Region: Chur

Sagt es laut, seid solidarisch mit Monika Schmid! Feiert miteinander zu Seinem Gedächtnis!

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Katholik:innen
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In einem feierlichen Gottesdienst am 28.8. wurde die Gemeindeleiterin Monika Schmid der Pfarrei St. Martin in Effretikon nach 37 erfolgreichen Jahren von ihrer grossen Gemeinde verabschiedet. Während des Hochgebets stand das ganze Team zusammen am Altar und betete. Der Bischof von Chur bezeichnet dieses gemeinsame am Altar stehen als Missbrauch.

Der Bischof von Chur lies am 2. September verlauten: «Als Diözesanbischof habe ich die Pflicht, zu den Ereignissen der letzten Wochen in Zusammenhang mit der Pensionierung der Seelsorgerin der Pfarrei St. Martin, Illnau-Effretikon, zu reagieren» (kath.ch am 2.9.2022).

Diese Entscheidung nehmen wir mit grossem Befremden zur Kenntnis. Wir solidarisieren uns mit Monika Schmid und allen Seelsorgerinnen und Seelsorgern, denen es gelingt, auch liturgisch Kirche in der Welt von heute zu sein.

Papst Franziskus warnt immer wieder vor Historismus in der Kirche. Es sei falsch, die kirchliche Lehre als einen Monolithen zu betrachten, der ohne Nuancen zu verteidigen sei.

Im Bericht zum synodalen Prozess meldet die Schweiz nach Rom: Die Liturgie werde als «unverständlich, kaum erfahrungs- und aktualitätsbezogen sowie wenig einladend erlebt». Müssten wir Monika Schmid nicht dafür danken, dass sie dieses Problem erkannt hat – und handelt? Monika Schmid tut nichts anderes, als die im Abschlussdokument des synodalen Prozesses formulierten Erwartungen zu erfüllen: „Die Sprache und Formen der Liturgie sollen den kulturellen Kontexten angepasst und ihre Schönheit und ihr Reichtum bewusster und kulturell angemessen gefördert werden. Die Vielfalt liturgischer Feiern und spiritueller Formen soll gefördert werden, um unterschiedliche Menschen zu erreichen. Die synodale Dimension der Liturgie soll stärker geachtet und klerikale Engführungen sollen unterbunden werden.“

Noch am 31. August dankte Bischof Joseph Maria Bonnemain Monika Schmid vorbehaltlos für ihre 37-jährige Tätigkeit als Seelsorgerin. Bereits im Vorfeld wusste der Bischof von Chur, dass sie nach eigenen Angaben mehrmals Eucharistie gefeiert hat und konzelebrierte. Doch der Bischof von Chur handelte erst auf öffentlichen Druck hin.

Dabei hat Monika Schmid stets verantwortungsvoll gehandelt. Es ging ihr nicht um Protest und Politik, sondern um eine authentisch gelebte Spiritualität. Die Eucharistiefeier ist von einem Kapuzinerpater geleitet worden. Einem Zeitungsbericht ist zu entnehmen, dass der Kapuziner das Brot gebrochen und den Kelch in die Hand genommen hat. Dieser Pater lebe aus einer unbeschreiblichen Glaubenstiefe, sagt Monika Schmid. Aus dieser Tiefe heraus habe er den Vorschlag gemacht, die Gebete zur Eucharistiefeier gemeinsam zu sprechen. Das Team habe dies so abgemacht, alle Beteiligten seien einverstanden gewesen.

Überall auf der Welt lebt die katholische Kirche nicht im Einklang mit ihren eigenen Vorschriften. Es gibt Doppelmoral und Doppelleben: von Priestern mit Geliebten bis hin zu Priestern, die Kinder haben. All das wird toleriert, solange es verborgen bleibt. Vom Missbrauchskomplex ganz zu schweigen.

Die Kirche mag es nicht, wenn Fakten schwarz auf weiss und unübersehbar benannt werden. Monika Schmid steht nicht für Doppelmoral, sondern für Transparenz und Synodalität.

