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Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
vielen Dank für eure Geduld. Auch wenn ihr in den vergangenen Wochen nichts von mir gehört habt, war ich in dieser Zeit alles andere als untätig. Hinter den Kulissen ist einiges geschehen, worüber ich euch heute informieren möchte.
Leider zeigt sich weiterhin, dass selbst Anliegen, die von fast 10.000 Menschen unterstützt werden, von vielen politischen Entscheidungsträgern unbeantwortet bleiben.
Nachdem ich die Petition an sämtliche niederösterreichischen Bundesrätinnen und Bundesräte übermittelt hatte, blieb jede Rückmeldung aus.
Auch meine Nachfrage vom 30. Juni wurde bis heute nicht beantwortet.
Dass auf ein Anliegen mit 9.694 Unterstützerinnen und Unterstützern – davon 7.146 aus Niederösterreich – überhaupt keine Reaktion erfolgt, halte ich im Hinblick auf den demokratischen Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie ihren gewählten Vertreterinnen und Vertretern für äußerst bedenklich.Ähnlich ernüchternd fällt die Bilanz meiner Schreiben an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister jener 240 Gemeinden aus, die sich nicht am Katzenkastrationsprojekt beteiligen. Lediglich 20 Rückmeldungen sind eingegangen. Auch das zeigt leider, wie wenig Interesse vieler Verantwortlicher besteht, sich mit diesem Thema und den Anliegen engagierter Bürgerinnen und Bürger auseinanderzusetzen.
Darüber hinaus habe ich den parlamentarischen Antrag der NEOS sowie die Antworten von Landesrätin Susanne Rosenkranz eingehend analysiert. Dabei zeigte sich aus meiner Sicht, dass zahlreiche Fragen unbeantwortet geblieben sind bzw. lediglich sehr allgemein beantwortet wurden. Die daraus entstandene Analyse habe ich sowohl an Landesrätin Rosenkranz als auch an Edith Kollermann (NEOS), die den Antrag eingebracht hatte, übermittelt.
Zwischenzeitlich wurde ich durch eine Unterstützerin unserer Petition darüber informiert, dass die SPÖ Niederösterreich einen Resolutionsantrag zum Thema Streunerkatzen in den Landtag eingebracht hat. Der Antrag wurde von ÖVP und FPÖ abgelehnt.
Die Ablehnung dieses Resolutionsantrags durch ÖVP und FPÖ erscheint auch deshalb bemerkenswert, weil dieselben beiden Parteien zuvor bereits den Antrag „Blaulicht für die Tierrettung“ abgelehnt hatten – ebenfalls ein wichtiges Tierschutzanliegen. Umso mehr interessiert mich, welche fachlichen oder rechtlichen Gründe diesmal für die Ablehnung ausschlaggebend waren.Ich war zunächst überrascht, dass sich die SPÖ in ihrem Resolutionsantrag ausdrücklich auf unsere Petition bezog, ohne mich darüber zu informieren. Nachdem ich dies in einem offenen Schreiben angesprochen hatte, wurde ich zu einem persönlichen Gespräch eingeladen.
Das Gespräch zeigte, dass die Einschätzungen innerhalb des Klubs durchaus unterschiedlich sind. Während der Klubobmann die Thematik vor allem aus kommunaler Sicht beurteilte und einer verpflichtenden Teilnahme aller Gemeinden kritisch gegenüberstand, hatte ich im anschließenden Austausch mit dem Klubdirektor den Eindruck, dass er die bestehenden Vollzugsprobleme erkannt hat und ernsthaft nach Lösungen sucht. Gemeinsam haben wir mögliche weitere Schritte und Strategien besprochen. Wie sich diese Gespräche letztlich auf die politische Arbeit auswirken werden, bleibt abzuwarten. Wir stehen jedenfalls weiterhin in regelmäßigem Austausch.
Die Petition hat gezeigt, dass tausende Menschen nicht länger wegsehen möchten. Lasst uns diesen gemeinsamen Einsatz fortsetzen.
Ihr könnt selbst aktiv werden, indem ihr eure Gemeinde fragt, ob sie am Katzenkastrationsprojekt „Kastriere 1, rette 100“ teilnimmt. Falls nicht, erkundigt euch nach den Gründen und bittet eure Gemeinde, dem Projekt beizutreten.
Ebenso könnt ihr eure gewählten politischen Vertreterinnen und Vertreter darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine nachhaltige Lösung des Streunerkatzenproblems für euch ist. Jede sachliche Rückmeldung aus der Bevölkerung trägt dazu bei, dass dieses Thema nicht in Vergessenheit gerät.
Wenn ihr Antworten von eurer Gemeinde oder von politischen Vertreterinnen und Vertretern erhaltet, freue ich mich, wenn ihr sie mir weiterleitet. So erhalten wir gemeinsam ein noch umfassenderes Bild darüber, wie mit diesem wichtigen Tierschutzanliegen in Niederösterreich umgegangen wird.
