Welfare

ZUSAMMENLEBEN HEUTE – MENSCHLICHKEIT ZÄHLT Auf Rahmat darf nicht vergessen werden!

Petition is directed to
Bezirkshauptmannschaft Ried i. Innkreis
751 Supporters
100% achieved 732 for collection target
  1. Launched November 2020
  2. Time remaining > 3 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Humanitäres Bleiberecht – Integration hat Vorrang

  1. Wir ersuchen, dass Rahmat Hossaini seinen Antrag auf die Rot-Weiß-Rot-Karte im Inland (BH Ried i. I.) stellen darf. Er hat die dafür notwendigen Punkte erreicht und sucht nun eine Firma, die ihn aufgrund seiner Qualifikationen in einem Mangelberuf einstellen möchte. Normalerweise ist es üblich, dass die Rot-Weiß-Rot-Karte aus dem Ausland beantragt wird. Dazu müsste Rahmat nach Afghanistan abgeschoben, in Kabul den Antrag stellen und später wieder zurück nach Österreich fliegen. Damit würde er sich in echte Lebensgefahr begeben. Darum bitten wir die Behörden der Bezirkshauptmannschaft Ried i.I. diesbezüglich eine Ausnahme zu machen.
  2. Wir fordern humanitäres Bleiberecht für gut integrierte Asylwerber, welche die hiesige Kultur achten und sich sehr für ihre Aufnahmegemeinde einsetzen, so wie Rahmat Hossaini, der immer sofort zur Stelle ist, wenn es darum geht, etwas für die Gemeinschaft und das Gemeinwohl in Eberschwang und im öffentlichen Leben zu tun!
  3. Wir bitten, dass Österreich menschlich entscheidet, wenn es um Menschen geht und niemanden in ein lebensfeindliches Land wie Afghanistan abschiebt.

„Für Herrn Rahmat Hossaini lege ich meine Hand ins Feuer, dass sich jede Investition für unsere Gesellschaft bezahlt machen wird. Ich appelliere an die Verantwortlichen, Herrn Hossaini hier in Österreich eine Chance zu geben und hoffe als Mensch und als Bürgermeister, dass er in unserem schönen Eberschwang bleiben kann.“ Josef Bleckenwegner, Bürgermeister von Eberschwang

  • Österreich ist ein reiches Land, in dem es seit über 70 Jahren Frieden und Wohlstand gibt. Durch diese glückliche Lage sind wir aufgerufen, Verantwortung gegenüber benachteiligten Menschen zu übernehmen und sie bei ihren Integrationsbemühungen zu unterstützen.
  • Es ist eine schöne Vision, dass Mitteleuropa für ein gutes Zusammenleben zum Wohle aller Lebewesen und unserer Umwelt in eine menschliche, lebenswerte Zukunft als Vorbild vorausgeht.

„Im Rahmen der musikalischen Lesung „Liebgewonnen“ stand ich am 8. März 2019 gemeinsam mit Rahmat Hossaini auf der Bühne des Spielraums Gaspoltshofen. Rahmat erzählte von seinem Leben, seinen Visionen und Wünschen, aber auch von Schicksalen, die man sich in der modernen westlichen Welt nicht vorstellen kann. Selten zuvor sind Emotionen in dieser Dimension in mein Klavierspiel eingeflossen. Ich werde mich immer an diese berührende künstlerische Begegnung erinnern.“ Martin Gasselsberger, Pianist

Reason

Rahmat Hossaini ist einer von jenen Flüchtlingen, die in den letzten Jahren zu uns geflüchtet sind. Damals ging es ums nackte Überleben. Seither setzt er alles daran, um sich in seiner neuen Heimat einzugliedern und sich hier nützlich zu machen. Kürzlich hat er einen negativen Bescheid erhalten, obwohl er für mich bei seiner Verhandlung durch seine Aufrichtigkeit überzeugt hat.

„Das ist ein ehrlicher Kerl!“ - Rahmats Richterin am BVwG

Nun soll er nach Afghanistan abgeschoben werden - in ein Land, in dem er zwar geboren wurde, das er jedoch nicht kennt, weil er nicht dort aufgewachsen ist.

Rahmat ist im afghanischen Dorf Tasqol in der Provinz Daikondi geboren und lebte dort bis zu seinem siebten Lebensjahr.

