• Änderungen an der Petition

    at 04 Nov 2019 09:24

    Die Dauer der Unterschriftenaktion wurde verlängert.


    Neue Begründung: 100 Jahre AWO im Dienste von Kindern und Jugendlichen
    **Die AWO ist seit 100 Jahren aktive Zeitzeugin eines langen Weges zur Demokratie und damit deutlich älter als das Grundgesetz. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ so ist es dort festgeschrieben. Dennoch wachsen in Deutschland viele Kinder und Jugendliche unter menschenunwürdigen Lebensbedingungen auf.**
    In ihrer Geschichte hat sich die AWO immer für die Schwächsten in dieser Gesellschaft eingesetzt. Kinder sind aufgrund ihrer Abhängigkeit von Erwachsenen und Institutionen in hohem Maße schutz- und hilfebedürftig. Kindheit, Familie und ihre Lebensverhältnisse haben sich in den letzten 100 Jahren stark verändert. Geblieben ist das Bedürfnis unserer Kinder nach Zuwendung, Liebe, Geborgenheit und die Sehnsucht nach Anerkennung, Zugehörigkeit und „Normalität“.
    Aber was ist „Normalität“ für Kinder/Jugendliche in einer reichen Gesellschaft, in der die Schere von Arm und Reich immer weiter auseinanderklafft?
    **„Arm sein in Würde“ ist eine Illusion, mit der sich der wohlhabende Teil der Gesellschaft und oft auch Politik ein ruhiges Gewissen verschaffen.**
    Wir erleben seit vielen Jahren, dass Qualitätsdiskussionen im Bereich Kita und Schule außerordentlich aktiv und mit dem Rückenwind einer starken Lobby von Eltern und Politik geführt werden…und das ist auch gut so. Die Kinder, deren Eltern Hilfe zur Erziehung wie stationäre Heimerziehung, Tagesgruppen, Sozialpädagogische Familienhilfe u.a. erhalten, haben diese Lobby allerdings nicht.
    Das nehmen wir nicht länger hin!
    Sicher: Kinderschutz erfährt in unserer Gesellschaft in den letzten Jahren Hochkonjunktur und die Anforderungen an die Qualität in der Jugendhilfe steigen beständig, leider wachsen aber die Rahmenbedingungen nicht mit. So ist z.B. eine Erzieher*in in einer Heimgruppe in der Regel immer noch mit bis zu 10 Kindern und Jugendlichen mit herausforderndem Verhalten allein im Dienst.
    **Daher fordern wir gemeinsam mit anderen freien Trägern das Land zu einer Refom der Heimerziehung in Schleswig-Holstein auf!**
    Auch andere Themen wie Armutbekämpfung und der Übergang von Jugendlichen in das Erwachsenleben treiben die AWO in der Jugendhilfe um.
    Während Kinder aus gut situierten Familien zunehmend länger das Nest ihrer Familien zum Erwachsen werden nutzen, werden diese aus der Jugendhilfe oft aus Kostengründen schon ab 16 Jahren spätestens ab 18 Jahren „ verselbständigt“. Oft ist der Preis dafür sehr hoch: Die jungen Menschen leiden unter Einsamkeit, Existenzangst und viele von ihnen scheitern an zu hohen Erwartungen in zu kurzer Zeit.
    Anlässlich ihres Jubiläumsjahres stellt die AWO Jugend- und Familienhilfe in Schleswig-Holstein insbesondere die Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt, die durch Armut und andere stark belastende Lebensumstände ihrer Eltern schlechtere Startchancen für ein gesundes Aufwachsen in dieser Gesellschaft haben.
    Die pädagogischen Fachkräfte haben in unseren Einrichtungen diese Kinder täglich im Blick und wissen um die seelischen und körperlichen Verletzungen, die sie erleiden. Aber sie wissen auch um ihre Kraft und ihre Stärke und darum, dass sie jede Mühe wert sind.
    Im Rahmen eines Partizipationsprojektes mit einer Teilnahme von 25 delegierten Kindern/Jugendlichen aus unseren Jugendhilfe-Einrichtungen haben die Kinder mit großem Engagement und Kreativität eine Petition verfasst: Viele Wünsche und Anliegen in Bezug auf ihr Leben haben sie an uns Erwachsene formuliert. Die 10 wichtigsten sind in ihrer „Petition“ zusammengefasst.
    Die Pädagog*innen, die die Kinder bei diesem Projekt über 4 Monate begleitet haben, sind aufgrund ihrer vielen Alltagserfahrungen doch überrascht, dass es den Kindern zwar auch, aber nicht vorrangig um materielle Dinge geht. Über allen Wünschen steht:
    **„Lasst uns dazu gehören!“**
    Wir, die Verantwortlichen der AWO Jugend- und Familienhilfe in Schleswig-Holstein, setzen uns weiter intensiv dafür ein, dass die berechtigten Wünsche und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen auf breiter Ebene Gehör und Berücksichtigung finden!
    Dirk Behrens / Leitung
    Renate Prüß / Regionalleitung Süd-Ost
    Jörg Matthews / Regionalleitung Süd-West
    Daniela Westphal-Gerigk / Regionalleitung West
    September 2019


    Neues Zeichnungsende: 15.12.2019
    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 293 (255 in Schleswig-Holstein)

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