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Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
Petition richtet sich an: das Parlament und die Bundesregierung
Mit der erfreulichen Einführung des verpflichtenden Kindergartenjahres und des bundesweit gültigen Bildungs-Rahmenplanes wurde der Kindergarten auch offiziell zur ersten und damit elementaren Bildungseinrichtung in der Bildungsbiografie aller österreichischen Kinder.
Um dies zu verdeutlichen, sollten einheitlich folgende Begriffe verwendet werden:
• Elementare Bildungseinrichtung, • Elementarpädagogik und • ElementarpädagogInnen.
Dass die Grundausbildung von ElementarpädagogInnen nach wie vor auf der Sekundarebene – in der BAKIP – erfolgen soll, wie dies die ExpertInnenkommission noch vorschlägt, widerspricht allen internationalen Erfahrungen und ist für die Gleichwertigkeit der zukünftigen PädagogInnen diskriminierend bzw. dem modularen Aufbau der Ausbildung hinderlich. Sie ist daher – ausgenommen für eine Übergangszeit - gänzlich abzulehnen!
Die BAKIP sollte in ein Oberstufenrealgymnasium (ORG) mit sozialpädagogischem und musisch-kreativem Schwerpunkt umgewandelt werden. Damit würde sie zu einer vorbereitenden Schule für alle pädagogischen Berufe so wie etwa auch kaufmännische oder technische BHS nicht als Grundausbildung für ein WU/TU-Studium angesehen werden, sondern allenfalls einen leichteren/besseren Zugang zu diesen Studien bieten.
Anzustreben ist eine Ausbildung für alle PädagogInnen auf gleichwertigem Masterniveau.
Die derzeitige unterschiedliche Definition von Arbeitszeit - das heißt Anwesenheit in der Gruppe/Klasse, Vor- und Nachbereitungszeit, Weiter- und Fortbildung, Elternarbeit, Teamarbeit, Ferienregelungen u. s. w. - bei Elementar- und SchulpädagogInnen führt dazu, dass auch eine gleichwertige Ausbildung zum/zur Elementarpädagogen/in für die StudentInnen wenig attraktiv sein wird. Erfahrungen aus anderen EU-Ländern bestätigen diese Einschätzung.
Das derzeit sehr unterschiedliche Dienst- und Besoldungsrecht macht den Beruf der ElementarpädagogInnen – auch für tertiär ausgebildete PädagogInnen - unattraktiv.
Alle Bildungseinrichtungen müssen in Kompetenz und Qualitätskontrolle des Bundes stehen.
Es braucht ein
• bundesweit einheitliches Dienst- und Besoldungsrecht für alle PädagogInnen (somit auch der ElementarpädagogInnen) und damit einhergehend die • Eingliederung des elementaren Bildungsbereiches in das österreichische Bildungswesen mit Grundsatz- und Ausführungsgesetzgebung beim Bund.
Die derzeitige Aufsplitterung in Länder- und Gemeindekompetenzen (und die damit einhergehenden unterschiedlichen Gesetze und Verordnungen) widerspricht allen Forderungen nach Kostentransparenz, ist sowohl für die Berufsgruppe als auch für die Trägerorganisationen immens nachteilig und verhindert vor allem optimale Arbeit für die anvertrauten Kinder.
Um ein national einheitliches Bild von allen im elementaren Bildungsbereich tätigen Professionen zu erlangen, bedarf es weiters unbedingt klar definierter bundesweit gültiger Berufsprofile, die in breit gefächerten Arbeitsgremien unter Einbeziehung aller Berufsfelder der Elementarpädagogik erarbeitet werden müssen. Daraus wird es notwendig sein, zu definieren, welcher Ausbildungsabschluss für welche Aufgaben erforderlich ist.
Dringend notwendig dafür ist auch ein bundesweit gültiges (Rahmen-) Gesetz für die Qualitätssicherung aller elementarpädagogischen Einrichtungen. Entsprechende Vorschläge liegen vor und wurden auch im Parlament schon als Initiativanträge eingebracht, jedoch vertagt.
Zur Aufrechterhaltung der Bildung, Erziehung und Betreuung in den elementaren Bildungseinrichtungen sind selbstverständlich entsprechende Übergangsregelungen für die Übernahme der bislang tätigen Personen mit den – auch nach Trägern - unterschiedlichen Ausbildungsabschlüssen, Fortbildungsstudien und Praxiserfahrungen auszuarbeiten.
Kinder sind das höchste Potential unserer Gesellshaft: sie verdienen die bestmöglich fachlich und praktisch ausgebildeten PädagogInnen mit den bestmöglichen Rahmenbedingungen.
Siehe dazu die Ausführungen, Stellungnahmen und Presseaussendungen auf https://www.Plattform-EduCare.org
Begründung
Die Elementarpädagogik in Österreich darf nicht weiterhin "Anhängsel" und damit Stiefkind des österreichischen Bildungswesens sein: sie ist als zumindest gleichwertig den anderen Bildungseinrichtungen zu setzen. Entsprechende Verfassungs- und Gesetzesänderungen sind dringend zu beschließen.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
19.10.2010
Sammlung endet:
18.01.2011
Region:
Österreich
Kategorie:
Bildung