Laut Medien wird vom Tourismusverband Pörtschach ein „umfassendes Gesamtkonzept, genannt: Pörtschach - neu!“ zur Belebung des Tourismus in Pörtschach geplant, welches als 1. Schritt einen Seilbahnbau über den Wörthersee vorsieht. Die Planung liegt bereits detailgenau vor, es wurden bislang keine Kosten gescheut um dieses Projekt zu präsentieren und realisieren. Die Liftstation ist mitten im derzeitigen Promenadenbad am Landspitz vorgesehen, der als Landschaftschutzgebiet gewidmet ist.

Die Initiatoren nennen in den Medien folgende Argumente für die Notwendigkeit der Seilbahn, darunter folgen unsere Gegenargumente:

„DIE SEILBAHN IST NOTWENDIG UM DEN TOURISMUS IM WINTER ZU BELEBEN“

Der Wörthersee verändert seine wunderbare türkisgrüne Farbe ab Herbst und ist bis April/ Mai meist nur in Grautönen wahrzunehmen! Gäste, die sich ausschließlich von dieser Seilbahn angesprochen fühlen, werden dies deshalb im Sommer tun und dafür nicht unbedingt mehrere Tage bleiben wollen! Oder sie sind reine Bustouristen, deren Route diesen Besuch vorsieht!

IM GEGENZUG WIRD DAFÜR „DER GRÖSSTE FREIE SEEZUGANG" FÜR DIE ÖFFENTLICHKEIT GEBOTEN - DAS PÖRTSCHACHER PROMENADENBAD! ABER NUR „IN KOMBINATION MIT DER SEILBAHN“!

Die geplante Seilbahnstation befindet sich mitten im Promenadenbad am Landspitz, im absoluten Landschaftsschutzgebiet. Will man sie bauen, muss man vom Promenadenbad einen großen Teil abgrenzen. Deshalb die Idee mit dem „größten freien Seezugang“? Ist dies das Valium der Politik für die Bürger, um sie ruhig zu stellen? Wer will dann noch in dem wesentlich kleineren Bad kostenlos liegen, wenn er dabei aus den Gondeln beobachtet und fotografiert wird? Eine essentielle Frage stellt sich aber dazu: Wie kommen all die Besucher bis zur Seilbahn? Mit Bussen durch das Schutzgebiet und das derzeitige Fahrverbot das diese Erholungszone jetzt noch trägt?

Da der See nur in den Sommermonaten die unvergleichliche Farbe hat, ist eine Nutzung der Gondeln vor allem im Sommer anzunehmen - in dieser Zeit gibt es hier bereits ohne Seilbahn den alltäglichen Verkehrsinfarkt! Auch fehlt die Logik, wenn von "Bedarf" einer Seilbahn gesprochen wird: der See kann mit schon vorhandenen Schiffen von den bereits existierenden Schiffsanlegestellen überquert werden!

"ZUSÄTZLICH ZUR SEILBAHN BENÖTIGT PÖRTSCHACH 2.500 NEUE BETTEN"!

Wer stellt diese Behauptung auf? Die jetzigen Betten werden fast ausschließlich in der Hauptsaison und da nur 2 Wochen im August zu 100 Prozent vermietet. In diesen 2 Wochen zeigt sich das katastrophale Planungsdefizit und Infrastrukturproblem in Bädern, im Verkehrschaos auf den Straßen, vor allem vor Bahnschranken. Der Radweg um den Wörthersee ist überfüllt und ein Faktor für schwerste Radunfälle, da er nicht durchgängig befahrbar ist und über eine Bahn- Straßenkreuzung geführt wird.

Im Winter stehen die meisten Hotelbetten leer und es gibt kaum Infrastruktur (Geschäfte, Restaurants und Hotels schließen). Nicht auszudenken, wenn in den Sommermonaten zusätzlich über 2.500 Gäste/Tag dazukämen - dies ist exakt dieselbe Zahl an Übernachtungen, die Pörtschach zur Zeit im Durchschnitt hat (laut Statistik Austria)! Pörtschach hat nur eine Einwohnerzahl von 2766 Menschen, dazu kommen die Bewohner von 800 Zweitwohnsitzen, sowieTagesgäste!

