24.06.2026, 13:33
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
ich möchte euch über den aktuellen Stand der Petition informieren.
Am 20.05.2026 wurden alle 56 Abgeordneten des niederösterreichischen Landtags über die Plattform openPetition um eine Stellungnahme zu unserer Petition ersucht.
Obwohl unser Anliegen von 9.694 Personen unterstützt wird – darunter 7.146 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher – ist bis heute keine einzige Stellungnahme eines Landtagsabgeordneten über openPetition eingegangen.
Aus diesem Grund habe ich mich direkt an die Klubobleute von ÖVP, SPÖ und FPÖ gewandt und um Auskunft ersucht, wie die Petition aktuell parlamentarisch bzw. klubintern behandelt wird.
Die Rückmeldungen zeigen ein ernüchterndes Bild:
Von der SPÖ Niederösterreich liegt bis heute keinerlei Antwort vor. Dies betrifft nicht nur die Anfrage über openPetition, sondern auch meine direkten Nachfragen an den Klub.
Dass auf wiederholte Anfragen zu einer Petition mit nahezu 10.000 Unterstützerinnen und Unterstützern überhaupt nicht reagiert wird, halte ich für demokratiepolitisch problematisch. Bürgerinnen und Bürger dürfen erwarten, dass ihre Anliegen zumindest beantwortet werden – unabhängig davon, ob ihnen inhaltlich zugestimmt wird oder nicht.
Die Antworten von ÖVP und FPÖ enthalten hingegen zahlreiche allgemeine Ausführungen zur Bedeutung des Tierschutzes, zur Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie zu bereits bestehenden Maßnahmen, die den im Tierschutz aktiven Vereinen und Initiativen selbstverständlich seit Jahren bekannt sind.
So wird beispielsweise darauf verwiesen, dass nachhaltige Lösungen nur „im partnerschaftlichen Miteinander“ erreicht werden könnten bzw. dass Gemeinden finanziell unterstützt und informiert würden.
Diese Aussagen beantworten jedoch nicht die entscheidenden Fragen unserer Petition:
- Wird die Forderung nach einer verpflichtenden Teilnahme aller niederösterreichischen Gemeinden am Katzenkastrationsprojekt unterstützt?
- Wird diese Forderung abgelehnt?
- Wird sie zumindest ernsthaft geprüft?
- Welche konkreten politischen Schritte sind geplant, um die bekannten Probleme tatsächlich zu lösen?
Auf keine dieser Fragen wurde bislang eine klare Antwort gegeben.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Petition wurde zur Kenntnis genommen. Welche konkreten politischen Konsequenzen daraus gezogen werden, bleibt offen.
Auch die Presseaussendung zum Runden Tisch von Landesrätin Susanne Rosenkranz wirft aus meiner Sicht Fragen auf.
Besonders irritierend erscheint, dass weiterhin zusätzliche Datenerhebungen angekündigt werden, obwohl die Problematik seit Jahren bekannt ist und Tierheime sowie Tierschutzvereine regelmäßig auf dieselben Missstände hinweisen.
Die Frage, warum trotz dieser langjährigen Erkenntnisse weiterhin jedes Jahr eine kaum bewältigbare Zahl an Kitten geboren wird, bleibt unbeantwortet. Ebenso fehlen konkrete Aussagen dazu, wie jene Gemeinden erreicht werden sollen, die sich bislang nicht am Kastrationsprojekt beteiligen, oder wie bestehende Vollzugsdefizite künftig behoben werden sollen.
Hinzu kommt: Das niederösterreichische Katzenkastrationsprojekt besteht bereits seit 2009. Nach 17 Jahren stellt sich daher die berechtigte Frage, weshalb die bekannten Probleme nach wie vor in nahezu unveränderter Form bestehen und weshalb weiterhin über Datenerhebungen und Analysen gesprochen wird, anstatt konkrete Lösungen für die seit Jahren bekannten Ursachen umzusetzen.
Ich werde euch selbstverständlich weiterhin über alle politischen Reaktionen und Entwicklungen informieren.
Liebe Grüße
Gabriele Drechsler
13.06.2026, 13:13
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
unsere Petition wurde erfolgreich beendet. Mit 7.146 Unterstützungsbekundungen aus Niederösterreich wurde das erforderliche Quorum deutlich überschritten. Insgesamt haben 9.694 Menschen mit ihrer Unterschrift ein starkes Zeichen gegen das Leid der Streunerkatzen gesetzt.
Einige von euch fragen sich vielleicht, was seit dem Ende der Petition am 31. Mai passiert ist. Deshalb möchte ich euch einen kurzen Überblick über die bisherigen Entwicklungen geben.
