Die Entscheider in der EU und der nicht-EU-Staaten in Europa mögen beschließen, dass künftig bei allen Neubauten ausschließlich Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz/Kindersicherung eingebaut werden dürfen.

Hotels, Pensionen, Gästehäuser, Jugendherbergen, Gaststätten, FunParks und alle öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser, Schwimmbäder sollen bis zu einem Stichtag in den für Zivilpersonen zugänglichen Bereichen verpflichtet werden, sämtliche Steckdosen auf erhöhten Berührungsschutz umzurüsten. Wo dies nicht möglich ist (z.B. in Spiegelschränken), sollen sichere Einsätze eingebaut werden müssen. Auch Steckdosenleisten müssen kindersicher gemacht, gegebenenfalls ausgetauscht werden.

Als Alternative wären zum Beispiel "kindersichere Hotelzimmer" oder komplett als kindersicher zertifizierte Hotels vorstellbar, damit Eltern gleich wissen, worauf sie sich einlassen, beziehungsweise wo sie unbesorgt sein können.

Zudem sollen für entsprechenden Elektroarbeiten im Bestand bei neuen Steckdosen ebenfalls nur noch erhöht berührungsgeschützte eingebaut werden dürfen.

Die Hersteller von Steckdosen, die Europa beliefern, sollen ab einem bestimmten Stichtag in naher Zukunft nur noch berührungsgeschützte Steckdosen liefern dürfen. Zum Beispiel Herstellungungsverbot ab 01.01.2016, Verkaufsverbot ab 01.01.2017.

Entsprechendes soll auch für Hersteller von Steckdosenleisten gelten.

Reason

In einem Zeitungsartikel war vom Tod eines dreijährigen Jungen zu lesen, der an einer Steckdose gespielt hatte und einen elektrischen Schlag erlitt. Solche unnötigen Todesfälle sollten zumindest europaweit vermieden werden.

Alle namhaften Hersteller von Steckdosen bieten neben Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz leider immer noch ungeschützte Standard-Steckdosen an, die nur wenig billiger sind. Ausgerechnet die Discounter bieten dagegen Steckdosen-Sets ausnahmslos mit Berührungsschutz an.

Viele, auch preiswerte Steckdosenleisten, sind heute schon mit Kinderschutz verfügbar.

Eltern von kleinen Kindern behelfen sich oft mit Steckdoseneinsätzen, die jedoch herausfallen können, zum Beispiel wenn man den Staubsauger wieder aussteckt. Gute Einsätze sind teurer und in der Nutzung umständlicher, als der Aufpreis einer berührungsgeschützten Steckdose, die sich zudem recht einfach austauschen lässt.

Fürsorgliche Eltern schauen im Urlaub mit Kleinkindern derzeit ängstlich in den Hotelzimmern nach offenen Steckdosen und stellen dann etwas davor bzw. versuchen diese zu verschließen. Doch zu oft wird etwas übersehen. Unaufmerksame Eltern kümmern sich gar nicht darum bzw. denken nicht daran.

Die Aufpreise berührungsgeschützter Steckdosen sind marginal. Zudem bietet der zusätzliche Schutz auch Schutz für die Steckdose selbst vor Staub und Feuchtigkeit und somit Korrosion und Kurzschluss. Es macht keinen Sinn, weiterhin ungeschützte Steckdosen auf dem Markt anzubieten und unnötige Risiken einzugehen.

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News

  • Sehr geehrte Unterzeichner der Petition für einen erhöhten Berührungsschutz bei Steckdosen!

    Diese Petition hatte überraschend wenig Unterstützung. In einigen, wenigen Foren gab es darüber z.T. befremdliche Diskussionen, die allesamt zeigten, dass der weit überwiegende Teil der Bevölkerung dagegen ist, sich noch weiter bevormunden zu lassen. Es wurden gar Kinder für leicht gestört erklärt, wenn sie sich für Steckdosen überhaupt interessierten.

    Die Bevormundung findet in Form von DIN, ISO, VDE, VDI, etc. -Normen bereits überall statt. Das was man im Laden oder im Baumarkt kauft, unterliegt in allen Fällen einer Norm, einer Verordnung oder gar einem Gesetz.

    Des Weiteren waren viele Gegner der Meinung, dieser Berührungsschutz sei zu schwergängig.... weiter

  • Es gab in Foren schon Diskussionen über das Für und Wider. Viel kritisches kam in Bezug auf die Bevormundung.

    Hierzu muss gesagt werden, dass Vorschriften, Regeln, Normen vor allem für solche Menschen nützlich/hilfreich sind, die womöglich etwas weniger gut ausgebildet, weniger aufmerksam, weniger sensibel sind in Bezug auf Gefahren und - hier - in Bezug auf Kindererziehung und Fürsorge. Sehr viele Unfälle passieren aufgrund von Fahrlässigkeit, Gedankenlosigkeit und auch aus Dummheit.

    Eine 5-Zimmer-Wohnung mit kindersicheren Steckdosen anstatt mit normalen Steckdosen auszustatten kostet keine 100 Euro Aufpreis. Dieser Aufpreis dürfte auch geringer ausfallen, wenn es nur noch Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz gibt. Schließlich... weiter

pro

Forsetzung 3. (waren zu viele Zeichen): 3. Es bleibt den Entscheidern/der EU übelassen, alternativ ?kindergerechte Zimmer? zu fordern oder Zertifikate zu ?kindergerechten Hotels? zu erstellen, je nach dem, ob sie etwas von einer starren Norm abweichen möchten. Es wäre allerdings ungleich aufwändiger in Bezug auf Regelungen und Normen.

contra

Wo bleibt denn bitte die Freiheit meiner persönlichen Entscheidung? Ausserdem, bin über 50, meine Kinder sind groß, und mit Rheuma kriegt man die Stecker kaum noch rein oder raus! Wollen wir uns immer mehr gängeln lassen. Giftige Energiesparlampen, Wassespararmaturen, was soll der Mist?