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Bild zur Petition mit dem Thema: Bleiberecht für Bassam Antakly aus Syrien! Bleiberecht für Bassam Antakly aus Syrien!
  • Von: tea e.V.
  • An: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, ...
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Migration mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 415 Unterstützende
    395 in Deutschland
    Sammlung abgeschlossen

Bleiberecht für Bassam Antakly aus Syrien!

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Wir fordern vom deutschen Bundesamt für Migration und Flüchtlinge: Erlauben Sie Bassam Antakly in Deutschland zu bleiben! Er war Regierungsgegner in Syrien und hat an Demonstrationen gegen die Politik Baschar al-Assads, gegen Korruption und für mehr Demokratie und die Wahrung der Menschenrechte teilgenommen. Dafür kam er ins Gefängnis und wurde gefoltert. Er kann nicht in seine Heimat zurück. In Bulgarien hatte er für drei Jahre subsidiären Schutz erhalten. Dort war er menschenunwürdigen Gefängnissen und Lagern, rassistischen Angriffen und Diskriminierungen ausgesetzt. Man gab ihm keine Chance, sich ein Leben aufzubauen. Inzwischen wurde sein Asylantrag in Deutschland als unzulässig abgewiesen. Er kann jeden Moment abgeschoben werden.

Begründung:

Als im Frühjahr 2011 in Bassam Antaklys Heimatstadt Latakia Menschen begannen, für mehr Demokratie auf die Straße zu gehen, war er von Anfang an dabei und er versuchte auch, all seine Freunde und Bekannten für die Proteste zu mobilisieren. Das endete für ihn mit Gefängnis und Folter. Als er entlassen wurde, sollte er sein Geographiestudium unterbrechen und seinen Militärdienst ableisten. Er wollte aber nicht gegen seine eigenen Landsleute in den Bürgerkrieg ziehen. Nach Deutschland kam Bassam Antakly im Juni 2014 und stellte einen Asylantrag. Erst Ende Januar 2015 bekam er Auskunft über seine Bleibeperspektive von den Behörden. Bevor er nach Deutschland kam, hatte er in Bulgarien subsidiären Schutz erhalten. Vorher war er dort im Gefängnis gewesen, von dem er erzählt, dass es aufgrund von willkürlicher Gewalt, Platzmangel und unhygienischen Bedingungen schlimmer war als im Syrischen Gefängnis. Als er seinen Schutzstatus erhalten hatte, war er auf sich allein gestellt. Die Arbeitslosigkeit in Bulgarien ist hoch. Er fand keinen Job. Eine Wohnung teilte er sich mit anderen Geflüchteten. Die Nachbarschaft deponierte ihren Müll vor der Tür und beschmierte sie mit fremdenfeindlichen, rechten Parolen und Hakenkreuzen. Oft wurden Bassam Antakly und seine Freunde auf der Straße verprügelt, mit Messern angegriffen oder gejagt. In Bulgarien sah er keine Chance, sich ein neues Leben aufzubauen und mit einer Arbeit für sich selbst zu sorgen. Deshalb reiste er zu seinem Bruder, der seit langem in Norwegen lebt und dann weiter nach Deutschland. Sein Antrag wurde wegen des gewährten Schutzes in Bulgarien als unzulässig abgelehnt. Bassam Antakly sollte Deutschland innerhalb von 30 Tagen verlassen. Dagegen klagte er sofort, da er aufgrund der schrecklichen Erfahrungen in Syrien sowie Bulgarien schwer traumatisiert ist. Während das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und das Gericht die Zuständigkeit hin und her schoben, wartete er 27 Monate lang. In der Zwischenzeit hat er Deutsch gelernt, sehr viele Freunde gefunden und sich ehrenamtlich engagiert. Deutschland ist seine zweite Heimat geworden. Wenn er nicht gehofft hätte, dass er in Deutschland eine reale Chance auf Asyl hat, sagt er, wäre er nicht hierher gekommen. Die Jahre des Wartens hat er genutzt, um sich einzuleben. Er hatte sogar zwei Ausbildungsplätze in Aussicht, doch die Behörden erteilten ihm keine Arbeitserlaubnis. Im Mai 2017 erhielt er vom BAMF erneut einen negativen Bescheid. Nun sagen die Behörden, dass er nach Bulgarien zurück muss. Auch die Klage im Eilverfahren ist gescheitert. Bassam Antakly sagt, er hat keine Kraft mehr, nach all der Zeit des Wartens und der Unsicherheit, von vorn anzufangen. Die Folge seiner ganzen Geschichte von Protesten, über Folter, Gefängnis und Flucht bis zur europäischen Bürokratie sind eine posttraumatische Belastungsstörung und Depressionen. Bassam ist unser Freund, wir wollen ihn nicht verlieren. Wir wünschen uns, dass er sich hier ein selbstbestimmtes Leben ohne Angst aufbauen kann.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Heilsbronn, 11.08.2017 (aktiv bis 07.09.2017)


Neuigkeiten

Liebe Abschiebungsgegner_innen und Unterstützer_innen von Bassam, wir haben nun vier Wochen lang online Unterschriften gesammelt und freuen uns über 415 Menschen, die sich dafür einsetzen, dass Bassam nicht seine neue Heimat und seine neuen Freund_innen ...

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