„Ich habe oft geweint, weil ich nicht in die Schule gehen konnte und weil ich keinen Stift und keinen Block zum Schreiben besaß. Das Lesen und Schreiben habe ich mir als Kind selbst beigebracht. Ich habe mit dem Ruß vom Zündholz auf die Lehmwand geschrieben.“ Mit seinen Eltern flüchtete er noch als Kind in den Iran. Grund dafür war eine Blutfede und die Zugehörigkeit zur ethischen Minderheit der Hazara, die in Afghanistan extrem verfolgt und unterdrückt wird - vor allem durch die Taliban. Im Iran lebte Rahmat ohne Papiere. Daher war es ihm weder möglich, eine Schule zu besuchen noch ein legales Arbeitsverhältnis einzugehen. Als erwachsener Mann schwebte er in der ständigen Gefahr, entweder in den Krieg nach Syrien oder nach Afghanistan geschickt zu werden, sobald die iranische Polizei auf ihn aufmerksam geworden wäre. Daher flüchtete Rahmat 2016 nach Österreich. Den Großteil seiner Reise legte er zu Fuß zurück.

„Einmal überquerten wir einen Fluss. Das Wasser reichte mir bis zur Brust. Ich hatte solche Angst, weil ich nicht schwimmen konnte und betete die ganze Zeit, dass Gott mich beschütze.“ Seit über vier Jahren lebt Rahmat in Eberschwang. Er lernte voll Eifer Deutsch im Selbststudium, zeigte großes Interesse an der hiesigen Kultur, wurde Mitglied des Turnvereins und versuchte immer und überall zu helfen, wo er zu brauchen war. Nach gut einem Jahr in Österreich legte Rahmat bereits die Deutschprüfung auf dem Niveau B1 ab.

"Rahmat Hossaini ist ein äußerst höflicher, freundlicher junger Mann, der offen auf die Menschen zugeht und mit ihnen kommunizieren möchte." Martina Gstöttner, Pflichtschullehrerin

Wenn jemand Hilfe brauchte oder Verständigungsschwierigkeiten hatte, war Rahmat von Anfang an zur Stelle. Er begleitete seine Mitbewohner zu Elternsprechtagen und bei Arztbesuchen.

„Herr Hossaini ist sehr hilfsbereit und zuvorkommend und stand mir bald als hausinterner Dolmetscher zur Verfügung, was das Zusammenleben im Asyl-Haus sehr erleichterte und bereicherte.“ Klaus Welz, Quartiergeber

Von 2017 bis 2019 wirkte Rahmat an mehreren öffentlichen Lesungen mit. Im März 2018 stand er gemeinsam mit dem Jazzmusiker Martin Gasselsberger auf der Bühne.

„Liebe Heidi, lieber Rahmat, lieber Martin, nochmals vielen Dank für den gestrigen Abend! Die berührenden Lesungen und Erzählungen, untermalt mit wunderschöner Musik, haben jedes Herz im Saal LIEBEGEWONNEN und ganz viel Licht entzündet." Kurt Hörtenhuber, Autor der Buchserie Oups

Bis zum ersten Lockdown arbeitete Rahmat unentgeltlich als Unterrichtsbegleiter.

„Rahmat Hossaini hat ehrenamtlich und sehr engagiert den Deutsch-Förderkurs begleitet und für den Lehrer des Kurses eine große Unterstützung dargestellt.“ Maria Perndorfer, Direktorin der NMS 2, Ried i. I.

Rahmat verfügte über die fixe Zusage, in einem Betrieb eine Lehre als Elektrotechniker zu absolvieren. Durch den Regierungserlass vom September 2018, der Asylwerbern versagt, eine Lehre zu machen, kam es nie dazu.

Rahmat schloss im Dezember 2018 den österreichischen Pflichtschulabschluss in allen Unterrichtsgegenständen mit „Gut“ oder „Sehr gut“ ab. Seither wartet er darauf, endlich arbeiten und sich selbst erhalten zu dürfen.

„Rahmat hat eine überaus hohe Auffassungsgabe, sowohl im handwerklichen als auch im kognitiven Bereich. Es ist eine Freude mit ihm zu arbeiten, weil er so vielseitig interessiert ist und sich Arbeitsabläufe sofort merkt und umsetzen kann.“ Alfons Gstöttner, Lehrer für Mathematik und Technisches Werken

Im Jänner 2020 meldete Rahmat das Gewerbe als Dolmetscher an. Durch die Corona-Krise konnte er auch in diesem Berufsfeld nicht Fuß fassen.

