Verpflichtende Teilnahme aller niederösterreichischen Gemeinden am Katzenkastrationsprojekt

Petition richtet sich an
Niederösterreichischer Landtag, Landesregierung Niederösterreich

9.694 Unterschriften

Sammlung beendet

9.694 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Niederösterreichischer Landtag, Landesregierung Niederösterreich

Das Land Niederösterreich wirbt für flächendeckende Streunerkatzen-Kastration, verschweigt jedoch, dass die Teilnahme der Gemeinden freiwillig ist. Diese Petition fordert eine verpflichtende Teilnahme aller NÖ Gemeinden, um Tierleid wirksam und nachhaltig zu verhindern.

Begründung

„Kastriere 1, rette 100!“
Unter diesem Motto informiert das Land Niederösterreich über das bestehende Katzenkastrationsprojekt und weist darauf hin, dass nur eine flächendeckende Kastration das massive Leid freilebender Katzen langfristig verhindern kann.
Viele Bürgerinnen und Bürger gehen aufgrund dieser offiziellen Information davon aus, dass das Projekt landesweit einheitlich umgesetzt wird.
Tatsächlich ist die Teilnahme der niederösterreichischen Gemeinden jedoch freiwillig.
Dieser Umstand wird in der öffentlichen Kommunikation des Landes nicht ausdrücklich erwähnt. Dadurch entsteht ein unvollständiges Bild, das der Realität vor Ort nicht entspricht.

Warum Freiwilligkeit nicht ausreicht:
Streunerkatzen vermehren sich rasant.
Schon wenige Gemeinden, die nicht am Kastrationsprojekt teilnehmen, reichen aus, um das Problem weiter anwachsen zu lassen. Katzen kennen keine Gemeindegrenzen.
Die Folgen sind:

  • anhaltendes Tierleid durch Krankheit, Verletzungen und Hunger
  • leidende Kitten mit geringer Überlebenschance
  • Überlastung von Tierschutzvereinen und Ehrenamtlichen
  • langfristig steigende Kosten für Gemeinden und Allgemeinheit

Gerade Katzenfreundinnen und Katzenfreunde erleben täglich, wie groß dieses stille Leid ist – und wie schwer es ist, ohne flächendeckende Maßnahmen wirksam zu helfen.

Unsere Forderung:
Wir fordern den Niederösterreichischen Landtag und die zuständige Landesregierung auf,
die verpflichtende Teilnahme aller niederösterreichischen Gemeinden am bestehenden Katzenkastrationsprojekt des Landes NÖ gesetzlich zu verankern.
Nur eine verbindliche, landesweit einheitliche Umsetzung kann dem eigenen Anspruch des Landes gerecht werden, Tierleid nachhaltig zu verhindern und Verantwortung für jene Tiere zu übernehmen, die niemandem gehören – aber dennoch unsere Hilfe brauchen.

Warum diese Petition wichtig ist:
Diese Petition spricht

  • für Tiere, die keine Stimme haben,
  • für Katzenfreunde, die täglich helfen,
  • für Verantwortung statt Freiwilligkeit, wo sie nicht ausreicht.

Kastration ist die Lösung.
Aber nur dann, wenn wirklich alle mitmachen müssen.

Quellen:

Land Niederösterreich – Katzenkastration  
https://www.noe.gv.at/noe/Tierschutz/Katzenhaltung.html

Fördermodell Streunerkatzen – Land NÖ  
https://www.noe.gv.at/noe/Tierschutz/Flyer_Streunerkatzen.pdf

RIS – 2. Tierhaltungsverordnung (Kastrationspflicht)  
https://ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20003860

Vier Pfoten – Streunerkatzen  
https://www.vier-pfoten.de/kampagnen-themen/themen/streunerhilfe/streunerhilfe

Österreichischer Tierschutzverein – Katzenleid 
https://tierschutzverein.at/presseaussendung/katzenleid-durch-falsche-erwartungen/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gabriele Drechsler, Rosenburg-Mold
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 08.01.2026
Sammlung endet: 31.05.2026
Region: Niederösterreich
Kategorie: Tierschutz

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    ich möchte euch über den aktuellen Stand der Petition informieren.

