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Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition
am 29.07.2026Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
nachdem ich dem Büro von Landesrätin Susanne Rosenkranz eine detaillierte Analyse zur Anfragebeantwortung Ltg.-975/XX-2026 übermittelt und darin offene Punkte aufgezeigt habe, muss ich euch darüber informieren, dass das Büro der Landesrätin den weiteren Austausch mit mir als Initiatorin dieser Petition beendet hat.
In der letzten Antwort vom 24. Juli 2026 heißt es:
„Ihre Ausführungen haben wir zur Kenntnis genommen. [...] Unser/e Standpunkt/e wurde/n dargelegt und wird/werden durch Ihre neuerliche Nachricht nicht geändert.
Wir ersuchen daher um Verständnis, dass wir in dieser Angelegenheit keine weiteren Auskünfte oder Stellungnahmen mehr abgeben werden.“Eine bislang nicht kommunizierte Fördermöglichkeit: die „Hotspot"-Förderung
Im Zuge des Austauschs wurde mir eine Information über eine sogenannte „Hotspot"-Förderung“ bekannt. Diese Information war in einer E-Mail des Büros der Landesrätin an Herrn Ing. Marcus Serringer enthalten, welche dieser mir weiterleitete.
Darin wurde mitgeteilt, dass bereits derzeit die Möglichkeit bestehe, im Rahmen der budgetären Möglichkeiten des Landes Niederösterreich eine sogenannte „Hotspot"-Förderung“ in Anspruch zu nehmen.
Beschrieben wurde diese Möglichkeit wie folgt: Ergibt sich in einer Region ein besonderer Bedarf und können dort durch einen Verein größere Kastrationsmaßnahmen durchgeführt werden, bestehe die Möglichkeit, für dieses Projekt als Einzelförderung anzusuchen. Das Land Niederösterreich könne – vorbehaltlich verfügbarer Budgetmittel – einen wesentlichen Teil der entstehenden Kosten übernehmen.
Besonders hervorgehoben wurde, dass das Verfahren „bewusst unkompliziert gehalten“ sei. Erforderlich seien lediglich ein formloses Ansuchen mit einer kurzen Projektbeschreibung, einer Darstellung der Ausgangssituation sowie einer groben Kostenschätzung.Nach meinem Kenntnisstand war auch Herrn Ing. Serringer, der mich beim „Runden Tisch“ vertreten hat, diese konkrete Fördermöglichkeit nicht bekannt. Sie wurde weder beim „Runden Tisch“ erwähnt, noch zuvor öffentlich kommuniziert.
Als Initiatorin der Petition wurde ich über diese Fördermöglichkeit nicht direkt informiert, obwohl sie für die praktische Umsetzung der Streunerkatzenkastration und für viele Tierschutzvereine von großer Bedeutung sein könnte.
Auf meine Nachfrage, warum diese Information nicht direkt an mich als Initiatorin der Petition übermittelt wurde, erhielt ich keine näheren Informationen zur konkreten Ausgestaltung dieser Fördermöglichkeit. Stattdessen wurde mir mitgeteilt:
„Für weiterführende fachliche Hintergründe und ergänzende Erläuterungen zur praktischen Umsetzung der Streunerkatzenkastration empfehlen wir Ihnen, sich mit Herrn Serringer auszutauschen, der Sie beim Runden Tisch vertreten hat und die dort geführten Diskussionen aus erster Hand kennt.“Dazu möchte ich festhalten: Herr Ing. Serringer hat mich ausschließlich beim „Runden Tisch“ am 17. Juni 2026 vertreten. Diese Vertretung bezog sich auf diesen konkreten Termin und bedeutete nicht, dass er gegenüber dem Büro der Landesrätin künftig als Ansprechpartner für meine Petition fungiert.
Wie geht es weiter?
Das Büro der Landesrätin hat den Austausch im Zusammenhang mit meiner Petition damit offiziell beendet. Eine weitere fachliche Klärung auf diesem Weg ist daher derzeit nicht möglich.
Das Thema Streunerkatzen werde ich selbstverständlich weiterhin aufmerksam verfolgen. Weitere Informationen und Entwicklungen werde ich künftig auf meiner Facebook-Seite veröffentlichen, wo sie jederzeit nachgelesen werden können.
Danke, dass ihr mich in den letzten Monaten auf diesem steinigen Weg begleitet und unterstützt habt und weiterhin hinter dem Ziel steht, die Situation der Tiere nachhaltig zu verbessern.
