentanten, auch wenn diese das Gegenteil behaupten (siehe Schreiben von Frau Mag. Haberlander). Die Fakten- und Gesetzeslage dazu ist eindeutig und unmissverständlich.

Deshalb hat die Bürgerinitiative „Rettet die Wies“ diese Bitte an die politisch verantwortliche Ressortleiterin herangetragen (siehe ebenfalls unser Schreiben).

Wir meinen, dass ein Rettungssystem gemeinnützig organisiert gehört. Werden Überschüsse aus spezifischen Dienstleistungen eines Rettungssystems erwirtschaftet, dann müssen diese Überschüsse zur Gänze wieder in das Rettungssystem reinvestiert werden und dürfen nicht in privaten Taschen verschwinden.

Und schon gar nicht darf eine Flugrettung dafür missbraucht werden, um gesetzliche Beschränkungen für anderwärtige, rein kommerzielle Bestrebungen zu umgehen.

Dem geneigten Leser dieser Zeilen wird auch die Lektüre der beigefügten Schreiben empfohlen...


08.12.2025, 07:08

In der Gemeinderatssitzung vom 4.12. richteten die Gemeinderatsfraktionen von FPÖ, Grüne und SPÖ die Bitte an den Bürgermeister, der Bürgerinitiative zu erlauben, die Unterschriftenliste am Gemeindeamt aufzulegen. Dieser Bitte kam der Bürgermeister nach und somit ist zu erwarten, dass unsere Unterschriftenliste (unter Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung) ab dem 11.12. am Marktgemeindeamt von Scharnstein aufliegt.


16.11.2025, 02:03

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Wir haben die wesentlichen Aussagen im Zeitungsartikel analysiert und kommen zu folgenden Schlüssen:

„Es brauche dringend zeitgemäße Infrastruktur: Sanitäranlagen, Ruheräume, trockene Lagermöglichkeiten und eine beheizte Halle, aus der der Hubschrauber im Einsatzfall rasch ausrücken kann. Geplant ist, neben dem Rettungshubschrauber eventuell eine weitere Maschine in Scharnstein zu stationieren –etwa für Versorgungs- oder Charterflüge. Dadurch könnten Leerflüge aus St. Johann entfallen und der Betrieb deutlich effizienter gestaltet werden.“ So Knaus.
Die hier behaupteten „zeitgemäßen und notwendigen Adaptierungen“ sind schon längst vom ASKÖ durchgeführt worden. Alles ist da. Was nicht da ist, sind kleinere Adaptierungen für Mannschaft und Material, ist der beheizte Hangar und der Ausbau des Hangars für einen „zweiten Hubschrauber“. Das bedarf allerdings beträchtlicher Investitionen. In dieser Aussage versteckt sich der Ausbau des Standortes in einen ausgewachsenen Heliport für alle Tätigkeiten von Heli Austria. Bis hin zur Stationierung der monströsen Super Pumas. Nach Auskunft des ASKÖ wurde dieses Ansinnen aber schon vor längerer Zeit von den Behörden abgesagt (Stichwort: 'keine eigene Flugplatzkennung')“.

„Ich bin froh, dass sich die ASKÖ das nun noch einmal ansieht und unsere Liste mit den Punkten, die wir am aktuellen Standort umsetzen möchten, prüft“, so Knaus. „Denn wir würden natürlich sehr gerne am Standort bleiben. Wichtig ist aber auch eine rechtliche Absicherung. Wenn wir investieren und teilweise fremdfinanzieren müssen, brauchen wir eine langfristige Sicherheit.“
Wenn Knaus hier von langfristiger Sicherheit spricht, aber andererseits nur einen Pachtvertrag mit sechsmonatiger Kündigungsfrist akzeptiert, wie soll man das interpretieren?

„Allerdings können wir als kleiner Flugsportverein ein so großes Investment nur stemmen, wenn HeliAustria bereit ist, mit uns einen Langfristvertrag zu schließen. Bisher war Heli-Austria aber nur bereit, einen Pachtvertrag mit sechsmonatiger Kündigungsfrist zu unterzeichnen“
Wie soll der kleine ASKÖ Flugsportverein eine Investition stemmen, für die Heli-Austria sogar eine Fremdfinanzierung benötigt? Bisher war immer nur von kleineren Adaptierungen im Aufenthaltsbereich der Crew, dem Materiallagerbereich und der Beheizung für den stationieren Rettungshubschrauber die Rede. Diese Investitionen könnte der ASKÖ stemmen wenn Heli-Austria einen Langfristvertrag mit dem ASKÖ eingeht. Das ist eine klare Aussage ohne Interpretationsspielraum.

