04/29/2025, 10:54
Liebe Unterstützer*innen!
Wir müssen leider mit einer Presseaussendung die medial verbreitete Idee eines Brückenanbaus kritisieren. Diese Idee ist ein teures Ablenkungsmanöver vom unprofessionellen Abbruch der beschlossenen Radwege und der fehlenden Evaluierung. Für viele Millionen Euro würde mit einem Brückenanbau der Autoverkehr gesteigert, statt – wie versprochen – reduziert werden.
📌 Versprochen war die Mobilitätswende – doch nun passiert das Gegenteil
Es ist besorgniserregend, dass nun auch die Stadt Linz diesen Kurs einschlägt – vertreten durch Vizebürgermeister Martin Hajart (ÖVP), der diesen Weg offenbar ohne breite politische oder fachliche Einbindung vorantreiben will.
Ein Brückenanbau bedeutet das faktische Aus der Mobilitätswende in Linz. Man kann nicht in Klima- und Mobilitätsstrategien die Reduktion des Autoverkehrs als Ziel formulieren – und gleichzeitig das wichtigste Projekt zur Mobilitätswende in Linz seit Jahrzehnten derart unprofessionell abrupt beenden.
Ein Projekt dieser Relevanz nach nur einer Woche abzubrechen, löst bei Expert*innen Kopfschütteln aus. “Eindrucksvoller kannst du nicht beweisen, dass du weder vom Radverkehr (Angebotsplanung) noch von Verkehrsplanung generell (Eingewöhnungseffekt, Systemwirkung) einen Schimmer hast.” meinte etwa auch DI Ulrich Leth, Verkehrsplaner der TU Wien zum überhasteten Abbruch des Projekts.
📌 Analyse nötig vor weiterer Millioneninvestition
Die Umwandlung einer der 3 Autospuren (für 2 Jahre zuerst als “Radwegprovisorium”, mit der Generalsanierung dann baulich) in einen Radstreifen war eine versprochene, kostengünstige und rasch umsetzbare Lösung – sie scheiterte im ersten Anlauf, weil sie mangelhaft und unprofessionell umgesetzt wurde.
Die Radlobby fordert daher gemeinsam mit 5.000 Menschen der Petition:
➡️ Eine unabhängige externe Aufarbeitung der gescheiterten Umsetzung.
➡️ Einen professionellen Plan zur Wiederaufnahme des Radwegprovisoriums – inklusive Begleitmaßnahmen und Öffentlichkeitsarbeit.
➡️ Eine unabhängige, faktenbasierte vergleichende Analyse des Radwegprovisoriums und des Brückenanbaus hinsichtlich:
➤ Erfüllung der Mobilitäts- und Klimaziele des Landes OÖ und der Stadt Linz
➤ Umsetzungszeitplan
➤ Klimaverträglichkeit
➤ Kostenwahrheit
Thomas Hofer, Sprecher der Radlobby Linz dazu: “Es braucht keine Mobilitätsutopien in ferner Zukunft, sondern sichere Radwege im Hier und Jetzt! Denn Platz ist auf der Nibelungenbrücke genug vorhanden, er ist nur ungleich verteilt. Die Mobilitätswende wird nur dann funktionieren, wenn der Platz weg von PKW hin zu Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und zugunsten des öffentlichen Verkehrs gerechter verteilt wird!”
Unsere gesamte Presseaussendung finden Sie hier: www.radlobby.at/linz/nibelungenbruecke-hajart-und-steinkellner-lenken-mit-teurem-brueckenanbau-ab
Kontaktieren Sie gerne die Politiker, was Sie von dem Ablenkungsmanöver halten!
Gute und sichere Fahrt,
Das Team der Radlobby Linz