Eure
Gabriele -
Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger
am 16.07.2026Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
vielen Dank für eure Geduld. Auch wenn ihr in den vergangenen Wochen nichts von mir gehört habt, war ich in dieser Zeit alles andere als untätig. Hinter den Kulissen ist einiges geschehen, worüber ich euch heute informieren möchte.
Leider zeigt sich weiterhin, dass selbst Anliegen, die von fast 10.000 Menschen unterstützt werden, von vielen politischen Entscheidungsträgern unbeantwortet bleiben.
Nachdem ich die Petition an sämtliche niederösterreichischen Bundesrätinnen und Bundesräte übermittelt hatte, blieb jede Rückmeldung aus.
Auch meine Nachfrage vom 30. Juni wurde bis heute nicht beantwortet.
Dass auf ein Anliegen mit 9.694 Unterstützerinnen und Unterstützern – davon 7.146 aus Niederösterreich – überhaupt keine Reaktion erfolgt, halte ich im Hinblick auf den demokratischen Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie ihren gewählten Vertreterinnen und Vertretern für äußerst bedenklich.Ähnlich ernüchternd fällt die Bilanz meiner Schreiben an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister jener 240 Gemeinden aus, die sich nicht am Katzenkastrationsprojekt beteiligen. Lediglich 20 Rückmeldungen sind eingegangen. Auch das zeigt leider, wie wenig Interesse vieler Verantwortlicher besteht, sich mit diesem Thema und den Anliegen engagierter Bürgerinnen und Bürger auseinanderzusetzen.
Darüber hinaus habe ich den parlamentarischen Antrag der NEOS sowie die Antworten von Landesrätin Susanne Rosenkranz eingehend analysiert. Dabei zeigte sich aus meiner Sicht, dass zahlreiche Fragen unbeantwortet geblieben sind bzw. lediglich sehr allgemein beantwortet wurden. Die daraus entstandene Analyse habe ich sowohl an Landesrätin Rosenkranz als auch an Edith Kollermann (NEOS), die den Antrag eingebracht hatte, übermittelt.
Zwischenzeitlich wurde ich durch eine Unterstützerin unserer Petition darüber informiert, dass die SPÖ Niederösterreich einen Resolutionsantrag zum Thema Streunerkatzen in den Landtag eingebracht hat. Der Antrag wurde von ÖVP und FPÖ abgelehnt.
Die Ablehnung dieses Resolutionsantrags durch ÖVP und FPÖ erscheint auch deshalb bemerkenswert, weil dieselben beiden Parteien zuvor bereits den Antrag „Blaulicht für die Tierrettung“ abgelehnt hatten – ebenfalls ein wichtiges Tierschutzanliegen. Umso mehr interessiert mich, welche fachlichen oder rechtlichen Gründe diesmal für die Ablehnung ausschlaggebend waren.Ich war zunächst überrascht, dass sich die SPÖ in ihrem Resolutionsantrag ausdrücklich auf unsere Petition bezog, ohne mich darüber zu informieren. Nachdem ich dies in einem offenen Schreiben angesprochen hatte, wurde ich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen.
Das Gespräch zeigte, dass die Einschätzungen innerhalb des Klubs durchaus unterschiedlich sind. Während der Klubobmann die Thematik vor allem aus kommunaler Sicht beurteilte und einer verpflichtenden Teilnahme aller Gemeinden kritisch gegenüberstand, hatte ich im anschließenden Austausch mit dem Klubdirektor den Eindruck, dass er die bestehenden Vollzugsprobleme erkannt hat und ernsthaft nach Lösungen sucht. Gemeinsam haben wir mögliche weitere Schritte und Strategien besprochen. Wie sich diese Gespräche letztlich auf die politische Arbeit auswirken werden, bleibt abzuwarten. Wir stehen jedenfalls weiterhin in regelmäßigem Austausch.
Die Petition hat gezeigt, dass tausende Menschen nicht länger wegsehen möchten. Lasst uns diesen gemeinsamen Einsatz fortsetzen.
Ihr könnt selbst aktiv werden, indem ihr eure Gemeinde fragt, ob sie am Katzenkastrationsprojekt „Kastriere 1, rette 100“ teilnimmt. Falls nicht, erkundigt euch nach den Gründen und bittet eure Gemeinde, dem Projekt beizutreten.
Ebenso könnt ihr eure gewählten politischen Vertreterinnen und Vertreter darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine nachhaltige Lösung des Streunerkatzenproblems für euch ist. Jede sachliche Rückmeldung aus der Bevölkerung trägt dazu bei, dass dieses Thema nicht in Vergessenheit gerät.
