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Liebe Freundinnen und Freunde des Griesviertels,
liebe Unterstützer:innen einer anderen Stadtentwicklung,Die Stadt Graz hat noch bis 24. September zwei Bebauungspläne für die Gebiete südlich und nördlich der Prankergasse öffentlich aufgelegt, um den Bauvorhaben der Wohnbaugesellschaften ÖWG und ÖSW nachzukommen.
Insbesondere der Bebauungsplan 05.47.0 Pranker- / Kindermann- / Lidlsdorf- / Unger- und Idlhofgasse ist ein Paradebeispiel investorengetriebener Stadtplanung und Stadtzerstörung in Graz. Ein einzigartiges Industrieerbe-Areal und lebendiges multikulturelles Quartier sind akut gefährdet.Seit dem 17. Jh. entstand hier ein vielgestaltiges, handwerklich-industrielles Bauerbe. Zwischen ehemaliger Destillerie Bauer, Altem Brauhaus, Sprudelgarage und Papierfabrik greifen Arbeit und Gewerbe, Handwerk und Kunst ineinander. Im unverwechselbaren Ambiente spielen Kinder, bilden sich Treffpunkte, leben Menschen verschiedener Generationen, Kulturen und Milieus zusammen. Gewachsene Innenhöfe und ortsbildtypische Wohn- und Gewerbebauten bieten Zukunftspotentiale für Entsiegelung und Begrünung, ökologisches Wohnen im Bestand und vielerlei kulturelle und soziale Nutzungen.
Stattdessen bedeutet der Bebauungsplan:
- Das Areal wird in zwei geschlossene Innenhöfe mit 5- bis 6-stöckigen Wohnanlagen als „Blockrandbebauung“ geteilt. Quer durch den historisch gewachsenen Hof wird das Eckhaus Kindermanngasse 12 durch eine fünfgeschossige Neubaustange der ÖWG verlängert. Eine parallele Wohnanlage verläuft über Bestandsbauten der Destillerie Bauer im Eigentum der ÖSW. Aufstockungen und Umbauten erhaltener Bauteile sind bereits fix geplant.
- Die Baudichte wurde für eine möglichst dichte, zusätzliche Wohnbebauung zurecht-gerechnet. Soziale Verträglichkeit und die bereits überlastete Infrastruktur (ärztliche Versorgung, Schulen, Kindergärten, Freitzeitanlagen usw.) sind nicht berücksichtigt.- Neue Tiefgaragen und die Verbreiterung der Prankergasse bringen mehr Verkehr und Lärm. Geschlossene Höfe vervielfältigen den Lärm im Inneren und schaffen Hitzeinseln ohne Durchzug.
- Das Stadtplanungsamt gibt vor, den historischen Bestand zu schützen. Das ist falsch! Im Bebauungsfall müssten die historischen Ensembles abgebrochen werden. Für die Gebäude Kindermanngasse 6a, Teile der Destillerie Bauer und die Hallen der Papierfabrik wird Abbruch sogar vorgeschrieben. Eigentlich denkmalwürdige Gebäudeensembles wie das Alte Brauhaus an der Pranker- und Kindermanngasse mit Pawlatsche und historischem Korbbogenportal zum stimmungsvollen Innenhof und viele andere werden nicht geschützt. Der historische Gebietscharakter wird bewusst zerstört.
- Ein öffentlicher „Pocketpark“ ist kostenintensiv für die Stadt, Probleme sind vorprogrammiert.
- Abbruch und Neubau statt Bestandserhalt, 100 % Wohnbau statt echter Revitalisierung bestehender Potentiale sind klimatechnisch, ökologisch, sozial und stadtplanerisch nicht mehr vertretbar!
Dieser Bebauungsplan darf so nicht genehmigt werden!- Erkunden wir gemeinsam die Geschichte und Erinnerungen des Quartiers: Freitag, 11. September, um 17 Uhr, Treffpunkt Ecke Prankergasse/Kindermanngasse. Herzliche Einladung!
- Kommen Sie zur öffentlichen Informationsveranstaltung des Stadtplanungsamts am Montag, 14. September um 18 Uhr im JUFA-Hotel Graz-City, Idlhofgasse 74, melden Sie sich zu Wort!
- Schreiben Sie bis 24.9. eine Einwendung mit Ihrer begründeten Kritik am Bebauungsplan und senden Sie sie an: Magistrat Graz, Stadtplanungsamt, Europaplatz 20, 8020 Graz, Email: stadtplanungsamt@stadt.graz.at
Link zum Bebauungsplan: https://www.graz.at/cms/beitrag/10468808/7758896/Bebauungsplan.htmlEs wurde bereits 2024 eine Dokumentationsbroschüre des Industrieerbes entlang des rechten Mühlgangs von Graz erstellt. Sie kann unter https://mehlgriesbeton.com heruntergeladen werden.
