Region: Austria

Schluss mit „dicker Luft“ im Klassenzimmer!

Petition is addressed to
Politische Entscheidungsträger:innen aus Bund und Ländern

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Petition addressed to: Politische Entscheidungsträger:innen aus Bund und Ländern

Frische Luft tut gut – das weiß jedes Kind. Doch für die Luftqualität in Österreichs Schulen gibt es meist ein glattes „ungenügend“. Denn ohne effiziente Belüftung steigt der CO2-Gehalt im Klassenzimmer schon nach kurzer Zeit an, Konzentration und Wohlbefinden sinken. Die Folgen können bis hin zu verminderter Leistungsfähigkeit reichen. Die negativen Auswirkungen für Lehrer:innen und Schüler:innen erstrecken sich von einer reduzierten Konzentration und Leistungsfähigkeit bis hin zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch ein signifikant erhöhtes Risiko von Infektionen.
Damit muss jetzt Schluss sein!
Unsere Forderung:
Gute Raumluft mit einer maximalen CO2-Konzentration von 1.000 ppm* muss in der Gesetzgebung verankert werden! Sie ist die Voraussetzung für das gesunde Leben und Lernen unserer Kinder und darf kein Luxus sein!
*1.000 ppm heißt, dass 1.000 Teile CO2 pro 1 Million Teile Luft (ppm = parts per million) nicht überschritten werden darf
Deshalb fordern wir weniger CO2 in Klassenzimmer für mehr:

  • Gesundheit: Schutz vor Viren und Infektionen
  • Leistung: Konzentrations- und Leistungsvermögen
  • Nachhaltigkeit: Energieeffizientes Heizen und Lüften

Denn Studien belegen:

  • 10–20 % mehr Fehlzeiten bei schlechter Luft
  • 2 % weniger Fehler und 12 % schnellere Denkleistung bei guter Raumluft
  • sowie 15 % schnellere Worterkennung, 8 % besseres Bildgedächtnis, 2 % genauere Antworten bei ausreichender Frischluftzufuhr

Quellen:

  • D.G. Shendell: Association between classroom CO2 concentrations and student attendance (USA, 2004).
  • Pawel Wargocki et al.: The relationship between classroom air quality and childrens´s performance in school (Denmark, 2020).
  • Zolt Bakó Biró: Ventilation-Rates in Schools and Pupils performance (UK, 2011).

Wir wollen etwas TUN – anstatt nur darüber zu REDEN. Investieren wir in gesunde Raumluft in Schulen.

Reason

Der Luftbedarf pro Person und Stunde beträgt ca. 25 m3. Ein durchschnittlicher Klassenraum ohne Frischluftzufuhr deckt somit nur den Bedarf von 7 Schülerinnen und Schülern. Dabei sollte ein Grenzwert von 1.000 ppm CO2 nicht überschritten werden. Ein regelmäßiger Luftaustausch ist somit unerlässlich für ein gesundes Raumklima.
Konventionelles Fensterlüften reicht meist nicht aus und bringt gravierende Nachteile mit sich:

  • Wärme-/Energieverlust
  • Störung des Unterrichts (Ablenkung, Außenlärm)
  • zu wenig Luftaustausch
  • aus Sicherheitsgründen nicht immer möglich
  • belastete Außenluft z. B. durch Straßenverkehr

Die gesetzliche Verankerung von Standards für Raumluftqualität und effiziente Lüftungssysteme schafft eine klare rechtliche Grundlage und stellt sicher, dass alle Schulen die Anforderungen an eine gesunde Innenraumluft erfüllen müssen.
Wir wollen die wissenschaftlichen Erkenntnisse anerkannter Institutionen der Öffentlichkeit zugänglich machen und damit die Verantwortung der Entscheidungsträger unterstreichen, Gebäude nach festgelegten Kriterien zu planen und zu zum Schutz der Schulkinder und des Lehrpersonals.
Wir wollen Österreichs Schulen zu den bestmöglichen Lehr- und Lernumgebungen machen, in denen Gesundheit, Leistung und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen.

Thank you so much for your support, Initiative Raumluft / Verein ZULuft, Wien
Question to the initiator

Petition details

Petition started: 03/01/2024
Collection ends: 12/31/2024
Region: Austria
Topic: Health

News

  • Liebe Freunde der guten Luft,

    nach den Neuwahlen 2024 und den langen Dauern zur Regierungsbildung musste sich auch der für diese Initiative zuständige Ausschuss neu konstituieren. Das hat dazu geführt, dass sich dieser auch länger (und öfter als geplant) mit unserer Initiative auseinandergesetzt hat. Unser Thema wurde hier mehrfach behandelt, vertagt und zwischen den Regierungsparteien diskutiert. Die Stellungnahmen von Ministerien und Bundesländern wurden eingeholt (Links siehe unten). Letztlich ist es aber so, dass unser Wunsch nach Festlegung einer CO2 Obergrenze auch trotz der großen Unterstützung von Ihnen bzw. vielen weiteren ExpertInnen vorerst nicht in Erfüllung geht.
    Selbst eine Studie der TU Graz aus 2025, die desaströse Zustände wissenschaftlich nachweist, hat keine politische Bewegung erzeugt.

