Je tiefer wir in die Behördenakten einsteigen, desto mehr Fragen tauchen auf: Die Heli Austria GmbH wusste von einer naturschutzfachlichen Begehung und war bereits an deren Terminplanung beteiligt – wir als Verfügungsberechtigte und Pächter der betroffenen Flächen wurden vorher nicht informiert. Die dabei gewonnenen naturschutzfachlichen Erkenntnisse wurden anschließend Vertretern der Heli Austria GmbH erläutert, obwohl noch kein formeller Naturschutzantrag vorlag.
Gleichzeitig mussten wir selbst monatelang um behördlich vorhandene Informationen kämpfen. Die Umweltbehörde bestätigte eine Projektbeschreibung, verweigerte deren Herausgabe, und obwohl wir ausdrücklich einen überprüfbaren Bescheid verlangten, blieb ein eindeutiger förmlicher Bescheid aus.
Am Ende mussten wir Säumnisbeschwerde erheben und damit den Weg zum Verwaltungsgericht einschlagen.
Und dann ist da noch eine bemerkenswerte Frage: Die AUWR führt den Vorgang unter Heli Mount GmbH, die Naturschutzbehörde dokumentiert Heli Austria GmbH – ausgerechnet die Martin Flugrettung GmbH erscheint in den von uns ausgewerteten AUWR- und BH-Unterlagen bislang nicht als Projektwerber. Dabei dreht sich die UVP-rechtliche Argumentation gerade um die mögliche Ausnahme für einen überwiegend der Rettungs- und Ambulanzfliegerei dienenden Hubschrauberflugplatz.
Wer ist also tatsächlich Projektwerber? Wo endet neutrale Behördeninformation und wo beginnt konkrete Beratung eines privaten Unternehmens? Warum wusste Heli Austria von einer Begehung unserer Flächen – wir aber nicht? Und warum müssen Bürger vor Gericht ziehen, um Transparenz einzufordern?
Wir haben die Abläufe, Behördenaussagen und gesetzlichen Grundlagen erstmals verständlich zusammengefasst.
Wer wissen möchte, warum unser Einsatz inzwischen weit über den Schutz einer Wiese hinausgeht, sollte diesen Bericht lesen.
vielen Dank für Ihre Nachricht und die übermittelten Unterlagen.
Wir haben die zeitliche Einordnung im Beitrag geprüft und die betreffende Passage entsprechend angepasst. Die Formulierung, wonach Heli Austria „für den Fall der Kündigung“ Interesse an einem Standort auf einer grünen Wiese nahe dem Flugplatz Scharnstein angekündigt habe, wurde entfernt.
Im Beitrag wird nun klargestellt, dass die Suche nach einem alternativen Standort und die Planung eines neuen Heliports bereits vor der Kündigung des Pachtvertrags am ASKÖ-Flugfeld Thema waren. Dabei wird auch auf die bereits 2025 dokumentierte Standortsuche sowie die im November 2025 aktenkundige Planung eines neuen Heliports verwiesen.
Im aktuellen ORF-Bericht entsteht der Eindruck, Heli Austria habe sich erst wegen der Kündigung durch den ASKÖ nach einem neuen Standort umgesehen.
Der ORF schreibt: „Heli Austria wiederum hat offenbar für den Fall der Kündigung zuletzt Interesse an einem Standort auf einer derzeit grünen Wiese … angekündigt.“
Das stimmt mit der dokumentierten Chronologie nicht überein. Schon lange vor der Kündigung haben Anrainer recherchiert, nachgefragt, Behörden eingeschaltet und schließlich die Bürgerinitiative „Rettet die Wies“ gegründet. Unsere Hinweise auf einen konkret geplanten neuen Heliport wurden damals teilweise als überzogen dargestellt und lächerlich gemacht. Inzwischen haben amtliche Behördenunterlagen zentrale Punkte bestätigt: Der neue Heliport war lange vor der ASKÖ-Kündigung konkret in Planung.
