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Bild zur Petition mit dem Thema: Petition für eine humanitär agierende Schweiz im Rahmen der aktuellen Flüchtlingstragödie Petition für eine humanitär agierende Schweiz im Rahmen der aktuellen Flüchtlingstragödie
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Bundesrätin Simonetta Sommaruga, EJPD
  • Region: Schweiz mehr
    Kategorie: Soziales mehr
  • Status: Der Petition wurde teilweise entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Teilerfolg
  • 5.222 Unterstützende
    3.787 in Schweiz
    Sammlung abgeschlossen

Petition für eine humanitär agierende Schweiz im Rahmen der aktuellen Flüchtlingstragödie

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Pétition en français | Petizione italiana

Sehr geehrte Frau Sommaruga

Die aktuelle Flüchtlingstragödie bewegt die Schweizer Bevölkerung. Wir sind Bürgerinnen und Bürger, Mütter, Väter, Grosseltern und Kinder, Alleinstehende und Paare, Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn –zutiefst besorgte und bestürzte Menschen, denen das Schicksal anderer Menschen nicht gleichgültig ist. Die landesweiten Solidaritätsbekundungen sind Zeugen dieser Bewegung. Sammelaktionen, Sach- und Geldspenden werden organisiert. Menschen, die sich kaum kennen, vernetzen sich. Die Schweizer Bevölkerung ist in Bewegung.

Nun ist es an der Zeit, dass wir – Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz – Forderungen an unsere Regierung stellen, damit auf höchster politischen Ebene Massnahmen getroffen werden, welche der humanitären Schweiz, insbesondere als Depositarstaat der Genfer Flüchtlingskonvention* gerecht werden.

Begründung:

Wir, Bürgerinnen und Bürger der Schweiz, fordern vom Schweizer Bundesrat hier und jetzt:

  • Aufstockung der humanitären Hilfe für betroffene Staaten/Regierungen, die um finanzielle Unterstützung bitten.

  • Aufstockung der humanitären Hilfe für Flüchtlinge mit Einverständnis der jeweiligen Staaten, um Grundbedürfnisse wie sauberes Trinkwasser, Nahrung, Hygiene, Decken und Unterkunft zu sichern.

  • Prüfung der Entsendung des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe in betroffene Gebiete und mit Einverständnis der jeweiligen Staaten zur Versorgung der Grundbedürfnisse wie sauberes Trinkwasser, Nahrung, Hygiene, Decken und Unterkunft, inkl. logistischer und administrativer Unterstützung vor Ort.

  • Die wohlwollende Prüfung der Aufnahme weiterer Kontingentflüchtlinge, insbesondere vulnerabler Gruppen wie Kinder, Frauen und älterer Menschen.

  • Unterstützung des Engagements des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) vor Ort, die Menschen zu schützen und ihnen Hilfe zu bringen, wie es in den Genfer Konventionen festgehalten ist.

  • Finanzielle Unterstützung von NGOs, die nachweislich in den betroffenen Gebieten humanitären Einsatz leisten und den Bund um Unterstützung bitten.

Wir, die Unterzeichnenden dieser Petition fordern den Bundesrat auf, alles in seiner Macht stehende zu tun, um die obengenannten Punkte schnell, unbürokratisch und im Sinne der humanitären Tradition der Schweizer Eidgenossenschaft zu prüfen und umzusetzen. Denn: „Die Grösse eines Landes bemisst sich nicht daran, wie es mit den Mächtigen umgeht. Die Grösse eines Landes bemisst sich daran, wie es mit den Machtlosen umgeht.“ (Zitat von Jorge Ramos, Journalist).

Wir, Bürgerinnen und Bürger, möchten Ihnen Frau Sommaruga, an dieser Stelle für Ihr Engagement und Einsatz in der Sache danken und Sie weiter darin bestärken, an diesem Kurs festzuhalten.

  • Die Flüchtlingskonvention von 1951, ergänzt durch das Protokoll von 1967, regelt den Status von Flüchtlingen. Die Konvention legt klar fest, wer ein Flüchtling ist, welchen rechtlichen Schutz, welche Hilfe und welche sozialen Rechte sie oder er von den Unterzeichnerstaaten erhalten sollte. Aber sie definiert auch die Pflichten, die ein Flüchtling dem Gastland gegenüber erfüllen muss und schliesst bestimmte Gruppen – wie z.B. Kriegsverbrecher – vom Flüchtlingsstatus aus. Als Flüchtling gilt, wer seine Heimat verlassen hat aus der begründeten Furcht, wegen seiner Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen seiner politischen Überzeugung verfolgt zu werden. Besonders wichtig ist der Grundsatz des Non-Refoulement. Er verbietet die Rückführung von Menschen in Staaten, in denen sie an Leib und Leben bedroht sind.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Zürich, 17.09.2015 (aktiv bis 28.10.2015)


Neuigkeiten

Wir haben Neuigkeiten aus Bundesbern. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat wie folgt auf unsere Petition geantwortet. Wer das Originaldokument sehen möchte, kann unsere Facebook-Seite besuchen www.facebook.com/aktionetrehumain/posts/188955218115516 ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Da es humanitäre Hilfe von einem Staat benötigt Der die finanziellen und Materielen Ressourcen Zu genügend zu Verfügung hat. Auxh genügend Freiwilligenarbeit kann getan werden,viele BürgerInnen sind bereit dazu .

PRO: Weil unsere Ängste es nicht rechtfertigen, dass wir Menschen leiden, sterben lassen.

Noch kein CONTRA Argument.
>>> Schreiben Sie das erste CONTRA-Petition Argument



Petitionsverlauf