Wenn ihr Antworten von eurer Gemeinde oder von politischen Vertreterinnen und Vertretern erhaltet, freue ich mich, wenn ihr sie mir weiterleitet. So erhalten wir gemeinsam ein noch umfassenderes Bild darüber, wie mit diesem wichtigen Tierschutzanliegen in Niederösterreich umgegangen wird.
Vielen Dank, dass ihr dieses wichtige Anliegen weiterhin unterstützt. Ohne euren Rückhalt wäre es nicht möglich, das Thema dauerhaft auf der politischen Agenda zu halten.
Eure
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Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger
am 24.06.2026Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
ich möchte euch über den aktuellen Stand der Petition informieren.
Am 20.05.2026 wurden alle 56 Abgeordneten des niederösterreichischen Landtags über die Plattform openPetition um eine Stellungnahme zu unserer Petition ersucht.
Obwohl unser Anliegen von 9.694 Personen unterstützt wird – darunter 7.146 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher – ist bis heute keine einzige Stellungnahme eines Landtagsabgeordneten über openPetition eingegangen.Aus diesem Grund habe ich mich direkt an die Klubobleute von ÖVP, SPÖ und FPÖ gewandt und um Auskunft ersucht, wie die Petition aktuell parlamentarisch bzw. klubintern behandelt wird.
Die Rückmeldungen zeigen ein ernüchterndes Bild:
Von der SPÖ Niederösterreich liegt bis heute keinerlei Antwort vor. Dies betrifft nicht nur die Anfrage über openPetition, sondern auch meine direkten Nachfragen an den Klub.
Dass auf wiederholte Anfragen zu einer Petition mit nahezu 10.000 Unterstützerinnen und Unterstützern überhaupt nicht reagiert wird, halte ich für demokratiepolitisch problematisch. Bürgerinnen und Bürger dürfen erwarten, dass ihre Anliegen zumindest beantwortet werden – unabhängig davon, ob ihnen inhaltlich zugestimmt wird oder nicht.Die Antworten von ÖVP und FPÖ enthalten hingegen zahlreiche allgemeine Ausführungen zur Bedeutung des Tierschutzes, zur Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie zu bereits bestehenden Maßnahmen, die den im Tierschutz aktiven Vereinen und Initiativen selbstverständlich seit Jahren bekannt sind.
So wird beispielsweise darauf verwiesen, dass nachhaltige Lösungen nur „im partnerschaftlichen Miteinander“ erreicht werden könnten bzw. dass Gemeinden finanziell unterstützt und informiert würden.
Diese Aussagen beantworten jedoch nicht die entscheidenden Fragen unserer Petition:- Wird die Forderung nach einer verpflichtenden Teilnahme aller niederösterreichischen Gemeinden am Katzenkastrationsprojekt unterstützt?
- Wird diese Forderung abgelehnt?
- Wird sie zumindest ernsthaft geprüft?
- Welche konkreten politischen Schritte sind geplant, um die bekannten Probleme tatsächlich zu lösen?
Auf keine dieser Fragen wurde bislang eine klare Antwort gegeben.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Petition wurde zur Kenntnis genommen. Welche konkreten politischen Konsequenzen daraus gezogen werden, bleibt offen.
Auch die Presseaussendung zum Runden Tisch von Landesrätin Susanne Rosenkranz wirft aus meiner Sicht Fragen auf.
Besonders irritierend erscheint, dass weiterhin zusätzliche Datenerhebungen angekündigt werden, obwohl die Problematik seit Jahren bekannt ist und Tierheime sowie Tierschutzvereine regelmäßig auf dieselben Missstände hinweisen.
Die Frage, warum trotz dieser langjährigen Erkenntnisse weiterhin jedes Jahr eine kaum bewältigbare Zahl an Kitten geboren wird, bleibt unbeantwortet. Ebenso fehlen konkrete Aussagen dazu, wie jene Gemeinden erreicht werden sollen, die sich bislang nicht am Kastrationsprojekt beteiligen, oder wie bestehende Vollzugsdefizite künftig behoben werden sollen.
Hinzu kommt: Das niederösterreichische Katzenkastrationsprojekt besteht bereits seit 2009. Nach 17 Jahren stellt sich daher die berechtigte Frage, weshalb die bekannten Probleme nach wie vor in nahezu unveränderter Form bestehen und weshalb weiterhin über Datenerhebungen und Analysen gesprochen wird, anstatt konkrete Lösungen für die seit Jahren bekannten Ursachen umzusetzen.Ich werde euch selbstverständlich weiterhin über alle politischen Reaktionen und Entwicklungen informieren.
Liebe Grüße
Gabriele Drechsler