„HABEN INVESTOR DER ALLES ZAHLEN WÜRDE“

Wer ist dieser Investor? Und aus welchem Grund wird er nicht genannt? Was sind seine weiteren Pläne und welchen Profit erwartet er sich? Woher kommt das bisher investierte Geld für Planer, Präsentationen, Lobbying, etc.? Das liegt alles im Dunkeln! Sind es Asiaten, die hier investieren wollen und eine weitere Station ihrer Reisebusse von Salzburg nach Hallstatt und von hier nach Venedig planen? Gerade in der Kultur der Chinesen beinhaltet die Kombination von Berg und See etwas Heiliges und ist somit das beste Motiv für ihre Fotos! In Hallstatt sind es zur Zeit 120 Busse pro Tag, das sind 43.800 im Jahr und man rechnet in den folgenden Jahren mit einer 3- fachen Steigerung ( Am Schauplatz "Die Chinesen kommen", siehe unten). Unter diesen Gesichtspunkten beginnt der „Bedarf“ von 2500 zusätzlichen Betten in Pörtschach eine beängstigende Logik zu bekommen, ebenso ein in weiterer Folge geplantes Outletcenter.

www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/5496127/Poertschach-will-Seilbahn-ueber-den-Woerthersee www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/5496979/Woerthersee_Vom-groessten-freien-Seezugang-per-Seilbahn-auf-den www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/aktuelles_klagenfurt/5170260/Poertschach_Seilbahn-ueber-Woerthersee-nimmt-Formen-an www.kleinezeitung.at/kaernten/klagenfurt/5496132/Der-Blick-aus-der-PyramidenkogelSeilbahn

Am Schauplatz: youtu.be/SlPF7lK9dMU

Begründung

Wer würde vom Seilbahnbau, in weiterer Folge vom Massentourismus oder seiner Steigerung, dem „Overtourism“ wie in Hallstatt oder Venedig, profitieren? Die Bürger und unsere Natur werden hier die Verlierer sein!

Wir sind daher gegen ein touristisches „Gesamtkonzept“ das unseren Lebensraum mit Seilbahn, Massentourismus und einem Outletcenter in Pörtschach zerstört und unsere Lebensqualität weiter bedroht, die von Bahn (und Öffnung des Koralmtunnels), Autobahn und Bundesstrasse mit Bahnschranken! auf engstem Raum schon massiv beeinträchtigt ist!

WIR BITTEN UNSERE VERANTWORTLICHEN POLITIKER DAHER UM

  • Einstellung der Verhandlungen betreffend Seilbahnbau (oder einer Tunnelversion) , des „Gesamtkonzeptes Wörthersee“ und „Pörtschach-neu“,

  • einen umfassenden Schutz des gesamten Wörthersees und seiner Uferregion,

  • einen Stopp von Großprojekten in Seenähe,

  • einen Stopp für den Verkauf oder die Verpachtung von öffentlichen Seegrundstücken an Antragsteller von Wohnprojekten oder Hotels,

  • ein gemeinsames Konzept für die Entwicklung des „Sanften Ganzjahres-Tourismus“ in dieser Region!

*Umwidmungsstopp für alle Standorte in der Gemeinde Pörtschach, die laut örtlichem Entwicklungskonzept – Blatt C - für Sport- und Erholungsfunktion gewidmet sind.

Damit dieses Naturjuwel den Bürgern und Erholung suchenden Besuchern und Touristen erhalten bleibt!

LÖSUNGSANSÄTZE FÜR DIE ZUKUNFT:

Die umliegenden Gemeinden erstellen gemeinsam eine Vision wie sich diese Region in 20 Jahren entwickelt soll, welche Bedürfnisse die Menschen ( Bürger und Erholungsuchende!) dann haben und in weiterer Folge ein Konzept für einen „sanften Ganzjahrestourismus“ entwickeln. Augenmerk sollte hierbei primär auf die grössten Lärm- und Umweltprobleme gelenkt werden, um die derzeitige Situation zu verbessern. Durch die bevorstehende Öffnung des Koralmtunnels ist massiver Handlungsbedarf gegeben, angedacht wird von den ÖBB eine neue Trassenführung (Tunnelversion) für den Güterverkehr. Doch könnte man diese parallele Trassenführung und die folglich doppelten Betriebskosten visionär für die Region als Zukunftsprojekt gestalten: den Regionalverkehr zwischen Klagenfurt und Villach ( in 10-20 Jahren) ausschliesslich mit permanent pendelnden autonomen Bussen bedienen und aus der alten Trasse EUROPAS SCHÖNSTEN RAD/ E- BIKE / FREIZEITWEG MIT FREIEM BLICK AUF DEN WÖRTHERSEE zu erschaffen? Zugegeben - den Ruhm dafür werden unsere jetzigen Politiker erst spät ernten können! Aber sie könnten bis dahin im Bewusstsein leben wirklich etwas Positives für dieses Land bewegt zu haben.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Alexandra Skrein, MSc aus Techelsberg
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Neuigkeiten

