Die Petition ist bereit zur Übergabe

at 05 Mar 2015 23:24

Liebe Saatgut-Interessierte,
liebe Besucherinnen und Besucher, Organisatorinnen und Organisatoren der Saatgut-Tauschbörsen und Saatgut-Festivals!

Es gibt sehr gute Nachrichten aus Brüssel: der EU-Saatgutgesetzesvorschlag vom 6. Mai 2013 ist endgültig erledigt.

Letzte Woche haben die EU-Kommissare 73 Gesetzesvorschläge zurückgezogen. Darunter ist auch der „Vorschlag für eine Verordnung … über die Erzeugung von Pflanzenvermehrungsmaterial und dessen Bereitstellung auf dem Markt“, die vielfach kritisierte und bekämpfte neue EU-Saatgutverordnung. Am 7. März soll die Liste mit allen zurückgezogenen Gesetzesvorschlägen im Amtsblatt der EU veröffentlicht werden.

Fast ein Jahr ist es her, dass das EU-Parlament am 11. März 2014 mit einer 95%-Mehrheit den Kommissionsvorschlag abgelehnt hatte. Lange war offen geblieben, ob die Kommission dieser Ablehnung folgen würde, denn der EU-Ministerrat hätte wohl gerne am Vorschlag weitergearbeitet. Offen bleibt nun, wann und wie die Kommission die Arbeit an einem neuen Gesetzesvorschlag starten wird; möglicherweise wird sie in den nächsten Tagen dazu Stellung nehmen.

Auf jeden Fall hat sich der hartnäckige Einsatz vieler Menschen gegen die geplante Verschärfung der Saatgutverkehrsgesetzgebung gelohnt. Herzlichen Dank allen, die sich mit der Unterzeichnung unserer Petition „Saatgutvielfalt in Gefahr“ oder anderer Petitionen daran beteiligt haben. Dank allen, die ihre Kommentare dazu abgegeben haben, die Postkarten nach Brüssel geschickt oder bei Abgeordneten angerufen haben!

Dank und weitere Ermutigung, über die Bedeutung der Vielfalt von Pflanzensorten in den Gärten und auf den Äckern zu informieren, die Bedeutung bäuerlicher Saatgutarbeit klarzumachen, selber Saatgut zu gewinnen, Saatgutbörsen zu veranstalten, Sortenerhaltung, Sortenpflege oder gar Sortenentwicklung zu betreiben: gentechnikfrei, mit traditionellen Züchtungsmethoden, auf eine gute Ausnutzung vorhandener Ressourcen ausgerichtet und mit dem Ziel, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten und zu verbessern.

Mögen immer mehr Menschen Freude an der Saatgutarbeit gewinnen und sich für die Saatgut-Souveränität von Bäuerinnen und Bauern, Gärtnerinnen und Gärtnern in aller Welt einsetzen!

Herzliche Grüße

Andreas Riekeberg,
Kampagne für Saatgut-Souveränität

Saatgut-Festivals und Saatgut-Tauschbörsen:
Sa., 7. März: Düsseldorf, Berlin, Witzenhausen, Greifswald und Gohrisch
So., 8. März: Hamburg, Berlin und Bielefeld
Informationen zu diesen und weiteren Saatgut-Tauschbörsen siehe: www.saatgutkampagne.org/diverse_boersen.html


Mit einer Spende die Arbeit der Saatgutkampagne unterstützen?
Kontoinhaber: BUKO-VzF e.V., EDG Kiel
IBAN: DE 64 2106 0237 0000 2343 89
BIC: GENODEF1EDG
Stichwort: Saatgutkampagne

Die Zeichnungsfrist ist beendet

at 12 Mar 2014 09:21

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!

Wir haben gewonnen! Das EU-Parlament hat entschieden: Der Saatgutverordnungs-Vorschlag der EU-Kommission ist politisch erledigt. In seiner gestrigen Plenarsitzung hat das Parlamentsplenum mit 511 zu 130 Stimmen eine Entschließung mit Gesetzeskraft verabschiedet, die den Vorschlag vom 6. Mai 2013 eindeutig ablehnt und die Kommission auffordert einen neuen Vorschlag vorzulegen.

Bis zuletzt war unklar gewesen: würde das Parlament eine derartige bindende Resolution verabschieden, oder würde es sich auf die bloße Bitte an die Kommission beschränken, den Vorschlag zurückzuziehen? Diese Bitte im sogenannten "rejection report" hatte sogar 650 zu 15 Stimmen erhalten. Doch das Parlament bestand dann gestern Mittag auch auf einer Abstimmung über die legislative Entschließung mit dem oben genannten Ergebnis. Quellen siehe www.saatgutkampagne.org


Von Erfolg gekrönt ist damit das jahrelange Engagement von Organisationen und Gruppen, die sich für den Erhalt und die Ausweitung der Sortenvielfalt einsetzen, die für das bäuerliche Recht auf Erzeugung und Verbreitung von Saatgut streiten oder die neue Sorten für den ökologischen Anbau züchten.

