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Die Petition wurde eingereicht
il 09/09/2026Liebe Freundinnen und Freunde des Griesviertels,
anknüpfend an die Aussendung vom 5. September mit unseren Einwendungen gegen die Bebauungsplanung im Kulturerbe-Areal zwischen Idlhofgasse und Kindermanngasse lädt die Initiative Industrieerbe-Landschaft am Mühlgang alle Interessierten herzlich ein zumHISTORISCHEN QUARTIERSRUNDGANG
im Bebauungsplangebiet Prankergasse - Kindermanngasse - Lidlsdorfgasse - Ungergasse – Idlhofgasse.In diesem versteckten Winkel des Griesviertels hat sich seit dem 17. Jahrhundert ein vielgestaltiges, handwerklich-industrielles Bauerbe entwickelt. Zwischen Destillerie Bauer, Altem Brauhaus, Sprudelgarage und Papierfabrik greifen bis in die jüngste Zeit Arbeit und Gewerbe, Handwerk und Kunst ineinander. Die nun vorgelegte Bebauungsplanung bedroht dieses Ensemble u.a. durch Abbrüche und Hofeinbauten neuer Wohnanlagen.
In einem Rundgang durch das Quartier informieren Altstadtschützer:innen über die Historie einzelner Gebäude und bringen Stimmen zum Lebenszusammenhang des Viertels zu Gehör.
Heutige und ehemalige Anwohner:innen sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Hausgeschichten an der Begehung zu beteiligen.Am Freitag, 11. September, 17 Uhr, Treffpunkt Ecke Kindermanngasse/Prankergasse.
Wenn Sie können, unterstützen Sie uns doch bitte auch in der Infoveranstaltung des Stadtplanungsamts am Montag, 14.9. um 18 Uhr (JUFA Idlhofgasse) und mit Ihrer Einwendung.
Für das Organisationsteam: Katharina Eisch-Angus, Sonja Rosbergen, Erika Thümmel
kulturerbe-gries@gmx.at -
Liebe Freundinnen und Freunde des Griesviertels,
liebe Unterstützer:innen einer anderen Stadtentwicklung,Die Stadt Graz hat noch bis 24. September zwei Bebauungspläne für die Gebiete südlich und nördlich der Prankergasse öffentlich aufgelegt, um den Bauvorhaben der Wohnbaugesellschaften ÖWG und ÖSW nachzukommen.
Insbesondere der Bebauungsplan 05.47.0 Pranker- / Kindermann- / Lidlsdorf- / Unger- und Idlhofgasse ist ein Paradebeispiel investorengetriebener Stadtplanung und Stadtzerstörung in Graz. Ein einzigartiges Industrieerbe-Areal und lebendiges multikulturelles Quartier sind akut gefährdet.Seit dem 17. Jh. entstand hier ein vielgestaltiges, handwerklich-industrielles Bauerbe. Zwischen ehemaliger Destillerie Bauer, Altem Brauhaus, Sprudelgarage und Papierfabrik greifen Arbeit und Gewerbe, Handwerk und Kunst ineinander. Im unverwechselbaren Ambiente spielen Kinder, bilden sich Treffpunkte, leben Menschen verschiedener Generationen, Kulturen und Milieus zusammen. Gewachsene Innenhöfe und ortsbildtypische Wohn- und Gewerbebauten bieten Zukunftspotentiale für Entsiegelung und Begrünung, ökologisches Wohnen im Bestand und vielerlei kulturelle und soziale Nutzungen.
Stattdessen bedeutet der Bebauungsplan:
- Das Areal wird in zwei geschlossene Innenhöfe mit 5- bis 6-stöckigen Wohnanlagen als „Blockrandbebauung“ geteilt. Quer durch den historisch gewachsenen Hof wird das Eckhaus Kindermanngasse 12 durch eine fünfgeschossige Neubaustange der ÖWG verlängert. Eine parallele Wohnanlage verläuft über Bestandsbauten der Destillerie Bauer im Eigentum der ÖSW. Aufstockungen und Umbauten erhaltener Bauteile sind bereits fix geplant.
- Die Baudichte wurde für eine möglichst dichte, zusätzliche Wohnbebauung zurecht-gerechnet. Soziale Verträglichkeit und die bereits überlastete Infrastruktur (ärztliche Versorgung, Schulen, Kindergärten, Freitzeitanlagen usw.) sind nicht berücksichtigt.- Neue Tiefgaragen und die Verbreiterung der Prankergasse bringen mehr Verkehr und Lärm. Geschlossene Höfe vervielfältigen den Lärm im Inneren und schaffen Hitzeinseln ohne Durchzug.
