Rettet den Kombinierten Verkehr! Es droht die Rückverlagerung von der Schiene auf die Straße.

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Deutscher Bundestag

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24 %
5,000 for collection target

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  1. Launched November 2025
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Petition addressed to: Deutscher Bundestag

Die Initiative „Rettet den Kombinierten Verkehr“ fordert, dass sich das Bundesministerium für Verkehr und das Management der Deutschen Bahn AG den aktuellen Problemen und Sorgen der Unternehmen des Kombinierten Verkehrs Straße-Schiene unverzüglich annimmt und in einen zielführenden Dialog eintritt. Die Branche steht bereit, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, die den Sanierungsbedarf der Infrastruktur mit den Anforderungen der Logistik in Einklang bringen.

Dies sind die konkreten, kurz- und mittelfristigen Forderungen an die deutsche Bundesregierung und das Management der Deutschen Bahn AG:

  • Nullrunde bei den Trassennutzungsgebühren 2026

Eine Sofortmaßnahme mit Signalwirkung – analog zum Personenfernverkehr.

  • Kapazitätsgarantie von mindestens 90 % der heutigen Transportleistung

bei allen Korridorsanierungen und längeren Baustellen

  • Ertüchtigung geeigneter Umleiterstrecken

Gleiche Parameter für Zuglänge, Zuggewicht und Zugprofil wie auf den Hauptachsen.
 

  • Trassenvergabe bei Engpässen nach Marktanforderung

Berücksichtigung von Profil, Zuglast und Vertaktung, um möglichst viele Transporte auf der Schiene zu halten.
 

  • Betriebserschwerniszulage für minderwertige Trassen während der Korridorsanierungen

Zur Unterstützung von Verbindungen, die andernfalls eingestellt werden müssten.          

  • Aussetzung der Entgelte bei Stornierung von eingekauften Trassen

Bis zur Wiederherstellung einer akzeptablen Netzqualität.

Unterstützen auch Sie die Petition und zeigen Sie, dass der Kombinierte Verkehr in Deutschland und Europa nicht verloren gehen darf. Engagieren Sie sich gemeinsam mit den zahlreichen Unterstützern der Kampagne für die Schiene – im Interesse von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt.

Mehr Informationen unter www.rettet-den-kombinierten-verkehr.de

Reason

Der Kombinierte Schienengüterverkehr, bei dem Waren und Güter in Ladeeinheiten den längsten Teil des Transportweges mit der Bahn zurücklegen und nur auf der regionalen Kurzstrecke mit dem Lkw auf der Straße befördert werden, war über viele Jahre der Wachstumstreiber des Schienengüterverkehrs – ein Hoffnungsträger für mehr Umweltschutz und die notwendige Verkehrswende. Jetzt steht er an einem Wendepunkt. Nach Jahren wachsender Herausforderungen droht die Leistungsfähigkeit des Systems zu erodieren – mit Folgen für Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.

Die Auswirkungen der laufenden Baumaßnahmen auf dem deutschen Schienennetz (Stichwort Generalsanierung) mit Sperrungen von kompletten Streckenabschnitten über längere Zeit verschlimmern die Situation dramatisch. Bei Umleitungsverkehren kommt es teils zu mehr als einer Verdoppelung der Kilometer, was zu einem doppelten Bedarf an Lokführern und Lokomotiven führt, verbunden mit immens ansteigenden Kosten. Massive Zugverspätungen und zahlreiche Zugausfälle sind die Folge.

Spediteure als Nutzer des Systems Kombinierter Verkehr sind zunehmend gezwungen, Ersatzverkehre über Autobahnen zu organisieren, um die Industrie und den Handel überhaupt noch zuverlässig zu bedienen. Immer mehr Transporte kehren auf die Straße zurück – ein Prozess, der bereits sichtbar und mittelfristig kaum umkehrbar ist. Allein auf den alpenquerenden Korridoren über Österreich und die Schweiz drohen bis zu 500.000 zusätzliche Lkw-Fahrten – mit mehr Emissionen, Staus und Unfallrisiken.

Die mehrmonatigen Baumaßnahmen in Vollsperrung sind mehr und mehr existenzbedrohend für Eisenbahnverkehrs- und Speditionsunternehmen, die bislang auf die Schiene gesetzt haben. Gefährdet sind zudem die Versorgungssicherheit der Industrie, die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland und die europäischen Klimaziele.

Quellen:

100 Tage Korridorsanierung Hamburg–Berlin: Befürchtungen bestätigt – und “Winter is Coming”
https://db-watch.de/100-tage-korridorsanierung-hamburg-berlin-befuerchtungen-bestaetigt-und-winter-is-coming/
 
Schienennetzsanierung droht zum Problemherd zu werden
https://die-gueterbahnen.com/news/schienennetzsanierung-droht-zum-problemherd-zu-werden.html
 
Stockende Sanierung, neue Vollsperrungen
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/bahn-sanierung-dauerbaustelle-100.html

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Petition details

Petition started: 11/18/2025
Collection ends: 05/17/2026
Region: European Union
Topic: Traffic & transportation

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Why people sign

Der kombinierte Verkehr ist ein unverzichtbarer Baustein im Kampf gegen den Klimawandel. Angesichts steigender CO₂-Emissionen im Verkehrssektor kann es sich Deutschland nicht leisten, weiterhin hauptsächlich auf den Straßengüterverkehr zu setzen. Der Transport von Waren per Lkw verursacht deutlich höhere CO₂-Emissionen als der Transport per Bahn. Während ein Güterzug große Mengen an Fracht mit vergleichsweise geringem Energieeinsatz bewegen kann, entstehen beim Lkw-Verkehr pro transportierter Tonne ein Vielfaches an Treibhausgasen.

Eine konsequente Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene oder auf andere umweltfreundlichere Verkehrsträger wie die Binnenschifffahrt würde nicht nur den CO₂-Ausstoß erheblich senken, sondern auch Staus reduzieren, Lärm verringern und die Verkehrssicherheit erhöhen.

Hinzu kommt ein Aspekt der Kostenwahrheit: Die massive Abnutzung unserer Straßen und Brücken durch den Schwerlastverkehr wird größtenteils von der Allgemeinheit finanziert – also von den Steuerzahlern. Die Schieneninfrastruktur hingegen wird in deutlich größerem Umfang von ihren Nutzern mitgetragen. Wer Klimaschutz ernst meint, muss daher den kombinierten Verkehr gezielt fördern und faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Straße und Schiene schaffen.

Bin für den Bahnverkehr aus Umweltgründen!

I work in Transport and use trains alot

Ich hatte lange einen Job im Logistikgewerbe, als noch viel Gewicht auf dem kombinierten Verkehr lag, bevor immer mehr kombinierte Transporte auf die Straße verlegt wurden. Aber das Problem liegt auch in der Unzuverlässigkeit der Bahn und der Beamtenmentalität, die dort immer noch in der Verwaltung herrscht. Daher wundert es mich auch nicht, dass die Spediteure da nicht mehr gern darauf gebaut haben, denn entweder kommt die Bahn oder sie kommt eben nicht und das geht natürlich nicht.

weil man nicht nur predigen soll, den Verkehr von der Straße zu holen, sondern die vorhandene Infrastruktur nutzen und ausbauen soll

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