23.04.2025, 18:11
Am Mittwochabend protestierten knapp 300 Radfahrer*innen auf der Linzer Nibelungenbrücke gegen den drohenden Rückbau des neuen Radwegs. Die Demo-Fahrt unterstützte unsere Petition, die innerhalb einer Woche über 4.700 Unterstützer*innen fand. Durch die Betonelemente geschützt, radelten sie sicher am Autostau vorbei.
Thomas Hofer, Sprecher der Radlobby Linz, meint: “Die beeindruckende Kolonne an Radfahrer*innen der Demo zeigte auf: Auch Fahrradklingeln können laut sein, und die Linzer Politiker*innen sollten besser auf die Stimmen der Linzer*innen und betroffenen Radfahrer*innen hören!”
Sollte der Radweg auf der Westseite tatsächlich dieses Wochenende abgebaut werden, ist die Verantwortung für das Scheitern klar. Die beiden zuständigen Politiker, Vizebürgermeister Martin Hajart und Verkehrslandesrat Günther Steinkellner, verfehlten ihren Auftrag – oder nahmen ein Scheitern billigend in Kauf.
„Wer den Radweg wieder abbaut, bevor er ernsthaft getestet wurde, nimmt Rückschritt in Kauf. Das ist mutlos – und der Klimahauptstadt Linz nicht würdig!“
Die Umdeutung des ursprünglich auf 1,5 Jahre angelegten Provisoriums zur bloßen “Testwoche” ist haarsträubend. Die Argumente für den Abbruch wirken vorgeschoben – für die Herausforderungen hätte es Lösungen gegeben.
Die Forderungen unserer Petition werden heute Donnerstag 24. April auch in einem Dringlichkeitsantrag von 5 Parteien in die Sitzung des Linzer Gemeinderat eingebracht. Diese beginnt um 14 Uhr.
Spannend bleibt, wie sich die SPÖ dazu verhalten wird. Die Mitglieder und ihre Kontaktdaten sind hier zu finden: linzpartei.at/mandatare/ - der Kontakt des Linzer Bürgermeisters lautet: dietmar.prammer@mag.linz.at
Die Gemeinderatssitzung wird live übertragen. Link dazu auf www.linz.at/Politik/GRSitzungen/GrSitzungen/GrDetail?GrId=162