Wir sind eine unabhängige Initiative von Anwohner:innen und Altstadtschützer:innen und engagieren uns für Erhalt und Revitalisierung des industriellen Kulturerbes im Griesviertel:
Katharina Eisch-Angus, Sonja Rosbergen, Erika Thümmel,
kulturerbe-gries@gmx.at -
Die Petition wurde eingereicht
στον/-ην/-ο 08.05.2026Liebe Unterstützer:innen der Petition für die Rösselmühle und eine respektvolle Stadtentwicklung,
gerne geben wir diesen Aufruf der Initiative "Recht auf Stadt" weiter:Hallo Bewohner:in der Stadt
Diese Mail erreicht dich entweder wegen der beim Crossroads 2025/Amalgam entstandenen Mailing-Liste, oder weil du Teil einer Initiative bist, die sich bereits für ein Recht auf Stadt für Alle einsetzt.
Recht auf Stadt Graz ist eine überparteiliche Initiative beziehungsweise ein solidarisches Netzwerk von Menschen, Gruppen und Projekten, die sich unter einem gemeinsamen Minimalkonsens zusammenfinden wollen.
Ausgangspunkt ist die Idee, dass Stadt nicht primär nach wirtschaftlichen Interessen gestaltet werden soll, sondern nach den Bedürfnissen der Menschen, die in ihr Leben. Die Umsetzung eins Rechts
auf Stadt verstehen wir als einen Prozess der auf von den Bewohner:innen selbst gestaltetem verändertem und erneuertem städtischem Leben basiert.Die Idee ist, dass sich in der Initiative Einzelprojekte und Aktionen, die eigenständig arbeiten, solidarisch unter dem Titel „Recht auf Stadt“ zu vereinen.
Somit stehen wir für:
- Eine Stadt, die an den Bedürfnissen der Menschen orientiert ist
- Solidarische Formen des Zusammenlebens
- Selbstbestimmte Räume und Strukturen
- Die Vernetzung derjenigen, die daran arbeiten wollenUm die Initiative zu starten laden wir am 09.05. um 15:00 zu einem ersten öffentlichen Treffen im Spektral ein. Hier wird noch einmal vorgestellt was „Recht auf Stadt“ ist, wie der Minimalkonsens ausschaut und wie wir gemeinsam und solidarisch aktiv werden können.
Es ist an der Zeit aktiv zu werden, in der Stadt etwas zu verändern und gemeinsam an einer Stadt zu arbeiten, in der wir alle leben können und wollen!
Also komm vorbei und nimm deine Ideen, Erfahrungen und interessierte Leute mit! -
Die Petition wurde eingereicht
στον/-ην/-ο 03.05.2026Aushandlungsort Rösselmühle - Gedächtnis, Identitätsanker und Zukunftskämpfe
Buchvorstellung und Diskussion mit dem Kulturanthropologen Jonathan CoenenDonnerstag, 7. Mai 2026, 18 Uhr, Volkskundemuseum am Paulustor (Paulustorgasse 11-13)
Seit über drei Jahren wird in Graz über den Erhalt und die Umnutzung der Rösselmühle diskutiert: Kaum ein historisches Gebäude in Graz hat solche Emotionen geweckt, so viel Engagement und Protest hervorgerufen.
Warum ist das so, was macht das einstige industrielle Wahrzeichen zum Sinnbild für Identität und Stadtentwicklung? Wer sind die Akteure, welche Perspektiven und Interessen spielen in den Zukunftskämpfen um die Mühle eine Rolle? Und vor allem: Was sagen die Menschen, die in der Mühle gearbeitet haben und die in ihrem Umfeld leben? Was macht das vielzitierte „Kollektivgedächtnis“ des Griesviertels tatsächlich aus?Der Kulturanthropologe Jonathan Coenen hat den Erzählungen von Anwohner:innen und ehemaligen Belegschaftsmitgliedern der Rösselmühle über Mehl, Arbeit und Gemeinschaftlichkeit zugehört und ihre Erfahrungen von Verlust und Marginalisierung dokumentiert. Für seine Masterarbeit „Aushandlungsort Rösselmühle - Gedächtnis, Identitätsanker und Zukunftskämpfe auf der anderen Flussseite“ hat er zugleich die kontroversen Stadtdiskurse begleitet und analysiert: Eine Arbeit von brennender Aktualität, wie die aktuellen Auseinandersetzungen um die Rahmenplanung zum Areal Rösselmühle zeigen.