Vielen Dank, dass ihr dieses wichtige Anliegen weiterhin unterstützt. Ohne euren Rückhalt wäre es nicht möglich, das Thema dauerhaft auf der politischen Agenda zu halten.
Eure
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Die Petition befindet sich in der Prüfung beim Empfänger
on 24 Jun 2026Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
ich möchte euch über den aktuellen Stand der Petition informieren.
Am 20.05.2026 wurden alle 56 Abgeordneten des niederösterreichischen Landtags über die Plattform openPetition um eine Stellungnahme zu unserer Petition ersucht.
Obwohl unser Anliegen von 9.694 Personen unterstützt wird – darunter 7.146 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher – ist bis heute keine einzige Stellungnahme eines Landtagsabgeordneten über openPetition eingegangen.Aus diesem Grund habe ich mich direkt an die Klubobleute von ÖVP, SPÖ und FPÖ gewandt und um Auskunft ersucht, wie die Petition aktuell parlamentarisch bzw. klubintern behandelt wird.
Die Rückmeldungen zeigen ein ernüchterndes Bild:
Von der SPÖ Niederösterreich liegt bis heute keinerlei Antwort vor. Dies betrifft nicht nur die Anfrage über openPetition, sondern auch meine direkten Nachfragen an den Klub.
Dass auf wiederholte Anfragen zu einer Petition mit nahezu 10.000 Unterstützerinnen und Unterstützern überhaupt nicht reagiert wird, halte ich für demokratiepolitisch problematisch. Bürgerinnen und Bürger dürfen erwarten, dass ihre Anliegen zumindest beantwortet werden – unabhängig davon, ob ihnen inhaltlich zugestimmt wird oder nicht.Die Antworten von ÖVP und FPÖ enthalten hingegen zahlreiche allgemeine Ausführungen zur Bedeutung des Tierschutzes, zur Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie zu bereits bestehenden Maßnahmen, die den im Tierschutz aktiven Vereinen und Initiativen selbstverständlich seit Jahren bekannt sind.
So wird beispielsweise darauf verwiesen, dass nachhaltige Lösungen nur „im partnerschaftlichen Miteinander“ erreicht werden könnten bzw. dass Gemeinden finanziell unterstützt und informiert würden.
Diese Aussagen beantworten jedoch nicht die entscheidenden Fragen unserer Petition:- Wird die Forderung nach einer verpflichtenden Teilnahme aller niederösterreichischen Gemeinden am Katzenkastrationsprojekt unterstützt?
- Wird diese Forderung abgelehnt?
- Wird sie zumindest ernsthaft geprüft?
- Welche konkreten politischen Schritte sind geplant, um die bekannten Probleme tatsächlich zu lösen?
Auf keine dieser Fragen wurde bislang eine klare Antwort gegeben.
Zusammengefasst lässt sich sagen: Die Petition wurde zur Kenntnis genommen. Welche konkreten politischen Konsequenzen daraus gezogen werden, bleibt offen.
Auch die Presseaussendung zum Runden Tisch von Landesrätin Susanne Rosenkranz wirft aus meiner Sicht Fragen auf.
Besonders irritierend erscheint, dass weiterhin zusätzliche Datenerhebungen angekündigt werden, obwohl die Problematik seit Jahren bekannt ist und Tierheime sowie Tierschutzvereine regelmäßig auf dieselben Missstände hinweisen.
Die Frage, warum trotz dieser langjährigen Erkenntnisse weiterhin jedes Jahr eine kaum bewältigbare Zahl an Kitten geboren wird, bleibt unbeantwortet. Ebenso fehlen konkrete Aussagen dazu, wie jene Gemeinden erreicht werden sollen, die sich bislang nicht am Kastrationsprojekt beteiligen, oder wie bestehende Vollzugsdefizite künftig behoben werden sollen.
Hinzu kommt: Das niederösterreichische Katzenkastrationsprojekt besteht bereits seit 2009. Nach 17 Jahren stellt sich daher die berechtigte Frage, weshalb die bekannten Probleme nach wie vor in nahezu unveränderter Form bestehen und weshalb weiterhin über Datenerhebungen und Analysen gesprochen wird, anstatt konkrete Lösungen für die seit Jahren bekannten Ursachen umzusetzen.Ich werde euch selbstverständlich weiterhin über alle politischen Reaktionen und Entwicklungen informieren.
Liebe Grüße
Gabriele Drechsler -
Der Empfang der Petition wurde bestätigt
on 13 Jun 2026Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
unsere Petition wurde erfolgreich beendet. Mit 7.146 Unterstützungsbekundungen aus Niederösterreich wurde das erforderliche Quorum deutlich überschritten. Insgesamt haben 9.694 Menschen mit ihrer Unterschrift ein starkes Zeichen gegen das Leid der Streunerkatzen gesetzt.
Einige von euch fragen sich vielleicht, was seit dem Ende der Petition am 31. Mai passiert ist. Deshalb möchte ich euch einen kurzen Überblick über die bisherigen Entwicklungen geben.