Die wichtigsten Eckpunkte:
24.02.2025 – erster Lokalaugenschein
19.07.2025 – Anfrage an Knaus
03.08.2025 – Umweltanwalt eingeschaltet
September 2025 – Bürgerinitiative gegründet
Oktober 2025 – erste Presseberichte
14.11.2025 – Heliport aktenkundig
Februar 2026 – konkrete Projektbeschreibung
07.07.2026 – ASKÖ-Kündigung öffentlich
Besonders wichtig: Bereits im November 2025 hielt die BH Gmunden ausdrücklich fest, dass Heli Austria den Neubau eines Heliports plant. Gleichzeitig liefen noch Gespräche mit ASKÖ über einen Verbleib am bestehenden Flugfeld.
Schon im Juli 2025 hatten wir Roy Knaus schriftlich mit den Informationen über den geplanten Alternativstandort beim „Wiesergut“ konfrontiert.
Die Wies ist daher keine Folge der ASKÖ-Kündigung. Die Planungen einenhalb Jahre vorher im Gang.
Wir haben den ORF Oberösterreich schriftlich um Richtigstellung dieser Darstellung ersucht und die entsprechenden Behördenunterlagen als Belege übermittelt.
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, beim geplanten Heliport „In der Wies“ gibt es eine wichtige neue Entwicklung. Bisher sagte Herr Roy Knaus von Heli Austria, eine Rechtsauskunft habe ergeben, dass keine UVP nötig sei. Deshalb wollte er kein offizielles UVP‑Feststellungsverfahren beantragen.
Jetzt schreibt aber eine Umweltbehörde des Landes selbst etwas anderes: „Die bisherigen Projektunterlagen werden nicht mehr in dieser Form weiterverfolgt. Das Projekt soll bei Lage, Umfang und weiteren Parametern verändert werden.“
Damit ist klar: Die alte UVP‑Freiheit gilt nicht mehr.
Wenn die Pläne geändert werden, braucht es eine neue Prüfung.
Auch der Gemeinderat fordert eine UVP‑Klärung Der Gemeinderat Scharnstein hat ein deutliches Zeichen gesetzt. SPÖ, FPÖ und Grüne haben den Dringlichkeitsantrag zum Heliport mehrheitlich beschlossen. Die ÖVP hat sich enthalten.
Auch der Gemeinderat sagt: Vor einer Bewilligung muss eine UVP‑Feststellung gemacht werden.
Darum richten wir unseren klaren Aufruf an Herrn Knaus:
Herr Knaus, legen Sie die neuen Pläne offen und beantragen Sie die UVP‑Feststellung!
Wer überzeugt ist, dass sein Projekt keine UVP braucht, sollte das transparent und mit einem offiziellen Bescheid klären lassen.
Wir sind nicht gegen die Flugrettung Die OÖN schreiben, Martin 3 sei ein „Opfer der Diskussionen“. Sie berichten über die wichtige Arbeit der Flugretter.
Wir sagen ganz deutlich:
Die Flugretter sind nicht unsere Gegner.
Der Rettungshubschrauber ist nicht unser Gegner.
Wir schätzen die Menschen, die jeden Tag Leben retten.
Aber es ist falsch, wenn die Zeitung kritische Bürger plötzlich zu „Verursachern“ macht.
Das ist eine Täter‑Opfer‑Umkehr.
Denn:
Wir haben keinen neuen privaten Heliport in wertvoller Natur geplant.
Wir wollen keine Flugschule, keine Transporthubschrauber im Almtal stationieren
Wir wollen keine Charterflüge für vermeintlich elitäre Bevölkerungsgruppen anbieten
Wir verweigern keine UVP‑Klärung.
Wir verlangen nur, dass Artenschutz, biologische Vielfalt, Natur, Landwirtschaft, Recht und die betroffenen Menschen ernst genommen werden.
Flugrettung ja – Naturzerstörung nein
Die falsche Frage lautet: Rettungshubschrauber oder Naturschutz? Die richtige Frage lautet: Wie sichern wir die Flugrettung, ohne wertvolle Natur zu zerstören und die Bevölkerung einer untragbaren Lärmbelästigung auszusetzen?