Auch wurde mit der gestrigen Entscheidung all jenen Hunderttausenden Menschen aus vielen europäischen Ländern Gehör geschenkt, die seit April 2013 verschiedene Petitionen gegen den Kommissionsvorschlag unterzeichnet hatten. Allein unsere Petition "Saatgutvielfalt in Gefahr" hatte 150.000 Unterstützerinnen und Unterstützer in 12 verschiedenen Sprachversionen gefunden.

Ihnen allen sei ganz herzlich gedankt! In einer vielfach zitierten dpa-Meldung wird auf unsere deutschsprachige Petition mit ihren 95.000 Unterschriften Bezug genommen, z.B.: kurzlink.de/Saatgut-faz-140311


Es wird jetzt darauf ankommen, das gegenwärtige - ja durchaus auch restriktive - EU-Saatgutrecht den Erfordernissen der Erhaltung und Ausweitung der Sortenvielfalt anzupassen. Damit sollte den engagierten Gruppen, Organisationen und Einzelpersonen ein vernünftiger Rechtsrahmen gegeben werden, und diese Initiativen sollten gefördert werden anstatt sie weiter zu behindern. Ein erster Schritt könnte die ohnehin seit drei Monaten überfällige Evaluierung der sogenannten Erhaltungsrichtlinien sein, dazu siehe: www.saatgutkampagne.org/erhaltungsrecht.html

Andererseits muss auch die staatliche Kontrolle des Saatgutes der Saatgutindustrie sichergestellt werden. Hier haben Konzentrationsprozesse durch Übernahmen und Verflechtungen in den letzten 30 Jahren zu einer gefährlichen Marktmacht der großen Chemie- und Saatgutkonzerne geführt. Die Saatgutindustrie wird kaum locker lassen, doch noch eine Verschärfung der Gesetzgebung in ihrem Sinne zu erreichen. Heute versuchte z.B. ihre Lobbyorganisation ESA Verwirrung zu stiften mit der Erklärung, dass die legislative Entschließung des EU-Parlamentes unzulässig und damit ungültig sei, siehe kurzlink.de/esa-seedlaw-140311 Immerhin musste der ESA-Generalsekretär Garlich von Essen auch die Stärke der Gegner den neuen Saatgutverordnung eingestehen und sprach von einer "sehr, sehr starken Kampagne".

Nun bleibt abzuwarten, wie die EU-Kommission und der EU-Ministerrat die heutigen sehr eindeutigen Abstimmungsergebnisse des EU-Parlamentes bewerten und darauf reagieren. In den Zeiten von Klimawandel und Ressourcen-Erschöpfung ist jedoch eine Umorientierung in den Anforderungen an Pflanzensorten nötig.

Wie lange werden sich Landwirtschaft und Gartenbau noch den Anbau von den High-Input-Sorten der Industrie leisten können, bei denen nur ein Bruchteil der eingesetzten Energie am Ende in Nahrungsenergie verwandelt wird? Für eine dauerhaft zukunftsfähige Landwirtschaft sind Pflanzensorten erforderlich, die eine positive Energiebilanz aufweisen. Dafür braucht es auch ein grundsätzliches Umdenken in der Saatgutgesetzgebung, und dazu ist ihrer aller Unterstützung sicherlich weiterhin nötig!

Für heute grüßt
Andreas Riekeberg

Kampagne für Saatgut-Souveränität
www.saatgutkampagne.org

Die Zeichnungsfrist ist beendet

at 10 Mar 2014 00:10

Liebe Saatgut-Engagierte,

heute schreiben wir wegen der bevorstehenden Zurückweisung des Kommissionsvorschlags für eine Saatgutverordnung durch das EU-Parlament am Dienstag, den 11.3.2014, und um eine Delegationsreise aus Kolumbien anzukündigen.

1.) Parlamentsentscheidung als Luftnummer oder wahrhaftiges Eintreten für Saatgutvielfalt und bäuerliche Rechte?

Am kommenden Dienstag, den 11. März, wird das EU-Parlament in der Plenarsitzung über eine Stellungnahme zum stark diskutierten Kommissionsvorschlag für eine neue Saatgutverordnung befinden. Es ist zu erwarten, dass das Parlament sich auch dagegen ausspricht. Die Frage ist jedoch, welche Kraft dieses Votum bekommt: wird es lediglich eine zahme Meinungsäußerung sein oder wird es eine starke Ablehnung mit Gesetzeskraft sein?

Wir fordern alle Abgeordneten des EU-Parlamentes auf, eine Entschließung mit Gesetzeskraft zu verlangen! Ein solcher Entschließungsantrag liegt für die Sitzung bereits vor, es heißt darin. "Das Europäische Parlament, ... 1. lehnt den Vorschlag der Kommission ab; 2. fordert die Kommission auf, ihren Vorschlag zurückzuziehen und einen neuen Vorschlag vorzulegen; 3. beauftragt seinen Präsidenten, den Standpunkt des Parlaments dem Rat und der Kommission sowie den nationalen Parlamenten zu übermitteln." tinyurl.com/EP-seed-resolution

Das Parlament soll am Dienstag eine solchen Entschließung mit Gesetzeskraft verabschieden! Sonst wird der Landwirtschaftsausschuss mit dem vorliegenden unzureichenden Gesetzesvorschlag weiterarbeiten müssen.