„Herr Hossaini übersetzt nicht nur Sätze in die jeweils andere Sprache, sondern auch kulturelle Unterschiede. Diese Fähigkeit, zwischen den Kulturen zu vermitteln, macht ihn in meinen Augen zu einem kompetenten Dolmetscher.“ Kristina Friedrich, MAS

„Die Marktgemeinde Eberschwang kann Menschen wie Rahmat Hossaini brauchen, nicht nur aus volkswirtschaftlicher Sicht, sondern um unsere Gesellschaft wieder menschlicher zu machen.“ Josef Bleckenwegner, Bürgermeister von Eberschwang

Thank you for your support, Heidi Rossak from Eberschwang
Question to the initiator

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News

  • Liebe solidarische Mitmenschen,

    auf Grund des traurigen Mädchenmordes in Wien möchte ich einige Zeilen zu meiner letzten Petitionsnachricht ergänzen. Solche Vorfälle sind einfach nur schmerz- und leidvoll für alle Betroffenen und ich möchte auf diese Weise mein Mitgefühl zum Ausdruck bringen.
    Ehrlich gesagt hat mich Ezat darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei den Tätern um afghanische Asylwerber handeln soll. Er ist nach eigener Aussage sehr betroffen und fühlt sich beschämt. Er hat Angst, dass auf Grund solch schlimmer Vergehen von einzelnen auf alle Landsmänner verallgemeinert wird.

    Ich möchte an dieser Stelle allen Mitmenschen meine Achtung aussprechen, die einzelne Menschen dabei unterstützen, aus einem negativen Kreislauf auszusteigen.... further

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition „Zusammenleben heute - Menschlichkeit zählt“!

    Mit diesem Schreiben bitte ich noch einmal um Unterstützung für Jawid Bashiri, da er in existenzieller Not ist und als alleinerziehender Vater extrem eingeschränkt ist.
    Jawid ist afghanischer Staatsbürger und lebt, seit er vor fünf Jahren um Asyl angesucht hat, in Oberösterreich. Er ist alleinerziehender Vater einer fünfjährigen Tochter, die in Eberschwang den Kindergarten besucht. Es beeindruckt mich sehr, wie liebevoll und fürsorglich er mit seiner Tochter umgeht und dass Jawid Bücher von Viktor Frankl liest und sie toll findet, wie er mir kürzlich erzählt hat.
    Jawid besitzt seit Oktober 2019 eine Rot-Weiß-Rot-Karte, die nun aber nicht verlängert... further

  • Liebe solidarische Mitmenschen,

    eine besonders erfreuliche Nachricht kann ich über Rahmat berichten. Er hat vor Kurzem die B2 Deutschprüfung erfolgreich absolviert. Das ist wirklich eine beachtliche Leistung, vor allem für einen Menschen, der in seiner Kindheit und Jugend nie eine Schule besucht hat. B2 hat immerhin Maturaniveau.
    Nun hoffen wir ganz fest, dass er aufgrund seiner Integrationsleistungen bald einen Aufenthaltstitel erhält.

    Weiteres möchte mich ganz herzlich für die Spenden für den Führerschein des alleinerziehenden Vaters Jawid bedanken. Es sind € 1100,- auf dem Spendenkonto des Vereins „Ried hilft“ eingegangen. Das finde ich echt großartig und schön! Herzlichen Dank dafür an alle Spenderinnen und Spender!

    Was ich bisher nicht... further

Not yet a PRO argument.

Rechtsstaatlichkeit muss vor Menschlichkeit gehen.

Why people sign

  • on 12 May 2021

    Weil Menschlichkeit und Menschenrechte die Basis unseres Zusammenlebens sind

  • on 19 Mar 2021

    Ich bitte, dass Österreich menschlich entscheidet, wenn es um Menschen geht und niemanden in ein lebensfeindliches Land wie z.B. Afghanistan abschiebt

  • on 28 Feb 2021

    Danke..LG

  • Jakob Förg Salzburg

    on 29 Jan 2021

    Die Willkürmaßnahmen dürfen nicht mehr passieren. Nicht nur der Staatspräsident hat sich engagiert geäußert, jeder normal denkende Mensch empfindet ebenso. Und wenn es mir im Leben so ergangen wäre, unvorstellbar. Unzählbar vieles hätte ich nicht tun können für Kirche, Staat und öffentlichkeit

  • Thomas Schoor Luftenberg an der Donau

    on 28 Jan 2021

    Der Wahnsinn muss auch mal wieder ein Ende haben!

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