Regija: Vorarlberg

Erhalt des Bewegungsbads im LKH Rankweil

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Vorarlberger Landtag

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Peticija upućena: Vorarlberger Landtag

Das Bewegungsbad darf nicht aus Kostengründen geschlossen werden, sondern soll für die Wassertherapie von Patient*innen, für Präventionsangebote und für Kinderschwimmkurse weitergeführt werden.

Obrazloženje

Mein Name ist Stefanie Mößlang und ich arbeite seit 8 Jahren als Physiotherapeutin im LKH Rankweil. In dieser Zeit habe ich zahlreiche neurologische, psychiatrische und orthopädische Patient*innen im Therapiebecken begleitet, welche sehr von der Wassertherapie profitiert haben.

Wassertherapie ermöglicht ein effektives Ganzkörpertraining, das Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht und Mobilität verbessert (Iliescu, et al., 2020; Giuriati, et al., 2021). Besonders für neurologische Patient*innen stellt es einen zentralen Bestandteil der Rehabilitation dar und kann entscheidend dazu beitragen, motorische Fähigkeiten wiederzuerlangen und den Weg zurück ins Berufsleben zu erleichtern (Zhang, et al., 2016; Turner-Stokes, Williams, Bill, Bassett, & Sephton, 2016).

Auch für Menschen mit chronischen Schmerzen oder Adipositas bietet Bewegung im Wasser große Vorteile. Durch den Wasserauftrieb wird das Körpergewicht gefühlt reduziert, wodurch Bewegung erleichtert und gelenkschonendes Training ermöglicht wird (Becker, 2009). Studien zeigen, dass Wassertherapie zur Reduktion von Körperfett beitragen kann und gleichzeitig Ausdauer sowie Lebensqualität verbessert wird (Wouters, Nunen, Geenen, Kolotkin, & Vingerhoets, 2009; Lim, Tchai, & Jang, 2010). Angesichts steigender Zahlen von Adipositas in Österreich und hoher Folgekosten hat dieses Therapiebecken auch in Zukunft eine hohe Relevanz (Czypionka & Reitzinger, 2024).

Neben den körperlichen Effekten hat Wassertherapie auch eine positive Wirkung auf die psychische Gesundheit. Sie wirkt angstlösend, stimmungsaufhellend und bietet insbesondere Menschen mit Depressionen, Angststörungen und psychosomatischen Beschwerden einen geschützten Raum für positive Bewegungserfahrungen (Tang, Wang, Liu, & Liu, 2022; Koroglu & Yildiz, 2024; Pieniążek, et al., 2021). Gerade für ein psychiatrisches Schwerpunktkrankenhaus wie das LKH Rankweil ist dieses Angebot von sehr großem Wert.

Erst im letzten Jahr wurde das Liftsystem im Schwimmbad erneuert und so können Patient*innen in sitzender oder liegender Position sanft ins Wasser begleitet werden. Dies ist für viele Patient*innen eine notwendige Hilfestellung, um überhaupt ins Wasser zu kommen. Genau diese Möglichkeit der Inklusion bietet das Bewegungsbad im LKH Rankweil, und genau diese fehlt in den meisten öffentlichen Einrichtungen in Vorarlberg.

Die Schließung des Bewegungsbads ist ein erheblicher Qualitätsrückschritt der Gesundheitsversorgung in Vorarlberg. Gerade für schwer betroffene neurologische Patient*innen bleibt in Vorarlberg eine neurologische stationäre Rehabilitation mit z. B. Wassertherapie häufig verwehrt. Diese Versorgungslücke besteht nur in Vorarlberg, da in Restösterreich Rehakliniken auch für schwer betroffene neurologische Patient*innen ausgerichtet sind. Zudem wurde das Schwimmbad neben Rehabilitationseinheiten sehr gut mit z. B. Kinderschwimmkursen und Präventionsangeboten wie Aquagymnastik ausgelastet. Das Therapieschwimmbad zu erhalten, ist keine Frage des Luxus, sondern der Verantwortung.

Trotz intensiver Gespräche konnte bislang kein tragfähiges Weiterführungskonzept gefunden werden. Alternative Modelle wie Sponsoring oder Benefizaktionen sollten geprüft werden. Für die Mitentwicklung und Unterstützung solcher Initiativen stehe ich gerne zur Verfügung, denn der Erhalt dieses Therapieangebotes am LKH Rankweil ist mir ein sehr großes Anliegen.