Im Februar 2023 gastierte die Ausstellung „MEHL GRIES BETON – die Rösselmühle im Gespräch“ im Volkskundemuseum am Paulustor. Dort stellt Jonathan Coenen nun am Donnerstag, 7. Mai um 18 Uhr seine Forschung vor. Die Projektgruppe zusammen mit dem Verein „Unverwechselbares Graz“ laden im Anschluss ein, zu diskutieren und im Gespräch zu bleiben.
Veranstaltet vom Institut für Kulturanthropologie & Europäische Ethnologie und dem Verein Unverwechselbares Graz in Zusammenarbeit mit dem Volkskundemuseum am Paulustor.
Die MA-Arbeit „Aushandlungsort Rösselmühle“ ist online einsehbar:
https://unipub.uni-graz.at/obvugrhs/download/pdf/12791724Infos:
https://kulturanthropologie.uni-graz.at/de/science-public/veranstaltungen/
1.418 Υπογραφές
Η συλλογή ολοκληρώθηκε
Αίτηση προς: Rathaus
Rettet die Rösselmühle! Für eine respektvolle Stadtentwicklung in der Grazer Murvorstadt!
800 Jahren lang wurde in der Rösselmühle Mehl gemahlen. Sie steht für Arbeit und Brot, Industrie und Handwerk, Gemeinschaft und den Austausch zwischen Stadt und Land. Die Rösselmühle mit ihren beiden Silotürmen ist ein weithin sichtbares Landmark, identitätsstiftendes Wahrzeichen und kulturelles Erbe der Stadt Graz.
Am 22.12.2023 stellte die Römü GmbH Antrag auf Abbruch der Silotürme. Am 15.1. stellte die Stadt den Abbruchbescheid aus. Am 16.1. wurde der Abbruch von zwei der drei Silotürmen der Rösselmühle angekündigt. Zwei der drei markanten Silotürme wurden abgebrochen. Dagegen protestieren wir.
Wir fordern:
- Abbruchstopp sofort! Keine Flächenumwidmung für Wohnbau! Sofortige Sicherung der Silotürme und der noch bestehenden Gebäude!
- Transparenter Entwicklungsprozess mit echter Bürgerbeteiligung – von Anfang an!
- Eine sozial und kulturell verantwortliche Stadtentwicklung! Sofortige Abschaffung des „Grazer Modells“!
- ·Nachhaltiger Schutz des Bauerbes der Grazer Handwerker-Vorstadt! Kreative Umnutzung im Sinne der Konvention des Europarats über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft!
Für eine respektvolle Stadtentwicklung in der Grazer Murvorstadt! Für soziales Miteinander und kulturelle Vielfalt im Industriedenkmal Rösselmühle!
- Unterzeichnen und teilen Sie unseren Appell an die Grazer Stadtregierung!
- Schreiben Sie einen Kommentar!
- Lesen Sie unten unser Manifest!
- Fordern Sie unsere Textbroschüre an: „MEHL GRIES BETON – Texte zur Ausstellung" - mehlgriesbeton@gmail.com
- Sammeln Sie Unterschriften! Unterschriftenbögen auf Anfrage oder zum Download über dies Petitionsseite. Bitte retournieren Sie die Unterschriften als Foto oder Scan.
Αιτιολόγηση
MEHL GRIES BETON Rettet die Rösselmühle – das Manifest
„Wenn er fertig ist, […] dann wird Graz ein neues Wahrzeichen haben, ein Zeichen unserer Zeit, das höchste, größte und modernste…“ (Bericht zum Bau des ersten Siloturms der Rösselmühle in der „Neuen Zeit“, 28.3.1950)
„Die Türme der Rösselmühle sind natürlich wunderschön. Also ich habe etliche Silvesterabende oben am Silo verbracht, weil man da einen wunderbaren Ausblick auf das Feuer-werk rundherum hat. Da brauche ich nicht auf den Schlossberg hinauf gehen, da gehe ich auf den Balkon des Getreidelagers hoch.“ (Erinnerung aus der Arbeitswelt der Rösselmühle)
2014 stellte die Rösselmühle den Betrieb ein.
Am 12.6.2014 beauftragte der Gemeinderat den Bürgermeister, „dass rechtzeitig Maßnahmen ergriffen würden, um die Spuren und den Charakter des Bestandes mit aktuellen Bedürfnissen und moderner Architektur zu verbinden.“ „Weiters soll ein Maßnahmenpaket erarbeitet werden, mit Hilfe dessen rechtzeitig Lösungen forciert werden können, die Bezug auf den (industriellen) Charakter des Entwicklungsgebietes und dessen Bestand nehmen.“
Seit Anfang 2022 engagieren sich viele Bürger:innen für die Rösselmühle als Nachbarschaftszentrum und Ort der Begegnung, der Musik, Gemeinwesenarbeit, Pflege und demokratischen Bildung. Sie erarbeiten Vorschläge für klimagerechtes und zeitgemäßes Bauen im Altbestand. Sie sprechen mit Anwohner:innen, Eigentümer:innen und stadtpolitischen Verantwortlichen.
