region: Bayern, Tirol, Vorarlberg
Environment

Natura 2000 Sünde verhindern, denn ein See soll verschwinden

Petition is directed to
Land Tirol - Abteilung Umweltschutz
2.161 Supporters
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  1. Launched 23/07/2019
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  5. decision

Im Rahmen des aktuell laufenden „LIFE Lech II Nature and Biodiversity-Projektes“ (LIFE15 NAT/AT/000167) im Naturpark Tiroler Lechtal ist geplant, einen idyllischen See verschwinden zu lassen (auf der Lechseite von Forchach, nicht Weißenbach). An der Stelle soll ein Flussbett entstehen.

Rund um den See, wo jetzt reichhaltige Biodiversität herrscht, würden künftig überwiegend kahle Schotterfluren vorherrschen und über Jahrzehnte kein sonderlicher Zuwachs an flussuferspezifischen Biodiversitätselementen entstehen, während im und am See zumindest 40 Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen sind, die auf der roten Liste Tirol und/oder Österreich stehen.

Alternativen zur aktuell geplanten Vorgehensweise (Varianten und Kompromisse) wurden nicht geprüft. Das der Entscheidung zu Grunde liegende Naturschutzgutachten enthält etliche Ungereimtheiten, nicht nachvollziehbare Einschätzungen und (z.T. krasse) Fehleinschätzungen. So wurden beispielsweise zumindest elf auf der roten Liste stehende und im Eingriffsgebiet nachgewiesene Tierarten im Gutachten nicht erfasst.

Diese Qualitätsmängel beruhen offenbar auf fehlender Kenntnis der Situation im Lechtal, oberflächlicher Literatur- und Quellenberücksichtigung, sowie Zeitdruck bei der Erstellung des Gutachtens.

Wir bitten die Verantwortlichen: Schauen Sie noch einmal genau hin und überdenken Sie Ihre Entscheidung bevor die Bagger rollen. Vielleicht kann dadurch etwas Unwiederbringliches für uns und unsere Kinder bewahrt werden und Sie müssen sich nicht vorwerfen, Sie hätten durch oberflächliches Handeln etwas Schönes vorschnell vernichtet.

Weitere Infos unter: initiative-biodiversität.at

Reason

Jede einzelne Unterstützung ist enorm wichtig. Je mehr Menschen uns unterstützen, umso mehr Gewicht hat unser Anliegen. Denn eines hat unsere Initiative Biodiversität inzwischen gelernt: Gute Argumente und das Aufzeigen von Fehlern (z.B. das Fehlen von elf Tierarten, die auf der roten Liste stehen, im Gutachten) allein reichen nicht. Was zählt, ist die Stimme vieler, die sich mit unserem Ziel identifizieren.

Thank you for your support, Wolfgang Schweißgut from Weißenbach am Lech
Question to the initiator

News

  • Liebe Naturfreunde,

    gestern hat das Gespräch stattgefunden. Wir haben vereinbart, dass wir uns in zwei Wochen wieder treffen um das Gespräch fortzusetzen. Es war nicht zu erwarten, dass bereits beim ersten Gespräch ein Ergebnis erzielt werden kann (wie immer es auch aussieht).

    Schlussendlich war das Gespräch konstruktiv. Unsere Argumente und Fragen vom 11.7. wurden ausführlich beantwortet. Beim nächsten Treffen streben alle Beteiligten an, eine von beiden Seiten tragbare Lösung zu erarbeiten.

    Es wurde uns zugesagt, dass in den nächsten zwei Wochen am See keine Bagger rollen werden.

    Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht weiter in die Tiefe gehe (macht echt keinen Sinn, solange kein kommunizierbares Ergebnis vorhanden ist.

    Herzliche Grüße
    Wolfgang

  • Lieber UnterstützerInnen,

    auf diesem Wege nochmal ein herzliches Dankeschön für Eure Unterstützung.
    Der Erfolg unserer Petition war phänomenal. Insgesamt haben wir 2.159 Unterstützungserklärungen in nur 25 Tagen erhalten (auf der Peitionsseite wird das Ergebnis nicht korrekt angezeigt). Weit mehr als erhofft und mit Abstand die erfolgreichste Umwelt-/Naturschutzpetition Österreichs seit Anfang Juli.

    Dies macht unsern Rücken breit, denn wir alle sind der Souverän des Landes (In demokratischen Staaten ist der Souverän das Volk. Das Volk als Souverän bestimmt selber die Regierung seines Landes. Die Politiker sind nichts anderes als die Vertreter des eigentlichen Machtinhabers, also des Souveräns. So sollte es zumindest sein. Verhalten tun sich... weiter

  • Servus,

    zu den heutigen ORF-Berichten sende ich Euch den ORF-Internet-Link: tirol.orf.at/stories/3007830/ mit interessanten Infos und Clips.
    In Tirol Heute um 19:00h gab es einen ausführlichen Beitrag. Nachzusehen unter: tvthek.orf.at/profile/Tirol-heute/70023

    Schade, dass sich die andere Seite so eingräbt. Versteh‘ ich nicht und es ist zu befürchten, dass sie auf dieses Art jegliche Akzeptanz für die LIFE Lech-Maßnahmen in der Region verlieren. Für uns ändert deren Haltung vorerst nichts. Wir gehen unsern Weg konsequent weiter.

    Herzliche Grüße
    Wolfgang

pro

Der Gelbe Frauenschuh wächst direkt in der Eingriffszone des Projektes. Die Pflanze steht auf der Roten Liste, ist streng geschützt und fällt unter die Fauna-Flora-Habitat (FFH) Richtlinie (Anhang II) der EU. Diese Richtlinie hat eigentlich zum Ziel (u. a.) Art und Lebensraum des Frauenschuhs zu sichern und zu schützen. Alleine die baulichen Maßnahmen wären bereits geeignet, den Frauenschuhkolonien - aufgrund der räumlichen Nähe zur Buhne - unmittelbar massive Schäden zuzufügen. Mittelbar käme anschließend noch die steigende Verlustgefahr durch Erosionsarbeiten des Lechs hinzu.

contra

No CONTRA argument yet.

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