Der Gemeinderat hat eine klare Richtung vorgegeben.
Jetzt liegt es an Heli Austria:
aktuelle Pläne offenlegen
UVP‑Feststellung beantragen
Gemeinderatsbeschluss respektieren
Bevölkerung und Natur ernst nehmen
Neue Pläne brauchen eine neue Prüfung.
Bitte teilt diese Aussendung und unterstützt unsere Petition.
Es ist ein Schlag ins Gesicht: Erst wurde die Wies totgeschwiegen, jetzt wird sie zum Steigbügelhalter einer neuen Angst‑Inszenierung. Diejenigen, die den Heliport in der Wies um jeden Preis durchsetzen wollen, merken, dass ihre alten Drohszenarien nicht mehr ziehen — also drehen sie die Geschichte um und halten dabei die Menschen für dumm.
Zuerst kam die Ausrede der „räumlichen und technischen Unmöglichkeit“ am Flugfeld. Als das nicht mehr funktionierte — weil jahrelang ein Rettungshubschrauber dort problemlos stationiert war und ein neuer Flugretter jederzeit am Flugfeld einziehen würde — folgte die Drohung: „Ohne Roy Knaus und Martin 3 verliert Scharnstein den Notarzt.“ Auch das zieht nicht mehr: Der ASKÖ Flugsportverein hat klargestellt, dass am bestehenden Flugfeld weiterhin Rettung möglich ist; andere Betreiber stehen bereit.
Weil die alten Dichtungen bröckeln, wird jetzt eine neue Angst aufgebaut: „Zwei Heliports drohen.“ Das ist perfide.
Der alternative Betreiber, der am Flugfeld kommen soll, schafft KEINEN zweiten Standort.
Ein zweiter Standort entsteht ausschließlich deshalb, weil Heli Austria seine wirtschaftlichen Interessen in der Wies umsetzen will.
Wer uns für dumm hält
Die neue Erzählung kommt nicht aus dem Nichts. Die Unterstützer des Wies-Projektes wissen: Sobald die Wies öffentlich wird, kippt die Stimmung.
Also wird die Wies jetzt als „bedingungslose Alternative“ hingestellt — obwohl sie das nicht ist. Man versucht, eine gute Nachricht (Rettung bleibt am Flugfeld) in eine Bedrohung zu verwandeln. . Der wahre Wahnsinn unserer Rechtslage
Stellen Sie sich vor: ein Bauwerber beantragt ein Wohnhaus im Grünland (eine nachvollziehbare Unmöglichkeit in unserer Zeit) mit der Behauptung, es wäre ein Schafstall und der Bürgermeister als Baubehörde würde sagen: „Wenn der Bauwerber behauptet, dass das Wohnhaus ein Schafstall sei, sind mir die Hände gebunden, ich muss diesen Bau genehmigen…“
Genau so soll die Wies zerstört werden: die Betreiber behaupten, die Wies werde überwiegend für Flugrettung genutzt — obwohl in 4,5 km Entfernung ein Flugretter stationiert ist und dieser neue Flughafen in der Wies nicht in das oberösterreichische Flugrettungssystem eingebunden sein wird. Die Behörde hat sinngemäß schon bestätigt, dass keine UVP notwendig ist, weil die Betreiber gesagt haben, dass sie vorwiegend „Flug- und Ambulanzflüge“ machen werden.
Wir haben Heli-Austria in einem offenen Brief gebeten, eine UVP-Feststellung zu beantragen. Sie können das jederzeit machen. Tun es aber nicht. Weshalb nicht?
Der entscheidende Hebel: UVP‑Feststellung
Es bleibt dabei: nur die allumfassende Vorprüfung des Vorhabens in der Wies, die UVP‑Feststellung, bringt uns allen Sicherheit. Eine UVP‑Feststellung ist kein Formalakt — sie ist der Schutzschild der Bevölkerung. Nur sie garantiert eine verbindliche Prüfung zu: · Was wird wirklich gebaut? · Wie viele Hubschrauber und Flugbewegungen sind geplant? · Welche Flächen, Wälder, Arten und Lebensräume sind betroffen? · Welchen zusätzlichen öffentlichen Rettungsnutzen bringt die Wies wirklich, wenn die Versorgung am Flugfeld gesichert ist?
