unsere Petition „Rettet unser einzigartiges Ortsbild – erhaltet unsere historischen Gebäude in Kritzendorf“ ist beendet.
1.866 Menschen haben unterschrieben. Dafür danke ich von Herzen.
Die ursprünglichen Ziele der Petition konnten leider nicht erreicht werden. Der Theresienhof und der ehemalige Gasthof Tabery wurden inzwischen abgerissen. Ein wesentlicher Teil jener historischen Bausubstanz, für deren Erhalt diese Petition gestartet wurde, ist damit unwiederbringlich verloren.
Ich habe mich daher entschieden, die Petition nicht in Form einer symbolischen Übergabe an die Stadtgemeinde Klosterneuburg zu überreichen. Eine solche Geste würde dem Ernst der Sache aus meiner Sicht nicht gerecht werden.
Der Status „zurückgezogen“ bedeutet in diesem Fall nicht, dass das Anliegen aufgegeben wird. Er bedeutet nur, dass die Petition von meiner Seite nicht weiter im formalen Übergabeprozess verfolgt wird.
Das Anliegen selbst bleibt bestehen.
Es geht weiterhin um Ortsbild, Geschichte, Lebensqualität, Verkehr, Infrastruktur und echte Bürgerbeteiligung. Viele Bürgerinnen und Bürger haben nicht nur unterschrieben, sondern auch Stellungnahmen abgegeben und Kommentare verfasst. Diese Stimmen zeigen sehr deutlich, dass Kritzendorf vielen Menschen nicht egal ist.
Ich werde die Unterschriften und Kommentare für die Dokumentation sichern und ablegen. Die Petition bleibt als öffentliches Zeichen bestehen: Der Verlust historischer Bausubstanz wurde nicht widerspruchslos hingenommen.
Danke an alle, die unterschrieben, geteilt, kommentiert, Stellungnahmen geschrieben, nachgefragt und unterstützt haben.
Die Petition ist beendet. Das Anliegen bleibt. Margit Schwed
morgen endet unsere Petition „Rettet unser einzigartiges Ortsbild – erhaltet unsere historischen Gebäude in Kritzendorf“.
Ich möchte euch daher heute noch über den aktuellen Stand informieren.
Der Theresienhof ist inzwischen abgerissen. Auch der ehemalige Gasthof Tabery wurde abgerissen. Damit ist ein wesentlicher Teil jener historischen Bausubstanz, für deren Erhalt diese Petition gestartet wurde, unwiederbringlich verloren.
Das ist traurig. Und es ist ernüchternd.
Im Zusammenhang mit der Änderung 01/2026 des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes sind nach meinem Wissensstand zahlreiche Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern eingelangt. Viele Menschen haben sich mit großem Aufwand durch umfangreiche und schwer verständliche Unterlagen gearbeitet und ihre Bedenken zu Verdichtung, Ortsbild, Verkehr, Infrastruktur und Lebensqualität eingebracht.
Ob und in welchem Ausmaß diese Stellungnahmen tatsächlich berücksichtigt wurden, bleibt für viele von uns schwer nachvollziehbar.
Auch zu unserem Bürgeranliegen betreffend frühzeitige, verständliche und strukturierte Bürgerbeteiligung gibt es bisher keine erkennbare Weiterentwicklung. Ich war im Februar als Auskunftsperson im Verwaltungsausschuss eingeladen und habe dort unser Anliegen vorgebracht. Eine konkrete Rückmeldung über weitere Schritte liegt mir trotz mehrfacher Nachfrage bis heute nicht vor.
Die Volksanwaltschaft hat das Prüfungsverfahren abgeschlossen. Im Ergebnis wurde kein weiterer Anlass für ein Einschreiten gesehen. Besonders deutlich wurde dabei aus meiner Sicht ein grundsätzliches Problem: Der Verlust von Ortsbild und historischer Substanz betrifft viele Menschen – rechtlich durchsetzbare Möglichkeiten haben Bürgerinnen und Bürger aber offenbar nur sehr eingeschränkt.
Ich werde die Unterschriften dieser Petition daher nicht in einem symbolischen Fototermin überreichen. Eine solche Geste würde aus meiner Sicht dem Ernst der Sache nicht gerecht werden.
Diese Petition bleibt aber als öffentliches Dokument bestehen.
Sie zeigt, dass vielen Menschen Kritzendorf nicht egal ist. Sie zeigt, dass der Verlust historischer Gebäude nicht unwidersprochen geblieben ist. Sie zeigt, dass Bürgerinnen und Bürger bereit waren, sich einzubringen, nachzufragen und Stellung zu nehmen.
