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Bild zur Petition mit dem Thema: Gefährliche Spritzmittel: Keine Glyphosat-Neuzulassung auf EU-Ebene! Gefährliche Spritzmittel: Keine Glyphosat-Neuzulassung auf EU-Ebene!
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Bundesregierung, z.H. Umweltminister Rupprechter ...
  • Region: Österreich mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Petitionsempfänger hat nicht reagiert.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 1.515 Unterstützer
    1.485 in Österreich
    Sammlung abgeschlossen

Gefährliche Spritzmittel: Keine Glyphosat-Neuzulassung auf EU-Ebene!

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Glyphosat – ein Wirkstoff, der vielen aus dem Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ bekannt ist – wurde Ende März dieses Jahres von der WHO-Krebsforschungsagentur IARC als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ (Kategorie 2a) eingestuft. Der hierzu erst kürzlich erschienene vollständige Bericht legt dar, dass der Stoff auch das Erbgut verändern könnte. Laut einer Kurzexpertise der ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt (ÄGU) in meinem Auftrag kann Glyphosat außerdem Antibiotikaresistenzen hervorrufen.

Die EU-weite Zulassung für Glyphosat läuft mit Ende 2015 aus, weshalb der Stoff nun neu bewertet wird, um dann über eine Neuzulassung zu entscheiden. Dies ist eine einmalige Gelegenheit, eine Weiterverwendung zu unterbinden. Eine eindeutige österreichische Positionierung gegen eine Neuzulassung in diesem Verfahren wäre dafür besonders wichtig.

Diese Petition richtet sich daher an die Bundesregierung, vor allem an Umweltminister Rupprechter und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser: Unterschreiben Sie, damit sich Österreich in der EU gegen eine Neuzulassung des Giftstoffes Glyphosat engagiert!

Denn der Schutz von Mensch, Gesundheit und Umwelt muss wichtiger sein als die Gewinninteressen einiger Konzerne!

Begründung:

Glyphosat ist der weltweit am häufigsten verwendete Wirkstoff für sog. Pflanzenschutzmittel. In der EU ist es seit 2002 zugelassen. Es wirkt giftig für Wasserorganismen und wird deshalb als umweltgefährdend eingestuft. Im Frühjahr wurde es von der WHO-Krebsforschungsagentur IARC als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft.

In Österreich wird Glyphosat in der Landwirtschaft, im Wein- und Obstbau und im Gartenbau zur Unkrautbekämpfung vor der Aussaat oder nach der Getreideernte im Herbst zur Beseitigung von Getreidestoppeln verwendet. Auf Wiesen und Weiden ermöglicht es die Bekämpfung einzelner ausdauernder Unkrautpflanzen und das Erneuern stark verunkrauteter Grünlandflächen. In vielen Gemeinden wird Glyphosat zur Unkrautbekämpfung auf öffentlichen Flächen verwendet.

Alleine in Österreich sind derzeit 37 glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel zugelassen. Einige Baumärkte haben bereits reagiert und diese Produkte aus dem Handel genommen, die allgemeine Zulassung der Nutzung ist jedoch weiterhin aufrecht – trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse der Gefahren und heftigster Kritik und Bedenken von führenden Mediziner/innen. Diese bisherige Nichtbeachtung des Vorsorgeprinzips unzumutbar, insbesondere für Personengruppen, die dem Gift direkt ausgesetzt sind.

Aufgrund der WHO-Einstufung als „wahrscheinlich krebserregend“ sowie der Erkenntnis des erbgutverändernden Potentials können WissenschaftlerInnen keinen für die Gesundheit unbedenklichen Grenzwert festlegen. Der Mensch sollte bestenfalls gar nicht mit Glyphosat in Berührung kommen. Dazu kommt, dass fertig formulierte, glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel eine höhere toxische Wirkung haben können als der reine Wirkstoff für sich genommen.

Die EFSA – die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit – hat für kommenden Herbst eine Neubewertung angekündigt. Das deutsche BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung), das in dieser Sache als Berichterstatter fungiert, hält trotz der IARC-Einstufung an seiner Einschätzung fest, eine Glyphosataufnahme im Rahmen der gesetzlichen Rückstandshöchstgehalte sei unbedenklich und empfiehlt die Zulassungsverlängerung. Umso wichtiger sind deutliche Signale aus anderen EU-Mitgliedsstaaten.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Linz, 25.08.2015 (aktiv bis 21.09.2015)


Neuigkeiten

Sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer! Die Petition für den Einsatz der österreichischen Bundesregierung gegen eine Neuzulassung des Pflanzenvernichtungsmittels Glyphosat ist nun beendet: 1.515 Menschen haben in dieser Form ihre Sorge über ...

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Debatte zur Petition

PRO: "Wahrscheinlich krebserregend" - ich glaub da gibts in Wirklichkeit kein überzeugendes Argument, weshalb dieses Mittel ernsthaft als "alternativlos" bzw. unabdingbar betrachtet werden sollte ...

CONTRA: Ein Verbot von Glyphosate würde große Fortschritte im Bereich von Boden- und Erosionsschutz zunichte machen. So wäre Direkt- oder Mulchsaat nicht mehr möglich.

CONTRA: Sikation, das Totspritzen von Getreide ist in Österreich seit 31.07.2013 gesetzlich verboten. Die Landwirtschaft verwendet das Mittel hauptsächlich um im Frühjahr Felder für den Mais und Zuckerrübenanbau von sehr hartnäckigen Unkräutern zu befreien. Viele ...

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Petitionsverlauf