Region: Steiermark

Rettet das RZ Aflenz: Keine Schließung durch Verlagerung nach St. Radegund

Petition richtet sich an:
Vorstand und Generaldirektion der PVA, Sozial- und Finanzministerium
Abgegebene Stellungnahmen von Abgeordneten

13.363 Unterschriften

Sammlung beendet

13.363 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet März 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Vorstand und Generaldirektion der PVA, Sozial- und Finanzministerium

Diese Petition ist überparteilich und unpolitisch. Es geht uns um den Erhalt von Qualität und Vernunft:

• Stopp der Verlagerungspläne von Aflenz nach St. Radegund.
• Standortgarantie für das RZ Aflenz als Kompetenzzentrum für Stoffwechselerkrankungen.
• Wertschätzung für ein Team, das seit Jahren Spitzenleistungen für das österreichische Gesundheitssystem erbringt.

Unterschreiben Sie jetzt für den Erhalt des RZ Aflenz – für die Patienten, für die Region, für die Vernunft!

Begründung

Wir, die unterzeichnenden Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Patientinnen und Patienten, fordern den uneingeschränkten Fortbestand des Rehabilitationszentrums (RZ) Aflenz als spezialisierte Einrichtung für Stoffwechselerkrankungen (Diabetes mellitus und Adipositas).
Wir sprechen uns entschieden gegen die geplante Verlagerung dieser Kompetenzen in das RZ St. Radegund und den dortigen kostenintensiven Zubau von 100 Patientenzimmern aus.
Unsere Begründung:

1. Ressourcenverschwendung verhindern: Bestehende Exzellenz vor Neubau
Es ist gesundheitsökonomisch unverständlich, eine bestens funktionierende, moderne Infrastruktur aufzugeben, um an anderer Stelle mit Millionenaufwand neue Kapazitäten zu schaffen. Das RZ Aflenz besteht seit 1970 in Aflenz, wurde 1998 nach modernsten Gesichtspunkten vollkommen neu errichtet und durch kontinuierliche Investitionen auf dem neuesten Stand der Technik gehalten. Es zählt zu den bestausgestatteten Häusern der PVA. Ein Rückbau dieses Standorts bei gleichzeitigem teurem Neubau in St. Radegund widerspricht jedem Gebot von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit.

2. Ein Ort des Behandlungserfolgs: Von Patienten geschätzt und geliebt
Die Beliebtheit des Hauses bei den Patienten ist weit über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt. Seit Jahrzehnten berichten Betroffene von herausragenden Behandlungserfolgen bei Diabetes und Adipositas. Die Patienten sind zutiefst dankbar für die fachliche Expertise und die menschliche Betreuung, die in Aflenz über viele Jahre gewachsen ist. Dieser „Spirit“ und das über Jahrzehnte angesammelte Spezialwissen des Teams lassen sich nicht einfach in ein anderes Gebäude verpflanzen. Die Patienten schätzen zudem die ideale Einbettung in das Ortsgebiet: Die fußläufige Erreichbarkeit lokaler Geschäfte fördert die Alltagsmobilität und stärkt die regionale Struktur.

3. Soziale Verantwortung: Heimatnahe Arbeitsplätze statt Pendlerzwang
Die von der Generaldirektion der PVA angebotene Garantie für Beschäftigte des RZ Aflenz in anderen Einrichtungen verkennt die Lebensrealität der Belegschaft. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Aflenzertal fest verwurzelt, haben hier ihre Familien und Eigenheime. Ein Auspendeln nach St. Radegund ist geografisch und zeitlich kaum zumutbar. Wir fordern den Erhalt der Arbeitsplätze direkt in Aflenz, um die Abwanderung qualifizierter Fachkräfte aus der Region zu verhindern und die soziale Sicherheit der Angestellten zu wahren.

