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Pro

Warum ist die Petition unterstützenswert?

Weil die romantisierende und vermenschlichende Art die komplexen Ökosystemzusammenhänge darzustellen ein falsches Bild der deutschen Forstwirtschaft erzeugen. Dies macht vielen qualifizierten Forst-Kollegen das Leben schwerer. Und die hiesige Forstwirtschaft ist um ein Vielfaches naturnäher als z.B. in Osteuropa oder Russland, alternative Lieferanten wenn heimisches Holz keine Verwendung findet.
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Viele Medien, an die diese Petition gerichtet ist, zeigten sich am Beispiel des Wohlleben-Buches wenig engagiert in punkto einer umfassenden Beleuchtung eines gesellschaftlich relevanten Themas wie der Nutzung von Natur-Ressourcen. Anstelle Hinterfragens und Betrachtung auch der Kehrseite der Medaille kamen weitgehend nur Mainstream-Informationen auf dem Markt. So ist eine freie Meinungsbildung auf demokratisch-pluralistischer Grundlage nur schwer möglich. Ausnahmen gingen in Richtung Selbstironie, immerhin: http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2016-08/peter-wohlleben-geheime-leben-baeume
Quelle: Zeit Magazin 24.08.2016 Gesellschaftskritik: Die geheimen Kräfte der Steine
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    300 Jahre Nachhaltigkeit
Etwa 95% aller Deutschen leben unter städtischen Bedingungen und träumen von einem Wald, den es so nie gegeben hat. Niemand erinnert heute die Waldzerstörungen des präindustriellen Zeitalters. Das war vor 300 Jahren Auslöser für die Entwicklung der Forstwissenschaften und einer modernen, nachhaltigen, multifunktionalen Forstwirtschaft, die unsere heutigen Wälder geschaffen hat. 300 Jahre haben wir Förster Fakten über den Wald gesammelt, die Wohlleben genau kennt aber populistisch ignoriert.
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    Schmerzen
Nach einem erfolgreich absolvierten Studium der Forstwissenschaften liest sich das "geheime Leben" wie ein Science Fiction. Dass Bäume Schmerzen empfinden, hatte die Alma Mater zu lehren vergessen. Nun weiß ich, dass ich mich der Beihilfe zu schwerster Körperverletzung anheischig mache, wenn ich einen Baum auszeichne. Glücklicherweise sind solche Vergehen bisher nicht gerichtsanhängig geworden. Möglicherweise bin ich in der Wahrnehmung der geneigten Öffentlichkeit aber zum Schinder und Quäler mutiert. Es wurde höchste Zeit, die Schockstarre zu beenden und den Autor zu stellen.
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    Anthroposophen
Toll diese Petition! Weitere bitte für die anthroposophischen Edelmarken DEMETER oder WELEDA! Hier wird seit Generationen mit „Halbwahrheiten, eigenen Bewertungen selektiv ausgewählter Quellen und Wunschdenken“ erfolgreiches Marketing betrieben. Toll, oder? Was soll diese Hetze?
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    Wissenschaftliche Deutungshoheit
Die Petition ist unbedingt begrüßenswert! Leider ist es Wohlleben gelungen, der Einzige in der Allgemeinheit bekannte Förster zu werden. Es ist dringend notwendig, dass die Deutungshoheit über Wald und Forstwirtschaft wieder bei forstlichen Spitzenkräften liegt (mit wissenschaftlichem Hintergrund). Diese Petition muss auch ein Aufruf an alle forstlichen Führunskräfte sein konsequent und öffentlich über die Notwendigkeit und die Art und Weise der Waldbewirtschaftung zu berichten und dazu auch eindeutige Position zu beziehen.
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Forstwissenschaftler müssen verstehen, dass Emotionen bei weitem wichtiger sind als Fakten. Wir gehen alle in den Wald, weil wir emotional davon angesprochen werden. Wer es nicht schafft Standraumindizes und Self-thining rules emotional zu übersetzen, wird in Zukunft immer mehr ins Hintertreffen gerade. Nachteil ist natürlich, dass Menschen die nur Emotionen und weniger Wissen transportieren wollen dann deutlicher gehört werden. Für mich selbst sind dieses Bücher der Schlag ins Gesicht, den es braucht, um eigene Erholungswaldkonzepte die den Waldbesucher vergessen zu überdenken.