Auch wenn wir das ursprüngliche Ziel nicht erreichen konnten, war diese Petition nicht vergeblich.
Sie hat sichtbar gemacht, was verloren wurde. Und sie hat festgehalten, dass Ortsbild, Geschichte und Lebensqualität nicht einfach Nebensachen sind.
Ich danke allen, die unterschrieben, geteilt, geschrieben, nachgefragt und unterstützt haben.
Für mich ist nun der Punkt erreicht, an dem ich dieses Kapitel beende.
Das Anliegen bleibt wichtig. Aber meine intensive Arbeit daran endet hier.
ich habe erneut beim Vorsitzenden des Ausschusses für Verwaltung, Digitalisierung und Hochbau nachgefragt, ob es bereits einen Zwischenstand zur weiteren Behandlung unseres Bürgeranliegens betreffend strukturierte Bürgerbeteiligung bei raumordnungsrelevanten Vorhaben gibt.
Das Anliegen wurde nach der öffentlichen Gemeinderatssitzung vom 21.11.2025 in den Verwaltungsausschuss verwiesen. Ich war am 16.02.2026 als Auskunftsperson in der nicht öffentlichen Ausschusssitzung eingeladen und habe dort unser Konzept für eine bessere, frühzeitige und nachvollziehbare Bürgerbeteiligung vorgestellt.
Das inzwischen abgeschlossene Auflageverfahren zur Änderung 01/2026 des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes hat aus meiner Sicht erneut sehr deutlich gezeigt, worum es eigentlich geht: Es reicht nicht, Unterlagen formal online zu stellen. Sie müssen für Bürgerinnen und Bürger auch verständlich, auffindbar und in ihrer Tragweite nachvollziehbar sein.
Viele Rückfragen der letzten Wochen haben gezeigt, dass selbst Menschen, die sich intensiv mit der Materie befassen, nur schwer erkennen konnten, welche Änderungen tatsächlich neu sind, welche Grundstücke betroffen sind und welche Auswirkungen die geplanten Bebauungskennzahlen auf Ortsbild, Verkehr, Infrastruktur und Lebensqualität haben können.
Nach meinem Wissensstand sind zahlreiche Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern eingelangt. Viele davon betreffen wiederkehrende Themen: Verdichtung, Ortsbild, Verkehr, Infrastruktur, Lebensqualität und echte Bürgerbeteiligung.
Ich habe daher ersucht, das Thema Bürgerbeteiligung nicht losgelöst von konkreten Verfahren zu betrachten. Gerade die Änderung 01/2026 zeigt, warum eine strukturierte, frühzeitige und verständliche Einbindung der Bevölkerung notwendig wäre.
Ich halte euch über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.
noch bis 15. Mai besteht die Möglichkeit, zur geplanten Änderung 01/2026 des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes der Stadtgemeinde Klosterneuburg (Stadtgemeinde Klosterneuburg - Home - Stadtgemeinde) Stellung zu nehmen. Diese Änderung betrifft unter anderem mehrere Bereiche entlang der Kritzendorfer Hauptstraße – insbesondere Hauptstraße 48–54, Hauptstraße 129 und Hauptstraße 131.
Aus unserer Sicht geht es dabei nicht nur um technische Anpassungen, sondern um die weitere Entwicklung und Verdichtung des Kritzendorfer Ortskerns. Genau deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger jetzt ihre Stimme erheben.
Eine Stellungnahme muss nicht lang sein. Auch wenige Sätze reichen, um deutlich zu machen, dass Ortsbild, Lebensqualität, Verkehr, Infrastruktur und echte Bürgerbeteiligung berücksichtigt werden müssen.
ich habe heute eine Stellungnahme zur aktuellen Änderung 01/2026 des Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes bei der Stadtgemeinde Klosterneuburg eingebracht. Dabei geht es nicht um eine bloß technische Anpassung, sondern um die weitere Verdichtung entlang der Kritzendorfer Hauptstraße – unter anderem in den Bereichen Hauptstraße 48–54, 129 und 131.
Nach dem Abriss des Theresienhofes und des ehemaligen Gasthofes Tabery zeigt sich nun immer deutlicher, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt, sondern um eine Entwicklung, die den gesamten Ortskern betrifft.
In meiner Stellungnahme spreche ich insbesondere an:
– die zunehmende Bebauungsdichte im Ortskern – fehlende nachvollziehbare Darstellungen der Auswirkungen auf Ortsbild, Verkehr und Lebensqualität – sowie die bislang nicht sichtbare Umsetzung der angekündigten Bürgerbeteiligung
Mir ist wichtig, dass diese Entwicklung nicht widerspruchslos passiert.