    Die Realität ist die budgetäre Situation und die Nicht Berücksichtigung im Regierungsprogramm.
    Ich merke auch kritisch an, dass der Föderalismus kein Vorteil ist. Eine Schule ist zwar eine Schule und ein Gebäude ein Gebäude, egal ob im Burgenland oder in Tirol. In Österreich ist dieses Thema aber nicht zentral zu regeln.

    Einen großen Dank muss man aber jedenfalls dem Bundesminister a.D. Hrn. Polaschek aussprechen, der schlussendlich Lüftung in Bundesschulen (AHS, BMHS,..) als Lehre aus der Pandemie verstanden und umgesetzt hat. Das österreichische Institut für Schul- und Sportstättenbau hat dies in ihren Richtlinien gut abgebildet. Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Schultypen nur mehr mit Lüftungsanlagen neu gebaut oder bei Sanierungen damit aufgerüstet werden - auch wenn kein eigenes Gesetz über 1.000 ppm CO2 dafür geschaffen wurde.

    Persönlich bedanke ich mich auch beim Nationalratsabgeordneten Hrn. Michael Bernhard, der die Problematik schnell verstanden und die Einbringung ins Parlament erst ermöglicht hat.

    Auf Länderebene (Pflichtschulen, Mittelschulen,...) sprechen sich vor allem die Bundesländer mit großen Gebäudebeständen dagegen aus. Die Argumentation reicht von Vorurteilen und falsch verstandener Expertise bis hin zu rationalen Gründen (Budget).

    Was bleibt ist eine sehr große Aufmerksamkeit: eine unendlich große Zahl an Gesprächen, Posts und die Gewissheit, dass dieses Thema sehr bald wieder in den Medien sein wird. Die nächste Grippewelle, Temperaturen von >30 Grad im Klassenzimmer usw...das kommt wieder.

    Bleiben wir positiv: dranbleiben! Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Beziehen auch Sie bitte dieses Thema immer in Ihre Gespräche mit ein. Dann schaffen wir auch das.

    Vielen Dank
    Wolfgang Hucek

    P.s.:
    1.) die Website https://initiative-raumluft.at/ bleibt online

  • Lieber Freunde der guten Luft,

    unsere Petition hat es ins Parlament geschafft und wurde im Juni 2024 persönlich im Rahmen einer parlamentarischen Bürgerinitiative vorgetragen.

    Durch die Neuwahlen und neue Zusammensetzung aller Ausschüsse wird sie erneut - morgen am 26.6.2025 - behandelt.

    Die mittlerweile vorgestellte Langzeitstudie "IMPAQS" der TU Graz zeigt die erwartbaren desaströsen Werte. Infos unter: www.tugraz.at/institute/ibpsc/forschung/forschungsprojekte/laufende-projekte/impaqs. Diese Studie wurde ebenfalls den Parlamentariern übermittelt und ist ein starkes Zeichen.

    Was können Sie noch tun?
    Auf der Parlamentswebsite eine Unterstützungserklärung abgeben:
    www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/BI/14?selectedStage=103

    Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

    Wolfgang Hucek
    Initiative Raumluft
  • Liebe UnterstützerInnen der Initiative Raumluft!

    Wir konnten unser Anliegen im Parlament im Rahmen einer parlamentarischen Bürgerinitiative im entsprechenden Ausschuss einbringen und unsere Forderung den Parteien erläutern.

    Es wurden seitens der Parlamentarier wertvolle Fragen gestellt, die auf eine Betroffenheit und seriöse Auseinandersetzung schließen lassen und eine weitere Behandlung des Themas fördern.

    Das Bildungsministerium, das Wirtschaftsministerium, als auch die österreichische Gesellschaft für Pneumologie wurden aufgefordert Stellungnahmen abzugeben, die teilweise bereits aufliegen und hier eingesehen werden können: www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVII/BI/70?selectedStage=101

    Auch Sie können unter dem LINK übrigens eine Stellungnahme abgeben! Wir freuen uns über jede Unterstützung.

    Wir informieren Sie hier wieder, sobald wir Neuigkeiten haben und bedanken uns für Ihre Unterstützung.

    Im Namen der Initiative Raumluft und mit freundlichen Grüßen
    Wolfgang Hucek

Natur Tiere Klima - alles scheint schützenswert nur DER MENSCH und sein Grundrecht auf körperliche und geistige Unversehrtheit NICHT. Das Grundrecht auf Gesundheit umfasst das Recht der Betroffenen auf ein Tätigwerden des Verordnungsgebers, ist eine Gefährdung oder Beeinträchtigung der Gesundheit schwerwiegend, auch das Recht auf ein Tätigwerden des säumigen Gesetzgebers. www.brummtonplattform.at,

No CONTRA argument yet.

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