    Am 20.05.2026 wurden alle 56 Abgeordneten des niederösterreichischen Landtags über die Plattform openPetition um eine Stellungnahme zu unserer Petition ersucht.
    Obwohl unser Anliegen von 9.694 Personen unterstützt wird – darunter 7.146 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher – ist bis heute keine einzige Stellungnahme eines Landtagsabgeordneten über openPetition eingegangen.

    Aus diesem Grund habe ich mich direkt an die Klubobleute von ÖVP, SPÖ und FPÖ gewandt und um Auskunft ersucht, wie die Petition aktuell parlamentarisch bzw. klubintern behandelt wird.

    Die Rückmeldungen zeigen ein ernüchterndes Bild:

    Von der SPÖ Niederösterreich liegt bis heute keinerlei Antwort vor. Dies betrifft nicht nur die Anfrage über openPetition, sondern auch meine direkten Nachfragen an den Klub.
    Dass auf wiederholte Anfragen zu einer Petition mit nahezu 10.000 Unterstützerinnen und Unterstützern überhaupt nicht reagiert wird, halte ich für demokratiepolitisch problematisch. Bürgerinnen und Bürger dürfen erwarten, dass ihre Anliegen zumindest beantwortet werden – unabhängig davon, ob ihnen inhaltlich zugestimmt wird oder nicht.

    Die Antworten von ÖVP und FPÖ enthalten hingegen zahlreiche allgemeine Ausführungen zur Bedeutung des Tierschutzes, zur Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie zu bereits bestehenden Maßnahmen, die den im Tierschutz aktiven Vereinen und Initiativen selbstverständlich seit Jahren bekannt sind.
    So wird beispielsweise darauf verwiesen, dass nachhaltige Lösungen nur „im partnerschaftlichen Miteinander“ erreicht werden könnten bzw. dass Gemeinden finanziell unterstützt und informiert würden.
    Diese Aussagen beantworten jedoch nicht die entscheidenden Fragen unserer Petition:

    • Wird die Forderung nach einer verpflichtenden Teilnahme aller niederösterreichischen Gemeinden am Katzenkastrationsprojekt unterstützt?
    • Wird diese Forderung abgelehnt?
    • Wird sie zumindest ernsthaft geprüft?
    • Welche konkreten politischen Schritte sind geplant, um die bekannten Probleme tatsächlich zu lösen?

    Auf keine dieser Fragen wurde bislang eine klare Antwort gegeben.

    Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Petition wurde zur Kenntnis genommen. Welche konkreten politischen Konsequenzen daraus gezogen werden, bleibt offen.

    Auch die Presseaussendung zum Runden Tisch von Landesrätin Susanne Rosenkranz wirft aus meiner Sicht Fragen auf.
    Besonders irritierend erscheint, dass weiterhin zusätzliche Datenerhebungen angekündigt werden, obwohl die Problematik seit Jahren bekannt ist und Tierheime sowie Tierschutzvereine regelmäßig auf dieselben Missstände hinweisen.
    Die Frage, warum trotz dieser langjährigen Erkenntnisse weiterhin jedes Jahr eine kaum bewältigbare Zahl an Kitten geboren wird, bleibt unbeantwortet. Ebenso fehlen konkrete Aussagen dazu, wie jene Gemeinden erreicht werden sollen, die sich bislang nicht am Kastrationsprojekt beteiligen, oder wie bestehende Vollzugsdefizite künftig behoben werden sollen.
    Hinzu kommt: Das niederösterreichische Katzenkastrationsprojekt besteht bereits seit 2009. Nach 17 Jahren stellt sich daher die berechtigte Frage, weshalb die bekannten Probleme nach wie vor in nahezu unveränderter Form bestehen und weshalb weiterhin über Datenerhebungen und Analysen gesprochen wird, anstatt konkrete Lösungen für die seit Jahren bekannten Ursachen umzusetzen.

    Ich werde euch selbstverständlich weiterhin über alle politischen Reaktionen und Entwicklungen informieren.

    Liebe Grüße
    Gabriele Drechsler

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    unsere Petition wurde erfolgreich beendet. Mit 7.146 Unterstützungsbekundungen aus Niederösterreich wurde das erforderliche Quorum deutlich überschritten. Insgesamt haben 9.694 Menschen mit ihrer Unterschrift ein starkes Zeichen gegen das Leid der Streunerkatzen gesetzt.

