Region: Graz
Construction

MEHL GRIES BETON: Rettet die Rösselmühle! Für eine respektvolle Stadtentwicklung!

Petition is directed to
Rathaus
1,391 supporters 1,085 in Graz
47% from 2,300 for quorum
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  1. Launched January 2024
  2. Time remaining 5 days
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Rettet die Rösselmühle! Für eine respektvolle Stadtentwicklung in der Grazer Murvorstadt!
800 Jahren lang wurde in der Rösselmühle Mehl gemahlen. Sie steht für Arbeit und Brot, Industrie und Handwerk, Gemeinschaft und den Austausch zwischen Stadt und Land. Die Rösselmühle mit ihren beiden Silotürmen ist ein weithin sichtbares Landmark, identitätsstiftendes Wahrzeichen und kulturelles Erbe der Stadt Graz.
Am 22.12.2023 stellte die Römü GmbH Antrag auf Abbruch der Silotürme. Am 15.1. stellte die Stadt den Abbruchbescheid aus. Am 16.1. wurde der Abbruch von zwei der drei Silotürmen der Rösselmühle angekündigt. Zwei der drei markanten Silotürme wurden abgebrochen. Dagegen protestieren wir.
Wir fordern:

  • Abbruchstopp sofort! Keine Flächenumwidmung für Wohnbau! Sofortige Sicherung der Silotürme und der noch bestehenden Gebäude!
  • Transparenter Entwicklungsprozess mit echter Bürgerbeteiligung – von Anfang an!
  • Eine sozial und kulturell verantwortliche Stadtentwicklung! Sofortige Abschaffung des „Grazer Modells“!
  • ·Nachhaltiger Schutz des Bauerbes der Grazer Handwerker-Vorstadt! Kreative Umnutzung im Sinne der Konvention des Europarats über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft!

Für eine respektvolle Stadtentwicklung in der Grazer Murvorstadt! Für soziales Miteinander und kulturelle Vielfalt im Industriedenkmal Rösselmühle!

  • Unterzeichnen und teilen Sie unseren Appell an die Grazer Stadtregierung!
  • Schreiben Sie einen Kommentar!
  • Lesen Sie unten unser Manifest!
  • Fordern Sie unsere Textbroschüre an: „MEHL GRIES BETON – Texte zur Ausstellung" - mehlgriesbeton@gmail.com
  • Sammeln Sie Unterschriften! Unterschriftenbögen auf Anfrage oder zum Download über dies Petitionsseite. Bitte retournieren Sie die Unterschriften als Foto oder Scan.

