In Österreich gibt es rund 1,8 Millionen PatientInnen mit chronischen Schmerzen.

Cannabis wirkt nachweislich schmerzlindernd, muskelentspannend, schlaffördernd und gegen Übelkeit bei Chemotherapien. Studien belegen Wirkungen bei Krebspatienten, bei Nervenschmerzen (Polyneuropathien), bei Multipler Sklerose und bei Epilepsie. Cannabis wurde daher zur Arzneimittelpflanze des Jahres 2018 gewählt. Doch der Konsum von Cannabis ist auch für PatientInnen strafrechtlich verboten. Es gibt wenige Medikamente auf Cannabis-Basis, die erfordern ein “Suchtgiftrezept” und sind sauteuer. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nur sehr restriktiv.

Was will ich erreichen?

  • Ärzte sollen auch natürliche Cannabis-Blüten verschreiben können, die man über Apotheken beziehen kann.
  • Cannabis-Medikamente sollen im Erstattungskatalog der Krankenkassen ohne Chefarztpflicht erstattet werden.
  • Patienten müssen bei Cannabiskonsum entkriminalisiert werden!

Begründung

Der Einsatz von Cannabis in der Medizin ist durch Studien bei bestimmten Krankheiten wirksam, ohne dass Cannabis vergleichbar starke Nebenwirkungen wie Opioide oder Antiepileptika oder Antidepressiva hätte. In Deutschland wurde Cannabis in der Medizin im Jahr 2017 einstimmig liberalisiert. In vielen Ländern ist der Zugang zu Cannabis in der Medizin inzwischen erreicht worden. Österreich hinkt nach.

Ich habe im Nationalrat einen Entschliessungsantrag eingebracht. Dieser wird derzeit im Gesundheitsausschuss überwiegend positiv begutachtet. Einer Gesetzwerdung steht mE nichts mehr im Wege.

Eine ältere Frau hat zu mir gesagt: “Vor welcher Sucht will mich der Staat den noch schützen?Ich will meinen letzten Lebensabschnitt nur möglichst schmerzfrei verbringen.”

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Peter Kolba aus Laab im Walde
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer*innen!

    Ich darf Euch über die Petition und das Thema "Cannabis in der Medizin" am Laufenden halten.

    Zuerst die schlechten Nachrichten:

    Das Gesundheitsministerium hat am 28.12.2018 dem Nationalrat einen Bericht zu Thema vorgelegt. Dessen Tenor: Alles ist bestens - Kein Änderungsbedarf.

    Bereits am 4.12.2018 hat das Gesundheitsministerium in einem Erlass an die Landeshauptleute darauf verwiesen, dass der Vertrieb von CBD-Produkten an eine Genehmigung nach der Novel Food Verordnung der EU gebunden sei. Das würde CBD-Produkte vom "freien Markt" defacto in Apotheken verdrängen und erheblich verteuern.

    Doch wir wollen natürlich nicht aufgeben. Am 19.3.2019 wird der Bericht in Gesundheitsausschuss des Nationalrates zu diskutieren sein. Bis dahin will ich den öffentlichen Druck noch erheblich erhöhen.

    Ich habe eine "Allianz gegen Ignoranz" ins Leben gerufen. Ihr könnt Ziele und Informationen auf der Web-Site www.allianz-gegen-ignoranz.at finden.

    Diese Initiative werde ich am Do 31.1.2019, 10.00, im Presseclub Concordia (1010 Wien, Bankgasse 8) den Medien vorstellen. Mit dabei ein Rechtsanwalt und ein Toxikologe.

    Am Dienstag den 26.2.2019, 18.00 findet im Krankenhaus "Zum göttlichen Heiland" in 1170 Wien, Dornbacherstrasse 20 -28 eine Podiumsdiskussion zum Thema "Wunderdroge Cannabis" statt. Der Eintritt ist frei!

    Ich habe weiters ein Rechtshilfekonto eingerichtet, um Patienten, denen die Krankenkasse die Kostenübernahme für Dronabinol oder Sativex verweigert, bei einer Klage beim Sozialgericht zu unterstützen (Verbraucherschutzverein / Erste Bank / IBAN: AT87 2011 1840 3377 2500 / BIC: GIBAATWWXXX). Ich würde Euch um entsprechende Spenden ersuchen. Betroffene mögen sich wegen einer Unterstützung bei mir melden.

    Schließlich wird der Verbraucherschutzverein und damit das Thema "Cannabis in der Medizin" auch auf der Hanf-Expo vom 26.-28.4.2019 in der Marx-Halle in Wien vertreten sein.

    Es ist noch nicht aller Tage Abend. Ich bin guten Mutes, dass es uns gemeinsam gelingen wird, die sture "Law and Order"-Haltung der österreichischen Regierung zu ändern!

    Mit besten Grüßen
    Peter Kolba

  • Liberalisierung von Cannabis in der Medizin - Jetzt!

    (OTS) - Gesundheitsministerin Hartinger-Klein hat sich bei Cannabis in der Medizin für “Law and Order” statt für eine Liberalisierung entschlossen:

    1) In einem Erlass vom 4.12.2018 werden teure und langwierige Genehmigungsverfahren für das Inverkehrbringen von harmlosen CBD-Produkten vorgesehen. (CBD mit unter 0,3% THC-Anteil fällt nicht unter das Suchtmittelgesetz und kann frei erworben und konsumiert werden.)

