Die derzeitige politische Haltung gegenüber der Wald-Wild bzw. Forst-Jagd-Debatte ist unerträglich und die jetzt gelebte Praxis in Vorarlberg, dass zahllose Wildtiere als Schädlinge stigmatisiert werden und dies mit ihrem Leben bezahlen müssen, ist ethisch nicht mehr tragbar. Nur noch wenige Personen haben in diesem Zusammenhang ein Mitspracherecht während andere nicht einmal gehört werden. Das soll verändert werden.

Die Landesregierung soll deshalb mittels der vorliegenden Petition in einem öffentlichen Brief dazu aufgefordert werden,

  • die Debatte Wald gegen Wild sachlich zu diskutieren und gemeinsam beharrlich nach Lösungen zu suchen, die auch den Lebensschutz der Wildtiere garantieren,
  • die Wildtiere durch das Jagdgesetz expliziter zu schützen und eine umfassende Novelle des Jagdgesetzes durchzuführen,
  • die Jagdschutzorgane als Kuratoren und Sprecher für Wildtiere und deren Lebensräume zu fördern und zu verpflichten,
  • Wildruhezonen einzurichten und Schonzeiten strikt einzuhalten,
  • wildtiergerechte Bebauungspläne im Rahmen der laufenden Initiative „vau hoch drei“ mit zu berücksichtigen,
  • die Totalreduktion bzw. Auslöschung von Wildtierarten durch eine Ethikkommission bewilligen zu lassen,
  • dafür zu garantieren, dass die zuständigen Sachbearbeiter des Landes fachlich kompetent und in einem ausgewogenen Verhältnis fair agieren, und die Anliegen der verschiedenen Interessensgruppen reflektiert und professionell behandeln. Die Bereitschaft zur Kooperation und zu Kompromissen sollte dabei, auch bei Meinungsverschiedenheiten, nach außen ersichtlich werden.

Begründung

Wildtiere haben keine eigene Stimme. Wir, jagende wie nicht-jagende Vorarlberger, möchten deshalb unsere Verantwortung wahrnehmen für die Gerechtigkeit gegenüber Wildtieren einzustehen. Dazu brauchen wir viele Stimmen. Totalitäre Abschussaufträge, Aufhebung der Schonzeiten (= Erlegen von trächtigen Tieren) und laufende Reduktion des Lebensraumes dürfen nicht der politischen Weisheit letzter Schluss für das so genannte Ökoland und Tierschutzland Nr. 1 sein. Die Wohlfahrtsfunktion des Waldes kann nur mit darin lebenden Wildtieren gedacht werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Ulrike Schmid aus Götzis
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  • Werte Unterzeicher/innen der Petition Fairness für Wild und Wald,

    anbei sende ich Ihnen/Euch einen Bericht der Vorarlberger Nachrichten vom 27.2.2018, in der über diese Petition berichtet wird. Ich hoffe im Sinne des Wildtierschutzes, dass nun wieder Fahrt in diese Sache kommt und das Ansuchen letztlich doch noch als kleiner Erfolg verbucht werden kann.

    Mit besten Grüßen,
    Ulli Schmid

  • Sehr geehrte Unterzeichner/innen,

    als kleine Weihnachtsüberraschung kann ich Ihnen noch mitteilen, dass das heutige Gespräch mit dem zuständigen Landesrat der Vorarlberger Landesregierung sowie den Vertretern der Jägerschaft relativ erfolgreich war. Zumindest konnte die Zusage erreicht werden, dass beim jagdlichen Dialog zukünftig die Tierschutzombudsperson mit eingebunden werden soll. Dies soll zwar zuvor durch die bisherigen Gremienmitglieder (Forst, Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz, Wildbach- und Lawinenverbauung und Behörde) noch abgestimmt werden, aber wenn der Tierschutz wirklich ein Anliegen ist, sollte das wohl kaum verwehrt werden. Auch ein Weiterbildungskonzept Wildtierschutz im Kontext Jagd und Forst steht im Raum. Hier werde ich mich bemühen, einen gangbaren Weg auszuarbeiten, wohl wissend, dass der vielleicht auch den einen oder anderen schmerzlichen Kompromiss bedeuten wird.

    Ihnen wünsche ich an dieser Stelle frohe Festtage und einen artgerechten Rutsch ins Neue Jahr.

    Ulli Schmid

  • Sehr geehrte Unterzeichner der Petition Wald/Wild.

    Soeben habe ich ein Schreiben an die Klubobleute der Vorarlberger Fraktionen versendet mit der Bitte um Rückmeldung,

    1., ob Sie eine umfassende Novelle des Vorarlberger Jagdgesetzes unterstützten bzw einfordern werden.

    2., welche Punkte der Petition von Ihrer Seite inhaltlich unterstützt werden und,

    3., wie Sie diese Punkte in einer Novelle des Vorarlberger Jagdgesetzes einer nachhaltigen und wildtierfreundlichen Lösung zuführen wollen.

    Ich hoffe, auf diesem Wege noch genauere Informationen über die einzelnen Positionen zu erhalten und werde Sie gerne weiter auf dem Laufenden halten.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ulrike Schmid

Pro

Wir müssen unsere Wildtiere schützen! Wenn es so weitergeht wie bisher, kennen unsere nächsten Generationen die großen Schalenwildarten und auch die Raufußhühner nur noch aus den Büchern. Biodiversität darf nicht nicht nur ein Modewort sein! Zudem handelt es sich bei unseren Wildarten um ein landeskulturelles Erbe, welches wir verpflichtet sind zu schützen und zu erhalten.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.