Welfare

ZUSAMMENLEBEN HEUTE – MENSCHLICHKEIT ZÄHLT Auf Rahmat darf nicht vergessen werden!

Petition is directed to
Bezirkshauptmannschaft Ried i. Innkreis
717 Supporters
100% achieved 500 for collection target
  1. Launched 26/11/2020
  2. Time remaining >4 Months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Humanitäres Bleiberecht – Integration hat Vorrang

  1. Wir ersuchen, dass Rahmat Hossaini seinen Antrag auf die Rot-Weiß-Rot-Karte im Inland (BH Ried i. I.) stellen darf. Er hat die dafür notwendigen Punkte erreicht und sucht nun eine Firma, die ihn aufgrund seiner Qualifikationen in einem Mangelberuf einstellen möchte. Normalerweise ist es üblich, dass die Rot-Weiß-Rot-Karte aus dem Ausland beantragt wird. Dazu müsste Rahmat nach Afghanistan abgeschoben, in Kabul den Antrag stellen und später wieder zurück nach Österreich fliegen. Damit würde er sich in echte Lebensgefahr begeben. Darum bitten wir die Behörden der Bezirkshauptmannschaft Ried i.I. diesbezüglich eine Ausnahme zu machen.
  2. Wir fordern humanitäres Bleiberecht für gut integrierte Asylwerber, welche die hiesige Kultur achten und sich sehr für ihre Aufnahmegemeinde einsetzen, so wie Rahmat Hossaini, der immer sofort zur Stelle ist, wenn es darum geht, etwas für die Gemeinschaft und das Gemeinwohl in Eberschwang und im öffentlichen Leben zu tun!
  3. Wir bitten, dass Österreich menschlich entscheidet, wenn es um Menschen geht und niemanden in ein lebensfeindliches Land wie Afghanistan abschiebt.

„Für Herrn Rahmat Hossaini lege ich meine Hand ins Feuer, dass sich jede Investition für unsere Gesellschaft bezahlt machen wird. Ich appelliere an die Verantwortlichen, Herrn Hossaini hier in Österreich eine Chance zu geben und hoffe als Mensch und als Bürgermeister, dass er in unserem schönen Eberschwang bleiben kann.“ Josef Bleckenwegner, Bürgermeister von Eberschwang

  • Österreich ist ein reiches Land, in dem es seit über 70 Jahren Frieden und Wohlstand gibt. Durch diese glückliche Lage sind wir aufgerufen, Verantwortung gegenüber benachteiligten Menschen zu übernehmen und sie bei ihren Integrationsbemühungen zu unterstützen.
  • Es ist eine schöne Vision, dass Mitteleuropa für ein gutes Zusammenleben zum Wohle aller Lebewesen und unserer Umwelt in eine menschliche, lebenswerte Zukunft als Vorbild vorausgeht.

„Im Rahmen der musikalischen Lesung „Liebgewonnen“ stand ich am 8. März 2019 gemeinsam mit Rahmat Hossaini auf der Bühne des Spielraums Gaspoltshofen. Rahmat erzählte von seinem Leben, seinen Visionen und Wünschen, aber auch von Schicksalen, die man sich in der modernen westlichen Welt nicht vorstellen kann. Selten zuvor sind Emotionen in dieser Dimension in mein Klavierspiel eingeflossen. Ich werde mich immer an diese berührende künstlerische Begegnung erinnern.“ Martin Gasselsberger, Pianist

Reason

Rahmat Hossaini ist einer von jenen Flüchtlingen, die in den letzten Jahren zu uns geflüchtet sind. Damals ging es ums nackte Überleben. Seither setzt er alles daran, um sich in seiner neuen Heimat einzugliedern und sich hier nützlich zu machen. Kürzlich hat er einen negativen Bescheid erhalten, obwohl er für mich bei seiner Verhandlung durch seine Aufrichtigkeit überzeugt hat.

„Das ist ein ehrlicher Kerl!“ - Rahmats Richterin am BVwG

Nun soll er nach Afghanistan abgeschoben werden - in ein Land, in dem er zwar geboren wurde, das er jedoch nicht kennt, weil er nicht dort aufgewachsen ist.