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    Polarisierung der Gesellschaft
Der Förster wird oft im Rahmen des "Schlachthaussydroms" von meist utopisch- romantisch- urbanen Naturliebhabern als schlechter Mensch dargestellt, der einen Umweltfrevel nach dem anderen verursacht. Dieses Buch ist ein Sinnbild für die postfaktische Zeit, in der die Gesellschaft polarisiert wird um von eigenen Schwächen abzulenken. Sachliche Diskussionen mit Einigungswille- fehl am Platz. Herr Wohlleben hat die Chance verpasst, als "Übersetzer" die emotional aufgeladene Diskussion "Schützen oder Nutzen" in Richtung "Schützen durch Nutzen" zu lenken. (Stichwort: "Integrative Forstwirtschaft")
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Endlich geben Fachleute Herrn Wohlleben contra!! Herr Wohlleben spricht die Leute emotional an indem er den Wald vermenschlicht und dabei unseriöse Halbwahrheiten verbreitet. Hoffentlich gelingt es uns Forstleuten, durch gute Argumente die Bevölkerung positiver auf Forstwirtschaft einzustimmen. Diese Petition ist dabei ein wichtiger Schritt. Dass Forstwirtschaft und Forstleute immer mehr Kritik ausgesetzt sind - noch dazu aus den eigenen Reihen - belastet uns Forstleute ungeheuerlich.
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Contra

Was spricht gegen diese Petition?

    Schuss ins eigene Knie
In Deutschland gibt es das verfassungsmäßige Grundrecht der Pressefreiheit. Ein aus naturwissenschaftlicher Sicht schlechtes Buch zu schreiben ist zum Glück auch nicht verboten. Ernstzunehmende Wissenschaftler beschäftigen sich mit FACHLITERATUR. Die Initiatoren dieser Petition verhelfen den Werken von Wohlleben erst auf ein höheres fachliches Diskussionsniveau und schießen sich damit ins eigene Knie! Wohlleben dankt!
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Erstmal besser machen, als nur kritisieren!!! Anstatt mit dieser Petition (mal wieder) im eigenen Dunstkreis der Forstwelt zu operieren, sollten wir versuchen die Menschen vom Wald (mit seiner Forstwirtschaft) zu begeistern. Warum haben wir es bisher nicht geschafft ein gutes und leicht verständliches Buch über den Wald zu schreiben?
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    Erstmal lesen!
Ich halte diese Petition für schwierig! Ich weiß nicht wie viele Förster und "Unterschreiber", die hier doch auch meist Förster sind das Buch überhaupt gelesen haben! Ich lese in dem Buch, dass wir Förster noch nicht viel über die großartigen Zusammenhänge im Wald und in der Natur wissen und vieles nicht einmal erahnen! Der Respekt vor der Natur und dem Individuum (Egal ob Mensch, Baum oder seltene Flechte) geht doch im Altagsgeschäft auf der Jagd nach Festmetern allzuoft verloren. Anstatt hier neidisch Herrn W. zu diffamieren, sollten wir es besser machen und die akt. Aufmerksamkeit nutz
Quelle: Keine
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    Wisssenschaftskommunikation
Wohlleben fehlende Wissenschaftlichkeit vorzuwerfen geht meiner Ansicht nach an der Sache vorbei. Er bewirbt sein Buch auch nicht als reinen wissenschaftstext: "Dazu zieht er die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse ebenso heran wie seine eigenen unmittelbaren Erfahrungen mit dem Wald". Wohlleben ist vielmehr Symptom eines tieferliegenden Problems des Wissenschaftsbetriebs, nämlich die weitgehend fehlende Wissenschaftskommunikation in die Gesellschaft hinein. Diese Lücke füllt Wohlleben - natürlich als Agent seiner eigenen Agenda - brilliant aus.
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    Weisstanne
Seit 25 Jahren leite ich einen naturnah wirtschaftenden Stadtwald. Persönlich regt mich dieses Buch, wenn auch nicht wissenschaftlich, zu einer beruflichen Selbstreflektion an. Unsere Art im Wald zu wirtschaften wird sich dadurch unwesentlich verändern. Werft doch nicht jeden aus dem Fenster der anderer Meinung ist. Die Petition ist überflüssig. Mehr Gelassenheit ist hier ein helfendes Motto.