Fazit: Scheibchenweise kommt die Wahrheit über die Beweggründe von Heli-Austria ans Tageslicht. Es wird die übliche Salamitaktik angewendet. Und alle bisher getätigten Aussagen unserer Bürgerinititative haben sich bewahrheitet oder werden sich bewahrheiten. Der Plan zur Vergewaltigung der Wies zum Zwecke der Errichtung eines großen Hubschrauberflughafens ist Tatsache und der Rettungshubschrauber soll dafür herhalten und dafür soll eine ganze Region in Geiselhaft genommen werden…



03.11.2025, 05:13

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Für den Fall, dass die auf der geplanten Projektfläche vorkommende schützenswerte Flora und Fauna der Behörde nicht vollständig bekannt wäre, haben wir die uns bekannte geschütze Flora und Fauna der Behörde mit der Bitte bekanntgegeben, dem Artenschutz besoneres Augenmerk zu schenken. Wir haben die Pflanzen- und Tiernamen zum Schutz dieser Flora und Fauna in der hier veröffentlichten Version des Schreibens geschwärzt.


27.10.2025, 02:32

Uns wurde mehrfach vom Koordinator des Projektbetreibers, Herrn Ing. Florian Huemer vorgeworfen, dass wir nicht mit Fakten arbeiten würden. Nun hat sich der Projektbetreiber selbst in den Tips vom 23.10.2025 zu Wort gemeldet und Fakten auf den Tisch gelegt.

Es möge sich aber der geschätzte Leser dieser Zeilen selbst ein Bild davon machen ob die Behauptungen der Bürgerinitiative nicht mit dem Übereinstimmen, was der Projektbetreiber nun selbst im Artikel der Tips über sein Vorhaben veröffentlicht hat.

Hier die wesentlichen Passagen aus dem Artikel:

Zudem gibt es Überlegungen, künftig neben dem bestehenden Rettungshubschrauber auch eine weitere Maschine in Scharnstein zu stationieren – etwa für Versorgungsflüge zu Almhütten oder Charterflüge direkt aus dem Almtal.
Es geht also tatsächlich nicht NUR um den Rettungshubschrauber, sondern auch um Versorgungs- und Vergnügungsflüge mit einem zweiten Hubschrauber, im ersten Schritt.

„Parallel zur Standortdiskussion hat eine Bürgerinitiative bereits über 1.000 Unterschriften gegen den Ausbau auf der sogenannten „Wies“, einem der möglichen alternativen Standorte, gesammelt. Aus Sicht des Betreibers zeigt die Zusammensetzung der Unterzeichnenden jedoch, dass viele Unterstützer nicht unmittelbar von den geplanten Maßnahmen betroffen sind.“
Die Wies ist also die „geplante Maßnahme“, dies wurde hier schwarz auf weiß bestätigt. Rettungshubschrauber und Notarztteam sollen also weg vom Flugfeld an die Gemeindegrenze verlegt werden. Somit ist auch bestätigt, dass der Standort am Flugfeld von Scharnstein NICHT die geplante Maßnahme ist.

„Ich bin froh, dass sich die ASKÖ das nun noch einmal ansieht und unsere Liste mit den Punkten, die wir am aktuellen Standort benötigen, prüft“, so Knaus. „Denn wir würden natürlich sehr gerne am Standort bleiben. Wichtig ist aber auch eine rechtliche Absicherung. Wenn wir so viel investieren und teilweise fremdfinanzieren müssen, brauchen wir eine langfristige Sicherheit.“
Wie das zu verstehen ist, bleibt uns verschlossen. Wieso soll der ASKÖ in Verbesserungen investieren, wenn Knaus sowieso so viel investieren will?

„Sollte es in Scharnstein zu keiner Einigung kommen, könnte dies langfristig dazu führen, dass der Betreiber des Rettungshubschraubers Martin 3 vom Almtal an einen anderen Standort abwandert – dorthin, wo eine Erweiterung des Flugbetriebs leichter möglich wäre.“
Damit ist die Katze aus dem Sack – es geht also vorrangig um die Erweiterung des Flugbetriebes.


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