Antwort des Bundesministeriums
Nachdem das Land Niederösterreich erklärt hatte, dass die von der Petition angeregte Verpflichtung aller Gemeinden zur Teilnahme an Katzenkastrationsprojekten nicht in die Zuständigkeit der Bundesländer falle, sondern beim Bundesgesetzgeber beziehungsweise bei der zuständigen Bundesministerin liege, habe ich mich an das Bundesministerium gewandt.
Die Antwort fiel ernüchternd aus.
Das Ministerium verweist darauf, dass die bestehenden Kastrationsprojekte von Ländern, Gemeinden sowie engagierten Vereinen und Privatpersonen ins Leben gerufen wurden und erfolgreich seien. Gleichzeitig wird festgehalten, dass eine verpflichtende Teilnahme der Gemeinden derzeit nicht vorgesehen sei. Ob eine solche Verpflichtung rechtlich überhaupt umgesetzt werden könnte und in wessen Zuständigkeit dies fallen würde, sei eine komplexe Fragestellung. Da die Streunerkatzenprojekte primär in die Zuständigkeit der Bundesländer fallen würden, empfiehlt das Ministerium dem Land Niederösterreich, die Frage in den zuständigen Gremien weiter zu diskutieren.
Dieses Ergebnis ist unbefriedigend. Während das Land auf den Bund verweist, verweist der Bund wieder auf das Land. Die zentrale Frage bleibt weiterhin offen: Wie kann sichergestellt werden, dass alle Gemeinden ihren Beitrag zur Eindämmung der Streunerkatzenproblematik leisten?
Dabei darf nicht vergessen werden, wem die Erfolge der Kastrationsprojekte tatsächlich zu verdanken sind. Es sind die Tierschutzvereine und engagierten Privatpersonen, die Streunerkatzen einfangen, Kastrationen organisieren, die Nachsorge übernehmen, die Tiere wieder freilassen und sich um die vielen Kitten kümmern, die dennoch jedes Jahr geboren werden. Viele von ihnen arbeiten längst an der Grenze ihrer finanziellen und personellen Möglichkeiten.
Anschreiben an 240 Gemeinden
Um mehr über die Situation vor Ort zu erfahren, habe ich jene 240 niederösterreichischen Gemeinden angeschrieben, die laut einer mir von der Abteilung Naturschutz übermittelten Liste bislang nicht an den Katzenkastrationsprojekten teilgenommen haben.
Bis heute liegen lediglich 16 Antworten vor.
Bisher haben drei Gemeinden ihre Nichtteilnahme bestätigt:
• Zwölfaxing
• Trautmannsdorf an der Leitha – Bürgermeister Ing. Johann Laa teilte mit, dass ein Vorstandsbeschluss vom 13. September 2017 weiterhin aufrecht und eine Teilnahme am Katzenkastrationsprojekt nicht vorgesehen sei.
• Paudorf – nach Angaben der Gemeinde wurden dort in den vergangenen Jahren keine Streunerkatzen gemeldet.
Besonders bemerkenswert erscheint die Antwort der Gemeinde Trautmannsdorf an der Leitha. Mit anderen Worten: An einer Entscheidung, die vor beinahe neun Jahren getroffen wurde, wird unverändert festgehalten.
Die übrigen 13 Gemeinden versicherten hingegen, bereits seit Jahren am Projekt teilzunehmen.
Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, wie aktuell und verlässlich die vom Land übermittelte Liste tatsächlich ist.
Schweigen der politischen Entscheidungsträger
Von den 56 niederösterreichischen Landtagsabgeordneten, die von openPetition bereits am 20. Mai um eine Stellungnahme zu unserer Petition ersucht wurden, wurde bis heute keine einzige Stellungnahme veröffentlicht.
Keine Zustimmung. Keine Ablehnung. Keine inhaltliche Auseinandersetzung.
7.146 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher haben diese Petition unterstützt. Insgesamt waren es 9.694 Menschen.
Dass es offenbar keiner der 56 Abgeordneten für notwendig erachtet, diesen Bürgerinnen und Bürgern zumindest einige Worte zu ihrem Anliegen zu widmen, empfinde ich als äußerst enttäuschend.
Wer Bürgerbeteiligung ernst nimmt, sollte bereit sein, sich mit den Anliegen von fast 10.000 Menschen öffentlich auseinanderzusetzen – auch dann, wenn man deren Forderungen vielleicht nicht teilt.
