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Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition
vor 6 TagenSehr geehrte Damen und Herren,
in der Sache "Fußballanlage Kremserberg" ist schon wieder etwas passiert.
Mögliche (absichtliche) Zerstörung eines potentiellen Feldhamsterhabitates?
Ein Augenzeuge - dieser möchte zur Vermeidung von Repressalien anonym bleiben - hat am Freitag, den 10.07.2026 ab ca. 18:30 Folgendes beobachtet:
- Das für die Sportanlage vorgesehene Feld (und potentielle Feldhamsterhabitat) wurde mit einem grün-weißen Mähdrescher (vermutlich Marke Claas) abgeerntet. Dabei blieb entlang des Feldrandes ein etwa 5 Meter breiter Streifen mit rund 1,2 Meter hohem Bewuchs erhalten, während die übrige Fläche vollständig bis auf Bodenniveau abgeerntet wurde.
Einige der uns übermittelten Bilder finden Sie anbei.
Konzertierte Aktion zur Umgehung eines ordentlichen Naturschutzverfahrens - Artenschutz auf St. Pöltner Art?
Die Grundstücke gehören der Stadt St. Pölten und sind (noch) oder waren verpachtet.
Der Zeitpunkt
Der Zeitpunkt der möglichen Zerstörung war aus unserer Sicht sehr bewusst gewählt. Bewusst dahingehend, dass sich zu diesem Zeitpunkt wenige Anrainer zuhause oder im Bereich des Panoramaweges aufhalten werden: Neben den Feierlichkeiten zum 40-Jahr-Jubiläum Hauptstadt St. Pölten (bei der alle namhaften Stadtvertreter teilnahmen) fanden zeitgleich noch das gut besuchte Straßenkunstfestival "Bravissimo" sowie das örtliche Feuerwehrfest der FF Viehofen statt.Der Zweck
Eine Aberntung des Feldes macht lt. Auskunft von lokalen Landwirten nur dann Sinn, wenn anschließend wieder eine Aussaat stattfinden kann. Dies ist jedoch aufgrund des vorgesehenen Zeitplanes sinnlos. Dass dies unmittelbar nach dem Bekanntwerden eines möglichen Feldhamsterhabitats geschah, lässt eine Umgehung eines ordentlichen Naturschutzverfahrens vermuten. Wo alles zerstört ist, kann ja schlecht eine geschützte Art ihr Unwesen aus Sicht des Projektwerbers treiben.
Es ist weiters davon auszugehen, dass - auf den Sinn und Zweck der "Aberntung" angesprochen - die Stadtverantwortlichen sicherlich eine gute Antwort parat haben werden.
Die Art
Auch die Art der Aberntung wirft Fragen auf. Dass die Randbereiche nicht abgeerntet wurden, lässt den Verdacht entstehen, dass man möglichst wenig Aufsehen bei den Anrainern und vor allem Spaziergängern erregen will (Blickschutz). Von der Ferne sieht schließlich alles wie vorher aus.
Dass mit einem Mähdrescher so tief (bodengleich, tw. mit Bodenspuren) abgeerntet wird, ist ebenso unüblich. Neben dem dadurch möglichen Maschinenverschleiß ist die vollzogene Art der Aberntung aus Sicht des Feldhamsters vermutlich einem Kahlschlag gleichzusetzen.
Es fehlt nur noch, dass im nächsten Schritt der Boden tiefenbearbeitet wird.Die Vorbildwirkung
Sollte sich der Verdacht einer mutwilligen Zerstörung des Feldhamsterhabitats und somit der Umgehung eines ordentlichen Naturschutzverfahrens erhärten, stellt sich aus unserer Sicht eine wesentliche Frage: Darf sich eine Gebietskörperschaft zur Durchsetzung von Interessen durch solche Aktionen über geltendes Recht hinwegsetzen? Möglicherweise ohne Konsequenzen? Und welche Vorbildwirkung geht damit einher?Feldhamster - quo vadis?
