Rettet unser einzigartiges Ortsbild - erhaltet unsere historischen Gebäude in Kritzendorf

Petition richtet sich an
Stadtgemeinde Klosterneuburg

1.866 Unterschriften

Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

1.866 Unterschriften

Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen

  1. Gestartet Juli 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Stadtgemeinde Klosterneuburg

Wir unterstützen mit unserer Unterschrift folgende Forderungen an die Stadtgemeinde Klosterneuburg zum Schutz und Erhalt der Kritzendorf prägenden historischen Bausubstanz (gilt für alle Katastralgemeinden Klosterneuburgs)

  1. Beibehaltung der Schutzzone Kritzendorf, Hauptstraße 50, und Erweiterung der Schutzzone um das ehemalige Gasthaus Tabery, Hirschengasse 2. -> Sofortiger Stopp des Flächenwidmungsverfahrens und der Schutzzonen-Aufhebung!
  2. Erhalt und Sanierung des für die Geschichte Kritzendorfs erhaltenswerten Theresienhofes (erste Erwähnung 1686), Hauptstraße 50, Zu- und Anbauten müssen dem historischen Vorbild folgen.
  3. Beibehaltung der Straßenenge Kritzendorf, Hauptstraße 50–54 (Dies ist gegeben, wenn Punkt 1 und 2 ausgeführt werden).
  4. Bürgerbeteiligung: Einbindung der Kritzendorferinnen und Kritzendorfer in die Planung dieses und künftiger Bauprojekte, die in das Leben und Befinden aller hier Lebenden eingreifen.
  5. Forderung eines Infrastrukturkonzepts für den Zuzug von >400 Personen VOR Genehmigung aller geplanten Neubauprojekte. Wir fordern von der Stadtgemeinde Klosterneuburg die Erstellung und öffentliche Veröffentlichung eines Infrastruktur- und Verkehrskonzepts für Kritzendorf, das den bereits beschlossenen und geplanten Zuzug von mehr als 400 Personen (über 200–250 neue Wohneinheiten in Bau bzw. Widmung) berücksichtigt.
  6. Schutz und Erhaltung der Kritzendorf prägenden historischen Bausubstanz.

Begründung

Wer kennt ihn nicht, den Sommerfrische-Sehnsuchtsort der kulturellen Haute-Volée und zig-tausender Strombadbesucher des späten 19. und frühen 20. Jhds – unser Kritz-le-Bains – unser Kritzendorf?

Nun sollen dort mit der Geschichte des Ortes untrennbar verbundene Häuser (eines davon wurde erstmals anno 1686 erwähnt) ges(ch)ichtslosen Schlafbunkern mit (vermutlich) überteuerten Wohneinheiten weichen.

Wir wehren uns dagegen, dass historische Bausubstanz nur aus Profitgründen zerstört wird. Wir verstehen einen Abriss, wenn ein Haus absolut nicht mehr zu retten ist, aber selbst in diesem Fall gibt es Möglichkeiten.

Da es kein Infrastrukturkonzept für den Zuzug von mehr als 400 Personen gibt, fordern wir ein solches bevor weitere Großbauprojekte geplant werden.
Gemäß § 4 Abs. 2 NÖ Raumordnungsgesetz 2014 (NÖ ROG) sind bei Änderungen in der Raumordnung die Auswirkungen auf die Siedlungsentwicklung, Verkehrsinfrastruktur und soziale Einrichtungen umfassend zu prüfen.
Das Stadtentwicklungskonzept STEK 2030+ der Stadtgemeinde Klosterneuburg nennt die „Anpassung technischer und sozialer Infrastruktur“ als zentrales Handlungsfeld.
Ein ortsbezogenes Infrastruktur- und Verkehrskonzept für Kritzendorf ist jedoch nicht öffentlich zugänglich und wurde im Zuge der letzten Flächenwidmungsverfahren nicht veröffentlicht.
Angesichts der geplanten Bauprojekte (u. a. Hauptstraße 48–54 / Hirschengasse 2 sowie weitere Areale mit über 200 Wohneinheiten) ist ein derartiges Konzept dringend erforderlich, um die Belastungsgrenzen der örtlichen Infrastruktur – insbesondere im Bereich

  • Verkehr (Hauptstraße, Engstelle, Parkraum),
  • Bildung (Volksschule, Kindergarten),
  • Nahversorgung,
  • medizinische und soziale Dienste,
  • technische Infrastruktur (Kanal, Wasser, Energie, Entsorgung),
  • nachvollziehbar zu bewerten und entsprechende Ausgleichs- bzw. Erweiterungsmaßnahmen einzuplanen.