4. Ökologische und gesellschaftliche Nachhaltigkeit
In Zeiten von Klimaschutz und Regionalförderung ist die Schließung eines regionalen Leitbetriebs das falsche Signal. Ein erzwungenes tägliches Auspendeln von hunderten Beschäftigten sowie die Verlagerung von Patientenströmen erzeugen vermeidbare CO₂-Emissionen. Aflenz bietet mit seinen vorhandenen Personalwohnungen und der perfekten Infrastruktur bereits alles, was für einen nachhaltigen Klinikbetrieb nötig ist.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Personenkomitee für den Erhalt des Rehabilitationszentrum Aflenz, Aflenz

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 16.03.2026
Sammlung endet: 31.05.2026
Region: Steiermark
Kategorie: Gesundheit

Neuigkeiten


  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!

    Unsere Petition „Rettet das RZ Aflenz“ wurde mit der symbolischen Übergabe der 13.363 Unterstützungsunterschriften an Bundesministerin Korinna Schumann vorläufig abgeschlossen.

    Wir möchten uns bei euch allen ganz herzlich für diese großartige Unterstützung bedanken. Die Zahl der Unterschriften hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig der Erhalt des RZ Aflenz für die Menschen in der Region und darüber hinaus ist.

    Bei der Übergabe war das Personenkomitee durch folgende Personen vertreten:

    • Dr. Sylvester Berger – ehem. stellvertretender Primararzt des RZ Aflenz
    • Robert Freitag – Generaldirektor-Stellvertreter der PVA i.R.
    • Eva Hirschmanner – Betriebsratsvorsitzende des RZ Aflenz
    • Mag. (FH) Stefan Hofer – Landtagsabgeordneter
    • Peter Redl – Sprecher des Personenkomitees „Rettet das RZ Aflenz“

    Wir konnten mehr als eine Stunde offen und konstruktiv mit Bundesministerin Schumann über die Zukunft des RZ Aflenz sprechen. Dabei ging es um die Anliegen der Beschäftigten, die Bedeutung des Standorts für die Region, die Qualität der medizinischen Versorgung sowie den Erhalt der Einrichtung als wichtigen Bestandteil der öffentlichen Gesundheitsversorgung.

    Erfreulich waren die positiven Signale der Ministerin. Sie teilte uns mit, dass ihr seitens der PVA zugesichert wurde, den Standort Aflenz erhalten zu wollen – gemeinsam mit einem Partner. Als möglichen Partner nannte sie ausdrücklich das Land Steiermark. Eine Beteiligung des Bundes als Partner schloss sie dabei ausdrücklich aus. Sollte das Land diese Partnerschaft nicht eingehen, müsste nach ihrer Darstellung ein privater Betreiber als Partner der PVA gefunden werden. Diese Perspektive, dass die PVA nunmehr doch am Erhalt des Standortes Aflenz interessiert sei, ist für uns ein wichtiges Signal und gibt Anlass zu gewisser Zuversicht.

    Die Petition endet mit der Übergabe – unser Einsatz für das RZ Aflenz geht weiter. Wir werden weiterhin das Gespräch mit der PVA suchen und versuchen aufzuzeigen, wo aus unserer Sicht bei der bisherigen Beurteilung des Projekts von falschen oder nicht ausreichenden Grundlagen ausgegangen wurde.
    Unser Anliegen ist jetzt bei vielen maßgeblichen Stellen bekannt. Von verschiedenen Seiten wurde Unterstützung für den weiteren Weg zugesagt.

    Noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an alle 13.363 Unterstützerinnen und Unterstützer, die mit ihrer Unterschrift ein so eindrucksvolles Zeichen für das RZ Aflenz gesetzt haben. Für weitere Auskünfte und Anliegen stehen wir selbstverständlich weiterhin gerne zur Verfügung.

    Herzliche Grüße
    Peter Redl

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer unserer Petition „Rettet das Rehabilitationszentrum Aflenz“!

