INFO-Website: protest.kremserberg.at Die Stadt St. Pölten plant auf dem Kremserberg zwischen Wirtschaftshof und Gartenstadt eine Fußballanlage mit zwei Fußballplätzen und entsprechenden Betriebsgebäuden. So ist es Medienberichten (NÖN, Kurier, konkret, ...) zu entnehmen. Eine Machbarkeitsstudie wurde am 26.04.2021 mit hoher Dringlichkeit durch den Stadtsenat beschlossen. Direkte Anfragen (26.04.2021) an die Stadtverantwortlichen wurden am 06.05.2021 sowie am 07.05.2021 wie folgt beantwortet: "Daher haben wir uns entschlossen die gegenständliche Fläche beim Wirtschaftshof vom renommierten Sportplatz Beratungsunternehmen KPP Consulting prüfen zu lassen, ob sie überhaupt für einen Sportplatz geeignet ist." ... "Prüfgegenstand der Studie ist jedenfalls eine Fußballanlage mit einem Spielfeld und einem Trainingsfeld mit den dazugehörigen Betriebsgebäuden." Wie auch immer. Fakten sind:
Der SC Inkasso Blum St. Pölten Union Landhaus mit dzt. 361 Spielern (Quelle: https://vereine.oefb.at/StPoeltenScUnionLandhaus/News) hat den Medienberichten und der Vereinsgeschichte zufolge ein Problem mit seiner derzeitigen Spielstätte in der Plochbergerstraße 14. Zehn(!) Mannschaften werden derzeit lt. Website geführt, welche regelmäßig trainieren sowie Meisterschaftsspiele und Turniere abhalten. Entsprechendes Publikum natürlich inklusive.
Das naturnahe Gebiet rund um den "Panoramweg" ist ein Naherholungsgebiet für hunderte Haushalte und wird auch entsprechend frequentiert. Die Gartenstadt wurde und wird entsprechend damit (und das zurecht) beworben. Es werden Stadtspaziergänge am Panoramweg entlang der Grünen Adern St. Pöltens (Landschaftskonzept St. Pölten 2010 "LAKS.2010") angepriesen (https://www.noen.at/st-poelten/mit-dem-lup-zu-den-gruenen-adern-4504242). Auch neue Wohnbauprojekte wie bspw. "Das.Kremserberg" werben auf der Projektseite www.daskremserberg.at mit folgenden Worten: "Direkt im Anschluss an die Wohnhausanlage erstreckt sich ein Erholungsgebiet ergänzt durch den „Panoramaweg“ mit südlichen Blick über St. Pölten. Das.Kremserberg ist eine wunderbare Verbindung aus städtischem Wohnen und Leben in der Natur."
Diese beiden Fakten vertragen sich unserer Ansicht nach einfach nicht. Sport ist wichtig und richtig. Insbesondere für Kinder und Jugendliche. Sportstätten dieser Größenordnung im Naherholungsgebiet bzw. im unmittelbaren Siedlungsnahbereich (unter 100 m) sind jedoch Brutstätten ersten Ranges für Konflikte jeglicher Art. Und die gilt es seitens der Stadtverantwortlichen von Beginn an zu vermeiden. Daher:
NEIN zu dieser FUSSBALLANLAGE am KREMSERBERG.
NEIN zu Lärm.
NEIN zu Lichtverschmutzung.
NEIN zu Müll und Wildpinklerei.
NEIN zu Zu- und Abfahrtsverkehr, insbesondere über Wirtschaftswege als Abschneider und Promillestraßerl.
NEIN zu Parktourismus im Siedlungsbereich samt Begleiterscheinungen.
Begrundelse
Wenn am Kremserberg für einen über 350 Mitglieder starken Fußballverein eine Sportanlage mit mehreren Gebäuden errichtet wird, dann ...