- Das Stadtplanungsamt gibt vor, den historischen Bestand zu schützen. Das ist falsch! Im Bebauungsfall müssten die historischen Ensembles abgebrochen werden. Für die Gebäude Kindermanngasse 6a, Teile der Destillerie Bauer und die Hallen der Papierfabrik wird Abbruch sogar vorgeschrieben. Eigentlich denkmalwürdige Gebäudeensembles wie das Alte Brauhaus an der Pranker- und Kindermanngasse mit Pawlatsche und historischem Korbbogenportal zum stimmungsvollen Innenhof und viele andere werden nicht geschützt. Der historische Gebietscharakter wird bewusst zerstört.
- Ein öffentlicher „Pocketpark“ ist kostenintensiv für die Stadt, Probleme sind vorprogrammiert.
- Abbruch und Neubau statt Bestandserhalt, 100 % Wohnbau statt echter Revitalisierung bestehender Potentiale sind klimatechnisch, ökologisch, sozial und stadtplanerisch nicht mehr vertretbar!
Dieser Bebauungsplan darf so nicht genehmigt werden!- Erkunden wir gemeinsam die Geschichte und Erinnerungen des Quartiers: Freitag, 11. September, um 17 Uhr, Treffpunkt Ecke Prankergasse/Kindermanngasse. Herzliche Einladung!
- Kommen Sie zur öffentlichen Informationsveranstaltung des Stadtplanungsamts am Montag, 14. September um 18 Uhr im JUFA-Hotel Graz-City, Idlhofgasse 74, melden Sie sich zu Wort!
- Schreiben Sie bis 24.9. eine Einwendung mit Ihrer begründeten Kritik am Bebauungsplan und senden Sie sie an: Magistrat Graz, Stadtplanungsamt, Europaplatz 20, 8020 Graz, Email: stadtplanungsamt@stadt.graz.at
Link zum Bebauungsplan: https://www.graz.at/cms/beitrag/10468808/7758896/Bebauungsplan.htmlEs wurde bereits 2024 eine Dokumentationsbroschüre des Industrieerbes entlang des rechten Mühlgangs von Graz erstellt. Sie kann unter https://mehlgriesbeton.com heruntergeladen werden.
Wir sind eine unabhängige Initiative von Anwohner:innen und Altstadtschützer:innen und engagieren uns für Erhalt und Revitalisierung des industriellen Kulturerbes im Griesviertel:
Katharina Eisch-Angus, Sonja Rosbergen, Erika Thümmel,
kulturerbe-gries@gmx.at -
Die Petition wurde eingereicht
il 08/05/2026Liebe Unterstützer:innen der Petition für die Rösselmühle und eine respektvolle Stadtentwicklung,
gerne geben wir diesen Aufruf der Initiative "Recht auf Stadt" weiter:Hallo Bewohner:in der Stadt
Diese Mail erreicht dich entweder wegen der beim Crossroads 2025/Amalgam entstandenen Mailing-Liste, oder weil du Teil einer Initiative bist, die sich bereits für ein Recht auf Stadt für Alle einsetzt.
Recht auf Stadt Graz ist eine überparteiliche Initiative beziehungsweise ein solidarisches Netzwerk von Menschen, Gruppen und Projekten, die sich unter einem gemeinsamen Minimalkonsens zusammenfinden wollen.
Ausgangspunkt ist die Idee, dass Stadt nicht primär nach wirtschaftlichen Interessen gestaltet werden soll, sondern nach den Bedürfnissen der Menschen, die in ihr Leben. Die Umsetzung eins Rechts
auf Stadt verstehen wir als einen Prozess der auf von den Bewohner:innen selbst gestaltetem verändertem und erneuertem städtischem Leben basiert.Die Idee ist, dass sich in der Initiative Einzelprojekte und Aktionen, die eigenständig arbeiten, solidarisch unter dem Titel „Recht auf Stadt“ zu vereinen.
Somit stehen wir für:
- Eine Stadt, die an den Bedürfnissen der Menschen orientiert ist
- Solidarische Formen des Zusammenlebens
- Selbstbestimmte Räume und Strukturen
- Die Vernetzung derjenigen, die daran arbeiten wollenUm die Initiative zu starten laden wir am 09.05. um 15:00 zu einem ersten öffentlichen Treffen im Spektral ein. Hier wird noch einmal vorgestellt was „Recht auf Stadt“ ist, wie der Minimalkonsens ausschaut und wie wir gemeinsam und solidarisch aktiv werden können.
Es ist an der Zeit aktiv zu werden, in der Stadt etwas zu verändern und gemeinsam an einer Stadt zu arbeiten, in der wir alle leben können und wollen!
Also komm vorbei und nimm deine Ideen, Erfahrungen und interessierte Leute mit!