Sehr geehrter Herr Bürgermeister der Stadt Linz,

1) Rundherum hört und liest man von neuen Wohnbauprojekten in ganz Pichling. Diese haben ganz unterschiedlichste Ausmaße, zum Teil sind sie riesig, mit bis zu 700 Wohnungen auf einem Baufeld. Das ist für die Bewohner in keinster Weise nachvollziehbar. Die Planungen sind teilweise 5-geschoßig, was weder dem Ortsbild noch dem Gefüge gerecht wird. Dazu kommt, dass die Bebauung mit einer Geschossflächenzahl über 0,6 zu dicht vorgesehen ist und die Anbindung in keinster Weise gelöst oder auch nur durchdacht wirkt. Insgesamt ist kein Konzept erkennbar – man hat das Gefühl der Wildwuchs regiert auf Kosten von ganz Pichling!

2) die Verkehrssituation im Süden von Linz ist mit den beiden Nadelöhren für PKW's (Ebelsberg und Mona-Lisa-Tunnel) sowie der einzigen Straßenbahn- und Zuganbindung speziell in den Morgen- und Nachmittagsstunden (ab 16 Uhr) sehr angespannt. Straßenbahnen sind übervoll, der Takt mit den Zügen ungenügend, die Straßen sind verstopft, einen sicheren und schnellen Radweg in die Stadt gibt es nicht. Diese Situation kostet den Linzerinnen und Linzern schon jetzt viel Zeit und Geld. Durch die geplanten Wohnbauvorhaben, auch auf der ehemaligen Kaserne, wird sich die Bewohnerzahl im Süden von Linz in den nächsten Jahren fast verdoppeln. Die Überlastung aller Systeme ist damit vorprogrammiert. Aus unserer Sicht können die öffentlichen Verkehrsmittel diesen zusätzlichen Bedarf nicht aufnehmen!

Reason

Wir fordern Sie daher dringend auf, alle aktuellen Bauprojekte zu stoppen und sofort einen Masterplan für Wohnbau und Verkehr zu erarbeiten. Dieser soll anhand des (bis 2023) gültigen, Örtlichen Entwicklungskonzepts und unter ernsthafter Einbeziehung der Bevölkerung erstellt werden. Neben der schwierigen Verkehrssituation ist auch die nötige soziale Infrastruktur (Kindergärten, Schulen, Ärzte, Geschäfte, Gastronomie, Freizeit) mitzuplanen!

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News

  • Liebe Unterstützer der Petition "Aktion Zukunft Pichling",

    vielen Dank für Euro Unterschriften und Eure Unterstützung.

    Diese werden am Di, 3.7. an Hrn. Bürgermeister Luger übergeben - mit der Aufforderung, dem willkürlichem Zustopfen freier Flächen in Pichling ein Ende zu setzten und zuerst eine umfassende Planung inkl. Infrastruktur und Verkehr vorzunehmen.

    Und beim Thema Verkehr hätten wir noch eine Bitte:
    könnt Ihr bitte unter folgenden Link gegen die geplante "Ostumfahrung Linz" unterschreiben, die keine Umfahrung sondern eigentlich eine Transitstrecke durch unser Wohngebiet darstellt.

    www.kein-transit-linz.at/

    Vielen Dank!

    Liebe Grüße

    Michael Mandl für die Bürgerinitiative Linz Süd

pro

Je mehr Personen sich gegen die Willkür von Behörden und der Stadtregierung wehren, desto eher werden wir wahrgenommen. Wir werden NICHT gefragt wie es uns geht, wenn sich die Bevölkerung verdoppelt? Wir haben KEINE Rechte, nur jene anonyme Masse die kommen wird, vertreten durch die Stadtregierung. Wer vertritt uns Steuerzahler? Soviel zu Bürgerbeteiligung, Transparenz und Bürgernähe, -- alles nur inhaltsleere Worte

contra

Der Süden von Linz ist die ideale Gegen für Familien. Gerade in Pichling werden die Grundstücke immer teurer, weswegen das in-die-Höhe bauen vermutlich die einzige Möglichkeit ist, um leistbaren Wohnraum zu schaffen. Ist die Optik der Landschaft wirklich wichtiger, als Familien ein wunderschönes und trotzdem leistbares Umfeld zu schaffen?