Region: Bayern, Tirol, Vorarlberg
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Environment

Natura 2000 Sünde verhindern, denn ein See soll verschwinden

Petition is directed to
Land Tirol - Abteilung Umweltschutz
2.162 Supporters
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  1. Launched July 2019
  2. Collection finished
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Im Rahmen des aktuell laufenden „LIFE Lech II Nature and Biodiversity-Projektes“ (LIFE15 NAT/AT/000167) im Naturpark Tiroler Lechtal ist geplant, einen idyllischen See verschwinden zu lassen (auf der Lechseite von Forchach, nicht Weißenbach). An der Stelle soll ein Flussbett entstehen.

Rund um den See, wo jetzt reichhaltige Biodiversität herrscht, würden künftig überwiegend kahle Schotterfluren vorherrschen und über Jahrzehnte kein sonderlicher Zuwachs an flussuferspezifischen Biodiversitätselementen entstehen, während im und am See zumindest 40 Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen sind, die auf der roten Liste Tirol und/oder Österreich stehen.

Alternativen zur aktuell geplanten Vorgehensweise (Varianten und Kompromisse) wurden nicht geprüft. Das der Entscheidung zu Grunde liegende Naturschutzgutachten enthält etliche Ungereimtheiten, nicht nachvollziehbare Einschätzungen und (z.T. krasse) Fehleinschätzungen. So wurden beispielsweise zumindest elf auf der roten Liste stehende und im Eingriffsgebiet nachgewiesene Tierarten im Gutachten nicht erfasst.

Diese Qualitätsmängel beruhen offenbar auf fehlender Kenntnis der Situation im Lechtal, oberflächlicher Literatur- und Quellenberücksichtigung, sowie Zeitdruck bei der Erstellung des Gutachtens.

Wir bitten die Verantwortlichen: Schauen Sie noch einmal genau hin und überdenken Sie Ihre Entscheidung bevor die Bagger rollen. Vielleicht kann dadurch etwas Unwiederbringliches für uns und unsere Kinder bewahrt werden und Sie müssen sich nicht vorwerfen, Sie hätten durch oberflächliches Handeln etwas Schönes vorschnell vernichtet.

Weitere Infos unter: initiative-biodiversität.at

Reason

Jede einzelne Unterstützung ist enorm wichtig. Je mehr Menschen uns unterstützen, umso mehr Gewicht hat unser Anliegen. Denn eines hat unsere Initiative Biodiversität inzwischen gelernt: Gute Argumente und das Aufzeigen von Fehlern (z.B. das Fehlen von elf Tierarten, die auf der roten Liste stehen, im Gutachten) allein reichen nicht. Was zählt, ist die Stimme vieler, die sich mit unserem Ziel identifizieren.

Thank you for your support, Wolfgang Schweißgut from Weißenbach am Lech
Question to the initiator

News

  • Liebe Naturfreunde,
    der Sturm am 10.2.2020 hat am Baggersee bei Forchach ein Opfer gefordert. Als einziger Baum weit und breit ist der als Naturdenkmal besonders geschützte alte Wacholderbaum umgestürzt. Er hatte alle Orkane der letzten Jahrzehnte unbeschadet überstanden. Den gestrigen mittelstarken Sturm nicht mehr. Damit gibt es im Bezirk Reutte nur noch 12 Naturdenkmäler.
    Inwieweit das Umstürzen des Baumes mit den Baumaßnahmen im Zusammenhang steht, darüber möge sich jeder selbst eine Meinung bilden. Offiziell heißt es: „Der Standort rund um den Baum wurde von den Bauarbeiten nicht berührt und beeinträchtigt.“ Aktuell überlegen die Projektbetreiber, ob man den Baum noch retten kann. Laut ersten Auskünften sieht es nicht gut aus.
    Im Anhang... further

  • Liebe Naturfreunde,

    zum Abschluss des Jahres möchte ich Euch noch einen kurzen Überblick darüber geben, was sich in Sachen Baggersee Forchach seit Beginn der Bauarbeiten Mitte Oktober getan hat. Im Anhang findet Ihr alle Infotmationen dazu.

    Im Namen unserer Initiative wünsche ich Euch ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und für 2020 Glück, Gesundheit und Zufriedenheit.

    Ich melde mich wohl nach Abschluss der Arbeiten am See noch einmal mit einem Bericht (ca. Mitte 2020).

    Herzliche Grüße und nochmals Danke für Eure Unterstützung
    Wolfgang

  • Liebe Naturfreunde,

    am 24.9. fand die letzte Verhandlungsrunde mit den LIFE Lech Leuten statt. Die Gespräche sind nun abgeschlossen. Im Finale der Gespräche konnten noch kleinere Verbesserungen erzielt werden (Schutz der Frauenschuhe und +20 Meter für die westseitige Buhne).

    Die Presse wird in den nächsten Tagen wohl verstärkt über das Ergebnis berichten.

    Ab Mitte Oktober beginnen nun die Bauarbeiten. Ein Vertreter unserer Initiative wird an den Baubesprechungen teilnehmen.

    Mit den Ergebnissen sind wir mittelmäßig zufrieden. Einerseits konnten einige wichtige Verbesserungen erzielt werden. Andererseits sind wir erschüttert darüber, wie über den Wunsch der Bevölkerung drübergefahren wird. Im Anhang findet Ihr alle Details.

    Herzliche... further

Der Gelbe Frauenschuh wächst direkt in der Eingriffszone des Projektes. Die Pflanze steht auf der Roten Liste, ist streng geschützt und fällt unter die Fauna-Flora-Habitat (FFH) Richtlinie (Anhang II) der EU. Diese Richtlinie hat eigentlich zum Ziel (u. a.) Art und Lebensraum des Frauenschuhs zu sichern und zu schützen. Alleine die baulichen Maßnahmen wären bereits geeignet, den Frauenschuhkolonien - aufgrund der räumlichen Nähe zur Buhne - unmittelbar massive Schäden zuzufügen. Mittelbar käme anschließend noch die steigende Verlustgefahr durch Erosionsarbeiten des Lechs hinzu.

No CONTRA argument yet.

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