    2) In dem Bericht zur Liberalisierung von Cannabis in der Medizin an den Nationalrat kommen Experten zu dem Schluss: Alles in bester Ordnung, keinerlei Änderungsbedarf.

    ”Diese Vorgangsweise von Ministerin Hartinger-Klein ist eine schwere Enttäuschung für hunderttausende Patienten in Österreich. THC-Produkte (gegen chronische Schmerzen, gegen Übelkeit und Erbrechen und gegen Muskelkrämpfe bei Multipler Sklerose) bekommt man weiterhin nur auf “Suchtgiftrezept” sauteuer in den Apotheken. THC im Wert von ein paar Euro wird als Endprodukt zum Preis von rund 400 Euro je 500mg verkauft. 800 Euro und mehr im Monat können sich Patienten oft nicht leisten. Und die Krankenkassen lehnen häufig Kostenübernahmen ab,” sagt Peter Kolba, selbst Schmerzpatient und Obmann des Verbraucherschutzvereines. “Dieser Missstand soll nun auch bei CBD-Produkten (entspannend, schlaffördernd, entzündungshemmend) herbeigeführt werden. Wenn man die österreichischen Produzenten wirtschaftlich ruiniert, bleiben nur Pharmafirmen, die sich Zulassungsverfahren als Medikament leisten können und die CBD-Produkte ebenfalls exklusiv über Apotheken überteuert verkaufen wollen.”

    Der Verbraucherschutzverein baut gemeinsam mit Patientenorganisationen, fortschrittlichen Ärzten und Apothekern und mit Hanfbauern und Hanfhändlern eine “Allianz gegen Ignoranz” auf. Informationen dazu auf der Web-Site www.allianz-gegen-ignoranz.at.

    “Wir werden Patienten bei Indikationen, bei denen THC evident heilsame Wirkungen hat, bei der Durchsetzung der Kostenübernahmen durch Krankenkasse unterstützen; notfalls mit Klagen bei der Arbeits- und Sozialgerichten,“ stellt Kolba in Aussicht. “Und wir werden die Berechtigung des Erlasses gegen CBD anhand von Rechtsmitteln gegen Strafbescheide rechtlich überprüfen lassen.”

    Das Ziel der Initiative ist eine Liberalisierung wie in Deutschland: Patienten bekommen auf Rezept und bei Kostenübernahme der Kassen Cannabis-Produkte und sogar Blüten über Apotheken.

    “1,5 Millionen Schmerzpatienten warten auf leichten Zugang zur nebenwirkungsarmen Therapie mit Cannabis-Produkten und vor allem auch -Blüten, sagt Peter Kolba. “Die Absurdität, Cannabis zur Arzneimittelpflanze das Jahres 2018 zu erklären und Patienten, die diese Pflanze konsumieren vor den Strafrichter zu schleppen, muss rasch ein Ende haben.”

    Service: Weiterführende Informationen auf www.allianz-gegen-ignoranz.at.

  • Das Gesundheitsministerium hat heute dem Parlament den Bericht zu Cannabis in der Medizin vorgelegt: www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/III/III_00233/imfname_728963.pdf
    Dieser Bericht baut auf der Meinung der Pharmaindustrie-Hardliner unter den Ärzten auf und sieht keinerlei Missstand. Im Gegenteil: Alles soll so bleiben wie es ist.
    Ich habe dazu eine Presseaussendung gemacht:
    www.ots.at/presseaussendung/OTS_20181228_OTS0068/
    Ich möchte im Jänner 2019 eine Allianz von Schmerzpatienten - Ärzten - Apothekern - Hanfproduzenten schaffen: Allianz gegen Ignoranz!
    Ich suche insbesondere auch PatientInnen, denen Cannabismedizin verweigert wird bzw wo die Krankenkasse bei der Kostenübernahme Probleme macht. Fallbeschreibungen - auf Wunsch auch anonym - wären wichtig. Ich bitte um Zusendung auf meine Mailadresse himko@chello.at.
    Es ist noch nicht aller Tage Abend. Ich kämpfe weiter und hoffe Sie mit mir.
    Liebe Grüsse
    Peter Kolba

Pro

Lieber Nurmi der Bär! Cannabis als rezeptpflichtiges Medikament zu legaliesieren ist KEINE Drogenfreigabe durch die Hintertür sondern für viele Schmerzpatienten einen sehr hilfreiche Alternative zu den schon LEGALISIERTEN Morphinen!

Contra

"Metabegründung" (für ganz Gscheite): ICH MÖCHTE EINFACH NICHT IN EINEM LAND MIT EINEM ÜBERWIEGENDEN ANTEIL AN HALBIRREN LEBEN, WAS MIR EINE DROGENLIBERALISIERUNG ABER LETZTENDLICH BESCHEREN WÜRDE. Dazu brauche ich keine intelligente Argumentation. Ich bin nicht davon überzeugt, wenn man Cannabishandel entkriminalisiert, ändere sich das dadurch. Fast keine der Petitionen hier,enthalten eine Schaden/Nutzenbilanz. Sind sie alle deshalb größtenteils abzulehnen? Ich rede hier ja von den Spätfolgen. Und ich werd meinen Kampf gegen Drogen nicht aufgeben, weil mir jemand zig Argumente ins Hirn bläst!