Genau deshalb hat der Gemeinderat von Scharnstein die UVP‑Feststellung gefordert — und genau deshalb muss diese Forderung jetzt umgesetzt werden. Ohne UVP können die Betreiber ihr Projekt als „Rettung“ tarnen und die Wies unwiederbringlich zerstören.
Es ist klar: · Die Flugrettung am Flugfeld kann gesichert werden. · Die Wies ist keine notwendige Alternative — sie ist ein wirtschaftliches Projekt. · Wer zwei Heliports verhindern will, muss den Bau in der Wies verhindern — nicht die Sicherung der Rettung am Flugfeld. · Die UVP‑Feststellung ist der Prüfstein und der Schutzschild der Bevölkerung.
Schlusswort Die Menschen im Almtal spüren, wenn ihnen etwas aufgeschwatzt wird. Wir lassen uns nicht für dumm verkaufen. Wer Rettung ernst meint, schützt die öffentliche Versorgung — und schützt zugleich unsere Natur und unsere Bevölkerung. Keine Wies ohne UVP. Keine Angst‑Inszenierung. Keine Verlagerung der Verantwortung.
PRESSEAUSSENDUNG der Gemeinderatsfraktionen von SPÖ, Grüne und FPÖ Scharnsteins
Flugrettung sichern, Natur schützen: Mehr als 1.200 Stimmen gegen den Heliport „In der Wies“ – Ja zum Rettungshubschrauber am bestehenden Flugfeld!
SPÖ, Grüne und FPÖ in Scharnstein beziehen klar Stellung: Die Flugrettung soll dauerhaft am bestehenden Flugfeld gesichert werden – ohne kommerzielle Erweiterung zum „Heliport Almau“ in der Wies.
„Wir wollen eine verlässliche, gemeinwohlorientierte Flugrettung am bestehenden Flugfeld – und keinen kommerziellen Hubschrauberbetrieb in der Wies. Rettung ist Daseinsvorsorge, kein Geschäftsmodell.“
Sachverhalt: Die Befürworter des „Heliports Almau“ in der Wies, einer Waldlichtung auf dem Bäckerberg, behaupten, damit das Flugrettungssystem in Oberösterreich sicherzustellen. Die Behauptung, nur dieses Projekt sichere die Flugrettung, teilen wir nicht. Die Stellvertreterin des Landeshauptmannes, ÖVP-Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander, bestätigte erst kürzlich gegenüber dem ORF, dass „die Versorgung der Bevölkerung mit Rettungshubschrauberflügen gewährleistet ist“ - auch ohne private Anbieter. Seit fast zehn Jahren hat der private Rettungshubschrauber „Martin 3“, betrieben von der Heli Austria GmbH in St. Johann im Pongau, seinen Stützpunkt auf dem Scharnsteiner Flugplatz und kann von dort starten. Damit leistet er selbstverständlich einen wichtigen und wertvollen Beitrag zur Flugrettung. Sollten allerdings zusätzliche Nutzungen wie Rundflüge, Schulungen oder Versorgungsflüge beabsichtigt sein, muss dies offen dargelegt werden. Es besteht die große Sorge, dass über den Rettungsbetrieb hinaus weitere Flugnutzungen möglich werden könnten. Warum auf einer Waldlichtung mit schlechter Straßenanbindung auf dem Bäckerberg? Es braucht volle Transparenz darüber, welche wirtschaftlichen Interessen mit dem Projekt verbunden sind.
Breiter Bürgerwille: 1200 klare Stimmen
Anders als von Heli Austria öffentlich dargestellt, besteht ein „breiter Rückhalt der Bevölkerung“ für einen geplanten Heliport in der Wies aus unserer Sicht nicht. Rund 1.200 Bürgerinnen und Bürger haben sich gegen den Heliport und für eine gemeinnützig ausgerichtete Lösung am bestehenden Flugfeld ausgesprochen.