    Einige von euch fragen sich vielleicht, was seit dem Ende der Petition am 31. Mai passiert ist. Deshalb möchte ich euch einen kurzen Überblick über die bisherigen Entwicklungen geben.

    Antwort des Bundesministeriums
    Nachdem das Land Niederösterreich erklärt hatte, dass die von der Petition angeregte Verpflichtung aller Gemeinden zur Teilnahme an Katzenkastrationsprojekten nicht in die Zuständigkeit der Bundesländer falle, sondern beim Bundesgesetzgeber beziehungsweise bei der zuständigen Bundesministerin liege, habe ich mich an das Bundesministerium gewandt.
    Die Antwort fiel ernüchternd aus.
    Das Ministerium verweist darauf, dass die bestehenden Kastrationsprojekte von Ländern, Gemeinden sowie engagierten Vereinen und Privatpersonen ins Leben gerufen wurden und erfolgreich seien. Gleichzeitig wird festgehalten, dass eine verpflichtende Teilnahme der Gemeinden derzeit nicht vorgesehen sei. Ob eine solche Verpflichtung rechtlich überhaupt umgesetzt werden könnte und in wessen Zuständigkeit dies fallen würde, sei eine komplexe Fragestellung. Da die Streunerkatzenprojekte primär in die Zuständigkeit der Bundesländer fallen würden, empfiehlt das Ministerium dem Land Niederösterreich, die Frage in den zuständigen Gremien weiter zu diskutieren.

    Dieses Ergebnis ist unbefriedigend. Während das Land auf den Bund verweist, verweist der Bund wieder auf das Land. Die zentrale Frage bleibt weiterhin offen: Wie kann sichergestellt werden, dass alle Gemeinden ihren Beitrag zur Eindämmung der Streunerkatzenproblematik leisten?

    Dabei darf nicht vergessen werden, wem die Erfolge der Kastrationsprojekte tatsächlich zu verdanken sind. Es sind die Tierschutzvereine und engagierten Privatpersonen, die Streunerkatzen einfangen, Kastrationen organisieren, die Nachsorge übernehmen, die Tiere wieder freilassen und sich um die vielen Kitten kümmern, die dennoch jedes Jahr geboren werden. Viele von ihnen arbeiten längst an der Grenze ihrer finanziellen und personellen Möglichkeiten.

    Anschreiben an 240 Gemeinden
    Um mehr über die Situation vor Ort zu erfahren, habe ich jene 240 niederösterreichischen Gemeinden angeschrieben, die laut einer mir von der Abteilung Naturschutz übermittelten Liste bislang nicht an den Katzenkastrationsprojekten teilgenommen haben.
    Bis heute liegen lediglich 16 Antworten vor.
    Bisher haben drei Gemeinden ihre Nichtteilnahme bestätigt:
    Zwölfaxing
    Trautmannsdorf an der Leitha – Bürgermeister Ing. Johann Laa teilte mit, dass ein Vorstandsbeschluss vom 13. September 2017 weiterhin aufrecht und eine Teilnahme am Katzenkastrationsprojekt nicht vorgesehen sei.
    Paudorf – nach Angaben der Gemeinde wurden dort in den vergangenen Jahren keine Streunerkatzen gemeldet.
    Besonders bemerkenswert erscheint die Antwort der Gemeinde Trautmannsdorf an der Leitha. Mit anderen Worten: An einer Entscheidung, die vor beinahe neun Jahren getroffen wurde, wird unverändert festgehalten.
    Die übrigen 13 Gemeinden versicherten hingegen, bereits seit Jahren am Projekt teilzunehmen.
    Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, wie aktuell und verlässlich die vom Land übermittelte Liste tatsächlich ist.

    Schweigen der politischen Entscheidungsträger
    Von den 56 niederösterreichischen Landtagsabgeordneten, die von openPetition bereits am 20. Mai um eine Stellungnahme zu unserer Petition ersucht wurden, wurde bis heute keine einzige Stellungnahme veröffentlicht.

    Keine Zustimmung. Keine Ablehnung. Keine inhaltliche Auseinandersetzung.

    7.146 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher haben diese Petition unterstützt. Insgesamt waren es 9.694 Menschen.
    Dass es offenbar keiner der 56 Abgeordneten für notwendig erachtet, diesen Bürgerinnen und Bürgern zumindest einige Worte zu ihrem Anliegen zu widmen, empfinde ich als äußerst enttäuschend.