Wir fordern: Abbruchstopp sofort! Keine Flächenumwidmung für Wohnbau! Sofortige Sicherung der Silotürme und der noch bestehenden Gebäude!
Das Griesviertel um die Rösselmühle besitzt eine außergewöhnliche kulturelle Vielfalt und besondere Geschichte. Soziale Gemeinschaft, Kultur, Handwerk und Gewerbe gehören hier zusammen. Mit den Läden, Gasthäusern und charaktervollen Altbauten verschwinden immer mehr dringend benötigte Begegnungsräume.
Wir fordern: Transparenter Entwicklungsprozess mit echter Bürgerbeteiligung – von Anfang an!
Die Welterbestadt Graz stöhnt unter den Folgen unkontrollierter Immobilienspekulation und Bauwut. Immer noch bestimmen Investor:innen hinter verschlossenen Türen die Stadtplanung („Grazer Modell“). Alternative Finanzierungsmodelle und EU-Förderprogramme werden nicht einbezogen. Weiterhin wird im Gries das gewachsene Stadtbild zerstört, werden Hauseigentümer:innen zum Verkauf gedrängt, Altstadthäuser entmietet und durch gesichtslose Wohnblocks ersetzt. Wer soll hier noch Geschichten erzählen und Erinnerungen weitergeben? Wie Diversität leben und Wurzeln schlagen? Wo können Kinder spielerisch ihre Nachbarschaft erkunden?
Wir fordern: Eine sozial und kulturell verantwortliche Stadtentwicklung! Sofortige Abschaffung des „Grazer Modells“!
Das Griesviertel birgt einzigartige, historisch gewachsene Areale industriellen Bauerbes. Am Mühlgang, inmitten des sog. "Klein Venedig" von Graz, liegt zwischen der Köstenbaummühle und der Bäckerei Strohmayer auch Johann Puchs erste Fahrradfabrik. Trotz ihrer Bedeutung für Graz ist der Abbruchbescheid bereits erteilt! Ebenso gefährdet sind weitere Industriekultur-Areale z.B. zwischen Kindermanngasse und Idlhofgasse.
Wir fordern: Nachhaltiger Schutz des Bauerbes der Grazer Handwerker-Vorstadt! Kreative Umnutzung im Sinne der Konvention des Europarats über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft!
Österreich hat 2014 das Rahmenübereinkommen des Europarates über den Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft (FARO-Konvention) unterzeichnet und 2015 ratifiziert. Es bekennt sich damit zum sozialen Wert und Potenzial kulturellen Erbes als Ressource für nachhaltige Entwicklung, Demokratie und Lebensqualität. Gleiche Rechte und zivilgesellschaftliche Teilhabe aller Bürger:innen an diesen Prozessen ist somit ethische Verpflichtung und politische Notwendigkeit für Länder und Kommunen.
Wir treten ein: Für eine respektvolle Stadtentwicklung in der Grazer Murvorstadt! Für soziales Miteinander und kulturelle Vielfalt im Industriedenkmal Rösselmühle!
Wir sind Studierende und Lehrende am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Uni Graz und forschen über Geschichten, Erfahrungen und Zukunftswünsche rund um die Rösselmühle.
Jonathan Coenen, Katharina Eisch-Angus, Johannes Maier, Laura Riedl, Florian Rumpl, Erika Thümmel
Weiterführende Informationen:
Gemeinderatsbeschluss vom 12.6.2014
Faro-Konvention zum Wert des Kulturerbes für die Gesellschaft (Bestandsaufnahme 2016)
Bestandsaufnahme kunsthistorisch bedeutender Industriebauten an den Grazer Mühlgängen
Institut für Europäische Ethnologie und Kulturanthropologie: Mehl Gries Beton - Gespräche um die Rösselmühle
Altstadtschutz für Grazer Murvorstadt
Στοιχεία για το ψήφισμα
Ξεκίνησε η υποβολή αίτησης:
11/01/2024
Λήξη συλλογής:
11/06/2024
Περιοχή:
Γκρατς
Κατηγορία:
Πολιτικά δικαιώματα
Συζήτηση
Das Areal hat riesiges Potenzial, ein Stadtteilzentrum für alle zu werden, das die Menschen zusammenbringt und gleichzeitig ein sichtbares Zeichen der Geschichte des Bezirks darstellt. Die älteste Mühle in Graz darf nicht - wie so unendlich vieles in Graz - dem Willen der Immolobby geopfert werden.
Ακόμα κανένα επιχείρημα κατά.