Im Ringstraßenareal mit seinem weltweit einzigartigen Wechsel zwischen Freiräumen und repräsentativen Bauten droht eine Öffnung für spekulative Neubauten. Im Kernbereich des Welterbes, direkt am Wiener Heumarkt, zwischen dem Wiener Konzerthaus und dem Wiener Stadtpark ist ein Luxuswohnturm geplant. Vom Wohlwollen der Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl getragen, die damit für die Errichtung von Wohnungen in der obersten Luxusklasse mit freiem Blick auf die gesamte Wiener Innenstadt und letztlich für einen Ausverkauf der gesamten Ringstraßenanlage das Startsignal geben.

Wir fordern: 1. Den sofortigen Stopp des Umwidmungsverfahrens. 2. Den Neustart und die Revision des Projekts unter Einhaltung der Auflagen der UNESCO. 3. Freihalten des öffentlichen Raums und Erhalt des niedrigschwelligen Zugangs zum Gelände des Wiener Eislaufvereins. 4. Festlegung der Kern- und Pufferzonen sämtlicher Wiener Welterbestätten als Auschlussgebiete für Hochzonungen mit privaten Nutzungen in den zugrundeliegenden Planungsinstrumenten (Managementplan, Masterplan Glacis, Hochhauskonzept). 5. Rückhaltlose Offenlegung in allen Vorhaben der Stadtplanung zur Wahrung der Interessen der Allgemeinheit.

Dieser von Gerhard Ruiss initiierte Aufruf wird getragen von über 300 prominenten Kulturschaffenden im In- und Ausland, darunter Paulus Manker, Erika Pluhar, Gustav Peichl, Olga Flor, Michael Heltau, Margherita Spiluttini, Ioan Holender, Sybille Fritsch, Friedrich Achleitner, Anna Mitgutsch, Franzobel, Karin Fleischanderl, Paul Gulda, Renate Welsh, Josef Winkler, Adriana Czernin, Sabine Plakolm, Franz Schuh u.v.a. Link zur kompletten Liste: www.literaturhaus.at/fileadmin/user_upload/autorInnen/pdf/ig/heumarktliste_10_2.pdf

Begründung

Zahlreiche Architekturorganisationen und die Architektenkammer haben sich in nie da gewesener Geschlossenheit seit vier Jahren gegen das Projekt gewandt sowie Bürgerinitiativen und namhafte Expert/inn/en aus dem In- und Ausland gegen das Projekt ausgesprochen. Erfolglos. Nicht einmal die drohende Aberkennung des Welterbe-Status konnte die Stadtregierung bisher von ihrem Festhalten an diesem Vorhaben abbringen.

Für wen wird hier gebaut? Für die Wienerinnen und Wiener jedenfalls nicht. Und auch nicht für Touristinnen und Touristen. Wien dient nur als Kulisse für Luxuslebensgefühle, die hier ausgelebt werden sollen, der Bau ist ein Angebot für den grenzenlosen Reichtum, der auf der Suche nach Luxuswohnraum durch die Weltinnenstädte zieht. Er greift nicht nur massiv in die unmittelbare Bau- und Platzumgebung der dort bestehenden Objekte und Flächen ein, er verändert auch das Erscheinungsbild der Wiener Innenstadt gravierend.

In diesen Tagen geht der für den Luxuswohnturm am Wiener Heumarkt maßgeschneiderte Flächenwidmungs- und Bebauungsplan in die öffentliche Begutachtung. Er kann sechs Wochen lang beeinsprucht werden. Ab Mitte März ist die Behandlung im Wiener Gemeinderat möglich. Ein positiver Gemeinderatsbeschluss würde dem Grundeigentümer das Recht garantieren, zu bauen. Dieser Beschluss könnte nur mehr mit sehr großem Aufwand rückgängig gemacht werden. Um die Verwirklichung dieses Projekts zu stoppen, müssen wir jetzt handeln.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gabriele Gerbasits aus Wien
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Neuigkeiten

  • L e t z t e C h a n c e !

    Die Situation ist ernst. Die Betreiber und Befürworter des Heumarkt-Projektes haben mit einer Wunschwidmung vollendete Tatsachen hinterlassen. Die UNESCO hat, wie vorherzusehen, das Welterbe-Aberkennungsverfahren eingeleitet. Die Republik Osterreich hat durch ein mit der UNESCO abgesprochenes Überprüfungsverfahren aufschiebende Wirkung für die Aberkennung um ein Jahr bewirkt. Dieser Aufschub endet am 1. Februar 2019. Es bleiben nur noch knappe 4 Monate Zeit, um das Projekt zu revidieren.

    Der Investor am Heumarkt hält weiterhin an seinem jetzigen Projekt fest. Kommt es zu keinem Einschreiten der Politik, ist es dem Projektbetreiber gelungen, das Wiener Innenstadt-Weltkulturerbe zu zerstören. Die Welt der Finanz-, Grundstücks- und Immobilienspekulanten wird es ihm danken.

    Keine politische Absichtserklärung wird anderen verweigern können, was am Heumarkt gewährt wurde. Hochzonungen, Zu- und Ausbauten im Wiener historischen Stadtkern sind dann kaum noch Grenzen gesetzt. Private Exklusivinteressen werden den Wiener Innenstadtraum dominieren, er wird kein Raum mehr für alle sein, sondern nur noch für diejenigen, die dort ihr Eigentum erwerben und schützen können.

    Es geht nicht um irgendein Gebiet: es geht um das Herzstück der Republik Österreich. Wo heute die wichtigsten öffentlichen kulturellen und politischen Institutionen der Republik Österreich räumlich dominieren, werden es dann private Spekulationsimmobilien sein.