Tun Sie den Abgeordneten Ihre Forderungen kund!

Bitte greifen Sie am Montag zum Telefonhörer und rufen in Brüssel (vormittgs) oder Straßburg (nachmittags) an, um Abgeordnete aufzufordern, in Sachen EU-Saatgutrecht den Vorschlag der Kommission mit Gesetzeskraft zurückweisen. Wir als Bürgerinnen und Bürger von EU-Mitgliedsstaaten haben diese Abgeordneten schließlich gewählt, damit sie unsere Interessen zu vertreten, und wir sollen sie Ende Mai 2014 auch wieder wählen. Je früher Sie am Montag anrufen, desto besser: die Gruppen beraten an diesem Tag über ihre Positionen zur Abstimmung am Dienstag.



Wichtig sind vor allem die Mitglieder des Präsidiums des Parlamentes und die Schattenberichterstattern sowie der Vorsitzende des Agrarausschusses:

Mitglieder des Parlamentspräsidiums, mit Kontaktdaten von www.europarl.europa.eu/meps/de/map.html

aus Deutschland und Österreich:
Martin SCHULZ: Brüssel: +32(0)2 28 45503, Straßburg: +33(0)3 88 1 75503
Hannes SWOBODA: Brüssel: +32(0)2 28 45716, Straßburg: +33(0)3 88 1 75716
Rebecca HARMS: Brüssel: +32(0)2 28 45695, Straßburg: +32(0)2 28 45695
Gabriele ZIMMER: Brüssel: +32(0)2 28 45101, Straßburg: +33(0)3 88 1 75101


Der Vorsitzende und die Schattenberichterstatter/innen des Agrarausschusses:

Vorsitzender Paolo DE CASTRO: Brüssel: +32(0)2 28 45520, Straßburg: +33(0)3 88 1 75520
Schattenberichterstatter/innen:
Karin KADENBACH (Sozialdemokraten): Brüssel: +32(0)2 28 45475, Straßburg: +33(0)3 88 1 75475
Martin HÄUSLING: (Grüne/EFA): Brüssel: +32(0)2 28 45820, Straßburg: +33(0)3 88 1 75820
George LYON (Liberale): Brüssel: +32(0)2 28 45628, Straßburg: +33(0)3 88 1 75628
Julie GIRLING (Konservative): Brüssel: +32(0)2 28 45678, Straßburg: +33(0)3 88 1 75678


2.) Proteste gegen Saatgutgesetze und Auswirkungen von Handelsabkommen in Kolumbien

Eine dreiköpfigen Delegation aus Kolumbien beginnt heute (7.3.) ihre einmonatige Europa-Informationsreise über die Kämpfe für bäuerliches Saatgut und gegen die Auswirkungen von Freihandelsabkommen.

Cyntia OSORIO und Alba PORTILLO CALVACHE vertreten das kolumbianische
"Netzwerk der ErhalterInnnen der einheimischen kreolischen Sorten". Albeiro CATUCHE ist Mitglied der Nationalen Agrar-Koordination in Kolumbien (CNA), die die Proteste der Bauern koordiniert.

Alle drei informieren aus erster Hand über die Auswirkungen der Freihandelsabkommen USA-Kolumbien und EU-Kolumbien in ihrem Land. Diese Abkommen haben im Jahr 2013 erhebliche Proteste in Kolumbien ausgelöst. Die Proteste gehen von der ländlichen Bevölkerung aus und haben breite Unterstützung in der Bevölkerung bekommen.

10.-12.3.: Südniedersachsen, Saarbrücken und Freiburg
14.-18.3.: Zürich, Basel und Genf
21.-25.3.: Villach, Klagenfurt, Graz und Wien
Reiseplan und Hintergrundinformationen unter www.saatgutkampagne.org/kolumbien.html

Einen aktiven Saatgut-Frühling wünscht
Andreas Riekeberg

Kampagne für Saatgut-Souveränität
www.saatgutkampagne.org

Änderungen an der Petition

at 14 Nov 2013 14:58

Jetzt deutscher Titel, da viel mehr deutsche als schwedische UnterzeichnerInnen.
Now German title, because more signatories from Germany than from Sweden.
Neuer Titel: Mångfalden av fröer hotas Saatgutvielfalt in Gefahr - Nej till EU:s inskränkande regler till förmån för utsädesindustrin gegen eine EU-Saatgutverordnung zum Nutzen der Saatgut-Industrie Neuer Petitionstext: Mångfalden av fröer hotas - Nej till EU:s inskränkande regler till förmån för utsädesindustrin

Ärade medlemmar av kommisionen, parlamentet och rådet!

Nya regleringar för frön håller på att formuleras i Bryssel. Om DG Helth and Consumers planer blir en verklighet kommer gamla och ovanliga varianter av frukt, grönsaker och säd försvinna från marknaden. Formuleringen förhindrar dessa ovanliga sorter samt de anpassade för organisk odling genom snårig byråkrati medan storföretagens makt över jordbruket stärks ytterligare.

