Welfare

Lohnerhöhung für AJB-Schulsozialarbeitende im Kanton Zürich

Petition is directed to
Christian Stauffacher, Geschäftsführer AJB Bezirke Affoltern, Dietikon, Horgen
25 Supporters
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  1. Launched 04/11/2020
  2. Time remaining 7 days
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Im Namen der unterzeichnenden Schulsozialarbeitenden (SSA) des Kantons Zürich, welche durch das Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) mit einem Leistungsvertrag A1 angestellt sind, möchten wir auf einen Missstand im Bereich unserer Entlöhnung aufmerksam machen. Wir monieren, dass unser Salär seit etlichen Jahren auf demselben Niveau stagniert, und beklagen grundsätzlich die Einreihung in Lohnklasse 17, welche wir im Vergleich zu unseren Kolleginnen und Kollegen der Abteilungen VUS (Vaterschaft, Unterhalts- und Sorgerecht) und SAM (Soziale Arbeit und Mandate) als Ungleichbehandlung unserer herausfordernden Arbeit erachten.

Im Sinne des Diversity Managements steht das AJB in der Verantwortung, die Gleichstellung zwischen vergleichbaren Tätigkeiten ein und derselben Berufsgruppe in der eigenen Organisation umzusetzen. Wir fordern Dich, lieber Christian, sowie andere zuständige Entscheidungsträger im Amt für Jugend und Berufsberatung deswegen auf, die Lohnstruktur der A1-Schulsozialarbeitenden zu überprüfen und sie wie die SAM- und VUS-Mitarbeitenden in die Lohnklasse 18 einzureihen.

Reason

Bei der Lohnband-Einreihung 2012 wurden die Mitarbeitenden der SAM und VUS in die Lohnklasse 18 eingestuft. Dies mit der Begründung, dass diese gesetzliche Mandate führen. Dies stimmt wohl für die SAM Mitarbeitenden, nicht aber für die Mitarbeiterinnen der VUS. Die Begründung, dass die SSA aus diesem Grund nicht in die Lohnklasse 18 eingestuft werden kann, ist somit hinfällig.

Die Schulsozialarbeit bildet eine Schnittstelle zwischen Kinder- und Jugendhilfe und dem Bildungssystem. Diese anspruchsvolle Scharnierfunktion erhält gesellschaftlich, wissenschaftlich und medial mehr und mehr Anerkennung, welche sich in der finanziellen Wertschätzung noch nicht ganz niedergeschlagen hat.

Wir Schulsozialarbeitende sind in unserem Berufsfeld tagtäglich mit anspruchsvollen, stets wechselnden und wenig planbaren Herausforderungen konfrontiert. Die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Klienten- und Zielgruppen (Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehr- und Fachpersonen, Schulleitungen, Fachstellen und Behörden) erfordert ein hohes Mass an Gewandtheit, Adaptivität und Flexibilität. Fundierte Kenntnisse und hohe methodische Kompetenz in vielen Bereichen der Sozialen Arbeit sind Voraussetzungen für diese Tätigkeit.

Neben dem Kerngeschäft der Beratung umfasst die vielfältige Aufgabenpalette auch Prävention und Gesundheitsförderung, die Vernetzung mit Fachstellen und die aktive Unterstützung von Partizipationsprozessen. Dazu kommen nicht selten eine wichtige Rolle bei Schulentwicklungsprozessen sowie die fortlaufende Pflege der Niederschwelligkeit. Diese Tätigkeitsfelder verlangen von den Stelleninhaber*innen differenziertes Methodenwissen und Handlungsvermögen in unterschiedlichsten Anwendungs-Kontexten. Diese gilt es zudem aufgrund von sozialen und kulturellen Entwicklungen stets zu aktualisieren.

Nicht zuletzt arbeiten wir Schulsozialarbeitende direkt in den Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler, in häufig mehrfach belasteten Familiensystemen. Oft stehen wir am Anfang oder mittendrin, wenn es zu einer Gefährdungsmeldung kommt, und wir unterhalten in solchen Fällen meist eine vertrauensvolle, unterstützende Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen, welche von Gewalt, Sucht oder psychischen Schwierigkeiten der Eltern betroffen sind. Wir leisten mit diesem Ansatz einen wichtigen gesundheitsfördernden Beitrag für die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen in der Schule, aber auch für ihre Familien und für die Gesellschaft.

Aus all diesen Gründen fordern wir die Einreihung in Lohnband 18 und / oder die Gleichstellung mit SAM- und VUS-Mitarbeitenden.

Nachtrag

Angesichts der aktuellen pandemischen Situation gibt es keinen guten Zeitpunkt, um eine Lohnerhöhung zu fordern. Ja, wir sind dankbar und froh, in solchen Zeiten eine sichere Arbeitsstelle zu haben. Und wir sind motiviert, unsere Arbeit den sich verändernden Umständen anzupassen und dabei einen zusätzlichen Effort zu leisten. Wir finden aber auch, dass es nicht sein kann, dass Corona das einzig legitime politische Thema auf der Agenda sei und alles andere warten müsse. Weil sich unser Anliegen schon vor Corona aufdrängte, kommen wir jetzt auf Dich zu und danken Dir für die Prüfung unseres Anliegens schon jetzt!

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Why people sign

  • on 07 Dec 2020

    Die Schulsozialarbeit leistet wichtige Arbeit in der Früherkennung und Prävention und hat sich in all den Jahren zu einer wichtigen niederschwelligen Anlaufstelle entwickelt. Ich finde Gleichstellung und Gleichbehandlung wichtig.

  • on 26 Nov 2020

    Wir bekommen in all den Jahren so gut wie keine Lohnerhöhung. Unsere tägliche Arbeit ist sehr anspruchsvoll. Wir arbeiten niederschwellig und auf uns allein gestellt vor Ort, müssen rasch reagieren und können schlimmere Probleme vermeiden.

  • Patrizia Pedone Schönenberg

    on 25 Nov 2020

    weil Gleichbehandlung ein soziales Anliegen ist, in der Arbeit mit Menschen, aber auch für mich als Mitarbeiterin des Kantons, die den Anspruch an Gleichberechtigung in der Arbeit und Persönlich hoch hält

  • on 25 Nov 2020

    Schulsozialarbeit soll genauso unterstützt werden, wie andere Fachrichtungen der Sozialen Arbeit

  • Not public Mauensee

    on 14 Nov 2020

    Aufgrund der direkten Betroffenheit & der aufgezeigten Ungleichheit bzgl. Lohnstrukturen sowie der steigenden Qualität & Komplexität der geleisteten Arbeit.

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