Auch von den zwölf niederösterreichischen Bundesräten, die ich am 21. Mai sowie nochmals am 1. Juni kontaktiert habe, liegen bislang keine Rückmeldungen vor.
Schweigen ist keine Stellungnahme.
Die Petition ist beendet. Das Problem ist es nicht.
Deshalb werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Streunerkatzenproblematik nicht aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwindet und die Anliegen der Unterstützerinnen und Unterstützer gehört werden.
Vielen Dank für eure Unterstützung, euer Interesse und euer Engagement.
Eure
01.06.2026, 04:54
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
ich habe wunderbare Neuigkeiten: Unsere Petition „Verpflichtende Teilnahme aller niederösterreichischen Gemeinden am Katzenkastrationsprojekt“ ist beendet – und wir haben gemeinsam Großes erreicht!
Insgesamt 9.694 Menschen haben unsere Forderung unterschrieben, davon kommen 7.146 aus Niederösterreich. Damit haben wir das für eine offizielle Behandlung notwendige Quorum weit überschritten.
Ein riesiges Dankeschön an jede und jeden von euch für diesen starken Zusammenhalt und euer Engagement!
Welche Schritte habe ich heute gesetzt?
Um den Druck auf die Verantwortlichen aufrechtzuerhalten und den Prozess auf die nächste Ebene zu heben, habe ich heute folgende Aktionen durchgeführt:
- Übermittlung an die Politik: Das offizielle Endergebnis der Petition ging heute an Bundesministerin Korinna Schumann, Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin Mag. Susanne Rosenkranz sowie an die 12 niederösterreichischen Bundesräte.
- Reaktion der Landesregierung: Am 28. Mai – also kurz vor Ende der Petition – erreichte mich überraschend eine Einladung der Landesrätin zu einem „runden Tisch“. Dieser Schritt erfolgte erst nach der ablehnenden Stellungnahme vom 26. Mai und unmittelbar vor Petitionsende. In dieser Stellungnahme hieß es wörtlich: „Die Zuständigkeit für die dafür notwendige gesetzliche Änderung des Tierschutzgesetzes oder der 2. Tierhaltungsverordnung liegt aber nicht bei den Bundesländern als Vollzugsbehörden, sondern beim zuständigen Bundesgesetzgeber [...]“. Ich habe die Einladung abgelehnt, da somit deutlich kommuniziert wurde, dass die Landesrätin sich nicht zuständig fühlt. Zudem muss ein Dialog auf einer ehrlichen, strukturellen Basis stattfinden – nicht als kurzfristige politische Schadensbegrenzung, um Druck aus dem Thema zu nehmen.
- Klärung der Zuständigkeit: Da das Tierschutzressort des Landes Niederösterreich mein Anliegen somit formal auf den Bund verwiesen hat, liegt der Ball nun bei den Bundesstellen. Ich habe daher mit Nachdruck die Prüfung und den notwendigen strukturellen Wandel auf Bundesebene eingefordert.
- Politische Vernetzung: Ich habe Mag. Edith Kollermann (NEOS) sowie Dominic Hörlezeder (Grüne) über diesen Erfolg informiert. Die NEOS haben durch eine parlamentarische Anfrage massiven Druck im Landtag erzeugt, und die Grünen führen direkte Gespräche mit der Landesrätin; ein zweites Treffen dazu ist in Planung.
- Direkte Ansprache der Gemeinden: Parallel dazu bereite ich gerade ein Schreiben an jene 240 Gemeinden vor, die von 2024 bis 2026 nicht am Kastrationsprojekt teilgenommen haben. Ich werde sie eindringlich bitten, ihre Haltung zu überdenken und eine Teilnahme für den kommenden Zeitraum wohlwollend zu prüfen.
Ich danke euch für euer Vertrauen und den gemeinsamen Einsatz für mehr Tierschutz in Niederösterreich. Gemeinsam sind wir eine starke Stimme für die, die nicht für sich selbst sprechen können!
Eure
27.05.2026, 05:57
Liebe Verbündete im Einsatz für die Samtpfoten,
ich möchte euch über ein Schreiben informieren, das ich gestern aus dem Büro von Landesrätin Mag. Susanne Rosenkranz erhalten habe.
Dieses Schreiben setzt sich mit unseren konkreten Eingaben nicht auseinander, sondern bleibt bei allgemeinen Ausführungen zur bisherigen Kastrationsförderung sowie der pauschalen Darstellung, die Streunerproblematik gehe im Wesentlichen auf ein „Fehlverhalten von Bürgern“ zurück.
Diese Darstellung wird der tatsächlichen Situation nicht gerecht und verfehlt die strukturellen Ursachen der Problematik deutlich.