Auch wenn die IG Kremserberg den Feldhamster nicht gefunden hat, so konnten dennoch - ironischerweises aufgrund der radikalen Aberntung - zahlreiche potentielle Feldhamsterbauzugänge durch die IG Kremserberg gesichtet werden. Zudem wurden mehrere lokale Einsenkungen um mehr als einen halben Meter und einer Größe von mehreren Quadratmetern beobachtet - diese könnten ebenfalls ein Hinweis auf Feldhamsterbauten sein (Einbruch von Kammern durch schweres Gerät wie bspw. Mähdrescher). Der Versacht liegt nahe, dass hier tatsächlich eine größere Feldhamsterpopulation vorliegt und diese vermutlich in einer konzertierten Aktion zumindest teilweise zerstört wurde.Wir als IG Kremserberg haben massive Bedenken, dass hier der Naturschutz bzw. Artenschutz nicht in ausreichendem Maße berücksichtigt bzw. sogar mit Füßen getreten wird. Wir sind uns ziemlich sicher, dass es eine größere Feldhamsterpopulation am geplanten Fußballplatzstandort gibt. Viele Fragen sind mit dieser Abernteaktion für uns aufgetaucht. Und wir sind uns sehr sicher, dass es dazu bestens zwischen SP, VP und den Grünen abgestimmte Antworten geben wird. Schließlich wusste ja man schon vor dem Pseudo-Standortvergleich, dass dieser Standort der mit Abstand bestgeeignetste ist. Artenschutz auf St. Pöltner Art.
Ihre IG Kremserberg
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Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition
am 16.12.2025Sehr geehrte Mitstreiter,
eine Zusammenfassung der gestrigen Veranstaltung wird als Beilage übermittelt.
Mit freundlichen Grüßen
IG Kremserberg -
Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition
am 10.12.2025Liebe Unterstützende,
während der jüngsten Gemeinderatssitzung am 09.12.2025 wurde beiliegender Postwurf als Einladung zu einer kurzfristigst anberaumten Informationsveranstaltung am 15.12.2025 17:00 an einige Anrainer am Kremserberg verteilt. Dass nur wenige Haushalte berücksichtigt wurden, verstärkt den Eindruck, dass eine echte Einbindung der Bevölkerung gar nicht vorgesehen bzw. gewünscht ist und die Veranstaltung lediglich Alibi-Charakter hat. Das Ganze wird dann wie schon des Öfteren als Einigung zwischen Stadt und Anrainern dargestellt werden.
Eine Informationsveranstaltung ist keine Bürgerbeteiligung - Bürgerbeteiligung bedeutet Mitgestaltung und die Berücksichtigung von Sorgen, Ängsten und Wünschen*), nicht bloßes Informieren.
In dieser Gemeinderatssitzung sorgte das Thema Hochwasserschutz zudem erneut für Empörung. Während bereits in der vergangenen Sitzung die finanziellen Mittel für den Bau einer neuen Fußballanlage am Kremserberg beschlossen wurden, wurde nun das seit Langem notwendige Hochwasserschutzprojekt für Pottenbrunn erneut verschoben - diesmal aus budgetären Gründen. Auch für das geplante Hochwasserschutzprojekt am Kremserberg wird eine Verzögerung immer wahrscheinlicher - die uns zugesagte Bauabwicklung 2026 rückt immer mehr in weite Ferne. Zur Erinnerung: Unsere Keller am Kremserberg waren letztes Jahr im September zum Teil bis zur Erdgeschossdecke voll. Die Stadt ist zudem schon seit mehreren Jahren nachweislich säumig, die Hochwasseranlagen an die Besiedelung des nördlichen Kremserbergs entsprechend anzupassen.
Diese Prioritätensetzung stößt bei vielen Bürgerinnen und Bürgern auf Unverständnis. Anstatt vorrangig in die Sicherheit der Bevölkerung zu investieren, wird offenbar der Weg des kurzfristigen politischen Prestiges gewählt. Wir stellen uns daher die Frage:
WARUM haben in Zeiten knapper Budgetmittel Sportplätze Vorrang vor Hochwasserschutz, also dem Schutz der Bevölkerung?
Viele Bürgerinnen und Bürger fordern daher: Zuerst die Sicherheit, dann der Sport.
Die Stadtregierung ist nun gefordert, ihre Prioritäten zu überdenken und klarzustellen, dass der Schutz der Bevölkerung nicht hinter Prestigeprojekten verschwindet.
Mit freundlichen Grüßen
IG Kremserberg
*) www.florian-krumboeck.at/post/sc-st-poelten-platz-land-noe-mikl-leitner-krumboeck-adl
**) www.youtube.com/watch?v=XUS5L0lrQZ4