Region: Austria
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Was wir, die Schüler_innenschaft wirklich haben will!

Petitioner not public
Petition is addressed to
BSV Bundesschuelervertretung

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  1. Launched 2020
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Petition addressed to: BSV Bundesschuelervertretung

Liebe Jennifer Uzodike, meine verehrten Damen und Herren!

Bundesschulsprecher _in zu sein ist schon im Normalbetrieb keine einfache Sache. Man weiß nicht, ob man wirklich allen 1,1 Millionen Schüler _innen, oder doch nur den 29 (!) Landesschüler _innenvertretern (die satte Mehrheit dieser sind Mitglieder der VP-nahen Schülerunion), die einen tatsächlich gewählt haben, dienen soll – besser gesagt kann!

Aber ausgerechnet in einer Krisenzeit, die wir Schüler _innen momentan hautnah zu spüren bekommen zeigt sich, dass anscheinend nur Letzteres der Fall sein kann. Denn mit der Bemerkung „Wir wollen nicht der Jahrgang sein, dem vorgehalten wird, die Matura geschenkt bekommen zu haben“, welche von Dir geäußert wurde, fühle nicht nur ich mich als Schüler, der dieses Schuljahr maturieren soll, sondern unzählige andere Schüler _innen, welche noch nie im Leben etwas über die Landes-, geschweige denn über die Bundesschülervertretung gehört haben, schlichtweg falsch, beziehungsweise gar nicht vertreten!

Ad hoc ergeben sich aus der Sicht eines durchschnittlichen Lernenden, der vielleicht sogar dieses Schuljahr maturieren sollte, folgende dringende Fragen:

  • Wieso weiß ich erst jetzt etwas von einer „Vertretung“ der Schüler_innenschaft?
  • Ich wurde NIE gefragt, was meine Meinung zu der Matura ist – wieso behauptet die Bundesschulsprecherin Dinge, die einfach aus der Sicht der Vertretung aller Schüler _innen in keinster Weise legitimiert wurden?
  • Wie kommt es eigentlich dazu, dass es eine Bundesschülervertretung gibt, die angeblich meine Interessen vertritt, obwohl ich als normaler Schüler niemals (nicht einmal theoretisch) auf irgendeinen Wahlzettel beispielsweise den Namen „Jennifer Uzodike“ draufschreiben hätte können?
  • Wie kommt man überhaupt zu der Annahme, dass Menschen den Umstand kritisieren würden, dass man in Folge des Ausbruchs eines Virus, welcher in eine Pandemie mündete, dass ausgerechnet in einer so außergewöhnlichen Zeit irgendjemand herkommt und einem vorhält, die Matura geschenkt bekommen zu haben?

Ich habe das Posting des Standards auf Instagram (veröffentlicht am 25.03.2020) mit dem bereits erwähnten Zitat einmal genauer unter die Lupe genommen und in die Kommentare geschaut. Die eindeutige Mehrheit der mehr als 930 Kommentare sprechen eine eindeutige Sprache. Man versteht nicht die Vorgehensweise seitens der BSV, fragt sich wann man diese gewählt hat, oder realisiert gar erst in diesem Moment, dass es eine BSV gibt. Vereinzelt lassen sich auch Kommentare blicken, die die Aussagen der Bundesschulsprecherin Jennifer Uzodike positiv bewerten und begrüßen – blöd nur, dass meistens die eigenen Funktionäre hinter diesen Kommentaren stecken!

Es gibt sowohl Lehrende, als auch Lernende, die als Risikopatienten gelten und die bei solchen Aussagen nur den Kopf schütteln können, da eine Abhaltung der Zentralmatura unter diesen Umständen einfach nicht möglich ist. Was seitens der BSV anscheinend komplett außen vor gelassen wird, ist der Fakt, dass bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Ausbreitung des Virus eingedämmt und an dem das Leben wieder halbwegs normal über die Bühne laufen wird, noch sehr viel Wasser die Donau herabfließen.

Die vielen zu erledigenden Arbeitsaufträge, das stundenlange Lernen von zu Hause aus, die Videochat-Unterrichtseinheiten, die geringe Abwechslung, die drastische Reduktion sozialer Kontakte, das Nicht-Besuchen von Vereinen – all dies gehört für uns Schüler _innen zu dem neuen Schulalltag. Zu diesem Zeitpunkt ist es nicht angebracht über das Vorhalten einer geschenkt bekommen habenden Matura zu philosophieren, sondern klar zu fordern, dass die um zwei Wochen verschobene Matura unter diesen prekären Umständen keinesfalls abgehalten werden kann und sich die Schüler _innenschaft entschieden gegen diese vorläufige Entscheidung des Bildungsministeriums stellt, denn das ist – wenn man sich wirklich umhört – das, was die wirkliche Mehrheit aller Schüler _innen Österreichs haben will!

Es gilt das Wohl aller Schüler _innen, dem einzelner Weniger vorzuziehen!

Ich verbleibe mit hoffnungsvollen Grüßen, Mario Dragnev

Reason

Anlass war das Zitat der Bundesschulsprecherin Jennifer Uzodike: "Wir wollen nicht der Jahrgang sein, dem vorgehalten wird die Matura geschenkt bekommen zu haben"

Petition details

Petition started: 03/26/2020
Collection ends: 05/25/2020
Region: Austria
Topic: Education

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