26.10.2026, 14:19
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
die jüngsten Presseberichte zeigen, dass der Erhalt des Reha-Zentrums Aflenz weiterhin politisch diskutiert wird. Gleichzeitig wird eine tragfähige Lösung schwieriger.
Die Hoffnung auf eine Partnerschaft mit dem Land schwindet
Nach dem Gespräch bei Bundesministerin Korinna Schumann waren wir vorsichtig optimistisch, dass sich eine Lösung für den Erhalt des Reha-Zentrums finden lässt. Inzwischen ist dieser Optimismus jedoch deutlich geschwunden.
Eine mögliche Partnerschaft mit dem Land Steiermark ist derzeit in weite Ferne gerückt. Als möglicher Grund dafür gilt die angespannte finanzielle Situation des Landes. Weitere öffentliche Partner sind derzeit nicht bekannt.
Die PVA bereitet eine mögliche Nachnutzung vor
Die PVA hat eine „Marktsondierung mit Einladung zur Übermittlung von Nachnutzungskonzepten“ eingeleitet. Private Interessenten können Konzepte für eine künftige Nutzung der Liegenschaft vorlegen.
Besonders wichtig ist folgende Feststellung der PVA:
„Die Pensionsversicherungsanstalt hält in diesem Zusammenhang ausdrücklich fest, dass sie im Rahmen einer allfälligen Nachnutzung selbst keine weitere Betriebstätigkeit vornehmen wird und sich auch an keinen Instandhaltungs-, Instandsetzungs- oder sonstigen Investitionskosten beteiligen wird.“
Das bedeutet: Bei einer allfälligen Nachnutzung will die PVA weder selbst einen Betrieb führen noch sich an Instandhaltungs- oder Investitionskosten beteiligen. Die PVA stellt klar, dass die Liegenschaft samt Gebäuden nach Beendigung des Reha-Betriebs in ihrem dann bestehenden Zustand zur Verfügung gestellt werden soll.
Die Besichtigungen durch private Interessenten laufen bereits. Die Konzepte müssen bis 18. Dezember 2026 eingereicht werden. Laut PVA handelt es sich um eine unverbindliche Marktsondierung. Ein Verkauf oder eine konkrete Nachnutzung ist damit noch nicht beschlossen. Auch einen theoretisch möglichen Weiterbetrieb durch die PVA schließt die Unterlage nicht aus.
Dennoch ist diese Entwicklung ein ernst zu nehmendes Signal: Kommt keine tragfähige Partnerschaft zustande und hält die PVA an ihrer bisherigen Haltung fest, ist der Erhalt des Reha-Zentrums Aflenz in seiner bisherigen Form erheblich gefährdet.
Mitarbeiter und Gemeinden fordern zum Handeln auf
Der Betriebsrat und die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden haben sich mit offenen Briefen an die Landesregierung gewandt und weitere Schritte zum Erhalt des Reha-Zentrums gefordert.
Dabei geht es um weit mehr als den Fortbestand einer Einrichtung: Das Reha-Zentrum ist ein wichtiger Bestandteil der überregionalen Gesundheitsversorgung und zugleich ein bedeutender Arbeitgeber in der Region.
Die Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz ist weiterhin offen
Das Ersuchen um Bekanntgabe von Informationen zu den geplanten Veränderungen beim Reha-Zentrum Aflenz nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) wurde von der PVA mit Bescheid abgelehnt. Gegen diesen Bescheid wurde Beschwerde beim zuständigen Verwaltungsgericht erhoben. Das Verfahren ist weiterhin anhängig; eine gerichtliche Entscheidung steht noch aus. Über den weiteren Verlauf und das Ergebnis werden wir euch informieren.
Wir bleiben dran!
Wir werden die weiteren Entwicklungen aufmerksam verfolgen und euch informieren, sobald es wesentliche Neuigkeiten gibt.
Vielen Dank für eure Unterstützung und euer anhaltendes Interesse an unserem gemeinsamen Anliegen!
Mit freundlichen Grüßen
Peter Redl