Unsere Petition läuft noch bis 7. Juli 2026 – jede Unterstützung zählt!
👉 Bitte teilt die Petition weiter und motiviert auch andere, sich einzubringen.
Grüß Euch!
Am 21.11.2025 wurde in der GR-Sitzung beschlossen, mich zur Sitzung des Verwaltungs-Ausschusses einzuladen.
Ich konnte also am 16.2. den Ausschussmitgliedern unser Konzept für Bürgerbeteiligung sowie den Vorschlag für die Verfahrensleitlinie vortragen.
Es entwickelte sich eine recht gutes Gespräch und es wurde mir vom Ausschuss-Vorsitzenden zugesagt, dass sich der Ausschuss mit den, dem Protokoll beigelegten, Unterlagen auseinandersetzen und mich vom Ergebnis informieren wird.
Hier unser Vorschlag für die Leitlinie (das Konzept findet Ihr im Anhang):
Vorschlag Verfahrensleitlinie „Bürgerbeteiligung bei großvolumigen Bauvorhaben“
Dieser Vorschlag betrifft die Ausgestaltung von Beteiligungsverfahren im Rahmen der
Geschäftsordnung und greift nicht in Bau- oder Widmungsentscheidungen ein.
1. Zielsetzung
Zur Sicherstellung transparenter und nachvollziehbarer Entscheidungsprozesse bei Bauvorhaben mit wesentlicher örtlicher Auswirkung wird eine strukturierte Bürgerbeteiligung vorgesehen.
Ziel ist die Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen sowie die Stärkung der Akzeptanz politischer Beschlüsse.
2. Anwendungsbereich
Die Leitlinie findet Anwendung bei Bauvorhaben,
- die mehr als 10 Wohneinheiten umfassen bzw. Siedlungscharakter haben und/oder
- die aufgrund ihrer Größe, Lage oder Nutzung erhebliche Auswirkungen auf Verkehr, soziale
oder technische Infrastruktur oder das Ortsbild erwarten lassen.
3. Ablauf
Vor politischer Beschlussfassung sind folgende Schritte vorgesehen:
1. Veröffentlichung einer strukturierten Informationsunterlage
2. Dreiwöchige Möglichkeit zur schriftlichen Stellungnahme
3. Durchführung eines moderierten Informations- und Diskussionsforums
4. Erstellung eines Abwägungsberichts
4. Zuständigkeit
Die Entscheidungszuständigkeit der zuständigen politischen Organe bleibt unberührt.
5. Mehrwert
- Erhöhung der Transparenz
- Verbesserung der Planungsqualität
- Reduktion späterer Konflikte
- Stärkung der Legitimation politischer Entscheidungen
---
Verfahrensleitlinie
Bürgerbeteiligung bei großvolumigen Bauvorhaben – Beschlussentwurf
§1 Zweck
Diese Leitlinie dient der strukturierten, frühzeitigen Information und Einbindung der Bevölkerung bei
Bauvorhaben, die aufgrund ihres Umfangs oder ihrer Auswirkungen geeignet sind, einen Ortsteil
wesentlich zu beeinflussen.
Ziel ist die Erhöhung der Transparenz und Nachvollziehbarkeit politischer Entscheidungen.
§2 Anwendungsbereich
Die Leitlinie kommt zur Anwendung bei Bauvorhaben,
1. die mehr als 10 Wohneinheiten umfassen bzw. Siedlungscharakter haben und/oder
2. die aufgrund ihrer Größe, Lage oder Nutzung erhebliche Auswirkungen auf Verkehr, soziale
oder technische Infrastruktur oder das Ortsbild erwarten lassen.
Die Beurteilung erfolgt durch den zuständigen Ausschuss.
§3 Informationsunterlage
Vor einer politischen Beschlussfassung ist eine Informationsunterlage zu erstellen und öƯentlich
zugänglich zu machen. Diese enthält insbesondere:
1. Projektbeschreibung (Lage, Umfang, Nutzung, Baukörper)
2. Darstellung der verkehrlichen Auswirkungen
3. Darstellung der Auswirkungen auf technische und soziale Infrastruktur
4. Einschätzung der ortsbildlichen Wirkung
5. Darstellung offener Fragen bzw. Prüfaufträge
§4 Beteiligungsverfahren
1. Veröffentlichung der Informationsunterlage
2. Dreiwöchige Möglichkeit zur schriftlichen Stellungnahme
3. Durchführung eines moderierten Informations- und Diskussionsforums
4. Protokollierung der Ergebnisse
§5 Abwägungsbericht
Vor der politischen Beschlussfassung ist ein Abwägungsbericht zu erstellen.