Rahmat ist im afghanischen Dorf Tasqol in der Provinz Daikondi geboren und lebte dort bis zu seinem siebten Lebensjahr.

„Ich habe oft geweint, weil ich nicht in die Schule gehen konnte und weil ich keinen Stift und keinen Block zum Schreiben besaß. Das Lesen und Schreiben habe ich mir als Kind selbst beigebracht. Ich habe mit dem Ruß vom Zündholz auf die Lehmwand geschrieben.“ Mit seinen Eltern flüchtete er noch als Kind in den Iran. Grund dafür war eine Blutfede und die Zugehörigkeit zur ethischen Minderheit der Hazara, die in Afghanistan extrem verfolgt und unterdrückt wird - vor allem durch die Taliban. Im Iran lebte Rahmat ohne Papiere. Daher war es ihm weder möglich, eine Schule zu besuchen noch ein legales Arbeitsverhältnis einzugehen. Als erwachsener Mann schwebte er in der ständigen Gefahr, entweder in den Krieg nach Syrien oder nach Afghanistan geschickt zu werden, sobald die iranische Polizei auf ihn aufmerksam geworden wäre. Daher flüchtete Rahmat 2016 nach Österreich. Den Großteil seiner Reise legte er zu Fuß zurück.

„Einmal überquerten wir einen Fluss. Das Wasser reichte mir bis zur Brust. Ich hatte solche Angst, weil ich nicht schwimmen konnte und betete die ganze Zeit, dass Gott mich beschütze.“ Seit über vier Jahren lebt Rahmat in Eberschwang. Er lernte voll Eifer Deutsch im Selbststudium, zeigte großes Interesse an der hiesigen Kultur, wurde Mitglied des Turnvereins und versuchte immer und überall zu helfen, wo er zu brauchen war. Nach gut einem Jahr in Österreich legte Rahmat bereits die Deutschprüfung auf dem Niveau B1 ab.

"Rahmat Hossaini ist ein äußerst höflicher, freundlicher junger Mann, der offen auf die Menschen zugeht und mit ihnen kommunizieren möchte." Martina Gstöttner, Pflichtschullehrerin

Wenn jemand Hilfe brauchte oder Verständigungsschwierigkeiten hatte, war Rahmat von Anfang an zur Stelle. Er begleitete seine Mitbewohner zu Elternsprechtagen und bei Arztbesuchen.

„Herr Hossaini ist sehr hilfsbereit und zuvorkommend und stand mir bald als hausinterner Dolmetscher zur Verfügung, was das Zusammenleben im Asyl-Haus sehr erleichterte und bereicherte.“ Klaus Welz, Quartiergeber

Von 2017 bis 2019 wirkte Rahmat an mehreren öffentlichen Lesungen mit. Im März 2018 stand er gemeinsam mit dem Jazzmusiker Martin Gasselsberger auf der Bühne.

„Liebe Heidi, lieber Rahmat, lieber Martin, nochmals vielen Dank für den gestrigen Abend! Die berührenden Lesungen und Erzählungen, untermalt mit wunderschöner Musik, haben jedes Herz im Saal LIEBEGEWONNEN und ganz viel Licht entzündet." Kurt Hörtenhuber, Autor der Buchserie Oups

Bis zum ersten Lockdown arbeitete Rahmat unentgeltlich als Unterrichtsbegleiter.

„Rahmat Hossaini hat ehrenamtlich und sehr engagiert den Deutsch-Förderkurs begleitet und für den Lehrer des Kurses eine große Unterstützung dargestellt.“ Maria Perndorfer, Direktorin der NMS 2, Ried i. I.

Rahmat verfügte über die fixe Zusage, in einem Betrieb eine Lehre als Elektrotechniker zu absolvieren. Durch den Regierungserlass vom September 2018, der Asylwerbern versagt, eine Lehre zu machen, kam es nie dazu.

Rahmat schloss im Dezember 2018 den österreichischen Pflichtschulabschluss in allen Unterrichtsgegenständen mit „Gut“ oder „Sehr gut“ ab. Seither wartet er darauf, endlich arbeiten und sich selbst erhalten zu dürfen.

