08/22/2026, 17:41
Liebe Unterstützende,
viele von euch haben vermutlich den Beitrag von ORF Vorarlberg mit der Überschrift „Rondo stellte Dialog mit Gegnern ein“ gelesen. Dazu möchten wir Stellung nehmen, denn diese Darstellung entspricht aus unserer Sicht nicht dem tatsächlichen bisherigen Verlauf.
Welchen Dialog hat Rondo „eingestellt“? Es gab bisher leider keinen!
Es gab bereits mehrere Angebote und Versuche, einen direkten Austausch bzw. eine öffentliche Diskussion mit Rondo zu ermöglichen.
Alle diese Versuche wurden letztlich von Rondo abgelehnt. Selbst die Einladung der Grünen zu einer öffentlichen Podiumsdiskussion vor rund 2 Monaten in Feldkirch, an der wir von S.O.S. Walgau als Gäste selbstverständlich teilgenommen haben, wurde von Rondo nicht angenommen.
Bis heute gab es somit kein einziges persönliches Treffen und keine einzige inhaltliche Diskussion zwischen Rondo und S.O.S. Walgau.
Unser jüngster Versuch war unsere Einladung an die Eigentümerfamilie Ganahl und die Unternehmensführung, unsere von mittlerweile mehr als 3.100 Menschen unterstützte Petition im Rahmen der friedlichen Demonstration persönlich entgegenzunehmen. Auch diese Einladung wurde abgelehnt.
Und nun lesen wir öffentlich, Rondo habe den „Dialog“ mit uns eingestellt?
Unsere einfache Frage lautet: Wie kann Rondo einen Dialog mit uns einstellen, den Rondo trotz mehrerer Möglichkeiten nie aufgenommen hat?
Wir können unsere Darstellung natürlich belegen. Der E-Mail-Verkehr zu unseren Dialogversuchen ist dokumentiert und wurde von uns auch dem ORF zur Einsicht angeboten.
Und auch ihr habt diese Transparenz verdient. Deshalb stellen diesen auf unserer Homepage zum Nachlesen zur Verfügung.
Und jetzt sollen wir plötzlich auch noch „falsche Aussagen“ verbreiten?
Noch mehr irritiert uns die von Rondo angeführte Begründung für den angeblichen Abbruch des „Dialogs“. Öffentlich erhebt Rondo den Vorwurf, S.O.S. Walgau würde mit „falschen Aussagen Stimmung machen“.
Diesen Vorwurf weisen wir entschieden zurück.
Und deshalb sagen wir ganz klar: Dann nennt uns bitte konkret jene Aussagen, die nachweislich falsch sein sollen.
Wir sind bereit, über jede einzelne Aussage zu diskutieren. Unsere Informationsarbeit basiert auf genau jenen Unterlagen, die Rondo selbst im UVP-Verfahren eingereicht hat. Wir haben weder die darin genannten Abfallmengen und -arten erfunden noch die technischen Daten der Anlage. Wir haben keine Emissionswerte erfunden oder den Standort mitten im Dorf gewählt. Und wir haben die Projektunterlagen nicht geschrieben.
Wir lesen nur die Unterlagen, analysieren sie und machen die darin enthaltenen Informationen für die Öffentlichkeit verständlich und zugänglich. Aber Fakten werden halt nicht zu „Fehlinformationen“, nur weil sie nicht in Rondos Marketingstrategie passen.
Wir haben ORF Vorarlberg um eine Klarstellung gebeten. Und wir möchten wissen, ob der ORF den schwerwiegenden Vorwurf der angeblichen „falschen Aussagen“ vor Veröffentlichung überprüft hat – und falls ja, welche konkrete Aussagen von S.O.S. Walgau falsch sein sollen.
Denn eines ist für uns klar: Wer uns öffentlich Fehlinformationen vorwirft, muss auch konkret sagen können, was falsch sein soll.
Kritik beantworten statt Kritiker zum Problem zu erklären
Was uns zunehmend befremdet, ist die Art, wie Rondo mit der wachsenden Kritik umgeht.
Statt die konkreten Kritikpunkte in einer direkten öffentlichen Auseinandersetzung zu diskutieren, richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf die Kritiker selbst: Es ist von „Stimmungsmache“, „Fehlinformationen“ und mangelnder Seriosität die Rede. Damit werden aus unserer Sicht die Rollen verschoben.
Nicht die Kritiker sollten Gegenstand der Diskussion sein, sondern das eigentliche Projekt – die geplante Abfallverbrennungsanlage – und die damit verbundenen Fakten und Auswirkungen.
Jetzt geht es auch um EURE Stimme!
Mehr als 3.100 Menschen haben unsere Petition unterschrieben. Hinter jeder Unterschrift steht ein Mensch mit Fragen und Sorgen um die Zukunft unserer Region.
Mit der Ablehnung der persönlichen Petitionsübergabe wurde deshalb nicht einfach nur eine Einladung von S.O.S. Walgau ausgeschlagen. Es wurde die Möglichkeit ausgeschlagen, mehr als 3.100 Stimmen aus der Bevölkerung persönlich entgegenzunehmen und Ernst zu nehmen.
Das finden wir traurig und enttäuschend.
Aber unsere Antwort darauf ist nicht Resignation:
Wir sagen: JETZT ERST RECHT!
Am 21. September werden aus Unterschriften Menschen.
Eine Unterschrift kann man vielleicht übersehen.
Eine E-Mail kann man ablehnen.
Eine Einladung kann man ausschlagen.
Aber tausende Menschen, die gemeinsam, friedlich und fair für ihre Anliegen einstehen, kann man nicht übersehen.
Deshalb brauchen wir am 21.09.2026 ab 18:00 Uhr beim Ramschwagsaal in Nenzing jeden Einzelnen von euch.
Bringt Familie, Freunde und Nachbarn mit!
Wir werden alle dort sein.
Friedlich. Fair. Vernünftig. ABER JETZT ERST RECHT!
S.O.S Walgau