Dieser enthält:
Zusammenfassung der eingelangten Stellungnahmen
fachliche Bewertung
nachvollziehbare Begründung, welche Anregungen berücksichtigt wurden
§6 Entscheidungszuständigkeit
Die Entscheidungszuständigkeit der zuständigen Organe bleibt unberührt.
§7 Evaluierung
Die Leitlinie wird nach zwei Anwendungsfällen, spätestens jedoch nach 24 Monaten, evaluiert.
Dabei sind insbesondere Verfahrensdauer, Verwaltungsaufwand, Qualität der
Entscheidungsgrundlagen sowie Auswirkungen auf Konfliktverläufe zu berücksichtigen.
Das Ergebnis ist dem Gemeinderat vorzulegen.
Über den weiteren Verlauf werde ich wieder berichten!
Mit diesem wunderschönen KI-generierten Bild des - mittlerweile abgerissenen - Theresienhofes. das uns Andi Pernt zur Verfügung gestellt hat, möchten wir uns bei Euch für die Unterstützung bedanken, die uns Kraft gibt weiterzumachen.
Ich wurde ja in der Gemeinderatssitzung vom 21.11. eingeladen, im Verwaltungsausschuss unser Konzept der Bürgerbeteiligung (betreffend Ortsbild, Infrastrukturkonzept) vorzustellen und dieses in der GO zu verankern.
Leider ist die nächste Sitzung des Ausschusses aber erst im Februar. Bis dahin rinnt noch viel Wasser die Donau hinunter.
Wir bleiben dran!
Unser Konzept ist bereits seit 3 Wochen fertig und wartet nur noch darauf, im Ausschuss abgenickt und vom Gemeinderat beschlossen zu werden.
Wer es vorab schon lesen möchte und vielleicht auch Ergänzungsvorschläge dazu hat, möge mir bitte eine private Nachricht schicken, dann schicke ich den Entwurf gerne per Mail.
Wir wünschen Euch allen ein friedliches Weihnachtsfest und die besten Wünsche für ein gutes / besseres 2026!
Eure Schweds
(Margit & Martin)
PS: hier noch Andi Pernts Worte zu seinem Bild:
"Weihnachten erinnert uns daran, was bleibt, selbst wenn Orte verschwinden.
Dank an alle, die unsere Initiative begleiten und möglich machen und ganz besonders Margit für ihr Engagement, ihre Wärme und ihre Treue.
Dieses Haus mag abgerissen sein, doch seine Spuren sind lebendig, in uns, in unseren Gesprächen und in der Kraft gemeinsamer Erinnerung.
Gesegnete Weihnachten!"
Ich darf Euch die gute Nachricht bringen, dass ich in den Ausschuss für Verwaltung und Organisation eingeladen werde, um das Thema Bürgerbeteiligung in diesem Ausschuss weiter zu erörtern um hier mögliche Procedere zu finden, wie die von mir dargebrachten Punkte in ein "Korsett gebracht werden können, das der Gemeindeordnung des Landes NÖ entspricht (Zitat Bürgermeister).
Danke für Eure Unterstützung und es wäre wichtig weitere Unterschriften zu sammeln - Bürgerbeteiligung, Infrastrukturkonzept, Schutz historischer Bauten betrifft nicht nur uns Kritzendorfer!
Ich habe gleich zu Beginn gesprochen - die ersten 50 Minuten der Aufzeichnung sind unseren Anliegen gewidmet.
Am 21.11. darf ich unser Bürgeranliegen bei der Gemeinderatssitzung vortragen.
Der erste Teil der Sitzung ist öffentlich und es ist Publikum erlaubt: 21.11.2025, 15: Uhr, Rathaus Klosterneuburg, großer Sitzungssaal
Wir würden uns freuen, denn viele von Euch kommen und uns unterstützen.
Da der Theresienhof ja nun leider in einer Nacht- und Nebelaktion abgerissen wurde, konzentriere ich bei meinem Vortrag auf das Infrastrukturkonzept und die Bürgerbeteiligung - und natürlich werde ich auf dafür plädieren, dass künftige Neubauten im Stil unseres historischen Kritzendorf (so wie etwa das Amtshaus, das in den 1980er Jahren gebaut wurde) ausgeführt werden.
Ich werde danach wieder berichten - bzw. kann man die GR-Sitzung auf youtube "nach"schauen. Ich werde den Link dann veröffentlichen.