Wir sagen laut: Seid solidarisch mit Monika Schmid! Feiert miteinander dankbar und zu Seinem Gedächtnis!

Unterschreibt, wenn ihr auch der Meinung seid, dass Monika Schmid NICHT ein weiteres Machtmissbrauchsopfer werden soll.

Reason

UNÜBERSEHBAR!

Da muss dann doch und wohl oder übel reagiert, belehrt, bedenklich getan werden. Das muss dann Konsequenzen haben. So geht das nicht!! 

Im Verborgenen können Frauen alles tun. Das wird hingenommen, selbst von römischen Klerikern : Seit Jahrzehnten in Amazonien Eucharistie feiern, Kranken die Beichte abnehmen und sie segnen, taufen und begraben. Alles ohne Weihen und oft genug auch ohne Gehalt. Und vor allem: ohne Ansehen. Die im Dunkeln sieht man nicht und die Frauen bleiben absichtsvoll unsichtbar.

Im Verborgenen konnten und können in der römischen Kirche sogar Männer Priester sein und bleiben, die LiebhaberInnen haben, die Kinder gezeugt haben und Vater wurden- sogar wenn all das in der Gemeinde bekannt ist oder war. Nur um Himmels Willen nicht schwarz auf weiß! Nicht offiziell und mit offenem Visier leben und lieben. Dann, ja DANN MUSS der Bischof das kanonische, das römische, das auf jeden Fall einzig wahre und richtige Recht bemühen. 

Und dann entblödet er sich nicht, ein Wort zu benutzen, dass ihm besser im Halse steckengeblieben wäre:

MISSBRAUCH. Das was die Seelsorgerin getan hätte sei „Liturgischer Missbrauch“.

Dies sagt ein Mann, der Kraft seines Amtes ein System mitträgt, das massenhaft sexuelle Gewalt an Kindern und Abhängigen Vorschub geleistet hat, das diese Verbrechen vertuscht und die Betroffenen nachhaltig ignoriert, retraumatisiert und diffamiert hat - und das jahrzehntelang genau diese Mentalität pflegte : Wegschauen, solange es nicht schwarz auf weiß für alle sichtbar wurde.

Der Bischof von Chur erwägt also mögliche Sanktionen einer Person gegenüber, die Tausenden von Menschen wohl tat und frohe Botschaft verbreitete mit ihrem Tun. Die niemanden verletzt hat, die nicht Macht missbraucht hat. 

Diese Reaktion ist absurd und lächerlich in ihrer gewollten Machtdemonstration. Und sie macht die Angst sichtbar. Die Angst, den letzten Zipfel Macht und Kontrolle über das „Heil“ der Menschen zu verlieren, den sie noch meinen, (oder sich und den Gläubigen einreden) in Händen zu halten. 

Der letzte Zipfel ihrer Daseinsberechtigung : Eucharistie feiern, das können nur WIR! Das dürfen nur echte geweihte Männer tun. Bei Frauen funktioniert das doch gar nicht! Da lässt sich kein Jesus blicken. Ihr braucht UNS dazu!!!

Absurdität wird sichtbar. Der Kaiser ist nackt und will es nicht wahrhaben. Und wer es laut sagt, der kann was erleben!!! 

Zum Erbarmen erbärmlich!

Sagt es laut, seid solidarisch mit Monika Schmid! Feiert miteinander dankbar und zu Seinem Gedächtnis!

Thank you for your support, Voices of Faith - Maria 2.0 from Schaan
Question to the initiator

News

Seit Jahren leite ich Agape-Feiern mit Brot und Wein. Sie gründen auf einem erneuerten Eucharistieverständnis. Dazu braucht es keine von Rom vorgeschriebene Sprache. Und vor allem keine Weihe. Geweiht sind wir alle durch Taufe und Firmung.

Die Heilige Messe ist keine Privatfeier für Leute, die sich selbst verwirklichen wollen, sondern eine Feier der ganzen Weltkirche. In der katholischen Kirche können nur vom Bischof geweihte Männer die Messe leiten und die Wandlungsworte gültig sprechen. Alles andere ist im wahrsten Sinne des Wortes "Hokus Pokus".

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