„Rahmat hat eine überaus hohe Auffassungsgabe, sowohl im handwerklichen als auch im kognitiven Bereich. Es ist eine Freude mit ihm zu arbeiten, weil er so vielseitig interessiert ist und sich Arbeitsabläufe sofort merkt und umsetzen kann.“ Alfons Gstöttner, Lehrer für Mathematik und Technisches Werken

Im Jänner 2020 meldete Rahmat das Gewerbe als Dolmetscher an. Durch die Corona-Krise konnte er auch in diesem Berufsfeld nicht Fuß fassen.

„Herr Hossaini übersetzt nicht nur Sätze in die jeweils andere Sprache, sondern auch kulturelle Unterschiede. Diese Fähigkeit, zwischen den Kulturen zu vermitteln, macht ihn in meinen Augen zu einem kompetenten Dolmetscher.“ Kristina Friedrich, MAS

„Die Marktgemeinde Eberschwang kann Menschen wie Rahmat Hossaini brauchen, nicht nur aus volkswirtschaftlicher Sicht, sondern um unsere Gesellschaft wieder menschlicher zu machen.“ Josef Bleckenwegner, Bürgermeister von Eberschwang

Thank you for your support, Heidi Rossak from Eberschwang
Question to the initiator

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News

  • Liebe Unterstützer*Innen dieser Petition!

    Herr Thomas Einfinger von der Fa. Schlosserei Einfinger in Tumeltsham und ich haben heute auf der BH Ried den Antrag auf die Rot-Weiß-Rot-Karte für Rahmat Hossaini gestellt.

    Die Beamtin wollte mich zuerst gleich wieder wegschicken und meinte, es sei Geldverschwendung, den Antrag als Asylwerber zu stellen. Ich habe mich jedoch nicht abwimmeln lassen.

    Die Beamtin nahm für den Antrag nicht nur die drei notwendigen Zertifikate (Schweißausbildung, Deutsch B1, Englisch A2) sondern auch das Ansuchen der Firma, Rahmats Lebenslauf, sein Pflichtschulzeugnis und sogar die Petition an!

    Es war ziemlich aufregend, da ich dort Polizisten der Fremdenpolizei sah und ich seit Rahmats negativen Bescheid Angst vor... further

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer dieser Petition,

    ich bin sehr dankbar. Mehr als 600 Menschen haben bereits für Rahmat unterschrieben, viele davon mit persönlichen Kommentaren.

    Rahmat hat noch im November die Englisch A2 Prüfung und die Deutsch B1 Integrations-Prüfung (Wiederholung von 2017, da ein Sprachzertifikat für die Rot-Weiß-Rot-Karte nicht älter als ein Jahr sein darf) abgelegt und zwei WIG-Schweißkurse absolviert.
    Am 2. Dezember hat er die Schweißer-Ausbildung mit einer schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung positiv abgeschlossen.

    Irene Brickner hat am 10.12. im Standard einen Artikel über die nächste Charterabschiebung nach Afghanistan veröffentlicht: Erste Charterabschiebung nach Kabul in der Corona-Krise -... further

Not yet a PRO argument.

Rechtsstaatlichkeit muss vor Menschlichkeit gehen.

Why people sign

  • 1 day ago

    Rahmat erfüllt alle Voraussetzungen für ein Bleiberecht in Österreich.

  • 5 days ago

    Menschlichkeit vor Unrecht! Wir brauchen mehr jungen Menschen in Österreich. Wer soll in Zukunft meine Pension zahlen? ;) Die Alterspyramide spicht Bände. Also würden allein schon Klugheit und logisches Denken ausreichen, um Herrn Rahmat im Land aufzunehmen.

  • on 31 Dec 2020

    Ein so feiner, engagierter Mensch ist ein Gewinn für jede Gemeinschaft.

  • on 30 Dec 2020

    Die Petition ist mir wichtig, weil Herr Hossaini selbst so viel zu seiner gelungenen Integration beigetragen hat. Das soll ihm jemand erst nachmachen. Ich hoffe, daß er bald in seinem Beruf arbeiten und in Österreich bleiben kann ! Er ist jetzt schon eine Bereicherung für seine Umgebung. Alles Gute !

  • Friederike Paminger Steinerkirchen

    on 30 Dec 2020

    Kein Verständnis für unmenschliche Aktionen

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