Brücken statt Grenzen – Offener Brief einer Lehrerin an Friedrich Merz

Петиция адресована к
Herr Friedrich Merz, Vorsitzender der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU)

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Петиция адресована: Herr Friedrich Merz, Vorsitzender der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU)

Ich fordere Herrn Friedrich Merz, Vorsitzenden der CDU Deutschlands, auf, seiner besonderen politischen und historischen Verantwortung gerecht zu werden:
für eine Sprache, die verbindet statt spaltet,
für den Schutz aller Menschen vor Ausgrenzung und pauschaler Verurteilung,
und für eine Politik, die Menschlichkeit über wirtschaftliche Interessen stellt.

Offener Brief einer Lehrerin aus der Schweiz an Herrn Friedrich Merz

Sehr geehrter Herr Merz,

ich schreibe Ihnen nicht als Politikerin, sondern als Lehrerin – und als Enkelin eines Mannes, den ich nie kennengelernt habe, der aber den Zweiten Weltkrieg überlebt hat.

Mein Vater wurde 1945 geboren. Er hat mir später erzählt, was sein eigener Vater in jener Zeit erlebt hatte – Angst, Hunger, Zerstörung, das Schweigen nach dem Krieg.
Vielleicht sind es genau diese Geschichten, die mich bis heute lehren, dass Gewalt nie einfach verschwindet.
Sie wandert weiter – in Worten, in Blicken, in Strukturen – wenn man ihr nicht entgegentritt.

Sie haben einmal erwähnt, dass Ihr Grossvater während der NS-Zeit eine Stellung hatte – als Bürgermeister von Brilon, Mitglied der NSDAP und SA –
und dass Sie daraus die Verantwortung ableiten, dass die israelische Gesellschaft nie wieder ausgegrenzt werden darf.
Diese Haltung verdient Respekt.
Doch darf ich Sie fragen:
Gilt diese Verantwortung nicht auch für alle anderen Menschen, die heute Ausgrenzung, Misstrauen oder Gewalt erleben – Menschen arabischer Herkunft, die in Europa unter Generalverdacht geraten, oder Menschen in Orten wie Gaza, wo Kinder seit Jahren kaum wissen, was Sicherheit bedeutet?
Wann beginnt Verantwortung, universell zu werden – und nicht mehr nur historisch selektiv?

Ich sehe mit Sorge, wie Menschen, die ihre Stimme für Gerechtigkeit erheben, zunehmend unter Generalverdacht geraten,
wie friedliche Demonstrationen mit Härte beantwortet werden,
und wie Sprache wieder zu einem Werkzeug der Spaltung wird.
Ich rufe Sie auf, alles in Ihrer Verantwortung Stehende zu tun, um dieser Entwicklung entgegenzutreten.
Denn wer Worte wählt, trägt Verantwortung für das Klima, das daraus entsteht.

Ich weiss, dass die Seite Israels für Deutschland wirtschaftlich die ertragreichere ist – technologisch, politisch und sicherheitspolitisch.
Doch darf ich Sie fragen:
Was wiegt am Ende schwerer – der wirtschaftliche Vorteil oder das Wissen, menschlich und geschichtlich das Richtige zu tun, z. B. als das Rentable?
Wie viel darf eine Regierung verlieren, um ihre Werte zu behalten?

Auch wenn im Moment vielerorts von Frieden gesprochen wird, wissen wir doch, dass es noch nicht das Ende des Krieges und der Gewalt ist – weder in den Köpfen noch in den Herzen.
Frieden ist mehr als die Abwesenheit von Waffen.
Er beginnt dort, wo Menschen wieder aufeinander zugehen, einander zuhören und sich gegenseitig das Menschsein zugestehen.
Ich weiss, ein Brief einer einzelnen Lehrerin wird keine Politik verändern.
Aber vielleicht erinnert er daran, dass jede politische Entscheidung irgendwann ein Kind erreicht –
in einem Klassenzimmer, auf einem Schulhof, in einem Gespräch über Gerechtigkeit.

Ich wünsche mir, dass Sie Ihre Position nutzen, um Brücken zu bauen,
nicht um Grenzen zu ziehen.
Dass Sie für eine Sprache eintreten, die verbindet,
und für eine Politik, die nicht vergisst, dass jedes „Wir“ immer auch ein „Ihr“ einschliesst.

Mit respektvollen Grüssen
Jenni K.
Lehrerin, Schweiz

основания

Der folgende offene Brief erinnert daran, dass Verantwortung aus der Geschichte nicht selektiv gelten darf.
Er wurde von einer Schweizer Lehrerin verfasst, die mit Sorge beobachtet, wie Spaltung und Misstrauen wieder Teil der gesellschaftlichen Realität werden.
Als Pädagogin ruft sie dazu auf, Menschlichkeit und Verantwortung über politische Interessen zu stellen –
und erinnert daran, dass jede Entscheidung schliesslich Kinder erreicht, die in Frieden und Gerechtigkeit aufwachsen sollen.

Спасибо за вашу поддержку, Jennifer Kaderka, Zürich
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Информация о петиции

Петиция началась: 14.10.2025
Коллекция заканчивается: 13.04.2026
Область: Европейский союз
Тема: Безопасности

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