... ist diese Anlage mehr als nur eine neue Trainingsmöglichkeit für den Nachwuchssport, sondern bedeutet Trainings und Matches in der Dauerschleife
... bedeutet der Betrieb eine Abwertung der Lebensqualität für uns Anrainer aufgrund von Lärm- , Müll- und Lichtverschmutzung
... verkommen die Gartenstadt bzw. der Finkensteinweg zu einer wilden Parkzone – Wildpinklerei und Vermüllung inklusive
... werden die vielfach zum Spazierengehen genutzten Wirtschaftswege unbekümmert zu Abschneidern und Promillestraßerl
... fällt das viel umworbene Erholungsgebiet „Panoramaweg“ mit Blick über St. Pölten dieser Komplettverbauung zum Opfer.
während der jüngsten Gemeinderatssitzung am 09.12.2025 wurde beiliegender Postwurf als Einladung zu einer kurzfristigst anberaumten Informationsveranstaltung am 15.12.2025 17:00 an einige Anrainer am Kremserberg verteilt. Dass nur wenige Haushalte berücksichtigt wurden, verstärkt den Eindruck, dass eine echte Einbindung der Bevölkerung gar nicht vorgesehen bzw. gewünscht ist und die Veranstaltung lediglich Alibi-Charakter hat. Das Ganze wird dann wie schon des Öfteren als Einigung zwischen Stadt und Anrainern dargestellt werden.
Eine Informationsveranstaltung ist keine Bürgerbeteiligung - Bürgerbeteiligung bedeutet Mitgestaltung und die Berücksichtigung von Sorgen, Ängsten und Wünschen*), nicht bloßes Informieren.
In dieser Gemeinderatssitzung sorgte das Thema Hochwasserschutz zudem erneut für Empörung. Während bereits in der vergangenen Sitzung die finanziellen Mittel für den Bau einer neuen Fußballanlage am Kremserberg beschlossen wurden, wurde nun das seit Langem notwendige Hochwasserschutzprojekt für Pottenbrunn erneut verschoben - diesmal aus budgetären Gründen. Auch für das geplante Hochwasserschutzprojekt am Kremserberg wird eine Verzögerung immer wahrscheinlicher - die uns zugesagte Bauabwicklung 2026 rückt immer mehr in weite Ferne. Zur Erinnerung: Unsere Keller am Kremserberg waren letztes Jahr im September zum Teil bis zur Erdgeschossdecke voll. Die Stadt ist zudem schon seit mehreren Jahren nachweislich säumig, die Hochwasseranlagen an die Besiedelung des nördlichen Kremserbergs entsprechend anzupassen.
Diese Prioritätensetzung stößt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern auf Unverständnis. Anstatt vorrangig in die Sicherheit der Bevölkerung zu investieren, wird offenbar der Weg des kurzfristigen politischen Prestiges gewählt. Wir stellen uns daher die Frage:
WARUM haben in Zeiten knapper Budgetmittel Sportplätze Vorrang vor Hochwasserschutz, also dem Schutz der Bevölkerung?
Viele Bürgerinnen und Bürger fordern daher: Zuerst die Sicherheit, dann der Sport.
Die Stadtregierung ist nun gefordert, ihre Prioritäten zu überdenken und klarzustellen, dass der Schutz der Bevölkerung nicht hinter Prestigeprojekten verschwindet.
Bezüglich STELLUNGNAHME: Für all jene, die sich das nicht zutrauen oder die Zeit dafür nicht finden und trotzdem (noch) mitwirken wollen, gibt es die Möglichkeit, sich an eine doch inzwischen sehr umfangreiche Sammelstellungnahme anzuhängen.
Bitte dazu einfach eine E-Mail mit dem Betreff "Mitwirkung Stellungnahme FLWP2021" und Nennung aller vollständigen Namen samt Adresse an info@kremserberg.at senden. Einsendeschluss ist der 25.09.2022. Ihr(e) Name(n) werden dann im Briefkopf (Absender) und am Ende der Stellungnahme angeführt. Einsichtnahmen in den Entwurf können ebenfalls via info@kremserberg.at vereinbart werden.
150 kinder in die discos und and die abendlichen ratzetsdorfersee- meetings verjagen??? platz ist mehr als genug!!! also nehmt unseren kindern nicht den platz weg, nur weil angst habt, dass eure hunde beim in die wiese scheißen gestört werden könnten! also: gehts no?
Neben dem Krankenhaus gibt es einen Fußballplatz, auf dem ich seit mindestens 10 Jahren kein Spiel gesehen habe. Die Nähe zum KH ist auch für Sportverletzungen optimal. Es wird wohl kaum jemand in Diskos verjagt, wo jetzt Felder stehen?! Ein Stadler Stadion/Platz sollte mehr in die Stadtmitte, ein Stadler Park hat seinen gebührenden Platz im Grünen, neben dem (von Willi Gruber initiierten?) Panoramaweg, denke ich.