De nuvarande tillgängliga formuleringarna av den nya fröregleringen kommer att företräda en monopolisering av frömarknaden till ett fåtal industriella företag. Det är oacceptabelt. En ny reglering av frömarknaden i EU måste tillåta diversitet. Både variationer anpassade för småskaligt bruk och ekologiskt bruk. Dessa diversa frösorter måste finnas tillgängliga inte bara i genbanker, utan även på den öppna marknaden. Och detta utan byråkratiska förhinder.

Därför kräver vi: inga krav på registrering! Förutom detta kräver vi att de nuvarande registrationskriterierna måste sänkas för varianter som är lämpade för organisk odling på grund av dess värde som mångfald och så att vårt åkerbruk behåller sin anpassningsförmåga till klimatförändringar, nya skadedjur och sjukdomar samt för mer ekologiskt hållbara livsstilar.

Varken den nuvarande EU lagstiftningen för fröregulering eller den som nu är informellt inlämnad som utkast för ändringar uppfyller dessa våra krav. De hotar mångfalden hos frön och därmed även mänsklighetens gemensamma kulturarv i brukandet av jorden. Nuvarande lag och utkastet hotar även ekologiskt hållbara födosystem och existerar bara för att gynna kemikalieindustrin runt jordbruket.

Därför uppmanar vi er, EU kommisionen, parlamentet och rådsmedlemmar att förkasta alla förslag till lagändring som inte fullföljer ovanstående kriterier. Det måste vara slut på förstörelsen av frödiversiteten i Europa, vår framtid kan hänga på det!

For more information visit:
- Campaign for Seed-Sovereignty www.seed-sovereignty.org/SV
- FOBO www.fobo.se/nyheter/index.shtml



Saatgutvielfalt in Gefahr - gegen eine EU-Saatgutverordnung zum Nutzen der Saatgut-Industrie -

Sehr geehrte Mitglieder der EU-Kommission,
sehr geehrte Mitglieder des EU-Parlamentes,
sehr geehrte Mitglieder des EU-Ministerrates!

Derzeit wird in Brüssel eine neue EU-Saatgutverordnung vorbereitet. Wenn die Pläne der Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherpolitik aufgehen, werden noch mehr seltene und alte Sorten von Obst, Gemüse und Getreide vom Markt verschwinden. Diesen Vielfaltssorten und auch den Öko-Sorten werden bürokratische Steine in den Weg gelegt, während die Macht der Agroindustrie weiter gestärkt wird.

Die derzeit bekannten Entwürfe für eine neue EU-Saatgutverordnung fördern die Konzentration von Saatgut in den Händen weniger Konzerne der Saatgut-Industrie. Das ist inakzeptabel. Eine neue EU-Saatgutverordnung muss für Vielfaltssorten, bäuerliche Sorten und Öko-Züchtungen geeignete Voraussetzungen schaffen. Vielfaltssorten müssen nicht nur in Genbanken, sondern ohne Bürokratie auf dem Markt verfügbar sein: Daher: keine amtliche Zulassungspflicht! Ausserdem müssen die derzeitigen Zulassungsbedingungen bei Sorten für den Öko-Landbau erleichtert werden, damit unsere Landwirtschaft sich an veränderte Bedingungen wie den Klimawandel, an neue Krankheiten, Schädlinge und einen ökologischeren Lebensstil anpassen kann.

Weder das geltende Saatgutrecht noch die bisher informell vorgelegten Reform-Entwürfe erfüllen diese Anforderungen. Sie bedrohen die Saatgut-Vielfalt und damit das gemeinsame agri-kulturelle Erbe der Menschheit, sie greifen nachhaltige Ernährungssysteme und die ökologische Landwirtschaft an und stehen im Dienst der agro-chemischen Industrie.

Wir fordern Sie – die Mitglieder von Kommission, Parlament und Ministerrat der EU – auf, jeden Vorschlag für eine neue Saatgut-Verordnung zurückzuweisen, der diese Anforderungen nicht erfüllt!

Keine weitere Zerstörung der landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Sortenvielfalt in Europa!

Weitere Informationen erhalten Sie bei den InitiatorInnen der Petition:
- Kampagne für Saatgut-Souveränität, www.saatgutkampagne.org / www.seed-sovereignty.org
- Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt e.V., www.kulturpflanzen-nutztiervielfalt.org
- Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V., www.nutzpflanzenvielfalt.de

Änderungen an der Petition

at 20 Oct 2013 13:44

Inkom översättning till tyska
Neuer Petitionstext: Ärade medlemmar av kommisionen, parlamentet och rådet!

Nya regleringar för frön håller på att formuleras i Bryssel. Om DG Helth and Consumers planer blir en verklighet kommer gamla och ovanliga varianter av frukt, grönsaker och säd försvinna från marknaden. Formuleringen förhindrar dessa ovanliga sorter samt de anpassade för organisk odling genom snårig byråkrati medan storföretagens makt över jordbruket stärks ytterligare.

