• Unser Vortrag zur Online Veranstaltung 2/2

    at 26 Jun 2020 17:47

    Der ohnehin verminderte Luftaustausch wird reduziert. Pflanzen, die bislang die
    schlechte Luft reinigen, werden beseitigt. Das wirkt sich nicht nur auf die unmittelbar
    angrenzenden Gebäude aus sondern auf die gesamte Umgebung im Severinsviertel.
    Selbstverständlich kann ein Grundstückseigentümer auf bzw mit seinem Grundstück
    machen, was er möchte, und die rechtlichen Möglichkeiten bis aufs Äußerste
    ausreizen. Ob das angebracht ist, wenn man, wie die Kirche #churchforfuture predigt,
    sei dahin gestellt.
    Hier liegt es in den Händen der Stadt Köln, welche rechtlichen Rahmenbedingungen
    künftig gelten werden.
    Wir sind der Meinung, dass die Stadt als demokratisch gewählte Vertreterin der Bürger
    auch und insbesondere die Interessen der Bürger in den Blick nehmen muss.
    Grünflächen und Baumbestand im Stadtgebiet müssen zugunsten der Bürger
    geschützt werden.
    Die klimatischen Veränderungen, die sukzessive immer spürbarer werden, müssen
    dabei mehr im Fokus stehen.
    Es reicht nicht, einen Klimanotstand auszurufen. Dieser muss auch in der
    Verwaltungspraxis Berücksichtigung finden.
    Wenn also, mit den Worten der Stadt „Alternativen mit der geringsten negativen
    Klimaauswirkung bevorzugt geplant und umgesetzt werden sollen“, dann muss das
    auch für das hiesige Vorhaben gelten.
    Insoweit kann es nicht sein, dass in Zeiten des Klimanotstandes ein Bebauungsplan
    neugefasst werden soll, der in einem erwiesenermaßen klimatischen Belastungsgebiet
    eine derart massive Bebauung und Beseitigung von Grünbestand erlaubt.

    Gerade bei der propagierten Nachverdichtung muss, zB durch eine Reduzierung der
    erlaubten Geschossanzahl oder eine Verringerung der überbaubaren Flächen, eine
    bessere Luftzirkulation und vor allem ein Erhalt der Großbäume und Rasenfläche
    gewährleistet werden.
    Wir appellieren daher an die zuständigen Mitarbeiter der Stadt, dies bei der
    Ausarbeitung des Bebauungsplanentwurfs und bei anschließenden Beschlussfassung
    zu bedenken!

  • Unser Vortrag auf der Online Veranstaltung 1/2

    at 26 Jun 2020 17:37

    ehr geehrte Damen und Herren,
    Wir freuen uns, dass wir nun die Möglichkeit haben, unser Anliegen gegenüber
    Vertretern der Stadtverwaltung persönlich vorzutragen. Seitens der Politik haben wir
    bislang äußerst wenige Gesprächsangebote erhalten.
    Ich möchte uns zunächst vorstellen.
    Die IG Die Kartäuser ist ein Zusammenschluss von unmittelbaren Anwohnern und
    anderen Menschen, die in der näheren Umgebung leben und durch die geplante
    Änderung des Bebauungsplans betroffen sind.
    Wir haben uns im Sommer vergangenen Jahres zusammengefunden – nach einer
    ersten Infoveranstaltung des Kirchenverbands in Zusammenarbeit mit Vertretern der
    Stadt. Dort wurde das Bauvorhaben vorgestellt und ein möglicher Zeitrahmen ganz
    grob bekannt gegeben wurden. Vieles blieb im Unklaren.
    Seitdem haben wir uns schriftlich an Vertreter der Politik gewannt, an die Presse.
    Wir stehen im Kontakt mit Naturschutzverbänden und Bürgerinitiativen, die sich für den
    Erhalt von Grünflächen in Köln einsetzen.
    Wir haben über 1000 Unterschriften klassisch auf Papier gesammelt und seit
    vergangener Woche eine online Petition.
    Das leitet über zu der Frage - worum geht es uns?
    Es geht bei unserer Initiative natürlich auch um die Belange der unmittelbaren
    Anwohner.
    Wir werden nach der bisherigen Planung in vielerlei Hinsicht erheblich beeinträchtigt
    werden. Dazu komme ich sogleich.

