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Änderungen an der Petition
on 13 Mar 2026 -
Maßnahmenplanung IV (2) - Illwerke
on 06 Mar 2026Auf der abfotografierten Maßnahmenplanung ist der gesamte Eingriff ersichtlich.
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Am 4. März 2026 haben wir als Vertreter der Auwald-Initiative ein Gespräch mit der illwerke vkw als Projektbetreiberin geführt, um aktuelle Informationen über das Vorhaben zu erhalten. Erfreulicherweise konnten wir unsere Anliegen in einem konstruktiven Austausch ansprechen und dabei auch einige Bedenken klären.
Mit dem Projekt sollen der Lebensraum für Fische und Kleinstlebewesen in und an der Ill verbessert und die Gewässerökologie des Flusses insgesamt aufgewertet werden.
Die illwerke vkw will dadurch behördliche Vorgaben im Zuge der EU-Wasserrahmenrichtlinie erfüllen. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf den Auwald – dazu kommen wir gleich.
Wir wollten zunächst wissen:
Warum ein Eingriff an genau dieser Stelle? Laut illwerke vkw wurden die geplanten Maßnahmen gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) entwickelt und werden von dieser wissenschaftlich begleitet. Dabei wurde die Ill unter Berücksichtigung des Gewässerentwicklungskonzepts des Landes auf mögliche Standorte für das Vorhaben geprüft. Laut dem Unternehmen ergab sich dabei die Herausforderung, dass es fast keine geeigneten Stellen gibt, an denen die behördlichen Vorgaben umgesetzt werden können. Herausgekommen ist letztlich der Bereich Schruns-Tschagguns.Aber was ist jetzt eigentlich genau geplant?
Die Ill soll auf einer Strecke von 800 Metern aufgeweitet werden. Die Flusssohle verbreitert sich dabei von 25 auf 50 Meter. Laut illwerke vkw ginge das nur, wenn Auwald gerodet wird, wofür wiederum Aufforstungen auf Ersatzflächen entlang des Flusses stattfinden sollen. Die Vertreter der illwerke vkw haben eingeräumt, dass es zwar zeitweilige Einschränkungen gibt, der Auwald insgesamt aber eine ökologische Verbesserung erfahren soll, die auch zum Schutz der Artenvielfalt beitragen soll. An den Ufer- und Schotterflächen sollen sich außerdem Weichholzauen mit Weiden und Gebüschen entwickeln.
Der Fluss selbst soll durch die Anpassungen mehr mäandern* und natürlicher fließen, was Fischen und anderen Lebewesen im Wasser mehr Lebensraum bietet und Rückzugsmöglichkeiten schafft, wenn sich der Wasserpegel ändert. Für uns Menschen soll der Flussraum besser zugänglich werden – demnach werden bestehende Wege angepasst, aber nicht entfernt.Unser Eindruck aus dem Gespräch:
Offenbar besteht das Bewusstsein, dass die Ill und der Auwald wichtige Lebens- und Naherholungsräume sind und dass Natur, Tiere und Menschen gleichermaßen gesehen und berücksichtigt werden müssen. Das stimmt uns vorsichtig optimistisch.Wir werden jedenfalls weiterhin am Thema dranbleiben – denn wir begrüßen ökologische Maßnahmen grundsätzlich, wenn das nötige Verantwortungsbewusstsein und der Blick aufs große Ganze da sind.
*Mäandern beschreibt die typische, geschwungene Form eines natürlichen Flusslaufs.
Unser Wind-,Wetter-Sonnen Schutz ,Lebensraum für viele Tierarten ,Erholungsraum , Temperaturregler und Luftreiniger und der wunderschöne Anblick muss erhalten bleiben!!!