De nuvarande tillgängliga formuleringarna av den nya fröregleringen kommer att företräda en monopolisering av frömarknaden till ett fåtal industriella företag. Det är oacceptabelt. En ny reglering av frömarknaden i EU måste tillåta diversitet. Både variationer anpassade för småskaligt bruk och ekologiskt bruk. Dessa diversa frösorter måste finnas tillgängliga inte bara i genbanker, utan även på den öppna marknaden. Och detta utan byråkratiska förhinder.

Därför kräver vi: inga krav på registrering! Förutom detta kräver vi att de nuvarande registrationskriterierna måste sänkas för varianter som är lämpade för organisk odling på grund av dess värde som mångfald och så att vårt åkerbruk behåller sin anpassningsförmåga till klimatförändringar, nya skadedjur och sjukdomar samt för mer ekologiskt hållbara livsstilar.

Varken den nuvarande EU lagstiftningen för fröregulering eller den som nu är informellt inlämnad som utkast för ändringar uppfyller dessa våra krav. De hotar mångfalden hos frön och därmed även mänsklighetens gemensamma kulturarv i brukandet av jorden. Nuvarande lag och utkastet hotar även ekologiskt hållbara födosystem och existerar bara för att gynna kemikalieindustrin runt jordbruket.

Därför uppmanar vi er, EU kommisionen, parlamentet och rådsmedlemmar att förkasta alla förslag till lagändring som inte fullföljer ovanstående kriterier. Det måste vara slut på förstörelsen av frödiversiteten i Europa, vår framtid kan hänga på det!

For more information visit:
- Campaign for Seed-Sovereignty www.seed-sovereignty.org/SV
- FOBO www.fobo.se/nyheter/index.shtml



Saatgutvielfalt in Gefahr - gegen eine EU-Saatgutverordnung zum Nutzen der Saatgut-Industrie -

Sehr geehrte Mitglieder der EU-Kommission,
sehr geehrte Mitglieder des EU-Parlamentes,
sehr geehrte Mitglieder des EU-Ministerrates!

Derzeit wird in Brüssel eine neue EU-Saatgutverordnung vorbereitet. Wenn die Pläne der Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherpolitik aufgehen, werden noch mehr seltene und alte Sorten von Obst, Gemüse und Getreide vom Markt verschwinden. Diesen Vielfaltssorten und auch den Öko-Sorten werden bürokratische Steine in den Weg gelegt, während die Macht der Agroindustrie weiter gestärkt wird.

Die derzeit bekannten Entwürfe für eine neue EU-Saatgutverordnung fördern die Konzentration von Saatgut in den Händen weniger Konzerne der Saatgut-Industrie. Das ist inakzeptabel. Eine neue EU-Saatgutverordnung muss für Vielfaltssorten, bäuerliche Sorten und Öko-Züchtungen geeignete Voraussetzungen schaffen. Vielfaltssorten müssen nicht nur in Genbanken, sondern ohne Bürokratie auf dem Markt verfügbar sein: Daher: keine amtliche Zulassungspflicht! Ausserdem müssen die derzeitigen Zulassungsbedingungen bei Sorten für den Öko-Landbau erleichtert werden, damit unsere Landwirtschaft sich an veränderte Bedingungen wie den Klimawandel, an neue Krankheiten, Schädlinge und einen ökologischeren Lebensstil anpassen kann.

Weder das geltende Saatgutrecht noch die bisher informell vorgelegten Reform-Entwürfe erfüllen diese Anforderungen. Sie bedrohen die Saatgut-Vielfalt und damit das gemeinsame agri-kulturelle Erbe der Menschheit, sie greifen nachhaltige Ernährungssysteme und die ökologische Landwirtschaft an und stehen im Dienst der agro-chemischen Industrie.

Wir fordern Sie – die Mitglieder von Kommission, Parlament und Ministerrat der EU – auf, jeden Vorschlag für eine neue Saatgut-Verordnung zurückzuweisen, der diese Anforderungen nicht erfüllt!

Keine weitere Zerstörung der landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Sortenvielfalt in Europa!

Weitere Informationen erhalten Sie bei den InitiatorInnen der Petition:
- Kampagne für Saatgut-Souveränität, www.saatgutkampagne.org / www.seed-sovereignty.org
- Dachverband Kulturpflanzen- und Nutztiervielfalt e.V., www.kulturpflanzen-nutztiervielfalt.org
- Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e.V., www.nutzpflanzenvielfalt.de Neue Begründung: The current EU seed regulations stem from a time in which environmental protection, nature and biological diversity were underestimated. There were numerous breeding enterprises which put an extensive diversity of varieties on the market. Most of these varieties could be re-sown after harvest, a technique which has existed for thousands of years, throughout agricultural history.

In the 1980s, two new terms had to be developed for what previously had just been common practice: firstly „farmers’ rights“ and secondly „open pollinated“ varieties (the seeds of which produce the same variety unless they cross with similar varieties). This is due to the fact that the seed market changed dramatically. Today, the ten biggest companies dominate three-quarters of the worlds’ seed market, and more than half of the global market comes from the chemical industry.