    Wer Bürgerbeteiligung ernst nimmt, sollte bereit sein, sich mit den Anliegen von fast 10.000 Menschen öffentlich auseinanderzusetzen – auch dann, wenn man deren Forderungen vielleicht nicht teilt.

    Auch von den zwölf niederösterreichischen Bundesräten, die ich am 21. Mai sowie nochmals am 1. Juni kontaktiert habe, liegen bislang keine Rückmeldungen vor.

    Schweigen ist keine Stellungnahme.

    Die Petition ist beendet. Das Problem ist es nicht.

    Deshalb werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Streunerkatzenproblematik nicht aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwindet und die Anliegen der Unterstützerinnen und Unterstützer gehört werden.

    Vielen Dank für eure Unterstützung, euer Interesse und euer Engagement.
    Eure

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    ich habe wunderbare Neuigkeiten: Unsere Petition „Verpflichtende Teilnahme aller niederösterreichischen Gemeinden am Katzenkastrationsprojekt“ ist beendet – und wir haben gemeinsam Großes erreicht!

    Insgesamt 9.694 Menschen haben unsere Forderung unterschrieben, davon kommen 7.146 aus Niederösterreich. Damit haben wir das für eine offizielle Behandlung notwendige Quorum weit überschritten.

    Ein riesiges Dankeschön an jede und jeden von euch für diesen starken Zusammenhalt und euer Engagement!

    Welche Schritte habe ich heute gesetzt?
    Um den Druck auf die Verantwortlichen aufrechtzuerhalten und den Prozess auf die nächste Ebene zu heben, habe ich heute folgende Aktionen durchgeführt:

    • Übermittlung an die Politik: Das offizielle Endergebnis der Petition ging heute an Bundesministerin Korinna Schumann, Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Mag. Susanne Rosenkranz sowie an die 12 niederösterreichischen Bundesräte.

    • Reaktion der Landesregierung: Am 28. Mai – also kurz vor Ende der Petition – erreichte mich überraschend eine Einladung der Landesrätin zu einem „runden Tisch“. Dieser Schritt erfolgte erst nach der ablehnenden Stellungnahme vom 26. Mai und unmittelbar vor Petitionsende. In dieser Stellungnahme hieß es wörtlich: „Die Zuständigkeit für die dafür notwendige gesetzliche Änderung des Tierschutzgesetzes oder der 2. Tierhaltungsverordnung liegt aber nicht bei den Bundesländern als Vollzugsbehörden, sondern beim zuständigen Bundesgesetzgeber [...]“. Ich habe die Einladung abgelehnt, da somit deutlich kommuniziert wurde, dass die Landesrätin sich nicht zuständig fühlt. Zudem muss ein Dialog auf einer ehrlichen, strukturellen Basis stattfinden – nicht als kurzfristige politische Schadensbegrenzung, um Druck aus dem Thema zu nehmen.

    • Klärung der Zuständigkeit: Da das Tierschutzressort des Landes Niederösterreich mein Anliegen somit formal auf den Bund verwiesen hat, liegt der Ball nun bei den Bundesstellen. Ich habe daher mit Nachdruck die Prüfung und den notwendigen strukturellen Wandel auf Bundesebene eingefordert.

    • Politische Vernetzung: Ich habe Mag. Edith Kollermann (NEOS) sowie Dominic Hörlezeder (Grüne) über diesen Erfolg informiert. Die NEOS haben durch eine parlamentarische Anfrage massiven Druck im Landtag erzeugt, und die Grünen führen direkte Gespräche mit der Landesrätin; ein zweites Treffen dazu ist in Planung.

    • Direkte Ansprache der Gemeinden: Parallel dazu bereite ich gerade ein Schreiben an jene 240 Gemeinden vor, die von 2024 bis 2026 nicht am Kastrationsprojekt teilgenommen haben. Ich werde sie eindringlich bitten, ihre Haltung zu überdenken und eine Teilnahme für den kommenden Zeitraum wohlwollend zu prüfen.

    Ich danke euch für euer Vertrauen und den gemeinsamen Einsatz für mehr Tierschutz in Niederösterreich. Gemeinsam sind wir eine starke Stimme für die, die nicht für sich selbst sprechen können!

    Eure

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