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So nötig ich diese Petition auch finde, ich kann sie nicht unterschreiben. Die Herren die diese Aktion hier endlich gestartet haben, sind mit Schuld an der Lage, dass P. Wohlleben, der NABU und viele mehr solch eine Reputation in der Bevölkerung besitzen. Jahrelang hat man hinter verschlossenen Türen Gesessen, Geforscht und gelacht wenn ein Emporkömmling wie Wohlleben etwas schrieb. Man hätte seitens der Forstwissenschaft schon längst einmal mehr Information an den Bürger bringen müssen und zwar in VERSTÄNDLICHEN Worten. Eine Studie aus Finnland interessiert den Bürger nicht. Nehmt ihn mit!
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    Kontraproduktiv
Die Petiton ist kontraproduktiv. Ich finde Wohllebens Buch schlecht und habe das in meinen AFZ-Artikel "Im Wald der verlorenen Seelen" begründet. Aber die Basis für seinen Erfolg ist klar: Wohlleben bietet durch seine Metaphern etc. den Menschen eine soziale Beziehung zur Natur an, was ihnen unsere Kultur verweigert. Wenn Sie nun mit trockenstem Gewissenschafte dieses den Menschen wieder nehmen wollen, werden sie nur als herzlose Waldmechaniker dastehen. Einem miesen Animismus kann man nur besseren entgegensetzen.
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Ich meine diese höchst abstoßende Petition gegen Peter Wohlleben ist auf der Basis von Neid gewachsen, weil Wohlleben in kurzer Zeit eine enorme Aufmerksamkeit durch sein Buch in der Öffentlichkeit erhalten hat, die den Initiatoren dieser Petition in diesem Umfang bisher verwehrt blieb. Er schadet niemandem! Lieber einen Tag mit Peter Wohlleben im Wald verbringen, als fünf Minuten mit allwissenden Dozenten in einer Diskussionsrunde sitzen.
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    Wohlleben geht vorbei, engagiert Euch zu echten Themen
Ich unterzeichne nicht, weil wir Förster das Phänomen Wohlleben aushalten können sollten, so wie unsere Gesellschaft auch die BILD-Zeitung in beiderlei Wortsinn "aushält". Natürlich ist es schwer zu ertragen, immer mehr die Deutungshoheit über den Wald zu verlieren. Ich frage mich angesichts dieser Petition aber auch, wo unsere Forstwissenschaftler sich geäußert haben, als es um die unsägliche Bachelor-Einführung, um die unsozialen Studiengebühren, um den Förster-Abbau in den Forstorganisationen, um die immer stärkere marktwirtschaftliche Ausrichtung der Waldbewirtschaftung ging?
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    Peinlich und selbstentlarvend
Liebe Forstkollegen, was für ein trauriger und peinlicher Vorfall, der leider viel über das Selbstverständnis der alten Förstergarde aussagt ("Wir sind Herr im Wald und nur wir wissen, was im Wald richtig ist, da hat kein anderer was zu sagen!") Man schießt hier nicht nur mit Kanonen auf Spatzen, sondern gesteht ein, dass man mit normaler Kommunikation nicht in der Lage ist, die eigene Meinung den Menschen nahe zu bringen. Eine Petition gegen ein Buch! Das hätte man sich bei schlimmen politisch radikalen Büchern oder Hetzschriften gewünscht, aber gegen Wohlleben! Mein Gott, wie peinlich.
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Ich meine diese höchst abstoßende Petition gegen Peter Wohlleben ist auf der Basis von Neid gewachsen, weil Wohlleben in kurzer Zeit eine enorme Aufmerksamkeit durch sein Buch in der Öffentlichkeit erhalten hat, die den Initiatoren dieser Petition in diesem Umfang bisher verwehrt blieb. Er schadet niemandem! Lieber einen Tag mit Peter Wohlleben im Wald verbringen, als fünf Minuten mit allwissenden Dozenten in einer Diskussionsrunde sitzen.
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    BNE
Diese Petition stammt von Menschen, die von der Bewirtschaftung des Waldes leben, bzw sich für diese einsetzen und nun Angst haben, dass durch eine Sensibilisierung der Gesellschaft dieses in Frage gestellt werden könnte. Welcher Schlachter liebt es schon, wenn Tierschützer auf dem Hof stehen. Auch Tieren wurden lange Zeit Gefühle abgeschrieben. Ich finde die Denkanstösse, die Wohlleben gibt sehr fortschrittlich und wichtig im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Der Wald wird auch weiterhin bewirtschaftet werden, aber vielleicht mit anderer Herangehensweise.