Most of the varieties are subject to legal and technical restrictions, which undermine re-sowing seed saved by the growers themselves. An official approval for the marketing of varieties was introduced, and the criteria for this are adapted to industrial varieties. Productivity and increasing world population were used to justify these developments. The comprehensive report of the International Assessment of Agricultural Knowledge, Science and Technology for Development (IAASTD) illustrates the instability of this approach.

Crop diversity has largely disappeared from the market. This concerns the diversity of non-registered varieties - they are traded by thousands of intrepid citizens in Europe without the required registration. Today, we rely on the extensive expertise of these people, and we should encourage the increasing amount of people engaging in this activity, not only as a hobby but also to generate income and a livelihood from it.

A second important aspect is that hardly any appropriate varieties have been bred specifically for organic agriculture by virtue of their diversity. However, organic farming needs plants that are powerful without chemicals. This is only possible with a wide-ranging, natural gene pool. Such varieties are routinely deemed to be unacceptable for registration under the current criteria for seed registration.


Begründung:

Die bisherigen Vorschriften des EU-Saatgutrechtes stammen überwiegend aus einer Zeit, in der der Schutz der Umwelt, der Natur, und der biologischen Vielfalt in der Landwirtschaft eine zu geringe Rolle spielte. Es gab zahlreiche Züchterfirmen, die eine große Sortenvielfalt auf den Markt brachten. Die meisten dieser Sorten konnte man nach der Ernte wieder aussäen, wie es in der gesamten Geschichte der Landwirtschaft selbstverständlich war.

In den 1980er Jahren mussten zwei neue Begriffe für das Selbstverständliche gefunden werden: erstens „Bäuerliche Rechte“ und zweitens „samenfeste“ (nachbaubare) Sorten. Denn der Saatgutmarkt nahm völlig andere Züge an. Heute beherrschen die zehn größten Saatgutanbieter Dreiviertel des Weltmarktes, und die Hälfte des Saatguts auf dem Weltmarkt stammt aus der chemischen Industrie.

Die meisten Sorten unterliegen rechtlichen und technischen Beschränkungen, die den Nachbau unterbinden. Es wurde eine amtliche Zulassung von Sorten für die Vermarktung eingeführt, und die Kriterien dafür wurde auf die industriellen Sorten zugeschnitten. Produktivität und Ernährung der Weltbevölkerung mussten herhalten, um diese Entwicklung zu begründen. Der umfassende Bericht des Weltagrar-Rates hat die Haltlosigkeit dieses Ansatzes vor Augen geführt.

Die Kulturpflanzenvielfalt ist weitgehend vom Markt verschwunden. Dies betrifft zum einen die Vielfalt von nicht zugelassenen Sorten – sie werden von tausenden unerschrockenen BürgerInnen in Europa ohne die vorgeschriebene Zulassung gehandelt. Heute sind wir auf die umfangreichen Fachkenntnisse dieser Menschen angewiesen, und es ist begrüßenswert, dass immer mehr diese Tätigkeit nicht nur als Hobby betreiben, sondern daraus auch Einnahmen und einen Lebensunterhalt erwirtschaften wollen.

Ein zweiter wichtiger Aspekt ist, dass für den Ökolandbau kaum eigene Sorten gezüchtet wurden. Die ökologische Landwirtschaft braucht jedoch Pflanzen, die ohne Chemie leistungsfähig sind. Das kann nur eine breite natürliche genetische Ausrüstung. Solche Sorten fallen regelmäßig durch die geltenden Zulassungskriterien.

Petition in Zeichnung

at 10 Oct 2013 18:34

Ledamot av Europaparlamentet kritiserar förslaget till ny EU-utsäde reglering / MEPs criticize proposal for new EU seed regulation

(Preliminary note: If anyone could translate the text into Svenska, please send it to info@seed-sovereignty.org. I will send it to the signatories of this petition.)

The Campaign for Seed Sovereignty recognizes the criticism of the proposed EU seed regulation (tinyurl.com/eu-prop-sv) following the statements by some MEPs in the AGRI committee of the EU-Parliament.

In their meeting on Monday, the 30th of September Martin HÄUSLING (Greens/EFA; Germany), Ulrike RODUST (S&D; Germany), Britta REIMERS (ALDE; Germany) and Karin KADENBACH (S&D; Austria) took the floor and criticized the strengthening of the concentration in the seed market and the large number of delegated acts. They asked for the deregulation of small producers, and for the transparency of breeding methods.

John Stuart AGNEW (EFD; UK) stressed the need for the exclusion of private persons from the scope of the regulation. Marc TARABELLA (S&D; Belgium) asked for free of seed exchange between farmers. Georg LYON (ALDE; UK) asked if the new regulation would really be a simplification.

Very in favor of the proposed regulation was rapporteur Sergio SILVESTRIS (EPP; Italy) and Herbert DORFMANN (EPP; Italy). Astonishingly both seemed unable or unwilling to differentiate between registration of varieties and the certification of PRM-lots. Even the shadow rapporteur Luis Manuel CAPOULAS SANTOS (S&D; Portugal) pledged his support for the proposal, who chose to focus on the identity of varieties and sanitary aspects, both issues referred to by Silvestris in his reply to the statements of the other MEPs.