Besonders kritisch sind dabei folgende Punkte:
• Verantwortung der Tierhalter
Zwar liegt die Verantwortung für die Kastration von Freigängerkatzen selbstverständlich bei den Halterinnen und Haltern. Die Entwicklung der Streunerkatzenpopulation lässt sich jedoch nicht auf individuelles Fehlverhalten reduzieren, solange zentrale Rahmenbedingungen fehlen, Ausnahmen bestehen und bestehende Regelungen die flächendeckende Umsetzung faktisch unterlaufen.
• Freiwillige Gemeindeteilnahme – strukturelle Versorgungslücken
Die Kastrationsförderung ist an eine finanzielle Beteiligung der Gemeinden gekoppelt. Da weiterhin rund 52% der NÖ Gemeinden nicht teilnehmen, kommt die Förderung in diesen Regionen nicht zur Anwendung. In der Praxis bedeutet das: große Teile des Landes bleiben ohne funktionierende Versorgung, wodurch die Kastrationsstrategie dort ins Leere läuft.
• „Bäuerliche Haltung“ und langjähriges Missverständnis
Die Formulierung in der 2. Tierhaltungsverordnung, wonach Katzen in „bäuerlicher Haltung“ von der Kastrationspflicht ausgenommen seien, hat über Jahre hinweg zu gravierenden Fehlinterpretationen geführt – sowohl bei Tierhaltern als auch teilweise im behördlichen Vollzug.
Obwohl das Bundesministerium bereits 2009 eindeutig klargestellt hat, dass damit nicht vom Landwirt gehaltene Bauernhofkatzen gemeint sind, sondern ausschließlich verwilderte, keinem Halter zuordenbare Streunerkatzen, die auf Bauernhöfen leben, wurde diese Regelung in der Praxis vielfach anders verstanden. Dieses Missverständnis wirkt bis heute nach und hat wesentlich zur Entstehung der aktuellen Streunerproblematik beigetragen.
• Schlupfloch „Zuchtkatzen“
Auch nach geltender Rechtslage besteht weiterhin die Möglichkeit, Katzen als „Zuchtkatzen“ zu deklarieren und damit von der Kastrationspflicht auszunehmen. Dieses Schlupfloch ermöglicht eine legale Umgehung der eigentlichen Zielsetzung der Regelung und schwächt deren Wirksamkeit erheblich.
• Appell an ein „Miteinander“
Abschließend wird im Schreiben ein „Miteinander und nicht ein Gegeneinander“ eingefordert.
Tatsächlich arbeiten Tierschutzvereine, Tierärztinnen und Tierärzte sowie engagierte Privatpersonen seit Jahren eng zusammen, um die Streunerkatzenproblematik praktisch zu bewältigen. Die strukturellen Rahmenbedingungen werden jedoch weiterhin nicht ausreichend angepasst, während Verantwortung wiederholt auf den Bund, Tierschutzorganisationen und private Initiativen verlagert wird.
Abschließend ist festzuhalten, dass dem Schreiben keine Bereitschaft zu entnehmen ist, die bestehenden strukturellen Probleme grundlegend zu adressieren.
Statt verbindlicher Maßnahmen wird weiterhin auf freiwillige Gemeindebeteiligung und Informationskampagnen gesetzt, die in rund 52% der Gemeinden keinerlei Wirkung entfalten. Gleichzeitig wird Verantwortung im Wesentlichen an den Bund verwiesen.
Besonders enttäuschend ist dies vor dem Hintergrund, dass bereits 7.084 Menschen aus NÖ die Petition unterstützen und klar Handlungsbedarf sehen.
Mittlerweile wurden sämtliche NÖ Bundesrätinnen und Bundesräte sowie alle Landtagsabgeordneten um Stellungnahme ersucht. Zudem wurde eine offizielle Landtagsanfrage zur Effektivität des Kastrationsprojekts eingebracht.
Diese Entwicklungen zeigen, dass der politische Druck wächst und die Forderung nach verbindlichen Lösungen zunehmend Gehör findet.
Gerade von der zuständigen Landesrätin hätten sich viele Unterstützerinnen und Unterstützer ein klares Signal erwartet. Das vorliegende Schreiben lässt dies jedoch nicht erkennen.
Ich werde mich weiterhin sachlich, aber mit Nachdruck dafür einsetzen, dass klare und wirksame Rahmenbedingungen geschaffen werden, um das Leid freilebender Katzen nachhaltig zu reduzieren.
Danke für eure Unterstützung!
