Bürgerinitiative "Rettet die Wies!"

Petition is addressed to
Amt der O.Ö. Landesregierung; BH Gmunden; Gemeinderat Scharnstein

1,211 Signatures

81 %
1,500 for collection target

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News

04/06/2026, 13:33

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Scharnstein, am 6.4.2026
Die Bürgerinitiative „Rettet die Wies“ richtet einen öffentlichen Appell an Bürgermeister Rudolf Raffelsberger und betont die Notwendigkeit einer dauerhaft gesicherten, öffentlich getragenen Flugrettung für die Region. Die Initiative warnt davor, die Bevölkerung vor eine künstliche Zwangslage zu stellen, wonach ein privater Heliport in der Wies alternativlos sei, um die Notarztversorgung aufrechtzuerhalten.

„Notarzt und Flugrettung sind öffentliche Daseinsvorsorge. Sie dürfen nicht von einem privaten Einzelprojekt abhängig gemacht werden“, heißt es seitens der Initiative. Entscheidend sei nicht, welcher Name auf dem Hubschrauber stehe, sondern dass die Versorgung verlässlich, gemeinnützig und dauerhaft im oberösterreichischen Rettungssystem verankert sei.
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Deutliche Mehrheit der Bevölkerung gegen Verlegung und Naturzerstörung

Die Bürgerinitiative hat die über 500 Kommentare von 1200 Onlineunterzeichner der Petition (neben mehr als 380 Unterschriften auf Papierlisten) ausgewertet. Das Ergebnis zeigt ein eindeutiges Meinungsbild:
• Fast 90% der Kommentare sprechen sich klar für den Erhalt der Wies aus.
• Knapp 40% betonen ausdrücklich, dass die Flugrettung am Flugfeld bleiben soll.
• Ebenso knapp 40% fordern beides gleichzeitig: den Schutz der Wies und den Erhalt des Rettungshubschraubers am bestehenden Standort.

Die Initiative sieht darin ein starkes Signal:

„Die Menschen wollen keine falsche Wahl zwischen Natur und Sicherheit. Sie wollen beides: eine funktionierende Flugrettung und den Schutz der Wies.“
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Politische Gestaltungskraft des Bürgermeisters im Fokus

Die Bürgerinitiative verweist darauf, dass Bürgermeister Raffelsberger nicht nur Gemeindeoberhaupt, sondern auch Landtagsabgeordneter der Regierungspartei ist und in mehreren landespolitischen Ausschüssen sitzt, die für Infrastruktur, Mobilität, Umwelt, Bauen und Naturschutz zuständig sind.
„Wer sowohl Bürgermeister als auch Landtagsabgeordneter ist, verfügt über politische Gestaltungskraft. Viele Menschen in Scharnstein erwarten, dass diese Kraft genutzt wird, um eine öffentliche Lösung für die Flugrettung zu ermöglichen“, so die Initiative.
Sollte sich bestätigen, dass Scharnstein ein medizinisch sinnvoller und wirtschaftlich tragfähiger Standort ist, wäre eine Einbindung in das offizielle oberösterreichische Flugrettungssystem aus Sicht der Initiative „nicht nur möglich, sondern Pflicht“. Außerdem könnte eine Integration des Standorts in das oberösterreichische Flugrettungssystem die vom Land getragenen Verlustabdeckungen erheblich entlasten, so die Bürgerinitiative.
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UVP Feststellung als notwendige Faktenprüfung

Die Initiative betont zudem, dass der Bürgermeister — dort, wo kommunale Materien wie Straßenrecht, Bauwesen oder Raumordnung betroffen sind — als mitwirkende Behörde im UVP Verfahren auftreten kann. Mitwirkende Behörden haben laut UVP Gesetz die Möglichkeit, eine UVP Feststellung einzufordern.
„Eine UVP Feststellung ist keine Blockade, sondern eine sachliche, unabhängige Prüfung aller relevanten Fakten. Genau diese Transparenz hat der Bürgermeister selbst öffentlich eingefordert“, erklärt die Initiative.

Die UVP Feststellung sei notwendig, um zentrale Fragen zu klären:
• Ist die Fläche „In der Wies“ geologisch geeignet?
• Ist die Erreichbarkeit über die bestehende Infrastruktur gewährleistet?
• Ist der Standort ökologisch vertretbar?
• Welche Auswirkungen hätte ein privater Heliport langfristig auf Naturraum, Verkehr und Lärmverschmutzung des Almtales?
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Keine falsche Zwangslage für die Bevölkerung

Die Bürgerinitiative warnt davor, die Diskussion auf eine vermeintliche Alternativlosigkeit zu reduzieren.
„Die Wahl ‚Wies oder kein Notarzt‘ ist eine künstliche Zuspitzung, die der Realität nicht entspricht. Die öffentliche Lösung und die UVP Feststellung sind zwei Wege, die diese Zwangslage auflösen können — und beide liegen im Verantwortungsbereich des Bürgermeisters“, heißt es in der Stellungnahme.
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Appell an Verantwortung und Transparenz

Die Initiative ruft den Bürgermeister dazu auf, an seinen eigenen öffentlichen Aussagen festzuhalten:
• dass das bestehende Flugfeld ein bewährter Standort ist,
• dass die Fläche „In der Wies“ problematisch ist,
• und dass Transparenz und Faktenprüfung notwendig sind.

„Wir erwarten keine politischen Kämpfe, sondern klare Schritte: Einsatz für die öffentliche Lösung und — falls diese nicht kommt — die Einforderung einer UVP Feststellung. Die Menschen in Scharnstein brauchen Sicherheit, nicht Unsicherheit“, so die Initiative abschließend.


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