Verpflichtende Teilnahme aller niederösterreichischen Gemeinden am Katzenkastrationsprojekt

Petition richtet sich an
Niederösterreichischer Landtag, Landesregierung Niederösterreich

9.694 Unterschriften

Sammlung beendet

9.694 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Neuigkeiten

16.07.2026, 04:16

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

vielen Dank für eure Geduld. Auch wenn ihr in den vergangenen Wochen nichts von mir gehört habt, war ich in dieser Zeit alles andere als untätig. Hinter den Kulissen ist einiges geschehen, worüber ich euch heute informieren möchte.

Leider zeigt sich weiterhin, dass selbst Anliegen, die von fast 10.000 Menschen unterstützt werden, von vielen politischen Entscheidungsträgern unbeantwortet bleiben.

Nachdem ich die Petition an sämtliche niederösterreichischen Bundesrätinnen und Bundesräte übermittelt hatte, blieb jede Rückmeldung aus.
Auch meine Nachfrage vom 30. Juni wurde bis heute nicht beantwortet.
Dass auf ein Anliegen mit 9.694 Unterstützerinnen und Unterstützern – davon 7.146 aus Niederösterreich – überhaupt keine Reaktion erfolgt,  halte ich im Hinblick auf den demokratischen Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie ihren gewählten Vertreterinnen und Vertretern für äußerst bedenklich.

Ähnlich ernüchternd fällt die Bilanz meiner Schreiben an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister jener 240 Gemeinden aus, die sich nicht am Katzenkastrationsprojekt beteiligen. Lediglich 20 Rückmeldungen sind eingegangen. Auch das zeigt leider, wie wenig Interesse vieler Verantwortlicher besteht, sich mit diesem Thema und den Anliegen engagierter Bürgerinnen und Bürger auseinanderzusetzen.

Darüber hinaus habe ich den parlamentarischen Antrag der NEOS sowie die Antworten von Landesrätin Susanne Rosenkranz eingehend analysiert. Dabei zeigte sich aus meiner Sicht, dass zahlreiche Fragen unbeantwortet geblieben sind bzw. lediglich sehr allgemein beantwortet wurden. Die daraus entstandene Analyse habe ich sowohl an Landesrätin Rosenkranz als auch an Edith Kollermann (NEOS), die den Antrag eingebracht hatte, übermittelt.

Zwischenzeitlich wurde ich durch eine Unterstützerin unserer Petition darüber informiert, dass die SPÖ Niederösterreich einen Resolutionsantrag zum Thema Streunerkatzen in den Landtag eingebracht hat. Der Antrag wurde von ÖVP und FPÖ abgelehnt.
Die Ablehnung dieses Resolutionsantrags durch ÖVP und FPÖ erscheint auch deshalb bemerkenswert, weil dieselben beiden Parteien zuvor bereits den Antrag „Blaulicht für die Tierrettung“ abgelehnt hatten – ebenfalls ein wichtiges Tierschutzanliegen. Umso mehr interessiert mich, welche fachlichen oder rechtlichen Gründe diesmal für die Ablehnung ausschlaggebend waren.

Ich war zunächst überrascht, dass sich die SPÖ in ihrem Resolutionsantrag ausdrücklich auf unsere Petition bezog, ohne mich darüber zu informieren. Nachdem ich dies in einem offenen Schreiben angesprochen hatte, wurde ich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen.

Das Gespräch zeigte, dass die Einschätzungen innerhalb des Klubs durchaus unterschiedlich sind. Während der Klubobmann die Thematik vor allem aus kommunaler Sicht beurteilte und einer verpflichtenden Teilnahme aller Gemeinden kritisch gegenüberstand, hatte ich im anschließenden Austausch mit dem Klubdirektor den Eindruck, dass er die bestehenden Vollzugsprobleme erkannt hat und ernsthaft nach Lösungen sucht. Gemeinsam haben wir mögliche weitere Schritte und Strategien besprochen. Wie sich diese Gespräche letztlich auf die politische Arbeit auswirken werden, bleibt abzuwarten. Wir stehen jedenfalls weiterhin in regelmäßigem Austausch.

Die Petition hat gezeigt, dass tausende Menschen nicht länger wegsehen möchten. Lasst uns diesen gemeinsamen Einsatz fortsetzen.

Ihr könnt selbst aktiv werden, indem ihr eure Gemeinde fragt, ob sie am Katzenkastrationsprojekt „Kastriere 1, rette 100“ teilnimmt. Falls nicht, erkundigt euch nach den Gründen und bittet eure Gemeinde, dem Projekt beizutreten.

Ebenso könnt ihr eure gewählten politischen Vertreterinnen und Vertreter darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine nachhaltige Lösung des Streunerkatzenproblems für euch ist. Jede sachliche Rückmeldung aus der Bevölkerung trägt dazu bei, dass dieses Thema nicht in Vergessenheit gerät.

Wenn ihr Antworten von eurer Gemeinde oder von politischen Vertreterinnen und Vertretern erhaltet, freue ich mich, wenn ihr sie mir weiterleitet. So erhalten wir gemeinsam ein noch umfassenderes Bild darüber, wie mit diesem wichtigen Tierschutzanliegen in Niederösterreich umgegangen wird.

Vielen Dank, dass ihr dieses wichtige Anliegen weiterhin unterstützt. Ohne euren Rückhalt wäre es nicht möglich, das Thema dauerhaft auf der politischen Agenda zu halten.

Eure


Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

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