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Bild zur Petition mit dem Thema: Initiative für freie Bildungswege - Bildungsreform Initiative für freie Bildungswege - Bildungsreform
  • Von: Initiative für freie Bildungswege mehr
  • An: Österreichische Parlament
  • Region: Österreich
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 250 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Initiative für freie Bildungswege - Bildungsreform

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Die Initiative für freie Bildungswege hat sich aus dem Zusammenschluss von 5 Personen gebildet, die den Kern der Initiative bilden. Hinter uns stehen noch viele Menschen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Bildungsreform (momentan vor allem auf den Elementarpädagogikbereich bezogen) noch einmal kritisch anzusprechen und Bedenken aufzuzeigen.

Unser Vorschlag lautet:

  • JA zu einem zweiten Gratiskindergartenjahr auf freiwilliger Basis. Dadurch würden Sie jene Eltern erreichen, die ihre Kinder aus finanziellen Gründen bisher zuhause ließen, gleichzeitig aber nicht in der Lage und/oder gewillt waren, sich adäquat um diese zu kümmern. Eltern, die dieser Aufgabe jedoch sehr wohl nachkommen, werden in ihren Bemühungen respektiert; die Bedürfnisse der Kinder, die im vertrauten häuslichen Umfeld aufwachsen möchten, ernst genommen.

  • JA zu einer freiwilligen Entwicklungsüberprüfung, die in den bestehenden Mutter-Kind-Pass integriert wird, sodass die Eltern selbst entscheiden können, welche Personen die Untersuchungen durchführen und welche Einblick in die darin vermerkten Daten nehmen können. Somit bleibt das Recht auf Datenschutz gewahrt und die Gefahr einer Etikettierung wird verhindert. Verpflichtende Entwicklungstests und Sprachscreenings mit von den jeweiligen Ergebnissen abhängigen Zwangsfördermaßnahmen lehnen wir jedoch kategorisch ab.

Wir ersuchen Sie, sich mit unseren Bedenken vor der parlamentarischen Abstimmung auseinander zu setzen.

Hochachtungsvoll

Die Initiative für freie Bildungswege

Begründung:

Wir, die Initiative für freie Bildungswege, möchten Sie gerne auf zwei wichtige Bereiche der Bildungsreform aufmerksam machen, die in unseren Augen nochmals überdacht werden sollten. Diese sind das 2. verpflichtende Kindergartenjahr sowie der geplante Bildungskompass mit Entwicklungsscreenings und etwaigen verpflichtenden Fördermaßnahmen.

Bildung ist unserer Ansicht nach ein wertvolles Gut, das jedem Menschen zugänglich sein sollte. Allerdings ist es uns wichtig zu betonen, dass jedes Kind sehr individuelle Bildungsbedürfnisse hat. Diesen gerecht zu werden, ist in nach vorgegebenen Standards strukturierten Institutionen nicht immer möglich, weshalb wir uns für den Ausbau freier Bildungswege einsetzen. Eine große Rolle spielt für uns in diesem Zusammenhang auch die Familie. Denn auch sie stellt, genauso wie Bildung, ein wertvolles Gut unserer Gesellschaft dar.

Aus diesem Grund erfüllen uns die Pläne insbesondere hinsichtlich des Elementarpädagogikpakets (2. verpflichtendes Kindergartenjahr sowie Bildungskompass inkl. Entwicklungsscreenings für alle ab 3,5 Jahren) mit großer Sorge. Wir sind der Ansicht, dass im Falle einer Einführung dieses Pakets in der geplanten Form nicht nur die Rechte der Kinder, sondern auch jene der Familie und der Gesamtgesellschaft in verschiedenster Hinsicht gefährdet sind.

Kinder sollten das Recht haben, bedürfnisorientiert aufzuwachsen und stressfrei ihren intrinsischen Bildungsweg erwirken zu können. So können manche Kinder schon mit 3 Jahren offen sein für eine Betreuung in einer Kindergruppe, andere sind es aber erst mit 5, 6 Jahren oder auch erst später. Sollte man diese Kinder zwangsweise irgendwo eingliedern und diesem Stress aussetzen? Wir sind der Meinung, dass Eltern das Recht zusteht, zu entscheiden, ab welchem Alter ihre Kinder für den Schritt aus dem familiären Umfeld in die öffentliche Großgruppe bereit sind.

Mit großer Sorge sehen wir den Bildungskompass, der einerseits in einem Alter erstellt werden soll, in dem die Entwicklungsspanne der Kinder noch sehr groß ist und anderseits durch die Datenweitergabe an weitere Bildungsinstitute die Gefahr der Etikettierung der Kinder birgt. Sinnvoller wäre da eine Anlehnung an den Mutter-Kind-Pass – noch besser wäre eine Integration der Screenings in diesen. Der Pass befindet sich in Elternhänden, die Eltern entscheiden darüber, wer die Daten zu sehen bekommt und welche Untersuchungen man daraus in Anspruch nehmen möchte. Dass diese Entwicklungsscreenings ein freiwilliges Angebot darstellen sollten und nicht ein verpflichtendes Stigmatisieren und Etikettieren, ist in unseren Augen nur logisch.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Oberperfuss, Österreich, 27.05.2016 (aktiv bis 26.11.2016)


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