Officer POUDELET of the DG SANCO from the EU-commission clarified the point of farmers seeds: “If a farmer is selling seed to another farmer, in other words there is a sale involved with a profit motive, than clearly he has got to go through the certification hoops”. This intensification of control over farmers seeds was an issue addressed by the Campaign just before the AGRI-meeting.

Watch the video of the meeting with an English translation here bifurcatedcarrots.eu/euparl/agri30sept_en.wmv or request a link for download in Latvian via: tinyurl.com/kukbuoh (A=16:06:25; B=17:02:00)

On 24th of November the seed regulation will be again on the agenda of COM-AGRI. It is important to send strong messages to the members of the committee with our demands; the scope of the regulation has to be the marketing of seeds above certain limits, farmers seeds and seeds of diversity varieties have to be excluded from the scope of the regulation, organic varieties need special registration procedures and we demand transparency concerning modern breeding methods!

Underteckna petitionen här: www.openpetition.de/petition/online/mngfalden-av-froeer-hotas-nej-till-eu-s-inskraenkande-regler-till-foermn-foer-utsaedesindustrin#googtrans(de%7Csv)


Stark oro över förslaget / Strong concerns over the proposal

For the first time not only is the marketing of seeds in the scope of the European seed law, but also potentially the production of seeds. The effect would be that farms and nurseries, which are producing seeds for themselves of for the exchange with their neighbors, are under the regulation and would be obliged to keep information on many of their activities (paragraphs 6 – 8 of the proposal). This would be a heavy burden, especially for subsistence farming in eastern and southern Europe. It's very important for all farmers to have the ability to resow their own seeds, without legal barriers or administrative burden.

Besides this, a regulation would have much more impact than the current directives. A European regulation doesn't leave space for local interpretation or implementation, so it's not possible to adopt it to specific demands of the agricultural structures in member states.

Furthermore the basic problem of the reform of the EU seed law is the preferential treatment of highly homogeneous and highly stable DUS varieties. These varieties are adopted to agrochemicals and to the processing conditions of the food industry, which demand uniform, transportable and storable crops. This will only cause further contraction of agricultural biological diversity in Europe.

This change in seed policy should focus on the support and stimulation of real diversity in seed varieties. Important are varieties which are adopted to the regional conditions of soil and climate, those suited to home and artisanal processing, as well as those which provide a diversity of tastes and have a broad genetic base. To continue the current principles of seed legislation, to extend the scope of the seed law and to keep the DUS varieties as a standard, would mean the acceleration of the erosion of agricultural biodiversity, and put the nutritional basis for the coming age into jeopardy.

Andreas

Petition in Zeichnung

at 13 Jun 2013 15:24

Sorry,
the last mail should have been sent the signatories of the German petition.
Best regards
Andreas Riekeberg

Petition in Zeichnung

at 13 Jun 2013 14:55

Liebe Saatgut-Interessierte,

eine Koalition von über 20 Organisationen für Saatgut-Vielfalt aus mehr
als 12 Staaten der EU von Irland bis Griechenland, von Portugal bis
Lettland hat zur heutigen Konferenz der EU-Organe über das Maßnahmenpaket
„smarter rules for safer food“ eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben.
www.seed-sovereignty.org/PDF/joint_statement_seed_legislation_2013-06-12_web.pdf

Darin nimmt diese Koalition im Wesentlichen die Erklärung der Kampagne für
Saatgut-Souveränität vom 4. Juni auf. Die Kampagne hatte unter dem Titel
„Jubelruf der Saatgutindustrie – Ein Warnsignal für Vielfalts-Saatgut!“
ein Schreiben der Lobbyagentur der Saatgutindustrie ESA (Europan Seed
Association) kritisiert und eigene Forderungen in Bezug auf den
Saatgutmarkt formuliert.
www.saatgutkampagne.org/PDF/PE_Saatgutkampagne_Jubelruf_der_Industrielobby_ESA_2013-06-04.pdf

Die Schlussfolgerung der Erklärung vom 4. Juni: „Man braucht keine derart
restriktive und bürokratische Gesetzgebung um qualitätsvolles und gesundes
Saatgut zu erzeugen, auch die Saatgutindustrie nicht! Dass die ESA dieses
Gesetzeswerk begrüßt, zeigt aber, wie wenig sicher sie sich des von ihr
angebotenen Saatgutes ist. Sie hat Angst vor dem freien Wettbewerb mit
bäuerlichem, ökologischem und Vielfalts-Saatgut. Die ESA fordert die
restriktive und bürokratische Gesetzgebung, weil die Bürokratielasten nur
von Saatgut-Konzernen mit einer erheblichen Größe und einem großen
Absatzvolumen an Saatgut pro Sorte zu bewältigen sind! So fördert der
Gesetzesvorschlag die ohnehin besorgniserregende Konzentration im
Saatgutmarkt.“

Im gemeinsamen Standpunkt heißt es „In summary, you do not need such a
restrictive and bureaucratic legislation to produce seed of high quality,
even the seed industry does not need that, do they? The fact that ESA
demands restricted market access, only for their own category of
varieties, shows how insecure they are with regard to market success of
such seeds. It seems that ESA is afraid of free competition with farmers'
varieties, with varieties bred for organic farming, and with diversity
varieties – even though these varieties comprise only a small part of the
seed market. ESA demands a bureaucratic legislation, because the
administrative burdens can only be covered by multinationals with huge
seed sales volumes or, simply, enough financial means. The proposed PRM
legislation is strengthening the already extreme high concentration in the
seed market. “

Über diesen gemeinsamen Standpunkt wurden im Vorfeld der heutigen
Konferenz verschiedene Mitglieder des EU-Parlamentes informiert, u.a.
deutsche Angeordnete des Landwirtschaftsausschusses und des
Umweltausschusses.