    Es geht aber um mehr: Nach den aktuellen Plänen soll eine zentrale Fläche im
    Severinsviertel vollständig versiegelt werden, die bisher noch überwiegend aus einer
    natürlichen Rasenfläche und altem Baumbestand besteht.
    Das ist ein Vorgehen, das derzeit an unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet
    geschieht – auf Betreiben eines Karnevalsvereins (bei den Blauen Funken), eines
    Fußballvereins (FC-Erweiterung Gleueler Wiese) und bei uns eben auf Wunsch des
    Kirchenverbands.
    Wir fragen uns: Wie passt das zusammen mit der Aussage der Oberbürgermeisterin:
    „Der Klimanotstand ist ernst gemeint. Es hat ein Umdenken statt gefunden“ ?
    Aber nun zu unseren einzelnen Punkten:
    Der aktuelle Bebauungsplan erlaubt angrenzend an den Kartäuserwall eine schmale
    eingeschossige Bebauung und auf der gegenüberliegenden Seite eine
    dreigeschossige Bebauung. Der Rest, rund Dreiviertel des Geländes sind nicht zur
    Bebauung vorgesehen, sondern sind Freiflächen, überwiegend mit Wiese und altem
    Baumbestand – es sind 39 Bäume, davon 19 geschützte!
    Wobei- jetzt wohl 38 Bäume - mit den ersten Fällarbeiten hat man schon vorgestern
    begonnen.
    Für die Zukunft ist ein massiver Gebäudekomplex geplant, der u-förmig viergeschossig
    das gesamte Grundstück umspannt und versiegelt.
    Es heißt, mit dem Campus Kartause erweitere der Kirchenverband seine bestehenden
    Bildungseinrichtungen – deswegen wohl „Campus“.
    Ja. Es findet eine Erweiterung statt - um einige Wohnungen und vor allem um weitere
    Verwaltungseinrichtungen, einen großem Veranstaltungsraum, um Gastronomie,
    einen Aussichtsturm und eine Tiefgarage.
    Auf diese Tiefgarage soll Wand an Wand mit den bestehenden Wohn- und
    Schlafräumen der Veranstaltungssaal nebst „Open-Air-Seminarraum“ und Lehrküche
    gesetzt werden.Für uns ist in keiner Form klar, wie insoweit zugunsten der Anwohner zukünftig einImmissionsschutz sichergestellt sein soll. Bislang wurden wir auf Allgemeinplätze
    verwiesen.
    Veranstaltungssaal, Open-Air-Seminarraum und Lehrküche schließen den Raum
    zwischen den Bestandsgebäuden am Kartäuserhof und dem neuen sog. Bildungs- und
    Verwaltungsflügel.
    Dieser Gebäudetrakt führt dann auf ganzer Länge viergeschossig bis zu den
    Bestandsgebäuden am Kartäuserwall. U-förmig kommen dann zwei weitere
    Gebäudetrakte im Norden und Osten hinzu.
    Das bedeutet:
    Den Anwohnern der Bestandsgebäude am Kartäuserwall und am Kartäuserhof wird
    ein massiver Gebäuderiegel vorgesetzt, der erheblich Licht und Privatsphäre nimmt
    und von dem beträchtliche Immissionen ausgehen werden.
    Insoweit denken Sie vielleicht: Normal. Können die Verwaltungsgerichte ein Lied von
    Singen.
    Hier gibt es aber eine Besonderheit, die uns von den üblichen Einwänden betroffener
    Anwohner abhebt und die vorgestellten Pläne umso dramatischer macht:
    Das betroffene Gelände liegt nämlich in einem – ich zitiere - stadtklimatischen
    Belastungsgebiet höchster Ausprägung.
    Es ist schon jetzt (!) gekennzeichnet durch eine hohe Aufheizung, einen verminderten
    Luftaustausch und eine hohe Luftschadstoffbelastung.
    Das haben nicht wir in mühsamer Recherche herausfinden müssen, sondern das sind
    Zitate aus der offiziellen Begründung seitens der Stadt.
    In ein solches Gebiet soll also ein u-förmiger viergeschossiger, bis an sämtliche
    Grundstücksgrenzen maximal heranreichender Gebäudekomplex gesetzt werden?
    Die große nicht versiegelte Rasenfläche soll weit überwiegend überbaut und 39
    Bäume sollen gefällt werden?Den Anwohnern wird damit nicht nur Licht genommen, sondern buchstäblich die Luft
    zum Atmen.

  • Unser Vortrag auf der Online Veranstaltung 1/2

    at 26 Jun 2020 17:37

    ehr geehrte Damen und Herren,
    Wir freuen uns, dass wir nun die Möglichkeit haben, unser Anliegen gegenüber
    Vertretern der Stadtverwaltung persönlich vorzutragen. Seitens der Politik haben wir
    bislang äußerst wenige Gesprächsangebote erhalten.
    Ich möchte uns zunächst vorstellen.
    Die IG Die Kartäuser ist ein Zusammenschluss von unmittelbaren Anwohnern und
    anderen Menschen, die in der näheren Umgebung leben und durch die geplante
    Änderung des Bebauungsplans betroffen sind.
    Wir haben uns im Sommer vergangenen Jahres zusammengefunden – nach einer
    ersten Infoveranstaltung des Kirchenverbands in Zusammenarbeit mit Vertretern der
    Stadt. Dort wurde das Bauvorhaben vorgestellt und ein möglicher Zeitrahmen ganz
    grob bekannt gegeben wurden. Vieles blieb im Unklaren.
    Seitdem haben wir uns schriftlich an Vertreter der Politik gewannt, an die Presse.
    Wir stehen im Kontakt mit Naturschutzverbänden und Bürgerinitiativen, die sich für den
    Erhalt von Grünflächen in Köln einsetzen.
    Wir haben über 1000 Unterschriften klassisch auf Papier gesammelt und seit
    vergangener Woche eine online Petition.
    Das leitet über zu der Frage - worum geht es uns?
    Es geht bei unserer Initiative natürlich auch um die Belange der unmittelbaren
    Anwohner.
    Wir werden nach der bisherigen Planung in vielerlei Hinsicht erheblich beeinträchtigt
    werden. Dazu komme ich sogleich.