Reason

MEHL GRIES BETON Rettet die Rösselmühle – das Manifest
„Wenn er fertig ist, […] dann wird Graz ein neues Wahrzeichen haben, ein Zeichen unserer Zeit, das höchste, größte und modernste…“ (Bericht zum Bau des ersten Siloturms der Rösselmühle in der „Neuen Zeit“, 28.3.1950)
„Die Türme der Rösselmühle sind natürlich wunderschön. Also ich habe etliche Silvesterabende oben am Silo verbracht, weil man da einen wunderbaren Ausblick auf das Feuer-werk rundherum hat. Da brauche ich nicht auf den Schlossberg hinauf gehen, da gehe ich auf den Balkon des Getreidelagers hoch.“ (Erinnerung aus der Arbeitswelt der Rösselmühle)
2014 stellte die Rösselmühle den Betrieb ein.
Am 12.6.2014 beauftragte der Gemeinderat den Bürgermeister, „dass rechtzeitig Maßnahmen ergriffen würden, um die Spuren und den Charakter des Bestandes mit aktuellen Bedürfnissen und moderner Architektur zu verbinden.“ „Weiters soll ein Maßnahmenpaket erarbeitet werden, mit Hilfe dessen rechtzeitig Lösungen forciert werden können, die Bezug auf den (industriellen) Charakter des Entwicklungsgebietes und dessen Bestand nehmen.“
Seit Anfang 2022 engagieren sich viele Bürger:innen für die Rösselmühle als Nachbarschaftszentrum und Ort der Begegnung, der Musik, Gemeinwesenarbeit, Pflege und demokratischen Bildung. Sie erarbeiten Vorschläge für klimagerechtes und zeitgemäßes Bauen im Altbestand. Sie sprechen mit Anwohner:innen, Eigentümer:innen und stadtpolitischen Verantwortlichen.
Wir fordern: Abbruchstopp sofort! Keine Flächenumwidmung für Wohnbau! Sofortige Sicherung der Silotürme und der noch bestehenden Gebäude!
Das Griesviertel um die Rösselmühle besitzt eine außergewöhnliche kulturelle Vielfalt und besondere Geschichte. Soziale Gemeinschaft, Kultur, Handwerk und Gewerbe gehören hier zusammen. Mit den Läden, Gasthäusern und charaktervollen Altbauten verschwinden immer mehr dringend benötigte Begegnungsräume.
Wir fordern: Transparenter Entwicklungsprozess mit echter Bürgerbeteiligung – von Anfang an!
Die Welterbestadt Graz stöhnt unter den Folgen unkontrollierter Immobilienspekulation und Bauwut. Immer noch bestimmen Investor:innen hinter verschlossenen Türen die Stadtplanung („Grazer Modell“). Alternative Finanzierungsmodelle und EU-Förderprogramme werden nicht einbezogen. Weiterhin wird im Gries das gewachsene Stadtbild zerstört, werden Hauseigentümer:innen zum Verkauf gedrängt, Altstadthäuser entmietet und durch gesichtslose Wohnblocks ersetzt. Wer soll hier noch Geschichten erzählen und Erinnerungen weitergeben? Wie Diversität leben und Wurzeln schlagen? Wo können Kinder spielerisch ihre Nachbarschaft erkunden?
Wir fordern: Eine sozial und kulturell verantwortliche Stadtentwicklung! Sofortige Abschaffung des „Grazer Modells“!
Das Griesviertel birgt einzigartige, historisch gewachsene Areale industriellen Bauerbes. Am Mühlgang, inmitten des sog. "Klein Venedig" von Graz, liegt zwischen der Köstenbaummühle und der Bäckerei Strohmayer auch Johann Puchs erste Fahrradfabrik. Trotz ihrer Bedeutung für Graz ist der Abbruchbescheid bereits erteilt! Ebenso gefährdet sind weitere Industriekultur-Areale z.B. zwischen Kindermanngasse und Idlhofgasse.
Wir fordern: Nachhaltiger Schutz des Bauerbes der Grazer Handwerker-Vorstadt! Kreative Umnutzung im Sinne der Konvention des Europarats über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft!
Österreich hat 2014 das Rahmenübereinkommen des Europarates über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft (FARO-Konvention) unterzeichnet und 2015 ratifiziert. Es bekennt sich damit zum sozialen Wert und Potenzial kulturellen Erbes als Ressource für nachhaltige Entwicklung, Demokratie und Lebensqualität. Gleiche Rechte und zivilgesellschaftliche Teilhabe aller Bürger:innen an diesen Prozessen ist somit ethische Verpflichtung und politische Notwendigkeit für Länder und Kommunen.
Wir treten ein: Für eine respektvolle Stadtentwicklung in der Grazer Murvorstadt! Für soziales Miteinander und kulturelle Vielfalt im Industriedenkmal Rösselmühle!
Wir sind Studierende und Lehrende am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Uni Graz und forschen über Geschichten, Erfahrungen und Zukunftswünsche rund um die Rösselmühle.
Jonathan Coenen, Katharina Eisch-Angus, Johannes Maier, Laura Riedl, Florian Rumpl, Erika Thümmel
Weiterführende Informationen:
Gemeinderatsbeschluss vom 12.6.2014
Faro-Konvention zum Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft (Bestandsaufnahme 2016)
Bestandsaufnahme kunsthistorisch bedeutender Industriebauten an den Grazer Mühlgängen
Institut für Europäische Ethnologie und Kulturanthropologie: Mehl Gries Beton - Gespräche um die Rösselmühle
Altstadtschutz für Grazer Murvorstadt

Thank you for your support, Projektgruppe MEHL GRIES BETON from Bezirk Graz-Umgebung
Question to the initiator

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News

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
    gerade wieder wird auf dem Areal der Rösselmühle abgebrochen. Diesmal trifft es die ältesten noch bestehenden Gebäudeteile wie den ehemaligen Reitstall.

    Tatsachen sollen offenbar auch auf Planungsebene geschaffen werden – der Wunsch der Investor:innen: „Wohnraum und eine moderne Sockelzone mit Geschäften und Büros“ auf dem Areal der Rösselmühle und der Postgarage wird nun in eine Rahmenplanung gegossen. Erst dann soll eine weitere „Bürgerbeteiligung“ abgewickelt werden.