Der Gemeinderat hat das Projekt in der Wies mehrheitlich abgelehnt; die ÖVP-Fraktion hat sich der Stimme enthalten.
Transparenz bei wirtschaftlichen Interessen Wo politische Verantwortung, Grundeigentum und wirtschaftliche Interessen zusammentreffen könnten, braucht es besondere Transparenz. Die Gemeindebürgerinnen und -bürger haben ein Recht zu erfahren:
welche Pacht- bzw. Nutzungsvereinbarungen für die Projektflächen vorgesehen sind,
welche Unternehmen konkret eingebunden sind,
und wie Interessenkonflikte ausgeschlossen werden.
Keine Naturzerstörung für kommerzielle Interessen Natur- und Flächenverbrauch: Der Heliport würde wertvolle Grünlandflächen versiegeln und den Artenschutz gefährden – mitten in sensibler Natur.
Es besteht die Sorge, dass der Standort über den Rettungsbetrieb hinaus für weitere Flugbewegungen genutzt, und dadurch mehr Lärmbelastung entstehen könnte.
Unsere gemeinsame Linie
Flugrettung am bestehenden Flugfeld: ja.
Gemeinnütziger Flugrettungspartner: ja.
Zerstörung und Versiegelung der Wies: nein.
Kommerzielle Flugdienste und zusätzliche Lärmbelastung im Almtal: nein.
„Flugrettung braucht keinen Heliport in der Wies. Sicherheit für unsere Bevölkerung UND Naturschutz MÜSSEN GEMEINSAM möglich sein!“
Diese Presseaussendung ist von den SPÖ, Grüne und FPÖ Fraktionsobleuten des Gemeinderates Scharnstein gezeichnet.
Das Land sieht die Flugrettungsversorgung auch ohne Martin 3 gesichert. Die ASKÖ will die Flugrettung am bestehenden Flugfeld erhalten. Damit fällt die bisherige Rechtfertigung für den privaten Heliport in der Wies endgültig weg.
Scharnstein, 17. Juli 2026
Die Aussagen von Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander schaffen Klarheit: Martin 3 wird von einem privaten Unternehmen betrieben. Das Land Oberösterreich greift in den Streit zwischen Heli Austria und der ASKÖ nicht ein, weil es sich um ein privates Angebot handelt. Gleichzeitig erklärt Haberlander, dass die Flugrettungsversorgung der Bevölkerung durch die bestehenden Christophorus-Hubschrauber gesichert ist.
Damit ist klar: Die öffentliche Flugrettung in Oberösterreich hängt weder von Martin 3 noch von einem neuen Heliport in der Wies ab. Der Bericht enthält keine Zusage, Scharnstein verbindlich in das offizielle oberösterreichische Flugrettungssystem aufzunehmen. Das Land behandelt Martin 3 vielmehr als privates Angebot und sieht die Versorgung auch dann als gesichert an, wenn dessen Zukunft in Scharnstein offen bleibt.
Haberlander bestätigt unsere Kernforderung Die Bürgerinitiative fordert seit Monaten: Entweder wird Scharnstein verbindlich in das öffentliche Flugrettungssystem aufgenommen – oder der weiterhin geplante private Heliport in der Wies muss einer förmlichen und transparenten UVP-Feststellung unterzogen werden. Ein privates unternehmerisches und kommerzielles Hubschrauberangebot darf nicht unter dem Schlagwort „Flugrettung“ zur Rechtfertigung für Naturzerstörung, Grünlandversiegelung und zusätzlichen kommerziellen Hubschrauberlärm im Almtal werden.
Bürgermeister Raffelsberger muss zu seinem Wort stehen Bürgermeister Rudolf Raffelsberger hat uns schriftlich erklärt (siehe beigeschlossenes Dokument), die Frage einer UVP-Feststellung stelle sich für ihn derzeit nicht, wenn Martin 3 am bestehenden Flugfeld bleiben könne. Er stellte unmittelbar zuvor ausdrücklich auf die weitere Stationierung von Martin 3 ab und verband damit seine ablehnende Haltung zur UVP-Forderung. Jetzt ist genau diese Voraussetzung nicht mehr gegeben: Die ASKÖ will den Flugrettungsstandort erhalten, sucht aber einen anderen Betreiber. Martin 3 ist am Flugfeld nicht dauerhaft abgesichert.