Solange ein solches Konzept fehlt, können raumordnungsrechtliche Entscheidungen keine ausreichende Grundlage für nachhaltige Ortsentwicklung bilden.

Das Bundesdenkmalamt und die Initiative für Denkmalschutz wurden bereits informiert und um Unterstützung ersucht, eine Unterschriftensammlung auf Papier ist auch im Gange.

Helft uns bitte, unser Kritzendorf vor dem Verschwinden aus der Geschichte zu retten!

Margit und Martin Schwed, Mittergasse 55, 3420 Kritzendorf, Tel 06602164728

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Margit Schwed, Kritzendorf
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 29.07.2025
Sammlung endet: 07.07.2026
Region: Klosterneuburg
Kategorie: Bauen

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    unsere Petition „Rettet unser einzigartiges Ortsbild – erhaltet unsere historischen Gebäude in Kritzendorf“ ist beendet.

    1.866 Menschen haben unterschrieben. Dafür danke ich von Herzen.

    Die ursprünglichen Ziele der Petition konnten leider nicht erreicht werden. Der Theresienhof und der ehemalige Gasthof Tabery wurden inzwischen abgerissen. Ein wesentlicher Teil jener historischen Bausubstanz, für deren Erhalt diese Petition gestartet wurde, ist damit unwiederbringlich verloren.

    Ich habe mich daher entschieden, die Petition nicht in Form einer symbolischen Übergabe an die Stadtgemeinde Klosterneuburg zu überreichen. Eine solche Geste würde dem Ernst der Sache aus meiner Sicht nicht gerecht werden.

    Der Status „zurückgezogen“ bedeutet in diesem Fall nicht, dass das Anliegen aufgegeben wird. Er bedeutet nur, dass die Petition von meiner Seite nicht weiter im formalen Übergabeprozess verfolgt wird.

    Das Anliegen selbst bleibt bestehen.

    Es geht weiterhin um Ortsbild, Geschichte, Lebensqualität, Verkehr, Infrastruktur und echte Bürgerbeteiligung. Viele Bürgerinnen und Bürger haben nicht nur unterschrieben, sondern auch Stellungnahmen abgegeben und Kommentare verfasst. Diese Stimmen zeigen sehr deutlich, dass Kritzendorf vielen Menschen nicht egal ist.

    Ich werde die Unterschriften und Kommentare für die Dokumentation sichern und ablegen. Die Petition bleibt als öffentliches Zeichen bestehen: Der Verlust historischer Bausubstanz wurde nicht widerspruchslos hingenommen.

    Danke an alle, die unterschrieben, geteilt, kommentiert, Stellungnahmen geschrieben, nachgefragt und unterstützt haben.

    Die Petition ist beendet.
    Das Anliegen bleibt.
    Margit Schwed

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    morgen endet unsere Petition „Rettet unser einzigartiges Ortsbild – erhaltet unsere historischen Gebäude in Kritzendorf“.

    Ich möchte euch daher heute noch über den aktuellen Stand informieren.

    Der Theresienhof ist inzwischen abgerissen. Auch der ehemalige Gasthof Tabery wurde abgerissen. Damit ist ein wesentlicher Teil jener historischen Bausubstanz, für deren Erhalt diese Petition gestartet wurde, unwiederbringlich verloren.

    Das ist traurig. Und es ist ernüchternd.

    Im Zusammenhang mit der Änderung 01/2026 des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes sind nach meinem Wissensstand zahlreiche Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern eingelangt. Viele Menschen haben sich mit großem Aufwand durch umfangreiche und schwer verständliche Unterlagen gearbeitet und ihre Bedenken zu Verdichtung, Ortsbild, Verkehr, Infrastruktur und Lebensqualität eingebracht.

    Ob und in welchem Ausmaß diese Stellungnahmen tatsächlich berücksichtigt wurden, bleibt für viele von uns schwer nachvollziehbar.

    Auch zu unserem Bürgeranliegen betreffend frühzeitige, verständliche und strukturierte Bürgerbeteiligung gibt es bisher keine erkennbare Weiterentwicklung. Ich war im Februar als Auskunftsperson im Verwaltungsausschuss eingeladen und habe dort unser Anliegen vorgebracht. Eine konkrete Rückmeldung über weitere Schritte liegt mir trotz mehrfacher Nachfrage bis heute nicht vor.