    War das was? Gemeinwohlorientierte Stadtpolitik? Erst einmal gemeinsam die Bedürfnisse der Menschen im Gries zu erheben? Das Recht auf Heimat, Geschichte, Inwertsetzung der gewachsenen Mühlgang-Industrielandschaft? Die sozialen Folgen... further

  • Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin
    Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin

    Wir, das Komitee Rösselmühle, ein überparteilicher Zusammenschluss von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Architektur, Universität und Kultur, protestieren gegen die Ausschreibung der Stadtregierung an eine Gruppe von Architekturbüros, einen Rahmenplan für das Areal Rösselmühle zu erstellen, der laut RöMü GmbH-Geschäftsführerin Birgit Leinich „Wohnraum und eine moderne Sockelzone mit Geschäften und Büros vereinen“ soll.

    Der Bezirk Gries, der in den letzten Jahren mit eher minderwertigen Wohnanlagen ohne qualitätsvolle Außenanlagen vollgestopft wurde und dessen Bevölkerung seit 2001 um mehr als ein Drittel gewachsen ist, gehört neben Jakomini, St. Leonhard und Lend... further

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!

    Am 11. Jänner 2024 haben wir den Appell MEHL GRIES BETON zur Rettung der Rösselmühle und für eine respektvolle Stadtentwicklung gestartet.
    Seither haben uns unzählige Menschen auf unseren Ausstellungen und Aktionen ihre eigenen Geschichten von Altstadt- und Heimatverlust in Graz erzählt. Über 1300 Betroffene haben unsere Petition unterzeichnet, weitere Unterschriften sind in Sammlung.

    Die Rösselmühle ist zu einem gewichtigen Sinnbild geworden für die bedrohte Identität und Lebensqualität des Griesviertels und der Welterbestadt Graz.

    Deshalb verlängern wir die Petition bis 31. Mai 2024!

    Wir fordern: NEUE UND ZEITGEMÄSSE GRUNDLEGUNGEN FÜR STADTENTWICKLUNG und für alle Aushandlungen mit Bauträgern... further

Das Areal hat riesiges Potenzial, ein Stadtteilzentrum für alle zu werden, das die Menschen zusammenbringt und gleichzeitig ein sichtbares Zeichen der Geschichte des Bezirks darstellt. Die älteste Mühle in Graz darf nicht - wie so unendlich vieles in Graz - dem Willen der Immolobby geopfert werden.

No CONTRA argument yet.

Why people sign

Der Bezirk Gries wird seit Jahren mit "Rigipsschachteln" zugebaut, die optisch wie Legebatterien für prospektive Mieter*innen daherkommen. Das ist keine Architektur, sondern kapitalistischer "Brutalismus", der über diverse Wohnbauförderungen und Steuerabschreibungsmöglichkeiten auch noch aus dem Steuertopf mitfinanziert wird.

Diese Querfinanzierung aus Steuermitteln würde für die Politik sehr wohl die Möglichkeit bieten, bei Planung und Gestaltung der diversen Bauprojekte Einfluss zu nehmen, um eine lebbare Umgebung und Infrastruktur für die Bevölkerung zu schaffen. Das geschieht nicht. Vielmehr wird den Investor*innen weitgehend freie Hand gelassen, ihren ertragsgetriebenen Interessen nachzugehen. Einen grösseren Plan für Bezirks- oder Stadtentwicklung gibt es offensichtlich nicht. Zumindest warten wir im Bezirk Gries nach vielen vollmundigen Ankündigungen nunmehr seit Jahrzehnten darauf, dass die Verkehrs- Wohn- und Infrastrukturmisere endlich behoben wird.

Wiewohl die derzeitige Stadtregierung ein schweres Erbe aus dem "Naglismus" angetreten hat und viele von der Vorgängerregierung genehmigte Projekte noch umgesetzt werden können, scheint nunmehr mit dem Projekt Rösselmühle eine weitere "Bauleiche" mitten in ein Wohngebiet gesetzt werden zu können, das an den wahren Bedürfnissen der Bevölkerung vorbeigeplant ist.

Dem ist heftigst zu widersprechen.

Für ein Graz in dem sich alle wohl fühlen können, müssen die Profit-Interessen von Investoren hinten angereiht werden. Die Stadtregierung ist den in Graz lebenden Menschen verpflichtet und darf dem Druck der Investoren nicht nachgeben.

als wichtige Korrektur verfehlter Stadtplanung seit Jahrzehnten; interessanterweise hat auch Florian Weitzer auf den Umstand hingewiesen, dass es unterschiedliche Aufmarksamkeiten der Stadtentwicklung und Verkehrsplanung zwischen rechtem und linkem Murufer gibt, besonders, was den Bezirk Gries anbelangt; es gbe hier also eventuell ungewöhnliche Allianzen zu aktivieren ...

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