Im Rahmen der laufenden Beratungen um das neue EU-Arbeitszeitgesetz, ist nach der Ansicht der EU die ehrenamtliche Arbeit bei der Berechnung der Wochenarbeitszeit mit einzubeziehen.

Die EU-Arbeitszeitrichtlinie sieht vor, die Wochenarbeitszeit in ganz Europa auf 48 Stunden zu begrenzen. Dabei unterscheidet die Arbeitszeitrichtlinie nicht klar zwischen Arbeitnehmer und Ehrenamtsinhaber. Die Rahmenrichtlinie 89/391/EWG spricht klar davon, dass Arbeitnehmer Beschäftigte eines Arbeitgebers sind, auch in “Kultur- und Freizeittätigkeiten”. Die Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla (CDU) legte es so aus, dass besonders an Stellen, wo Ehrenamtler Tätigkeiten durchführen, die auch von hauptberuflich Angestellten durchgeführt werden, unter diese Regelung fallen.

Dies würde alle ehrenamtlichen Bereiche vor ein großes Problem stellen.

Begründung

Viele gemeinnützige Organisationen arbeiten mit ehrenamtlichen Helfern. Ohne diese ehrenamtlichen Helfer wären viele Angebote gar nicht möglich.

Sei es in Sportvereinen, in der Gemeindebibliothek, in Trauergruppen, in der Jugendarbeit, die Essensausgabe bei der Tafel, die Kinderschwimmgruppe, der Freiwilligen Feuerwehr oder auch im Katastrophenschutz.

Viele Sportvereine können nur günstige Sportangebote anbieten, weil dies mit ehrenamtlichen Trainern durchgeführt wird und ermöglichen so auch einkommensärmeren Familien die Teilnahme an Sportangeboten. Die Jugendarbeit lebt vom Ehrenamt, auch, damit Jugendliche von der Straße geholt werden können.

Der Katastrophenschutz besteht aus dem Ehrenamt. Damit diese ehrenamtlichen Helfer kompetent bei Großschadenslagen reagieren können, benötigen diese eine dementsprechende Übung.

Einem Arbeitnehmer mit einer 41 Stunden Woche würden so nur noch 7 Stundenfür eine ehrenamtliche Tätigkeit zur Verfügung stehen.

Dementsprechend bitten wir, das Ehrenamt, um dieses zu erhalten, von dieser Regelung auszuschließen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Marcel Kübel aus Neuss
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Würde dieses Gesetz tatsächlich Realität, so würden beispielsweise nahezu alle ehrenamtlichen Fahrer/innen beim Rettungsdienst, sowie bei den freiwilligen Feuerwehren wegfallen. Der Katastrophenschutz könnte nicht mehr besetzt werden. Ehrenamtliche Sanitätsdienste? Fehlanzeige! Es brennt? Wir dürfen diese Woche leider nur nicht mehr ausrücken, aber die Berufsfeuerwehr wird sich schon drum kümmern! Es gibt in diesem Gebiet keine? Schade ... Möchte Brüssel das wirklich?

Contra

Wenn man sich die Anzahl der Petitionsteilnehmer anschaut, scheint das Thema, zumindestens bis jetzt, selbst bei den betroffenen Ehrenamtlern nicht so wichtig genommen zu werden.