Verpflichtende Teilnahme aller niederösterreichischen Gemeinden am Katzenkastrationsprojekt

Petition richtet sich an
Niederösterreichischer Landtag, Landesregierung Niederösterreich

9.694 Unterschriften

Sammlung beendet

9.694 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Neuigkeiten

24.06.2026, 13:33

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

ich möchte euch über den aktuellen Stand der Petition informieren.

Am 20.05.2026 wurden alle 56 Abgeordneten des niederösterreichischen Landtags über die Plattform openPetition um eine Stellungnahme zu unserer Petition ersucht.
Obwohl unser Anliegen von 9.694 Personen unterstützt wird – darunter 7.146 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher – ist bis heute keine einzige Stellungnahme eines Landtagsabgeordneten über openPetition eingegangen.

Aus diesem Grund habe ich mich direkt an die Klubobleute von ÖVP, SPÖ und FPÖ gewandt und um Auskunft ersucht, wie die Petition aktuell parlamentarisch bzw. klubintern behandelt wird.

Die Rückmeldungen zeigen ein ernüchterndes Bild:

Von der SPÖ Niederösterreich liegt bis heute keinerlei Antwort vor. Dies betrifft nicht nur die Anfrage über openPetition, sondern auch meine direkten Nachfragen an den Klub.
Dass auf wiederholte Anfragen zu einer Petition mit nahezu 10.000 Unterstützerinnen und Unterstützern überhaupt nicht reagiert wird, halte ich für demokratiepolitisch problematisch. Bürgerinnen und Bürger dürfen erwarten, dass ihre Anliegen zumindest beantwortet werden – unabhängig davon, ob ihnen inhaltlich zugestimmt wird oder nicht.

Die Antworten von ÖVP und FPÖ enthalten hingegen zahlreiche allgemeine Ausführungen zur Bedeutung des Tierschutzes, zur Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie zu bereits bestehenden Maßnahmen, die den im Tierschutz aktiven Vereinen und Initiativen selbstverständlich seit Jahren bekannt sind.
So wird beispielsweise darauf verwiesen, dass nachhaltige Lösungen nur „im partnerschaftlichen Miteinander“ erreicht werden könnten bzw. dass Gemeinden finanziell unterstützt und informiert würden.
Diese Aussagen beantworten jedoch nicht die entscheidenden Fragen unserer Petition:

  • Wird die Forderung nach einer verpflichtenden Teilnahme aller niederösterreichischen Gemeinden am Katzenkastrationsprojekt unterstützt?
  • Wird diese Forderung abgelehnt?
  • Wird sie zumindest ernsthaft geprüft?
  • Welche konkreten politischen Schritte sind geplant, um die bekannten Probleme tatsächlich zu lösen?

Auf keine dieser Fragen wurde bislang eine klare Antwort gegeben.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Petition wurde zur Kenntnis genommen. Welche konkreten politischen Konsequenzen daraus gezogen werden, bleibt offen.

Auch die Presseaussendung zum Runden Tisch von Landesrätin Susanne Rosenkranz wirft aus meiner Sicht Fragen auf.
Besonders irritierend erscheint, dass weiterhin zusätzliche Datenerhebungen angekündigt werden, obwohl die Problematik seit Jahren bekannt ist und Tierheime sowie Tierschutzvereine regelmäßig auf dieselben Missstände hinweisen.
Die Frage, warum trotz dieser langjährigen Erkenntnisse weiterhin jedes Jahr eine kaum bewältigbare Zahl an Kitten geboren wird, bleibt unbeantwortet. Ebenso fehlen konkrete Aussagen dazu, wie jene Gemeinden erreicht werden sollen, die sich bislang nicht am Kastrationsprojekt beteiligen, oder wie bestehende Vollzugsdefizite künftig behoben werden sollen.
Hinzu kommt: Das niederösterreichische Katzenkastrationsprojekt besteht bereits seit 2009. Nach 17 Jahren stellt sich daher die berechtigte Frage, weshalb die bekannten Probleme nach wie vor in nahezu unveränderter Form bestehen und weshalb weiterhin über Datenerhebungen und Analysen gesprochen wird, anstatt konkrete Lösungen für die seit Jahren bekannten Ursachen umzusetzen.

Ich werde euch selbstverständlich weiterhin über alle politischen Reaktionen und Entwicklungen informieren.

Liebe Grüße
Gabriele Drechsler


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