Gleichzeitig hält Heli Austria am Standort Wies als Alternative fest.
Wenn Martin 3 nicht am Flugfeld bleibt und Heli Austria die Wies weiterverfolgt, muss Raffelsberger zu seinem Wort stehen: Jetzt ist die UVP-Feststellung einzufordern. Auch kann sich die ÖVP Fraktion im Gemeinderat nicht mehr dieser Forderung entschlagen. Als Bürgermeister und Landtagsabgeordneter muss er Heli Austria beziehungsweise die Projektseite öffentlich auffordern, ein UVP-Feststellungsverfahren zu beantragen. Und er muss den Oö. Umweltanwalt ersuchen, eine förmliche UVP-Klärung zu beantragen oder aktiv herbeizuführen. Gleichzeitig widerspricht Haberlander dem von Bürgermeister Rudolf Raffelsberger erweckten Eindruck, Martin 3 beziehungsweise der Standort Scharnstein sei bereits Teil des oberösterreichischen Flugrettungssystems. Raffelsberger hatte erklärt, Scharnstein solle „auch künftig“ ein wichtiger Bestandteil dieses Systems bleiben; Haberlander stellt nun klar, dass Martin 3 ein privates Angebot ist das NICHT Teil des oberösterreichischen Flugrettungssystems ist.
Wer Flugrettung will, muss die ASKÖ unterstützen Die ASKÖ erklärt unmissverständlich, dass es am bestehenden Flugfeld auch künftig einen Rettungshubschrauber geben soll – nur mit einem anderen Betreiber. Wenn es Bürgermeister Raffelsberger tatsächlich um die Versorgung der Bevölkerung und nicht um einen bestimmten privaten Anbieter geht, muss er diese Initiative mit offenen Armen begrüßen. Warum sollte Flugrettung in Scharnstein nur mit Heli Austria möglich sein, wenn die ASKÖ den Standort ausdrücklich für einen neuen Flugrettungspartner erhalten will?
Die Bürgerinitiative fordert daher:
Volle Unterstützung für die ASKÖ bei der Ansiedlung eines zur gemeinnützigen Struktur des Flugfelds passenden Flugrettungspartners.
Eine öffentliche Korrektur des Eindrucks, Scharnstein sei bereits verbindlicher Bestandteil des offiziellen OÖ-Flugrettungssystems.
Eine klare Aufforderung an Heli Austria und den Oö. Umweltanwalt, bei Weiterverfolgung der Wies eine förmliche UVP-Feststellung herbeizuführen.
Flugrettung am bestehenden Flugfeld: ja. Privater Heliport in der Wies ohne UVP-Feststellung: nein.
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, zwei aktuelle Medienberichte beschäftigen sich mit der Beendigung des bisherigen Pachtverhältnisses zwischen der ASKÖ und dem Betreiber des Rettungshubschraubers „Martin 3“. TIPS und ORF.
Die ASKÖ hat klar erklärt: Der Flugrettungsstandort Scharnstein soll erhalten bleiben, ein neuer Partner wird gesucht. Es geht daher nicht um das Ende der Flugrettung, sondern um einen Betreiberwechsel am bestehenden Flugfeld.
Umso auffälliger ist, dass weder der Tips- noch der ORF-Bericht das geplante Heliportprojekt „In der Wies“ erwähnt. Dabei ist dieses Projekt durch behördliche Unterlagen und Vorbesprechungen längst belegt.
Würde der Heliport in der Wies gebaut, könnten in Scharnstein in nur rund 4,5 Kilometern Entfernung ein Rettungshubschrauberflughafen und ein privater Hubschrauberflughafen bestehen. Ohne Mitsprache von Gemeinde und Bürgern.