    Die Stadt Wien und ihre Organe scheinen die Situation nicht ernst zu nehmen, sondern bagatellisieren sie wie zuvor. Zuerst wurde das Weltkulturerbe als ohnehin nicht so wichtig dargestellt, jetzt wird es laut Darstellungen der Stadt Wien sowieso nicht verloren gehen, und zwar ohne dass die Stadt Wien etwas unternimmt. Vernebelungen und ohnehin nicht zur Diskussion stehende Lösungsvarianten, wie die Verlegung der Grenze der Welterbezone, werden die UNESCO nicht überzeugen.

    Die Zeit drängt. Binnen 4 Monaten müssen die Stadt Wien und die Republik Österreich ausreichende Schritte beschließen, die eine Erhaltung des Wiener Innenstadt-Weltkulturerbes ermöglichen. Dazu muss JETZT ein UMDENKEN stattfinden.

    Um zu bewirken, dass die Stadt Wien tatsächlich etwas unternimmt, ist es von großer Wichtigkeit, dass diese Petition ihr angestrebtes Unterstützungsziel erreicht.

    Die Vorgaben der UNESCO sind klar. Die Bestandshöhe des Hotels InterContinental (39m) darf nicht überschritten werden. Das bedeutet eine Höhenreduktion des Turms um 28m, während die massiv vergrößerte projektierte Hotelscheibe um 9m reduziert werden müsste, und zwar ohne die Baumassen auf andere Teile des Grundstücks umzuschichten, da die Bebauung schon im jetzigen Projektstand so dicht ist, dass der Eislaufplatz mit fast einem Fünftel seiner Fläche auf öffentlichen Grund gedrängt wird.

    Wir bitten Sie daher dringend um Ihre Unterstützung zur Erreichung des Ziels dieser Petition. Verbreiten Sie diesen Aufruf weiter, wo immer Sie können. Erreicht die Petition das angestrebte Ziel von 8.800 Unterzeichner/ne/n aus Wien nicht, ist das Vorhaben, der Behandlung der Petition durch Bürgermeister Michael Ludwig, den/die Nachfolger/in der Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, Bundesminister Gernot Blümel und Bundespräsident Alexander van der Bellen gescheitert.

    Gerhard Ruiss/Andreas Vass

  • JETZT IST ES DEFINITIV: WIEN auf der ROTEN LISTE der UNESCO!

    Und das wegen eines privaten Luxuswohnturms ohne Maß, dem Belvedere vor die Nase geknallt!

    Wir können diesen Angriff der Stadtregierung auf einen von der Republik abgeschlossenen internationalen Vertrag nicht hinnehmen – die Stadt ist jetzt gefordert, von ihrer Justament-Haltung abzurücken und die Widmung vom 1.6. zurückzunehmen!

    Während uns die Vizebürgermeisterin, von ihrem Koalitionspartner vorgeschickt, noch vor wenigen Wochen weismachen wollte, dass mit der UNESCO alles in Verhandlung sei, so versucht sie jetzt, die definitive Eintragung in die ROTE LISTE des gefährdeten Kulturerbes als “erwartbar” herunter zu spielen. Allein darin drückt sich ihre Arroganz gegenüber der Weltgemeinschaft und den BewohnerInnen dieser Stadt aus. Gleichzeitig will sie uns jetzt einreden, sie könne einen “Dialog” mit der UNESCO führen und die endgültige Streichung des Weltkulturerbes “Historisches Zentrum von Wien” verhindern, ohne auch nur daran zu denken, von dem völlig unangemessenen Projekt abzurücken. Für wie dumm hält sie uns eigentlich?

    Diese Planung hat jedes Augenmaß verloren! Wir können ihre Umsetzung nur verhindern, indem wir den Kreis der UnterzeichnerInnen der Online-Petition wesentlich vergrößern. Unser Engagement ist das einzige Mittel, um das zu erreichen.

    Daher nochmals der Appell und unsere Bitte an alle, die diese Initiative bisher unterstützt haben:

    – Verbreiten Sie die Information und den Link zur Online-Petition auf allen Medien, die Ihnen zur Verfügung stehen!
    – Sprechen Sie Ihre Freunde, Bekannten, Verwandten, Nachbarn an und überzeugen Sie sie, sich zu engagieren!

    Damit auch für künftige Generationen die schönsten Teile dieser Stadt noch erhalten bleiben!

    Mit besten Grüßen,

    Ihr Gerhard Ruiss
    Im Namen der ProponentInnen der Petition

Pro

Die wichtigste Ansicht Wiens der "Canaletto-Blick", auch "Staatsvertrags-Blick" genannt auf das UNESCO Weltkulturerbe "Historisches Zentrum Wien", muss erhalten werden. Das ohnehin kleine Zentrum Wiens macht nur 0,89 % der Gesamtfläche Wiens aus. Dieser berühmte Kern der Weltmusikstadt muß vor weiterer Zerstörung und vor Hochhäusern geschützt werden!

Contra

In allen Debatten ist eines ganz vergessen worden: die Fassaden. Diese hässlichen und einfallslosen Fassaden dieser drei Gebäuden sind total zum Vergessen. Eine ähnlich hässliche Fassade gibt es auch in der Kärntnerstraße (am Neubau eines Kaufhauses) - und bei allen solchen Neubauten wird uns erzählt, dass sie von international renommierten Architekten stammen und die Stadtregierung lässt so etwas zu. Wien gehört durch die UNESCO bestraft - wenn es die Bürger nicht tun wollen.

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