    In den vergangenen Wochen gab es einige vorsichtig positive Pressemeldungen zur Zukunft des Rehabilitationszentrums Aflenz. Gleichzeitig haben wir versucht, einen Termin bei Sozialministerin Korinna Schumann zu erhalten, um ihr die 13.363 Unterschriften unserer Petition persönlich und symbolisch zu übergeben.

    Nun können wir Ihnen eine erfreuliche Nachricht übermitteln: Mit Unterstützung der steirischen Landespolitik ist es gelungen, einen Termin zu vereinbaren. Am 28. August 2026 werden wir Sozialministerin Korinna Schumann die 13.363 Unterschriften überreichen und die Gelegenheit nutzen, nochmals mit Nachdruck auf die große Bedeutung des Rehabilitationszentrums Aflenz und die breite Unterstützung für seinen Fortbestand hinzuweisen. Selbstverständlich werden wir bei diesem Gespräch auch versuchen, mehr über den aktuellen Stand und die weiteren Planungen zu erfahren.

    Weniger erfreulich ist die Situation bei der PVA. Nach der formlosen Ablehnung meines Auskunftsbegehrens nach dem Informationsfreiheitsgesetz habe ich vor rund einem Monat gemäß § 11 Abs. 1 IFG eine bescheidmäßige Erledigung verlangt. Eine solche ist bis heute nicht erfolgt.
    Umso mehr hoffen wir, dass die Tatsache, dass die zuständige Bundesministerin nun persönlich mit uns über die Zukunft des Rehabilitationszentrums spricht, auch bei den Verantwortlichen der PVA zu einem Umdenken führt. Es wäre höchste Zeit, die bisherige Gesprächsverweigerung zu beenden und mit uns in einen offenen und konstruktiven Dialog zu treten.

    Wir werden Sie selbstverständlich nach der Übergabe der Unterschriften und dem Gespräch am 28. August ausführlich über den Verlauf und allfällige neue Erkenntnisse informieren.

    Bis dahin möchten wir Ihnen nochmals herzlich für Ihre Unterstützung danken. 13.363 Unterschriften zeigen eindrucksvoll, wie vielen Menschen die Zukunft des Rehabilitationszentrums Aflenz am Herzen liegt. Diese breite Unterstützung werden wir am 28. August mit nach Wien nehmen und gegenüber der Bundesministerin deutlich zum Ausdruck bringen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Redl

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!

    Die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) hat unser Auskunftsbegehren nach dem Informationsfreiheitsgesetz abgelehnt. Die vollständige Antwort der PVA ist diesem Schreiben beigefügt. Die PVA vertritt die Ansicht, dass sie in dieser Angelegenheit nur gegenüber ihren „Mitgliedern“ informationspflichtig ist. Da der Antrag von mir als Pensionist gestellt wurde, gelte ich nach der Rechtsauffassung der PVA nicht mehr als Mitglied, weil ich aktuell keine Beiträge zur Pensionsversicherung mehr entrichte.

    Bemerkenswert ist, dass sich die PVA dabei auf eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes aus dem Jahr 2019 stützt, obwohl das Informationsfreiheitsgesetz erst 2025 in Kraft getreten ist. Ob diese Auslegung der neuen Rechtslage tatsächlich zutrifft, erscheint zumindest diskussionswürdig.

    Wir werden die Begründung nun rechtlich prüfen und anschließend über die weiteren Schritte entscheiden.

    Für die rechtliche Beurteilung und die weiteren Schritte sind wir auch für fachkundige Unterstützung dankbar. Falls sich unter unseren Unterstützerinnen und Unterstützern Juristinnen oder Juristen befinden, die sich mit Verwaltungsrecht, Verfassungsrecht oder dem Informationsfreiheitsgesetz beschäftigen, freuen wir uns über ihre Unterstützung und Kontaktaufnahme.

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Über den Fortgang der Angelegenheit werden wir Sie selbstverständlich informieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Peter Redl

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