Das Luftfahrtgesetz kennt keine Bedarfsprüfung. Auch das UVP-Gesetz fragt nicht, ob zwei Standorte sinnvoll sind. Zu hoffen ist, dass im UVP-Feststellungsverfahren geprüft wird, ob die Behauptung des Projektwerbers glaubwürdig ist, der große neue Heliport in der Wies werde überwiegend für Rettungs- und Ambulanzflüge genutzt.
Denn wenn am bestehenden Flugfeld weiterhin ein Rettungshubschrauber operiert und Oberösterreich zusätzlich über eine 24-Stunden-Flugrettung verfügt, stellt sich eine einfache Frage: Woher sollen die vielen Rettungs- und Ambulanzflüge kommen, mit denen der zweite große Hubschrauberflughafen in der Wies, in nur 4,5 Kilometern Entfernung überwiegend betrieben werden soll?
Genau deshalb hat der Gemeinderat von Scharnstein eine UVP-Feststellung gefordert. Diese Forderung ist jetzt wichtiger denn je. Die UVP-Feststellung kann aber nur politisch und mit Druck durch die Bevölkerung durchgesetzt werden.
Bemerkenswert ist: Die ÖVP hat diese Forderung im Gemeinderat nicht unterstützt. Gleichzeitig warnt sie öffentlich vor einer angeblichen Gefährdung der Flugrettung, obwohl die ASKÖ deren Fortführung ausdrücklich angekündigt hat.
Die entscheidende Frage lautet daher: Geht es der ÖVP wirklich um die Flugrettung?
Unsere Position bleibt klar: Flugrettung in Scharnstein: Ja. Fortführung am bestehenden Flugfeld: Ja. Panikmache über einen angeblich verlorenen Rettungshubschrauber: Nein. Zwei Hubschrauberflugplätze im Abstand von rund 4,5 Kilometern in Scharnstein: Nein. Zerstörung der Wies für einen zusätzlichen privaten Heliport: Nein.
Die Bürgerinitiative „Rettet die Wies“ zeigt sich über die aktuelle mediale Zuspitzung rund um den Flugrettungsstandort Scharnstein irritiert.
Nach der uns vorliegenden Anfrage der Tips-Redaktion hat Bürgermeister Rudolf Raffelsberger die angebliche Kündigung des Pachtvertrages an die Medien herangetragen — und das offenbar noch vor Ablauf jener Frist, innerhalb der der ASKÖ Flugsportverein dem bisherigen Betreiber eine einvernehmliche Trennung mit ausreichender Umstellungsfrist angeboten hatte. Gerade das ist aus unserer Sicht der zentrale Punkt: Wenn während einer noch laufenden Lösungsfrist der Weg über die Medien gesucht wird, trägt das nicht zur Beruhigung bei, sondern verschärft die Situation. Es entsteht der Eindruck, dass die Bevölkerung unter Druck gesetzt werden soll: Entweder Heli Austria bekommt die Wies — oder die Flugrettung ist gefährdet.
Diese Darstellung weisen wir entschieden zurück. Der ASKÖ hat klar erklärt, dass die Nutzung des bestehenden Flugfeldes für einen Rettungshubschrauber auch künftig möglich sein wird. Damit ist klar: Flugrettung in Scharnstein ist nicht an einen neuen privaten Heliport in der Wies gebunden.
Problematisch ist auch, dass der Bürgermeister in seiner Aussendung Martin 3 praktisch mit der Flugrettung selbst gleichsetzt. Dadurch entsteht der Eindruck, als gäbe es nur diesen einen privaten Betreiber. Das vermittelt ein falsches Bild. Flugrettung in Oberösterreich ist Teil der öffentlichen Notfallversorgung und darf nicht auf die Interessen eines einzelnen Unternehmens verengt werden. Am bestehenden Flugfeld ist eine gemeinnützige Flugrettungslösung möglich. Was dort offenbar nicht möglich ist, sind die weitergehenden wirtschaftlichen Pläne, die Heli Austria mit einer neuen Heliport-Infrastruktur in der Wies verfolgen könnte.