Stefanie Mößlang, MSc
Physiotherapeutin im LKHR

Literaturverzeichnis

  • Becker, B. E. (2009, Sep). Aquatic Therapy: Scientific Foundations and Clinical Rehabilitation Applications. PM&R, 1(9), pp. 859-872. doi:10.1016/j.pmrj.2009.05.017
  • Brenke, R. (Feb 2006). Hydrotherapy and thermotherapy in the treatment of functional disorders. MMW Fortschr Med., 148(7), S. 26-28. doi: 10.1007/BF03364561
  • Czypionka, T., & Reitzinger, S. (Okt 2024). Volkswirtschaftliche Kosten von Adipositas in Österreich. Institute for advances studies vienna.
  • Giuriati, S., Servadio, A., Temperoni, G., Curcio, A., Valente, D., & Galeoto, G. (2021, Jan). The effect of aquatic physical therapy in patients with stroke: A systematic review and meta-analysis. Topics in stroke rehabilitation, 28(1), pp. 19-32. doi:10.1080/10749357.2020.1755816
  • Iliescu, A. M., McIntyre, A., Wiener, J., Iruthayarajah, J., Lee, A., Caughlin, S., & Teasell, R. (2020, Jan). Evaluating the effectiveness of aquatic therapy on mobility, balance, and level of functional independence in stroke rehabilitation: a systematic review and meta-analysis. Clinical rehabilitatioin, 34(1), pp. 56-68. doi:10.1177/0269215519880955
  • Koroglu, S., & Yildiz, M. (2024, May). Effectiveness of hydrotherapy and balneotherapy for anxiety and depression symptoms: a meta-analysis. Current Psychology, 43, pp. 24193-24204. doi:10.1007/s12144-024-06062-w
  • Lim, J.-Y., Tchai, E., & Jang, S.-N. (2010, Aug). Effectiveness of aquatic exercise for obese patients with knee osteoarthritis: a randomized controlled trial. PM&R, 2(8), pp. 723-731. doi:10.1016/j.pmrj.2010.04.004
  • Pieniążek, M., Mańko, G., Spieszny, M., Bilski, J., Kurzydło, W., Ambroży, T., & Jaszczur-Nowicki, J. (2021, Jun). Body Balance and Physiotherapy in the Aquatic Environment and at a Gym. BioMed Research Internatioinal, pp. 1-9. doi:10.1155/2021/9925802
  • Tang, Z., Wang, Y., Liu, J., & Liu, Y. (2022, Nov). Effects of aquatic exercise on mood and anxiety symptoms: A systematic review and meta-analysis. Frontiers in Psychiatry, 13. doi:10.3389/fpsyt.2022.1051551
  • Turner-Stokes, L., Williams, H., Bill, A., Bassett, P., & Sephton, K. (2016, Feb). Cost-efficiency of specialist inpatient rehabilitation for working-aged adults with complex neurological disabilities: a multicentre cohort analysis of a national clinical data set. BMJ Open, 6(2). doi:10.1136/bmjopen-2015-010238
  • Wouters, E. J., Nunen, A. M., Geenen, R., Kolotkin, R. L., & Vingerhoets, A. J. (2009, Aug). Effects of Aquajogging in Obese Adults: A Pilot Study. Jornal of Obesity, pp. 1-7. doi:10.1155/2010/231074
  • Zhang, Y., Wang, Y.-Z., Huang, L.-P., Bai, B., Zhou, S., Yin, M.-M., & Zhao, H. e. (2016, Nov). Aquatic Therapy Improves Outcomes for Subacute Stroke Patients by Enhancing Muscular Strength of Paretic Lower Limbs Without Increasing Spasticity: A Randomized Controlled Trial. Am J Phys Med Rehabil, 95(11), pp. 840-849. doi:10.1097/PHM.0000000000000512
Puno vam hvala na podršci, Stefanie Mößlang, Sulz
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Peticija je započela: 03. 05. 2026.
Kolekcija završava: 02. 11. 2026.
Regija: Vorarlberg
Kategorija: Zdravlju

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Nova jezična verzija

Ihre Aufzählung der Hallenbäder liefert genau das entscheidende Argument für den Erhalt des Bewegungsbades am LKH Rankweil: Dass es im Bezirk Feldkirch eben KEIN Hallenbad gibt. Gerade für ältere Personen und Personen mit eingeschränkter Mobilität ist aber regionale Nähe entscheidend wichtig.

Wenn es ums Sparen geht, ist man um Ausreden nicht verlegen. Wir haben in Bludenz, Dornbirn und Bregenz sündteure Hallenbäder, welche man nützen kann und sollte. Alle diese Bäder sind mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichbar. Alle fordern, keiner ist bereit zu verzichten. Die Zeiten haben sich geändert, AUFWACHEN, die fetten Jahre sind vorbei!

Zašto ljudi potpisuju

Die jüngsten sollten schwimmen lernen. Das geht am besten in der nächsten Umgebung. Es ist schwer genug Lehrer und Eltern zu motivieren mit den Kindern in ein Schwimmbad zu gehen.

Weil die Patienten Bewegung benötigen und es wichtig ist für die Gesundheit.

Weil es Sinn macht

Für Gesundheit und Sozialleben nicht wegzudenken. Was für ein Wahnsinn auch nur über die Abschaffung nachzudenken.

Bewegung das Um- und Auf für einen gesunden Körper ist-
die Frage ist ob hier nicht am falschen Ende gespart wird!!!

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