Antwort des Bundesministeriums
Nachdem das Land Niederösterreich erklärt hatte, dass die von der Petition angeregte Verpflichtung aller Gemeinden zur Teilnahme an Katzenkastrationsprojekten nicht in die Zuständigkeit der Bundesländer falle, sondern beim Bundesgesetzgeber beziehungsweise bei der zuständigen Bundesministerin liege, habe ich mich an das Bundesministerium gewandt.
Die Antwort fiel ernüchternd aus.
Das Ministerium verweist darauf, dass die bestehenden Kastrationsprojekte von Ländern, Gemeinden sowie engagierten Vereinen und Privatpersonen ins Leben gerufen wurden und erfolgreich seien. Gleichzeitig wird festgehalten, dass eine verpflichtende Teilnahme der Gemeinden derzeit nicht vorgesehen sei. Ob eine solche Verpflichtung rechtlich überhaupt umgesetzt werden könnte und in wessen Zuständigkeit dies fallen würde, sei eine komplexe Fragestellung. Da die Streunerkatzenprojekte primär in die Zuständigkeit der Bundesländer fallen würden, empfiehlt das Ministerium dem Land Niederösterreich, die Frage in den zuständigen Gremien weiter zu diskutieren.Dieses Ergebnis ist unbefriedigend. Während das Land auf den Bund verweist, verweist der Bund wieder auf das Land. Die zentrale Frage bleibt weiterhin offen: Wie kann sichergestellt werden, dass alle Gemeinden ihren Beitrag zur Eindämmung der Streunerkatzenproblematik leisten?
Dabei darf nicht vergessen werden, wem die Erfolge der Kastrationsprojekte tatsächlich zu verdanken sind. Es sind die Tierschutzvereine und engagierten Privatpersonen, die Streunerkatzen einfangen, Kastrationen organisieren, die Nachsorge übernehmen, die Tiere wieder freilassen und sich um die vielen Kitten kümmern, die dennoch jedes Jahr geboren werden. Viele von ihnen arbeiten längst an der Grenze ihrer finanziellen und personellen Möglichkeiten.
Anschreiben an 240 Gemeinden
Um mehr über die Situation vor Ort zu erfahren, habe ich jene 240 niederösterreichischen Gemeinden angeschrieben, die laut einer mir von der Abteilung Naturschutz übermittelten Liste bislang nicht an den Katzenkastrationsprojekten teilgenommen haben.
Bis heute liegen lediglich 16 Antworten vor.
Bisher haben drei Gemeinden ihre Nichtteilnahme bestätigt:
• Zwölfaxing
• Trautmannsdorf an der Leitha – Bürgermeister Ing. Johann Laa teilte mit, dass ein Vorstandsbeschluss vom 13. September 2017 weiterhin aufrecht und eine Teilnahme am Katzenkastrationsprojekt nicht vorgesehen sei.
• Paudorf – nach Angaben der Gemeinde wurden dort in den vergangenen Jahren keine Streunerkatzen gemeldet.
Besonders bemerkenswert erscheint die Antwort der Gemeinde Trautmannsdorf an der Leitha. Mit anderen Worten: An einer Entscheidung, die vor beinahe neun Jahren getroffen wurde, wird unverändert festgehalten.
Die übrigen 13 Gemeinden versicherten hingegen, bereits seit Jahren am Projekt teilzunehmen.
Damit stellt sich zwangsläufig die Frage, wie aktuell und verlässlich die vom Land übermittelte Liste tatsächlich ist.Schweigen der politischen Entscheidungsträger
Von den 56 niederösterreichischen Landtagsabgeordneten, die von openPetition bereits am 20. Mai um eine Stellungnahme zu unserer Petition ersucht wurden, wurde bis heute keine einzige Stellungnahme veröffentlicht.Keine Zustimmung. Keine Ablehnung. Keine inhaltliche Auseinandersetzung.
7.146 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher haben diese Petition unterstützt. Insgesamt waren es 9.694 Menschen.
Dass es offenbar keiner der 56 Abgeordneten für notwendig erachtet, diesen Bürgerinnen und Bürgern zumindest einige Worte zu ihrem Anliegen zu widmen, empfinde ich als äußerst enttäuschend.Wer Bürgerbeteiligung ernst nimmt, sollte bereit sein, sich mit den Anliegen von fast 10.000 Menschen öffentlich auseinanderzusetzen – auch dann, wenn man deren Forderungen vielleicht nicht teilt.
Auch von den zwölf niederösterreichischen Bundesräten, die ich am 21. Mai sowie nochmals am 1. Juni kontaktiert habe, liegen bislang keine Rückmeldungen vor.
Schweigen ist keine Stellungnahme.
Die Petition ist beendet. Das Problem ist es nicht.
Deshalb werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Streunerkatzenproblematik nicht aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwindet und die Anliegen der Unterstützerinnen und Unterstützer gehört werden.
Vielen Dank für eure Unterstützung, euer Interesse und euer Engagement.
Eure