Eure
21.05.2026, 02:58
Liebe Unterstützerinnen, liebe Unterstützer,
die magische Grenze ist überschritten: Über 7.000 Menschen stehen bereits hinter der Petition! Das notwendige Quorum für Niederösterreich ist damit längst geschafft.
Hinter den Kulissen gibt es wichtige, offizielle Entwicklungen, die den Druck auf die Politik massiv erhöhen:
Amtlich:
Am 20.05.2026 ist die offizielle Stellungnahme des Bürgerbüros der NÖ Landesregierung eingetroffen. Das Land deklariert sich mangels Zuständigkeit als machtlos und verweist strikt auf den Bundesgesetzgeber nach Wien. Das Land hält damit weiterhin an der gescheiterten „Freiwilligkeit“ für die Gemeinden fest, obwohl die Daten der Fachabteilung Naturschutz belegen, dass 52% der Gemeinden die Teilnahme am Kastrationsprojekt verweigern.
Erster großer Erfolg im Landtag:
Die Hartnäckigkeit zeigt Wirkung: Die Landtagsabgeordnete Mag.a Edith Kollermann hat eine offizielle Anfrage an die zuständige Landesrätin Mag.a Susanne Rosenkranz gerichtet. Unter dem Titel „Effektivität und Umsetzung des Projekts zur Kastration von Streunerkatzen in Niederösterreich im Lichte bestehender Vollzugsdefizite“ muss die Landesregierung nun Farbe bekennen.
Die komplette Anfrage liegt für alle Interessierten transparent zur Einsicht auf Google Drive bereit: https://drive.google.com/file/d/1nk7EFtA941XuJjZYEgN8KNa385AXn9Vk/view?usp=sharing
Vorstoß bei den 12 Bundesräten:
Da das Land NÖ unterstreicht, nur der Bund könne die Gemeinden gesetzlich verpflichten, ging am 21.05.2026 ein dringender Appell direkt an alle 12 niederösterreichischen Bundesräte im Parlament in Wien. Als Ländervertreter wurden sie aufgefordert:
- Das Anliegen zu unterstützen und das Thema mittels einer parlamentarischen Petition oder einer Entschließung direkt in den Bundesrat einzubringen.
- Sich für eine fundamentale Änderung im Tierschutzgesetz (TSchG) einzusetzen, damit Gemeinden flächendeckend und verbindlich verpflichtet werden, an den Kastrationsprojekten mitzuwirken.
Medien sind informiert:
Zeitgleich wurde eine umfassende Presseaussendung an die wichtigsten Medien des Landes verschickt (darunter ORF, NÖN, Kurier, Heute und oe24), um das Thema auch medial unüberhörbar zu machen.
Wichtiger Hinweis zu den 847 nicht zuordenbaren Unterschriften:
Unterschriften müssen behördlich überprüft werden. Durch die Bestätigung einer Unterschrift über eine eindeutige, nicht beliebig reproduzierbare E-Mail-Adresse kann die Unterschrift einer einzelnen Person zugeordnet werden. Ohne diese Bestätigung können die Stimmen am Ende leider nicht offiziell gewertet werden!
Aus Datenschutzgründen werden die E-Mail-Adressen nicht weitergegeben. Weder die postalischen, noch die E-Mail-Adressen sind für andere einsehbar - auch nicht für mich als Petententin.
Wer keine Benachrichtigungen möchte, kann diese unkompliziert abbestellen. openPetition betont, dass Sie den Newsletter oder Neuigkeiten einzelner Petitionen direkt in Ihrem Benutzerkonto oder über den Abbestell-Link ganz unten in jeder erhaltenen E-Mail jederzeit mit wenigen Klicks deaktivieren können.
Mein dringender Aufruf an alle, die online ohne E-Mail-Adresse unterschrieben haben: Bitte loggt euch kurz ein und tragt eure E-Mail-Adresse nachträglich ein. Klickt danach unbedingt auf den Bestätigungslink (Verifizierungs-Link), den ihr per Mail erhaltet. Nur dann wird eure Stimme offiziell gezählt!
Vielen Dank für euren unermüdlichen Einsatz für die herrenlosen Streunerkatzen.
Mit lieben Grüßen,
Eure
20.05.2026, 00:00
openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament eine persönliche Stellungnahme angefordert.
Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
www.openpetition.eu/at/petition/stellungnahme/verpflichtende-teilnahme-aller-niederoesterreichischen-gemeinden-am-katzenkastrationsprojekt
Warum fragen wir das Parlament?
Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.
Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren des Ausschusses für Petitionen und Bürgerinitiativen. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.
Was können Sie tun?
Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.
Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.
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