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    Fehlende Weitsicht
Die Petition gegen W. ist umgekehrt proportional zur Zielerreichung „Rettung des Lebensraums Erde“ im Zusammenhang mit der gebotenen Umkehr z.B. beim Ressourcenverbrauch. Die letzten teilweise noch rel. naturnah existenten Flächen liegen im Wald, der leider zunehmend rücksichtslos nach rein ökonom. Faktoren misshandelt wird! Deshalb ist es hier besonders wichtig Gesichtspunkte wie v. W. aufgezeigt zu berücksichtigen. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Prof. die „Leitmeinung“ best. Lobbygruppen bedienen. Die Lektüre des Berichts des Club of Rome „Grenzen des Wachstums“ wäre anzuraten.
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    Eine Philosophie und keine Wissenschaft
ich denke nicht, dass man diese Bücher als wissenschaftlich korrekt verstehen soll vielmehr wird hier der nicht Wissenschaftler(der den Großteil unserer Gesellschaft außmacht) angesprochen. Wohlleben versucht dem Wald in unserer kapitalistisch geprägten Welt wieder einen lebend/emotionalen Wert zu geben. So wird dem Wald auch ein anderer Wert zugesprochen als nur der des Geldes den man mit seinem Holz verdient. Durch diese Bücher wird der Mensch ermuntert respektvoll mit der Umwelt umzugehen und sie nicht so lange Selbstverständlich und Impertinent auszubeuten bis nichts mehr übrig ist.
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Anschauungsunterricht was klassiche Waldwirtschaft bewirkt haben wir im Januar 2017 - 130Km lang in den Ardennen erlebt.Von Malmedy nach Bouillon "endlose" Fichtenstangenwälder die bis an der Straßenkante gepflanzt.
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    Unfreiwillige Ironie
Bezeichnenderweise liegen die Wohngebiete (Nikolausberg und Herberhausen), in denen die meisten Unterzeichner wohnen (Stand 13.02.2017, 11:00) idyllisch von Naturschutzgebieten umgeben. Sie nehmen also durchaus für sich das Privileg in Anspruch, den Erholungswert nutzungfreier bzw. -armer Naturflächen zu nutzen. Können sich diese Unterzeichner nicht vorstellen, dass andere Menschen auch lieber in einer solchen Gegend als neben einer Fichtenschonung leben möchten?
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Eine Petition gegen Bücher sägt an der Basis von Demokratie und freier Forschung. Petitionen gegen Bücher... ist es bereit schon wieder soweit? Wann kommen dann die Bücherverbrennungen, und.... Wehret den Anfängen.
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    Wer liest ist klar im Vorteil!
Lesen Sie bitte aufmerksam den Titel dieser Petition und den rechtlichen Hinweis zum Verfassen eines Contra-Arguments! Ist es nicht an der Zeit, die Petition endlich sang- und klanglos vom Netz zu nehmen? Jeder Einzelne von Ihnen weiss, wieviel Wahrheit P.W. Bücher enthalten. Auch wenn es schwerfällt: Reflektieren Sie! Und noch eine Bitte: Lesen Sie das Buch, bevor Sie diese Petition unterschreiben. Es war nicht P.W. Ansinnen, eine wissenschaftlich korrekte Arbeit zu präsentieren - darauf weist er oft genug im Buch hin. Und Pressefreiheit gilt auch für die forstwirtschaftliche Literatur!
Quelle: Rechtlicher Hinweis zum Verfassen eines Contra-Arguments
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Mag sein, dass Wohlleben einen (aus Sicht der Mehrheit der Revierleiter/Forstbeamten) zu sanften Waldbau propagiert. Inzwischen hat die Forstwirtschaft jedoch Ausmaße angenommen, die einer partiellen Zerstörung gleichen und nichts mehr mit Nachhaltigkeit zu tun haben. Dass die Nachhaltigkeit vielerorts nicht mehr gegeben ist und sich das Waldbild massiv verändert hat (Flickenteppich) haben übrigens mir gegenüber bereits einige "ganz normale" Revierleiter und ein Verwaltungsmitarbeiter einer Forstbehörde geäußert.
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