Pro

Es ist unfassbar, mit welchem ratlosen Zickzackweg die Politik den Wörthersee ins OFF steuert. Zuerst schickte man den Innovator Taki Dumba (Seefels, Drop In, Fabrik) in den Konkurs, indem man ihm den Zubau einiger Appartments zum Hotel verwehrte. Dann verschenkte man plötzlich zahllose Appartment-Bauberechtigungen an Immobilien-Haie, sodass inzwischen Velden am Wasser schon aussieht wie die Stadt Zürich. Und nun soll eine schmale, naturnahe Halbinsel geopfert werden? Mit gewaltigem Verkehrsstau zum Standbad samt Parkplätzen? Sind denn die Kärntner Politiker noch zu retten? Wörthersee ade...

Contra

Die WPG (Wörthersee Projektentwicklungs Gesellschaft) hat das Infrastrukturprojekt „Neues Kärntner Hochgefühl“ gestartet. Was sich dahinter verbirgt, ist hier nachzulesen: www.kaerntner-hochgefuehl.at

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 4 Tagen

    Bin im Salzkammergut zuhause und kenne das Problem gut - zuviel Tourismus macht alles kaputt

  • vor 7 Tagen

    Weil der Wörthersee nicht zerstört werden darf!

  • vor 7 Tagen

    Weil der Wörthersee nicht "verkauft" werden soll und Pörtschach nicht so werden soll wie Hallstatt.

  • vor 7 Tagen

    Ich liebe den Wörthersee!

  • Markus Golda Pörtschach

    am 03.12.2018

    Umweltzerstörung vom Feinsten. Fadenscheinigste Argumente der Befürworter! Wer würde den laufenden Betrieb finanzieren? ... Beispiel Berchtesgaden: Alpen abgezockt. ____ "https://www.youtube.com/watch?v=4EoZZHh8_N0" ___ Heran gekarrte Tagestouristen direkt vom Bus in die Shuttlebusse, mit diesen zur Talstation, dann auf den Berg und alles wieder retour. Nutzen für den Ort Berchtesgaden? Nada, njet, nothing, nichts. Und dieser Ort hat den höchsten Berg Deutschlands im Programm nicht einen Hügel mit mäßiger Aussicht! Wo bleibt ein Basiskonzept, welches touristische Grundlagen sicherstellt? Infrastruktur (Unterkunft, Freizeit, Regeneration, Ökologie, (100Km/h A2), Sportangebote) alles Status 70er, 80er, wo sind top Unterkünfte ****+ (Bsp. Thermenregion). Abendprogramm was ist das? Reicht ein Pink irgendwas? Massenbustourismus? NEIN Danke! Das ist kein Konzept, nur billiges Lobbying! Nachtrag: Wie soll das Verkehrskonzept aussehen wenn im Sommer zur Zeit zig Fahrradfahrer auf einem nicht vorhandenem Radweg (wer plant so etwas?) die Hauptstraße verstopfen? Hinzu kommt eine enge Hauptstraße auf der sich größere Fahrzeuge im Schritttempo aneinander vorbei bewegen. Genau! Wer will schon in einem Ort wohnen in dem nicht mal ein vernünftiges Radwegekonzept besteht? Geschweige eine interessante Freizeitinfrastruktur für die Bewohner anbietet? Was hat die Urlauber vor 30 Jahren an den See gebracht? Sicher nicht Zimmer die 30 Jahre hinter dem damaligen Qualitätsstandard zur Verfügung standen. Ein Ortsbild mit teils leerstehenden Gebäuden und nicht gerade hübschen Neubauten. Wer ist verantwortlich für diesen Wildwuchs? Von der Südseite würde ich eher nach Moosburg fahren, denn dort kann man sich an kleinen aber feinen Konzerten erfreuen. Ein leerer Platz mit Lautsprecher-Musik, einem Klavierabend für eine Busreisegruppe oder etwa einen Zauberer um 20 Uhr für die Kleinsten motiviert nicht wirklich den Tourist! Schon gar nicht wenn im Hintergrund ein Busrennen mit PKW-Beteiligung stattfindet. Wer den Landspitz verbauen bzw. in ein Freibad verwandeln will soll sich die öffentlichen Grünflächen auf dem Massentourismus herrscht vorher und nachher ansehen. Masse statt Klasse? Das ist kein Konzept! Das ist Kühltasche und Sechserpack inkl. Müll im Landschaftsschutzgebiet! Wer kommt für die Reinigung und die laufenden Kosten auf?

    (Bearbeitet)

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