Nein zur Schliessung der Landesämter!!!

Petitioner not public
Petition is addressed to
Südtiroler Landesregierung

498 Signatures

The petition was withdrawn by the petitioner

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  1. Launched December 2024
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News

01/28/2025, 07:46

Sehr geehrte Frau Eheim,

werte Unterstützer der Petition zur Schließung der Landesämter am Freitag Nachmittag,

vielen Dank für Ihre Stellungnahme und Argumentation. Viele dieser Punkte sind auch im Rahmen der Vertragsverhandlungen im Vorfeld der Unterzeichnung aufgekommen, auch die Option einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten samt fakultativ freiem Freitag Nachmittag wurde intensiv diskutiert.

Wir wollten mit unserer Maßnahme aber einen Schritt weiter gehen und den Bediensteten nicht nur die Möglichkeit geben, das Wochenende und damit die Erholungszeit zu verlängern, sondern einen Anspruch darauf schaffen. Das ging nur durch Schließung der Landesämter, da eine fakultative Öffnung bedeuten würde, dass weiterhin Sitzungen stattfinden bzw. Arbeiten zugeteilt werden könnten, die dann auch die (unfreiwillige) Präsenz einiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voraussetzen würden.

Es ist uns durchaus bewusst, dass diese Umstellung für manche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine organisatorische Herausforderung darstellt und eine Anpassung der familiären Rhythmen bedingt. Bitte vergessen Sie aber nicht, dass sie für viele weitere auch eine große Erleichterung ist. Ein Beispiel sind gerade jene Eltern, die am Freitag Nachmittag bisher Kinderbetreuung und Smart Working verbinden mussten, da viele Schulen und Kindergärten bereits zur Mittagszeit schließen – bei ungemeinem Stressniveau. Durch die Schließung der Ämter haben diese Bediensteten und ihre Kinder nun Möglichkeit, den Nachmittag im Freien zu verbringen oder gemeinsam etwas zu unternehmen.

Wir waren der Überzeugung, dass die Mehrbelastung, die die Verteilung der Nachmittagsstunden auf die anderen Arbeitstage mit sich bringt, durch den Vorteil eines verlängerten Wochenendes mehr als kompensiert wird. Durch den Wegfall der Kernzeiten am Nachmittag steht es den Bediensteten zudem frei, diese halbe Stunde in der Mittagszeit aufzuholen, früher ins Büro zu kommen oder später zu gehen, bzw. die zwei umverteilten Stunden an einem einzigen oder zwei Tagen im Block zu erbringen. Auch die neue Möglichkeit zur Verwendung der Essensgutscheine rund um die Uhr unterstützt diese Flexibilität.

In meinen Augen ist es wichtig und nötig, dass wir uns mit dem Thema einer kürzeren Arbeitswoche befassen und neue Arbeitszeitmodelle wagen - als Arbeitgeber genauso wie als gesamte Gesellschaft. Dieser Vorschlag war kurzfristig umsetzbar und ist nicht mit Mehrkosten verbunden. Andere Optionen, etwa die Reduzierung der Wochenarbeitszeit, sind hingegen komplexer in der Umsetzung und erfordern längere Vorlaufzeiten. Aber auch dieser Diskussion werden wir uns stellen müssen und ich denke, dass die Erprobung neuer Wege auf diesem Weg nur förderlich sein kann.

Der Bereichsvertrag lässt darüber hinaus den direkten Vorgesetzten viel Spielraum, um besondere Bedürfnisse der Bediensteten bei der Arbeitszeitregelung zu berücksichtigen, sofern effektive Schwierigkeiten bei der Einhaltung der neuen Zeiten bestehen. Ich bin zuversichtlich, dass im Rahmen der Möglichkeiten, die der Bereichsvertrag eröffnet, für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter eine vertretbare Lösung gefunden werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Magdalena Amhof
Landesrätin


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