Anhang:
„Joint statement on the proposal on legislation about plant reproductive
material“ vom 12.6.2013

Tagesordnung der Konferenz der EU-Organe am 13.6.2013:
ec.europa.eu/dgs/health_consumer/information_sources/docs/agenda_13062013.pdf

Herzliche Grüße

Andreas Riekeberg
Kampagne für Saatgut-Souveränität
www.seed-sovereignty.org | www.saatgutkampagne.org

Petition in Zeichnung

at 13 Jun 2013 14:51

JOINT STATEMENT ON THE PROPOSAL ON LEGISLATION ABOUT PLANT REPRODUCTIVE MATERIAL
www.seed-sovereignty.org/PDF/joint_statement_seed_legislation_2013-06-12_web.pdf

On the 13th of June, the EU Commission will hold a conference in Brussels with the EU Parliament and EU Council to explain the package “smarter rules for safer food“ on seed marketing, plant pests, animal health and related official controls.

Whilst in the preamble, the proposal for the plant reproductive material law looks as if every effort is being made to preserve and promote agricultural biodiversity and on-farm conservation, the reality is that the opposite is happening. New rules and restrictions have been created which hamper the freedom of farmers and seed saving organisations. In addition, the “niche” (art. 36) is not going to work in a practical sense, because of the restrictions assigned to “niche” sector and the perspective of them being further tightened by means of “Delegated Acts” by the EU Commission at any stage.

The main lobby organization of the seed industry ESA has in a letter to MEPs expressed their satisfaction with the proposal in an alarming way (www.seed-sovereignty.org/PDF/ESA_to_EU_Parliament.pdf).
ESA writes “The proposals of the European Commission … pave the way for establishing a modern, dynamic, harmonised and simplified legal framework for seed.”
What does this sentence of ESA mean?
1.) In this context, ”modern” means: The law is made for the demands of the seed industry; more precisely to facilitate the commercialization of varieties dependent on fertilizers, pesticides and other chemicals in order to increase agricultural productivity. This deprives European citizens of the choice for another agricultural model which does not affect the water tables and the soil. Some “modern” biotechnological breeding methods, which are not classified as “classic” genetic manipulation and do not require special labelling, result in infertile plants. This is a danger for agro-biodiversity.
We demand transparency in breeding methods! European citizens must have a choice of which agricultural development they want to support. Therefore proprietary and non-reproducible varieties must be labelled as such.

2.) “Dynamic” probably refers to the many Delegated Acts, more than 30. With these Delegated Acts, the Commission reserves the right to formulate the details of the legislation at a later date by committee vote without approval of the Parliament. Not only technical details, but many important issues are left open. The proposal is only a “legal framework” that is later defined by committees heavily influenced by industry.
We demand that the EU Parliament should not adopt such a black box.
3.) “Harmonised” refers to the fact that this law will be valid without national adaptation in all EU states. This is for the benefit of transnational corporations of the seed and agrochemical industries; they want to sell to a common market.
We demand that the EU member states have room to adapt the law to local needs of agriculture and horticulture.

4.) The ESA welcomes the alleged “farmers’ access to the best plant varieties”.
We strongly question the idea that the varieties of the seed industry are the best. They are the ones adapted to agrochemicals and to industrial agriculture and industrial processing of food. These are not adapted to local soil and climate, not adapted to small scale agriculture nor to the tastes of people in the different member states.

5.) The ESA does not tell us the true costs of their industrial seed production: the farmers' loss of independence, their ability to produce seeds and other propagating material themselves, the loss of soil fertility and the loss of the fauna and flora in the forests and fields due to the use of agrochemicals.
We demand that farmers and gardeners should be able and allowed to produce and exchange their own seeds and propagating material, without niche limitations and without mandatory registration of operators, without any mandatory registration of plant varieties and without any mandatory certification or registration of seed lots! Especially seeds not covered with Intellectual Property Rights should be exempt from mandatory registration.

In summary, you do not need such a restrictive and bureaucratic legislation to produce seed of high quality, even the seed industry does not need that, do they? The fact that ESA demands restricted market access, only for their own category of varieties, shows how insecure they are with regard to market success of such seeds. It seems that ESA is afraid of free competition with farmers' varieties, with varieties bred for organic farming, and with diversity varieties – even though these varieties comprise only a small part of the seed market. ESA demands a bureaucratic legislation, because the administrative burdens can only be covered by multinationals with huge seed sales volumes or, simply, enough