    Es geht aber um mehr: Nach den aktuellen Plänen soll eine zentrale Fläche im
    Severinsviertel vollständig versiegelt werden, die bisher noch überwiegend aus einer
    natürlichen Rasenfläche und altem Baumbestand besteht.
    Das ist ein Vorgehen, das derzeit an unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet
    geschieht – auf Betreiben eines Karnevalsvereins (bei den Blauen Funken), eines
    Fußballvereins (FC-Erweiterung Gleueler Wiese) und bei uns eben auf Wunsch des
    Kirchenverbands.
    Wir fragen uns: Wie passt das zusammen mit der Aussage der Oberbürgermeisterin:
    „Der Klimanotstand ist ernst gemeint. Es hat ein Umdenken statt gefunden“ ?
    Aber nun zu unseren einzelnen Punkten:
    Der aktuelle Bebauungsplan erlaubt angrenzend an den Kartäuserwall eine schmale
    eingeschossige Bebauung und auf der gegenüberliegenden Seite eine
    dreigeschossige Bebauung. Der Rest, rund Dreiviertel des Geländes sind nicht zur
    Bebauung vorgesehen, sondern sind Freiflächen, überwiegend mit Wiese und altem
    Baumbestand – es sind 39 Bäume, davon 19 geschützte!
    Wobei- jetzt wohl 38 Bäume - mit den ersten Fällarbeiten hat man schon vorgestern
    begonnen.
    Für die Zukunft ist ein massiver Gebäudekomplex geplant, der u-förmig viergeschossig
    das gesamte Grundstück umspannt und versiegelt.
    Es heißt, mit dem Campus Kartause erweitere der Kirchenverband seine bestehenden
    Bildungseinrichtungen – deswegen wohl „Campus“.
    Ja. Es findet eine Erweiterung statt - um einige Wohnungen und vor allem um weitere
    Verwaltungseinrichtungen, einen großem Veranstaltungsraum, um Gastronomie,
    einen Aussichtsturm und eine Tiefgarage.
    Auf diese Tiefgarage soll Wand an Wand mit den bestehenden Wohn- und
    Schlafräumen der Veranstaltungssaal nebst „Open-Air-Seminarraum“ und Lehrküche
    gesetzt werden.Für uns ist in keiner Form klar, wie insoweit zugunsten der Anwohner zukünftig einImmissionsschutz sichergestellt sein soll. Bislang wurden wir auf Allgemeinplätze
    verwiesen.
    Veranstaltungssaal, Open-Air-Seminarraum und Lehrküche schließen den Raum
    zwischen den Bestandsgebäuden am Kartäuserhof und dem neuen sog. Bildungs- und
    Verwaltungsflügel.
    Dieser Gebäudetrakt führt dann auf ganzer Länge viergeschossig bis zu den
    Bestandsgebäuden am Kartäuserwall. U-förmig kommen dann zwei weitere
    Gebäudetrakte im Norden und Osten hinzu.
    Das bedeutet:
    Den Anwohnern der Bestandsgebäude am Kartäuserwall und am Kartäuserhof wird
    ein massiver Gebäuderiegel vorgesetzt, der erheblich Licht und Privatsphäre nimmt
    und von dem beträchtliche Immissionen ausgehen werden.
    Insoweit denken Sie vielleicht: Normal. Können die Verwaltungsgerichte ein Lied von
    Singen.
    Hier gibt es aber eine Besonderheit, die uns von den üblichen Einwänden betroffener
    Anwohner abhebt und die vorgestellten Pläne umso dramatischer macht:
    Das betroffene Gelände liegt nämlich in einem – ich zitiere - stadtklimatischen
    Belastungsgebiet höchster Ausprägung.
    Es ist schon jetzt (!) gekennzeichnet durch eine hohe Aufheizung, einen verminderten
    Luftaustausch und eine hohe Luftschadstoffbelastung.
    Das haben nicht wir in mühsamer Recherche herausfinden müssen, sondern das sind
    Zitate aus der offiziellen Begründung seitens der Stadt.
    In ein solches Gebiet soll also ein u-förmiger viergeschossiger, bis an sämtliche
    Grundstücksgrenzen maximal heranreichender Gebäudekomplex gesetzt werden?
    Die große nicht versiegelte Rasenfläche soll weit überwiegend überbaut und 39
    Bäume sollen gefällt werden?Den Anwohnern wird damit nicht nur Licht genommen, sondern buchstäblich die Luft
    zum Atmen.

  • Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung

    at 23 Jun 2020 19:35

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    Morgen findet ein Echtzeit -Online - Dialog mit der Stadt Köln statt.

    Mittwoch 24.06.2020
    18:30 Uhr
    Https:/multipec-pep.de/player/stadtkoeln-bzs

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