    Die Volksanwaltschaft hat das Prüfungsverfahren abgeschlossen. Im Ergebnis wurde kein weiterer Anlass für ein Einschreiten gesehen. Besonders deutlich wurde dabei aus meiner Sicht ein grundsätzliches Problem: Der Verlust von Ortsbild und historischer Substanz betrifft viele Menschen – rechtlich durchsetzbare Möglichkeiten haben Bürgerinnen und Bürger aber offenbar nur sehr eingeschränkt.

    Ich werde die Unterschriften dieser Petition daher nicht in einem symbolischen Fototermin überreichen. Eine solche Geste würde aus meiner Sicht dem Ernst der Sache nicht gerecht werden.

    Diese Petition bleibt aber als öffentliches Dokument bestehen.

    Sie zeigt, dass vielen Menschen Kritzendorf nicht egal ist.
    Sie zeigt, dass der Verlust historischer Gebäude nicht unwidersprochen geblieben ist.
    Sie zeigt, dass Bürgerinnen und Bürger bereit waren, sich einzubringen, nachzufragen und Stellung zu nehmen.

    Auch wenn wir das ursprüngliche Ziel nicht erreichen konnten, war diese Petition nicht vergeblich.

    Sie hat sichtbar gemacht, was verloren wurde.
    Und sie hat festgehalten, dass Ortsbild, Geschichte und Lebensqualität nicht einfach Nebensachen sind.

    Ich danke allen, die unterschrieben, geteilt, geschrieben, nachgefragt und unterstützt haben.

    Für mich ist nun der Punkt erreicht, an dem ich dieses Kapitel beende.

    Das Anliegen bleibt wichtig.
    Aber meine intensive Arbeit daran endet hier.

    Danke von Herzen.
    Margit Schwed

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    ich habe erneut beim Vorsitzenden des Ausschusses für Verwaltung, Digitalisierung und Hochbau nachgefragt, ob es bereits einen Zwischenstand zur weiteren Behandlung unseres Bürgeranliegens betreffend strukturierte Bürgerbeteiligung bei raumordnungsrelevanten Vorhaben gibt.

    Das Anliegen wurde nach der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 21.11.2025 in den Verwaltungsausschuss verwiesen. Ich war am 16.02.2026 als Auskunftsperson in der nicht öffentlichen Ausschusssitzung eingeladen und habe dort unser Konzept für eine bessere, frühzeitige und nachvollziehbare Bürgerbeteiligung vorgestellt.

    Das inzwischen abgeschlossene Auflageverfahren zur Änderung 01/2026 des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes hat aus meiner Sicht erneut sehr deutlich gezeigt, worum es eigentlich geht: Es reicht nicht, Unterlagen formal online zu stellen. Sie müssen für Bürgerinnen und Bürger auch verständlich, auffindbar und in ihrer Tragweite nachvollziehbar sein.

    Viele Rückfragen der letzten Wochen haben gezeigt, dass selbst Menschen, die sich intensiv mit der Materie befassen, nur schwer erkennen konnten, welche Änderungen tatsächlich neu sind, welche Grundstücke betroffen sind und welche Auswirkungen die geplanten Bebauungskennzahlen auf Ortsbild, Verkehr, Infrastruktur und Lebensqualität haben können.

    Nach meinem Wissensstand sind zahlreiche Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern eingelangt. Viele davon betreffen wiederkehrende Themen: Verdichtung, Ortsbild, Verkehr, Infrastruktur, Lebensqualität und echte Bürgerbeteiligung.

    Ich habe daher ersucht, das Thema Bürgerbeteiligung nicht losgelöst von konkreten Verfahren zu betrachten. Gerade die Änderung 01/2026 zeigt, warum eine strukturierte, frühzeitige und verständliche Einbindung der Bevölkerung notwendig wäre.

    Ich halte euch über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.

    GlG Margit Schwed

Wer historische Gebäude abreißt, zerstört nicht nur Steine - er löscht Geschichte und Identität. Statt Abriss brauchen wir Erhalt und behutsamen Ausbau, damit Kritzendorf seine Einzigartigkeit bewahrt und zugleich zukunftsfähig wird

Noch kein CONTRA Argument.

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