Die Bürgerinitiative sagt daher klar: Flugrettung im Almtal: ja. Gemeinnützige Lösung in Scharnstein: ja. Mediale Eskalation und Angstkampagne: nein. Zerstörung der Wies für private Hubschrauberinteressen: nein.
Die Bevölkerung darf nicht vor die falsche Wahl gestellt werden: Rettung oder Wies.
Die richtige Frage lautet: Braucht die Flugrettung wirklich die Wies — oder braucht ein privater Betreiber die Wies für seine wirtschaftlichen Pläne?
Klarstellung der Bürgerinitiative „Rettet die Wies“ zum Artikel in der Tips:
Der Bürgermeister stellt aus unserer Sicht die falschen Fragen an die falschen Adressen.
Nicht der ASKÖ und nicht die SPÖ gefährden eine echte Flugrettungslösung für das Almtal. Die entscheidende Frage lautet vielmehr: Warum soll ein bestehender, seit 2017 funktionierender Flugrettungsstandort nicht am bestehenden Flugfeld weiterentwickelt werden, sondern stattdessen ein neuer privater Heliport in der Wies entstehen?
Wenn der Bürgermeister volle Transparenz will, dann sollte diese Transparenz dort beginnen, wo die entscheidenden Fragen liegen:
Welche konkreten Investitionen hat Heli Austria am bestehenden Flugfeld verlangt?
Sind diese Forderungen mit einem einfachen Flugrettungsstandort vereinbar?
Warum sollte eine gemeinnützige Flugrettung am bestehenden Flugfeld nicht weiterhin möglich sein?
Und welche zusätzlichen wirtschaftlichen Nutzungen sind am geplanten Heliport in der Wies vorgesehen?
Problematisch ist auch, dass der Bürgermeister in seiner Aussendung Martin 3 praktisch und faktisch mit der Flugrettung selbst gleichsetzt. Damit entsteht der Eindruck, als gäbe es für Scharnstein nur eine einzige Lösung — nämlich genau jenen kommerziellen Betreiber, der gleichzeitig einen neuen Heliport in der Wies verfolgt.
Das vermittelt ein falsches Bild.
Die Flugrettung in Oberösterreich ist ihrem Wesen nach eine Aufgabe der öffentlichen Gesundheits- und Notfallversorgung. Sie darf nicht auf die Interessen eines einzelnen privaten Betreibers verengt werden. Wir brauchen im Almtal eine gemeinnützige, transparente und dauerhaft abgesicherte Flugrettungslösung — nicht zwingend eine Lösung nach den wirtschaftlichen Vorstellungen von Heli Austria.
Genau hier liegt aus unserer Sicht der Kern der Sache: Am bestehenden Flugfeld ist eine gemeinnützige Flugrettung möglich. Was dort offenbar nicht möglich ist, sind die hochfliegenden wirtschaftlichen Ausbaupläne, die Heli Austria mit einer neuen privaten Heliport-Infrastruktur in der Wies verfolgen könnte.
Ein gemeinnütziger Flugsportverein kann und darf nicht dafür verantwortlich gemacht werden, private Infrastrukturwünsche eines Hubschrauberunternehmens zu finanzieren oder abzusichern. Wenn es um eine echte Flugrettungslösung geht, vertrauen wir darauf, dass der ASKÖ weiß, wie wichtig ein Rettungshubschrauber für das Almtal ist.
Sollte die Kündigung des Pachtvertrags tatsächlich stimmen, gehen wir daher davon aus, dass der ASKÖ nicht die Flugrettung gefährdet, sondern eine saubere, gemeinnützige und tragfähige Lösung ermöglichen will — und nicht eine vorgeschobene Lösung, bei der am Ende massive wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen.
Wir sagen klar: Flugrettung für das Almtal: ja. Gemeinnützige Lösung in Scharnstein: ja. Zerstörung der Wies für private Hubschrauberinteressen: nein.
Die Bevölkerung darf nicht vor die falsche Wahl gestellt werden: Wies oder Rettung.
Die richtige Frage lautet: Braucht die Flugrettung wirklich die Wies — oder braucht ein privater Betreiber die Wies für seine wirtschaftlichen Pläne?